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mutter bestimmt über mein (27) leben, ich halts nicht mehr aus

Ich war jung und dumm und hatte keine Ahnung, und ich habe geglaubt, wenn dieser Mensch sagt, er hat eine Kassenzulassung, dann hat er eine. Hatte er aber nicht, dafür ein repräsentatives "Praxisschild".
Was ich sagen wollte war: Wenn man es "mündlich" hat, dass die "Krankenkasse das bezahlen wird", dann heißt das gar nichts, außer man hat Zeugen, aber wer geht schon mit einem Zeugen zum Therapeuten.

Wie ich bereits sagte: Einen guten, niedergelassenen Therapeuten mit Kassenzulassung findet man selten ohne Wartezeit.

Ein paar Jahre später habe ich dann doch einen bekommen, weil es offensichtlich war, dass es notwendig war. Wahrscheinlich war es dann auch nicht so schwierig für sie, ein Gutachten zu schreiben, denn so ein Gutachten muss auch erst einmal angenommen werden von der Kasse.

Wenn der/die TherapeutIN dann unsicher ist, ob sie das durch bekommt, nimmt er/sie sich manchmal lieber einen "eindeutigeren" Fall, oder um es krasser auszudrücken: Wenn Du echt durchgeknallt bist und Dich wirklich auffällig verhältst, dann steigt die Chance, dass Du als Kassenpatient eine Therapie bewilligt bekommst proportional mit der Verrücktheit.
(Einfach nur ein wenig niedergeschlagen sein, das ist hier fast jeder in Deutschland, das reicht nicht wirklich, dafür schwingen Therapeuten nicht gerne ihren Montblanc-Füller, um ein Gutachten zu schreiben. Verschwendete Zeit und so, damit die Kasse zahlt, muss man eher oft schon "richtige" Symptome haben. Leider.)

mit deinem beitrag verscheuchst du die te nur, falls sie wirklich eine therapie anstrebt.

ich habe von meinem hausarzt eine liste mit therapeuten bekommen, die ich alle abtelefonierte. innerhalb eines halben jahres hatte ich einen therapieplatz, obwohl ich ein bagatellfall war. ich war weder durchgeknallt noch verrückt, sondern kam mit einer trennung nicht alleine klar.
die kosten für meine therapie wurden von meiner kasse ohne wenn und aber übernommen.

ich finde es unmöglich, was du schreibst.
 
Meine seelische Gesundheit wäre mir klar wichtiger als angespartes Geld. Über das Geld baust du dir selbst eine Falle, nichts verändern zu müssen.

Meiner Meinung nach solltest du sehen, dass du aus diesem Umfeld wegkommst. Es wird dich nur immer kränker und schwächer werden lassen.

Schau doch, ob du zu Anfang einmal einen Beratungstermin bei einer Diakonie, Caritas oder bei Profamilia bekommst. Dort gibt es sehr gute und qualifizierte Mitarbeiter und es kostet in der Regel auch nichts.

Weiter gibt es auch betreutes Wohnen für Erwachsene mit seelischen Problemen. Man wohnt in einer eigenen kleinen Wohnung und kann auftretende Probleme ein- oder zweimal in der Woche mit einem Betreuer besprechen.

Oder man zieht in eine betreute WG mit ähnlichem Konzept.

Es gibt Möglichkeiten, den Übergang zum selbständigen Wohnen mit Unterstützung zu gestalten.

Greif zu und hol dir die Hilfe, die du brauchst, bevor du immer schwächer und kränker wirst!

Liebe Grüße
 

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