Ich habe ein großes Problem mit meiner Mutter (67). Seit mein Vater vor zwei Jahren gestorben ist, erwartet sie ständig von meinem Mann und mir, dass wir etwa alle drei Wochen gemeinsam ihre verbliebene Familie in Hamburg besuchen.
Das liegt ca 50km von uns entfernt und ich habe da eigentlich recht wenig Lust zu. Als mein Vater noch gelebt hat, wurde ich auch nie gefragt ob ich mitwill. Allerdings hat meine Mutter zwar einen Führerschein, aber Angst davor, so weite Strecken zu fahren. Dementsprechend erwartet sie dann immer von uns, dass wir mit ihr hinfahren.
Wenn ich dann mal sage, dass ich was anderes am Wochenende vorhabe, hagelt es sofort Vorwürfe, dass ich egoistisch sei und sie so viel für uns tun würde, wir ihr aber nicht mal einen kleinen Gefallen tun könnten, dass ich die Familie "zerstören" würde, weil ich sie "boykottiere" indem ich sie nicht hinchauffiere und ähnliches.
Ich habe ihr schon mehrfach gesagt, warum denn unsere Verwandtschaft nicht einfach mal hierher kommt. Antwort : mir ist es lieber so, dann komme ich mal raus und muss hinterher nicht aufräumen.
Die Sache ist, dass sie uns unsere neue Küche mit dem Erbe meines Vaters komplett bezahlt hat (von sich aus, ohne dass wir danach gefragt hätten) und jetzt wohl der Meinung ist, wir stünden deshalb für immer in ihrer Schuld.
Ich kann aber auch nichts dafür, dass sie die letzten 45 Jahre nur auf meinen Vater fixiert gewesen ist und jetzt alleine dasteht. Ich habe mein eigenes Leben und es kotzt mich gerade mächtig an, dass ich nur etwa 10 Autominuten von ihr entfernt wohne und von ihrer Seite somit immer eine gewisse Erwartungshaltung da ist. ("Du weißt genau dass ich alleine bin, da könntest du wenigstens einmal die Woche vorbei kommen!")
Manchmal habe ich ernsthaft schon so böse Gedanken.. Sie heult mich zB auch immer voll, dass das Leben für sie keinen Sinn mehr hätte ohne meinen Vater, sie an nichts mehr Spaß hat und dass sie ja gottseidank schon 67 ist und hofft, dass es mit 70 dann "rum" ist und ähnliches.
Ich denke dann jedesmal, wenn es doch so schlimm und unerträglich ist und du sowohl Therapie als auch alles andere ablehnst, dann spring doch bitte einfach irgendwo runter, dass ich endlich meine Ruhe hab vor den Vorwürfen und dem Gejammer und mein Leben normal weiterführen kann.
Eigentlich traurig dass es so weit schon gekommen ist, aber sie zerstört auf diese Weise mein ganzes Leben und merkt es noch nicht mal. Reden kann man mit ihr auch nicht vernünftig, sobald sie was zu hören kriegt das ihr nicht passt, wird sie laut und ausfallend und schreit dann jedesmal "DAVON WILL ICH NIX HÖREN, VERSCHWINDE!" und das wars.
Danach ruft sie irgendwann wieder an und tut als ob nix gewesen wäre. Ich würde am liebsten manchmal komplett den Kontakt abbrechen, aber dann plagt mich doch wieder das schlechte Gewissen, da sie ja außer mir niemanden mehr hat (ich bin Einzelkind) und der Rest der Verwandtschaft eben auch nicht permanent "verfügbar" ist.
Könnt ihr mir irgendwas raten?
Das liegt ca 50km von uns entfernt und ich habe da eigentlich recht wenig Lust zu. Als mein Vater noch gelebt hat, wurde ich auch nie gefragt ob ich mitwill. Allerdings hat meine Mutter zwar einen Führerschein, aber Angst davor, so weite Strecken zu fahren. Dementsprechend erwartet sie dann immer von uns, dass wir mit ihr hinfahren.
Wenn ich dann mal sage, dass ich was anderes am Wochenende vorhabe, hagelt es sofort Vorwürfe, dass ich egoistisch sei und sie so viel für uns tun würde, wir ihr aber nicht mal einen kleinen Gefallen tun könnten, dass ich die Familie "zerstören" würde, weil ich sie "boykottiere" indem ich sie nicht hinchauffiere und ähnliches.
Ich habe ihr schon mehrfach gesagt, warum denn unsere Verwandtschaft nicht einfach mal hierher kommt. Antwort : mir ist es lieber so, dann komme ich mal raus und muss hinterher nicht aufräumen.
Die Sache ist, dass sie uns unsere neue Küche mit dem Erbe meines Vaters komplett bezahlt hat (von sich aus, ohne dass wir danach gefragt hätten) und jetzt wohl der Meinung ist, wir stünden deshalb für immer in ihrer Schuld.
Ich kann aber auch nichts dafür, dass sie die letzten 45 Jahre nur auf meinen Vater fixiert gewesen ist und jetzt alleine dasteht. Ich habe mein eigenes Leben und es kotzt mich gerade mächtig an, dass ich nur etwa 10 Autominuten von ihr entfernt wohne und von ihrer Seite somit immer eine gewisse Erwartungshaltung da ist. ("Du weißt genau dass ich alleine bin, da könntest du wenigstens einmal die Woche vorbei kommen!")
Manchmal habe ich ernsthaft schon so böse Gedanken.. Sie heult mich zB auch immer voll, dass das Leben für sie keinen Sinn mehr hätte ohne meinen Vater, sie an nichts mehr Spaß hat und dass sie ja gottseidank schon 67 ist und hofft, dass es mit 70 dann "rum" ist und ähnliches.
Ich denke dann jedesmal, wenn es doch so schlimm und unerträglich ist und du sowohl Therapie als auch alles andere ablehnst, dann spring doch bitte einfach irgendwo runter, dass ich endlich meine Ruhe hab vor den Vorwürfen und dem Gejammer und mein Leben normal weiterführen kann.
Eigentlich traurig dass es so weit schon gekommen ist, aber sie zerstört auf diese Weise mein ganzes Leben und merkt es noch nicht mal. Reden kann man mit ihr auch nicht vernünftig, sobald sie was zu hören kriegt das ihr nicht passt, wird sie laut und ausfallend und schreit dann jedesmal "DAVON WILL ICH NIX HÖREN, VERSCHWINDE!" und das wars.
Danach ruft sie irgendwann wieder an und tut als ob nix gewesen wäre. Ich würde am liebsten manchmal komplett den Kontakt abbrechen, aber dann plagt mich doch wieder das schlechte Gewissen, da sie ja außer mir niemanden mehr hat (ich bin Einzelkind) und der Rest der Verwandtschaft eben auch nicht permanent "verfügbar" ist.
Könnt ihr mir irgendwas raten?