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Mutter ruiniert nach Tod meines Vaters auch mein Leben

Neevi1985

Neues Mitglied
Ich habe ein großes Problem mit meiner Mutter (67). Seit mein Vater vor zwei Jahren gestorben ist, erwartet sie ständig von meinem Mann und mir, dass wir etwa alle drei Wochen gemeinsam ihre verbliebene Familie in Hamburg besuchen.

Das liegt ca 50km von uns entfernt und ich habe da eigentlich recht wenig Lust zu. Als mein Vater noch gelebt hat, wurde ich auch nie gefragt ob ich mitwill. Allerdings hat meine Mutter zwar einen Führerschein, aber Angst davor, so weite Strecken zu fahren. Dementsprechend erwartet sie dann immer von uns, dass wir mit ihr hinfahren.

Wenn ich dann mal sage, dass ich was anderes am Wochenende vorhabe, hagelt es sofort Vorwürfe, dass ich egoistisch sei und sie so viel für uns tun würde, wir ihr aber nicht mal einen kleinen Gefallen tun könnten, dass ich die Familie "zerstören" würde, weil ich sie "boykottiere" indem ich sie nicht hinchauffiere und ähnliches.

Ich habe ihr schon mehrfach gesagt, warum denn unsere Verwandtschaft nicht einfach mal hierher kommt. Antwort : mir ist es lieber so, dann komme ich mal raus und muss hinterher nicht aufräumen.

Die Sache ist, dass sie uns unsere neue Küche mit dem Erbe meines Vaters komplett bezahlt hat (von sich aus, ohne dass wir danach gefragt hätten) und jetzt wohl der Meinung ist, wir stünden deshalb für immer in ihrer Schuld.

Ich kann aber auch nichts dafür, dass sie die letzten 45 Jahre nur auf meinen Vater fixiert gewesen ist und jetzt alleine dasteht. Ich habe mein eigenes Leben und es kotzt mich gerade mächtig an, dass ich nur etwa 10 Autominuten von ihr entfernt wohne und von ihrer Seite somit immer eine gewisse Erwartungshaltung da ist. ("Du weißt genau dass ich alleine bin, da könntest du wenigstens einmal die Woche vorbei kommen!")

Manchmal habe ich ernsthaft schon so böse Gedanken.. Sie heult mich zB auch immer voll, dass das Leben für sie keinen Sinn mehr hätte ohne meinen Vater, sie an nichts mehr Spaß hat und dass sie ja gottseidank schon 67 ist und hofft, dass es mit 70 dann "rum" ist und ähnliches.
Ich denke dann jedesmal, wenn es doch so schlimm und unerträglich ist und du sowohl Therapie als auch alles andere ablehnst, dann spring doch bitte einfach irgendwo runter, dass ich endlich meine Ruhe hab vor den Vorwürfen und dem Gejammer und mein Leben normal weiterführen kann.

Eigentlich traurig dass es so weit schon gekommen ist, aber sie zerstört auf diese Weise mein ganzes Leben und merkt es noch nicht mal. Reden kann man mit ihr auch nicht vernünftig, sobald sie was zu hören kriegt das ihr nicht passt, wird sie laut und ausfallend und schreit dann jedesmal "DAVON WILL ICH NIX HÖREN, VERSCHWINDE!" und das wars.

Danach ruft sie irgendwann wieder an und tut als ob nix gewesen wäre. Ich würde am liebsten manchmal komplett den Kontakt abbrechen, aber dann plagt mich doch wieder das schlechte Gewissen, da sie ja außer mir niemanden mehr hat (ich bin Einzelkind) und der Rest der Verwandtschaft eben auch nicht permanent "verfügbar" ist.

Könnt ihr mir irgendwas raten?
 
Deine Mutter hat sicher auch viel für dich gemacht.
50 km finde ich nicht viel Anders wären 500.
Deine Mutter scheint einsam zu sein und Familienanschluss zu suchen.
Überleg auch was sie früher für dich gemacht hat und ob sie immer Lust hatte.
Sicher nicht.

Ich würde über meinen Schatten springen.

Alle 3 Wochen sind keine Aktion.

Ich finde, da musst du eben auch mal zurück stecken.

Im Alter dreht es sich oft um und viele Kinder sind dann wieder für ihre Eltern da.

Ich finde nichts schlimmer, als wenn Eltern sich den Hintern aufgerissen haben für die Kinder und wenn sie dann alt sind, werden sie aufs Abstellgleis gesetzt und als Last empfunden.
Hab so ein Paradebeispiel in der Familie. Die Oma und der Opa haben ihrem Sohn das Haus bezahlt mit der Option, dass sie wenn sie alt werden drin wohnen können und als dann nur noch einer übrig war, sagte der Sohn: April, April. Ich habs mir anders überlegt. Der Opa muss jetzt ins Heim. Hat aber das ganze Haus bezahlt unter der Voraaussetzung, dass er dort wohnen kann.
 
Was spricht denn dagegen, dass deine Mutter die 50km mit dem Zug fährt?

Ich habe ihr schon mehrfach gesagt, warum denn unsere Verwandtschaft nicht einfach mal hierher kommt. Antwort : mir ist es lieber so, dann komme ich mal raus und muss hinterher nicht aufräumen.

Das ist ja wohl ne blöde Ausrede. Benimmt sich die Verwandtschaft so daneben? Und raus kommen kann man auch indem man zum Sportverein geht, zum Gottesdienst, zum Chor, etc.

Also ich würde das nicht mit mir machen lassen.
 
Auf der einen Seite verständlich, das sie die Lücke die Dein Vater in ihrem Leben hinterlassen hat, versucht zu füllen.
Das bequemste und Naheliegenste ist der Zugriff auf Dich.

Du solltest wirklich Deine eigenen Interessen durchsetzen, selbst wenn Deine Mutter im Quadrat springt und es Vorwürfe hageln sollte. Sie muss sich umgewöhnen und akzeptieren lernen, das Du nicht bei Pfiff auf der Matte stehst und ein eigenes Leben hast.
Schwer ist nur der Anfang, aber je Standhafter Du bleibst, um so mehr wird sie es lernen ihr Leben so zu organisieren, das sie andere Wege der Kontaktaufnahme mit ihrer Verwandtschaft sucht. Sie wird ja quasi dazu genötigt, da Du nicht mehr nach ihrem Willen verfügbar bist.
Du musst nur eines - Nein - sagen. (Du solltest es weder begründen, noch Dich dafür entschuldigen - sie muss lernen Deine Entscheidung unbegründet zu akzeptieren............dann habt ihr in Zukunf Aussichten für ein besseres ausgewogenes Miteinander)
 
Was spricht denn dagegen, dass deine Mutter die 50km mit dem Zug fährt?

Vielleicht ist sie ja bereits körperlich eingeschränkt?
Ich finde, um sich eine Meinung machen zu können hat man hier viel zu wenig Informationen.

Ich bin ernsthaft erschrocken wie manche hier auf die Frage der Mutter reagieren. Es ist die Mutter, nicht irgendeine Bekannte.

Da ich Familie wichtig finde, wäre ich immer bemüht eine gute Lösung für alle zu finden und dadurch auch mal Kompromisse eingehen.

Ich meine, die TE hat noch einen Mann. Ich würde es verstehen, wenn die Mutter sie jetzt drängt alle 3 Wochen zu fahren und sie wäre allein. Aber so kann man sich doch wunderbar abwechseln und 50 km sind nun echt nicht die Welt.

Was willst du erst machen, wenn die Mutter im Heim ist und sie dich bittet einmal pro Woche zu Besuch zu kommen? Besuchst du sie dann auch nicht?
Alle 3 Wochen finde ich keinen Beinbruch.

Familie heißt auch Kompromisse eingehen.

Sie wird umgekehrt auch viel für dich gemacht haben. Daran würde ich immer denken.
Klar, man muss nicht sofort immer alles stehen und liegen lassen, aber an der Frage finde ich nichts verwerflich.

Die Bitte wird hier total hoch dramatisiert.
Die Mutter möchte nicht alle 3 Wochen nach England gefahren werden sondern nur 50 km entfernt zu ihren Verwandten.🙄

Meine Omi lebt im Heim. Ich fahre jede Woche 2 Mal mit dem Bus dorthin.
Meine Eltern fahren jedes Wochenende plus einmal extra ins Heim und machen zusätzlich Ausflüge mit ihr. Von uns aus sind es ins Heim 25 km. Wenn ich unterwegs bin nur 5 km.
Ich finde das ist Jammern auf hohem Niveau. Ist aber meine Ansicht.
 
Wow. Wenn ich die Überschrift lese und dann den Inhalt. Dein Leben ist echt ruiniert 🙄

Sie mag zwar ihre Macken haben, aber das ist ja mal voll übertrieben
 
Ich finde allein den Titel richtig hart und gleichzeitig grenzenlos übertrieben.
Hier von ruiniert zu sprechen ist schon heftig.

Ich würde es ja verstehen, wenn die Mutter jetzt Spielschulden hinterlassen hätte oder den ganzen Ruf der Familie in den Dreck zieht, aber hier finde ich es irgendwie hergeholt von ruiniert zu sprechen.
 
Kannst Du es nicht von Dir aus so organisieren, daß es Dir paßt? Mache ich mit meiner Mutter auch.

Ich ruf rechtzeitig an und informier sie, wann ich Zeit habe und es passen würde, daß wir mal bummeln gehen oder Verwandte besuchen. Ich hab nunmal mehr Termine durch Arbeit, Freunde, Tiere und Seminare als sie. Meine Mutter ist auch ganz allein. Das klappt eigentlich ganz gut, wenn ich ihr sage, an dem Samstag habe ich Zeit und würde mcih freuen, was mit Dir zu unternehmen oder Dich irgendwohin zu fahren, überleg Dir was.

Die Verwandschaft, die meine Mutter besuchen möchte lebt auch ca. 40 - 50 km entfernt. Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin ist nicht möglich. Ich mag aber auch nicht gerne dort den Tag verbringen. Daher fahre ich sie vormittags hin und mache dann eine schöne Wanderung in der Nähe. Abends sitze ich noch kurz bei den Verwandten dabei und dann nehm ich meine Mutter wieder mit nachhause. Das paßt eigentlich für alle ganz gut.

Für mich ist wichtig, daß ich es nicht mit innerlichem Widerwillen mache, sondern die Zeit auch für mich nutzen kann. Und wenn ich einen kleinen Ausflug mache, dann sag ich ihr oft rechtzeitig Bescheid und frage, ob sie mitkommen möchte. Und auch wenn sie dann oft nur in einem Cafe sitzen oder ein bißchen die Fußgängerzone hoch und runter bummeln kann, während ich eine große Runde mit dem Hund unterwegs bin, freut sie sich, daß sie mal raus kommt. Und spätestens zum Abendessen sind wir wieder zusammen und tauschen uns aus.

Versuch doch mal, sie von Dir aus öfter einzubeziehen, wenn es eben für Dich paßt, dann muß sie vielleicht nicht so oft fragen und Du fühlst Dich nicht so oft unter Druck gesetzt oder schlechtem Gewissen oder Vorwürfen ausgesetzt.
 
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Oh, mann. Mir fehlen echt die Worte.
Ich finde das einfach scheiße, wenn Kinder ihren Eltern das Gefühl geben, dass sie nicht mehr wichtig sind.

Das ist einfach nur respektlos und selbstsüchtig.

Warum "ruiniert" sie dein Leben? Nur weil sie will, dass du sie regelmäßig besuchst?
 
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