G
Gast
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Heute Nacht ist meine Mutter gestorben.
Wir hatten im vergangenen Jahr kaum Kontakt. Ein schrecklicher Erbstreit (bei dem es noch nicht mal in erster Linie um Geld ging, sondern um Macht) hatte mich von meiner Familie entzweit. Ich musste mich zurückziehen, da erst ich und dann meine Tochter durch den Stress erkrankt waren.
Selbst jetzt, als meine Mutter auf der Intensivstation lag, informierten mich meine Geschwister nicht. Nur über eine andere Quelle erfuhr ich davon.
Zwischen Intenstivstation und ihrem Tod lagen 10 Tage. Wir, d.h. mein Mann, meine Tochter und ich, haben sie in der Zeit besucht. Man sah, dass ihr nicht mehr viel Zeit bliebt.
Danach telefonierten wir mehrfach. Heute wollte ich sie erneut besuchen. Zu spät.
Ich weiß noch gar nicht, wie es mir geht. Einerseits ist meine Mutter gestorben, und das ist so schrecklich endgültig. Es wird keine Möglichkeit mehr geben, uns auszusprechen.
Andererseits habe ich mich im vergangenen Jahr bereits stückweise von ihr verabschiedet, tief in meinem Herzen. Als ich merkte, dass sie mir nie entgegen kommen, nie ein Wort der Liebe oder gar der Entschuldigung für mich finden würde, habe ich innerlich mit der Trauerarbeit angefangen. Notgedrungen. Lange vor ihrem wirklichen Tod.
Selbst jetzt, in ihren letzten Tagen, kam nichts von ihr, was mir und meiner Seele gutgetan hätte. Sie wollte nur, dass ich funktioniere, dass ich so tue, als seit nichts gewesen. Aber kein Entgegenkommen ihrerseits, keine - verbale oder tatsächliche - Umarmung. Mir hätten ein paar Worte schon gereicht. Vielleicht auch nur ein doofes "ich liebe dich".
Nun sind so viele widerstreitende Gefühle in mir, dass ich es gar nicht beschreiben kann. Und wahrscheinlich trauere ich auch ein Stück weit um mich selber.
Danke fürs Zuhören. Helfen kann mir wohl keiner, aber es tut gut, alles niederzuschreiben.
Wir hatten im vergangenen Jahr kaum Kontakt. Ein schrecklicher Erbstreit (bei dem es noch nicht mal in erster Linie um Geld ging, sondern um Macht) hatte mich von meiner Familie entzweit. Ich musste mich zurückziehen, da erst ich und dann meine Tochter durch den Stress erkrankt waren.
Selbst jetzt, als meine Mutter auf der Intensivstation lag, informierten mich meine Geschwister nicht. Nur über eine andere Quelle erfuhr ich davon.
Zwischen Intenstivstation und ihrem Tod lagen 10 Tage. Wir, d.h. mein Mann, meine Tochter und ich, haben sie in der Zeit besucht. Man sah, dass ihr nicht mehr viel Zeit bliebt.
Danach telefonierten wir mehrfach. Heute wollte ich sie erneut besuchen. Zu spät.
Ich weiß noch gar nicht, wie es mir geht. Einerseits ist meine Mutter gestorben, und das ist so schrecklich endgültig. Es wird keine Möglichkeit mehr geben, uns auszusprechen.
Andererseits habe ich mich im vergangenen Jahr bereits stückweise von ihr verabschiedet, tief in meinem Herzen. Als ich merkte, dass sie mir nie entgegen kommen, nie ein Wort der Liebe oder gar der Entschuldigung für mich finden würde, habe ich innerlich mit der Trauerarbeit angefangen. Notgedrungen. Lange vor ihrem wirklichen Tod.
Selbst jetzt, in ihren letzten Tagen, kam nichts von ihr, was mir und meiner Seele gutgetan hätte. Sie wollte nur, dass ich funktioniere, dass ich so tue, als seit nichts gewesen. Aber kein Entgegenkommen ihrerseits, keine - verbale oder tatsächliche - Umarmung. Mir hätten ein paar Worte schon gereicht. Vielleicht auch nur ein doofes "ich liebe dich".
Nun sind so viele widerstreitende Gefühle in mir, dass ich es gar nicht beschreiben kann. Und wahrscheinlich trauere ich auch ein Stück weit um mich selber.
Danke fürs Zuhören. Helfen kann mir wohl keiner, aber es tut gut, alles niederzuschreiben.