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Mutter gestorben, wie kann ich helfen?

M.e.

Mitglied
Halli Hallo ihr Lieben 🙂
Ich hab ein Problem, welches mir sehr nah geht und über welches ich auch gerne reden möchte. Vorallem weil ich den betroffenden Personen wirklich gern helfen möchte 🙂
Leider, leider ist kürzlich die Mutter eines Freundes verstorben, die einen langen Leidensweg hinter sich hatte und ein unglaublich liebevoller, vertrauenswürdiger & offener Mensch war.
Sie starb letzten Donnerstag an Krebs der schon vorher dagnostiziert worden war und ihr wurde gesagt, dass sie noch ein paar Monate hätte.
Die "paar Monate" waren 1,5. 🙁
Nun möchte ich meinem Freund und dessen Vater gern helfen (er ist Einzelkind) und habe nun die Frage, wie ich ihm am Besten in dieser schweren Zeit beistehen kann.
Ich stehe ihm nicht sonderlich nahe, aber trotzdem möchte ich liebend gern helfen, weil ich ihn mag.
 
Du nimmst Rücksicht, mehr nicht. Du gehst zu deinem Freund und sagst ihm, allerdings nur ein einziges mal, dass du für ihn da bist und er jederzeit, egal weshalb, zu dir kommen kann.

Bleib ausgeglichen, in der Mitte. Mach vor ihm keine Freudensprünge, aber sei auch kein stiller Trauerklos. Schwer zu beschreiben, meistens spürt man von ganz allein, was "angebracht" ist und was nicht.
 
Du nimmst Rücksicht, mehr nicht. Du gehst zu deinem Freund und sagst ihm, allerdings nur ein einziges mal, dass du für ihn da bist und er jederzeit, egal weshalb, zu dir kommen kann.

Bleib ausgeglichen, in der Mitte. Mach vor ihm keine Freudensprünge, aber sei auch kein stiller Trauerklos. Schwer zu beschreiben, meistens spürt man von ganz allein, was "angebracht" ist und was nicht.

Das passt im grossen und ganzen. Und vor allem komme nie auf den gedanken was "grossartiges/besonderes" für Deinen Freund zu machen. Sei für ihn da, dann wird er merken das Du eine der wahren Freunde bist.
 
Hallo M.e. ! 🙂

Ja, wie schon gesagt , sei für ihn da . Lass ihn reden , wenn er von allein anfängt & stopp ihn nicht . Denn das gibt Trauernden das Gefühl ernst genommen zu werden .
Keine Bedrängnis . Wenn er das bedürfnis hat zu schweigen - mit schweigen = damit hälst du seine Trauer mit ihm zusammen aus .
Nimm ihn in den Arm wenn du merkst , er könnte es gerade jetzt gebrauchen .
Halt ihn nicht vom weinen ab . --> Keine Sprüche wie ach wein doch nicht . Keine Sprüche wie ach wird schon alles wieder gut
Zwing ihn nicht zum reden , wenn er nicht will .

Sei du selbst . Man muß da sehr sensibel vorgehen , bald wirst du merken was grad gut ist & was nicht .

Liebe Grüße !
 
Hallo,

ich habe meinen lieben Vater letztes Jahr verloren und möchte einfach mit dir teilen, was mir besonders geholfen hat. Jeder Mensch ist letztendlich anders und braucht anderes aber vielleicht hilft das ja trotzdem ein wenig?

Ich habe natürlich von vielen "Beileidsbekundungen" gehört und auch das so oft gesagte "Ich bin für dich da wenn du mich brauchst". Man fühlt sich mit seiner Trauer aber meist sehr allein und man möchte oft niemanden belasten und sieht auch dass andere ja ihr Leben leben und ihre Kraft dafür brauchen. Oft fällt es einem dann sehr schwer von sich aus über alles zu reden und man frisst es rein. Mein Vater war 4 Jahre lang krank und sogar gute Freunde haben mal sowas gesagt wie "ich vergesse immer wieder was in deinem Leben los ist". Man kann ihnen das nicht vorwerfen, aber das ist auch das Gefühl das man mit sich trägt und leider leide schweigt man oft und macht die Trauer mit sich selbst aus.

Ich habe ein paar wirklich schöne Dinge erfahren, von Menschen, die mir gar nicht so nahe standen. Da kamen plötzlich in regelmässigen Abständen Emails von jemandem, dass er an mich denkt und irgendetwas Schönes einfach, sei es eine schöne Erinnerung an meinen Vater, ein schöner Spruch...
Oder ein langer Brief einer Freundin.
Es gibt viel online was man finden kann, Geschichten die Trauernden helfen können, Gedichte, Sprüche. Selbst wenn jemand nicht an Gott glaubt, möchte er in so einem Fall sehr gerne an "ein Leben danach" glauben können (das behaupte ich jetzt einfach mal, dass es doch für die meisten gilt) und so helfen meist alle Sprüche und Geschichten die in die Richtung gehen.

Es ist auch nicht so dass es gefährlich ist, die Verstorbene auch nur anzusprechen. Man kann da ja vorsichtig vorgehen und man merkt doch recht schnell ob derjenige reden möchte oder nicht. Aber ein bisschen dem anderen signalisieren, dass man auch bereit ist ohne wenn und aber zuzuhören und mitzuleiden (oft brechen beim Reden die Tränen nur so heraus und es gibt nichts Schöneres als wenn jemand es aushält da einfach dazusein).

Es gibt sehr viel was man tun kann.

Ein einfaches "Ich bin da wenn du mich brauchst" hat für mich eher wie eine Floskel geklungen. Manche Hilfe muss man schon auch etwas klarer anbieten. Aber man muss natürlich seine Fühler anmachen und erkennen, wenn derjenige das nicht möchte.

Alles Gute
 

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