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Mutter hasst Kind

Tourmente

Mitglied
Es ist schon eine Weile her, dass ich hier gepostet habe. Lag wohl daran, dass ich mich trotz Diskussion einsam gefühlt habe. Szs. niemanden hatte, der für mich da war. Da es aber eig. immer befreiend war, Dinge loszuwerden, schreibe ich hier doch mal über meine neueste Erkenntnis und Belastung.

Ich werde nicht detailliert auf meine zerrüttete Familie eingehen. Dafür habe ich vor Monaten woanders einen anderen Thread eröffnet. Der sich von Interessierten sicherlich über mein Profil finden lässt.

Es war früher als Kind normal für mich, dass meine Mutter immer der lieblosere Elternteil war. Nähe hatte ich, wenn er mal da war, über meinen Vater erhalten. Umarmungen, Kuscheln und liebe Worte kamen von ihm. Meine Eltern haben mir zwar beide noch nie in meinem Leben gesagt, dass sie mich lieben, jedoch kam zumindest die Nähe von meinem Vater. Was wohl an seiner eigenen lieblosen Vergangenheit lag, und er dies besser machen wollte als seine Vorläufergeneration.

Ich kann es bis heute nicht ertragen. Zumindest halte ich es für widerlich, wodurch ich eine Abneigung zu meiner Mutter entwickelt hatte. Aber es belastet mich, dass meine Mutter sich rückblickend immer selbst wie ein Kind benahm, dass nun endlich große Macht über andere Kinder hatte. So wies sie extrem gerne zurecht. Genoss es, wenn sie ein Wenn und Aber nicht gelten lassen musste, oder empfand es als selbstverständlich körperliche Gewalt anzuwenden. Die Bestrafungen kamen also gut und gerne. Die lieben Worte blieben aus. Sie tat in meinen jüngsten Jahren auch eig. körperlich positiv nur das, was minimalst nötig war, um vor der Gesellschaft nicht als Rabenmutter dazustehen. Ihr Über-Ich war vermutlich extrem ausgebildet, denn was Außenstehende von ihr dachten, war ihr wichtiger, als die Gedanken der eigenen Kinder. Diese konnte sie ja schließlich auch unter Kontrolle halten. Zumindest bis diese ein bestimmtes Alter erreicht hatten, und merkten, dass das was sie an den Tag legte, eigentlich nicht annährend normal war.

Zudem merkte ich die letzten Jahre, dass gewisse Eigenheiten geschlechterspezifisch waren. Ich fragte mich, warum gerade ich bestimmte Dinge zu hören bekam und andere nicht. So zum Beispiel grundlose Drohungen, dass, wenn ich doch ein Mädchen vergewaltigen sollte, sie dies und das mit mir mache. Das war mit ungefähr 10 Jahren. Während ich das schreibe, merke ich, wie pervers das alles war. Jedenfalls gab es so einige Dinge die auf ein spezielles Hassverhältnis von ihr zu Männern hinwiesen.

Bis ich in den letzten Monaten 2 Puzzlestücke verbinden konnte. Wenn sie in Rage war, erzählte sie oft von ihrem Bruder, wenn sie offensichtlich durch irgendetwas daran erinnert wurde. Er wäre immer der Liebling der Eltern gewesen und sie wäre immer benachteiligt worden. Anscheinend habe er auch seine Vormachtstellung bei den Eltern genutzt um sie in die Pfanne zu hauen. Zudem war er ja das Nesthäkchen auf das sie Acht zu geben habe und es zu beschützen habe.

Und so langsam wurde mir bewusst, warum ich als Kind zu leiden hatte. Sie war wohl selbst von Kindesbeinen an traumatisiert, und hat das an mich weitergegeben. Und diese Sache war ihr nie bewusst. Und wenn man sie damit konfrontiert, bestreitet sie rein aus ihren Charakter heraus ihre Verfehlungen. Beide Elternteile waren leider schon immer so, Fehler nicht einzugestehen. Und wenn sie es mussten, da die Beweis- oder Diskussionslage erdrückend war, selbst dann nicht. Sie wurden wütend, wenn sie an die Wand gestellt bzw. diskutiert wurden. Leider sind meine Eltern im Alter nicht weise oder offener geworden. Eher verbohrter, verzweifelter, verschlossener und von Depressionen, Ängsten und unbehandelten Traumata zerfressen.

Heute, da ich dieses Verständnis habe, bin ich von meinen Eltern, und besonders von meiner Mutter, einfach nur maßlos enttäuscht. Bzw... voll Trauer der Sache wegen.
Denn gewisse Belastungen, mit denen ich heute herumlaufe, trage ich wegen ihnen. So zum Beispiel mein erhöhtes Bedürfnis nach Nähe und Diskussionen. Dass ich interessiert an dem Innenleben meiner Gegenüber bin, und dieses fokussiere. Dass ich Depressionen bekämpfen musste, und heute noch mit Sozialphobien, sowie ADS-Eigenschaften herumlaufe bzw. an mir habe.
*seufz*

Es mag wahrscheinlich sehr stückchenhaft sein. Jedoch war der Hauptgrund dieses Beitrags auch einfach die seelische Entlastung, die er brachte. Ich bin froh es gesagt zu haben, und das wird nicht das letzte Mal gewesen sein.
 

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L

Lenja

Gast
Es mag wahrscheinlich sehr stückchenhaft sein. Jedoch war der Hauptgrund dieses Beitrags auch einfach die seelische Entlastung, die er brachte.
Du hast wahrscheinlch diese Stückchen aus deiner Lebesgeschichte erkannt, bewegt und richtig zugeordnet, die deinen weiteren, unbeschwerten Lebensfluß störten .. Man kann sie daraus nicht entfernen, doch den Platz für sie finden, wo sie hingehören. Ich finde es gut, wie du es machst. :)

Liebe Grüße,
Lenja
 

Nichts123

Aktives Mitglied
Jedenfalls gab es so einige Dinge die auf ein spezielles Hassverhältnis von ihr zu Männern hinwiesen.
Und so langsam wurde mir bewusst, warum ich als Kind zu leiden hatte. Sie war wohl selbst von Kindesbeinen an traumatisiert, und hat das an mich weitergegeben. Und diese Sache war ihr nie bewusst. Und wenn man sie damit konfrontiert, bestreitet sie rein aus ihren Charakter heraus ihre Verfehlungen.
Erst mal, man kann etliches aber nicht alles mit psychologischen Hintergründen erklären. Es wäre etwa zynisch zu sagen wenn jemand Geldsorgen hat und sich deshalb umbringen wolle, dass er psychisch krank sei, sondern der hat einfach Geldsorgen. Jedenfalls, wer eigentlich Männer nicht leiden kann und trotzdem die Kraft hat sich einen Mann zu suchen, der hätte es eigentlich besser wissen können. Da war dein Vater offenbar schon etwas lernfähiger?!

Und zu einem gewissen Grade scheint deine narzisstische Mutter selbstverständlich gewusst zu haben, was sie denn da tat?! Ehrlich das hat jetzt nicht unbedingt damit was zu tun, aber ich kannte mal eine Ausbilderin, die hat geäußert, dass es ihr sozusagen gefallen würde das die Auszubildenden bei ihr (im negativen Sinne durch ihre Spielchen) z. B. nervös werden würden. Mir hatte sie mal gesagt, dass sie mal sehen will wie ich mich über sie ärgere.
 
W

.Wölfin.

Gast
Ja, ich kenne es, auch was die Gewalt angeht von meiner Mutter zu mir.
Habe es nie verstanden gehabt, aber hast mir einen kleinen Denkanstoß gegeben. Es lief sicher nicht alles toll bei Ihr. Ich frage mich immer wieder was ich falsch gemacht habe, ich war so klein, hätte mich kaum wehren können. Hat sie mich wirklich gehasst? Oder war es einfach nur weil sie sauer auf die Welt war und nicht wusste wohin mit ihrer Wut.
: (
 
Zuletzt bearbeitet:

Nichts123

Aktives Mitglied
Hat sie mich wirklich gehasst? Oder war es einfach nur weil sie sauer auf die Welt war und nicht wusste wohin mit ihrer Wut. : (
Manche Frauen bekommen auch nur deshalb Kinder, da sie von "diesen" endlich glücklich gemacht werden wollen, alles oder nichts ist da die Devise. Wer sich dann in deren überspitzten Gedankenwelt als kein Superboy oder keine Supergirl herausstellt, dessen Existenz wird dann abgelehnt, die Wut staut sich deshalb auf und entlädt sich.
 

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