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Muss mich schnell entscheiden! Ausbildung abbrechen: ja oder nein?

Ausbildung durchziehen oder endlich studieren?

  • Mach die Ausbildung!

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  • Fang an mit dem Studium!

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  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    5

AbiKisa99

Mitglied
Hallo liebe Community!
Ich bin männlich, 19 Jahre alt und habe im Juni mein Wirtschaftsabitur mit 1,9 abgeschlossen. Seit dem 1. August beginne ich eine Ausbildung als Industriekaufmann.
Die Ausbildung mache ich bei den Ledder Werkstätten und die gefällt mir eigentlich ganz gut. Das Angehen der Berufsausbildung und der gesamte Bewerbungsprozess habe ich durchlaufen, um etwas in der ,,Hinterhand" zu haben falls etwas nicht klappen sollte.

Seit der 7. Klasse etwa habe ich den großen Lebenswunsch Lehrer zu werden. Deshalb habe ich mich in der Zeit zwischen Ausbildung und Studium für verschiedene Studiengänge beworben, die mich interessieren: Lehramt, Wirtschaftspsychologie und BWL. Tatsächlich wurde ich für Lehramt angenommen in den Fächern Englisch und Psychologie. Das ist meine Traumchance wie ich sie sehe. Ich bin einfach total verzweifelt. Meine einzigen Vorteile, die ich nach einer Ausbildung sehe, ist, dass ich ein festes Standbein hätte und Wartesemester bekomme. Ich weiß aber nicht genau, wie es sich verhält: Hat man mit einem 1,9 und 6 Wartesemestern bessere Chancen als jemand, der einen Schnitt von 1,8 hat?. Es klingt doof, aber das verdiente Geld in meiner Ausbildung bringt mir nix. Ich kaufe mir nie was, bin fast nie unterwegs und es würde sich nur anhäufen und dadurch mein Bafög negativ beeinflussen. Meine Mutter sagt mit auch, dass eine Ausbildung sinnvoll wäre. Da es familiär bei uns extrem schwer ist und meine Mama als Köchin und alle allein finanziert weil mein Bruder und Papa schwer krank sind, hat sie mir gesagt, dass sie unsere Wohnung aufgeben muss, wenn ich gehe, da sie die Miete nicht decken kann. Mein Lebenstraum ist es aber zu studieren. Ich war immer jemand, der sehr viel gelernt hat und ich vermisse es sehr. Es ist ein fehlender Lebensinhalt. Auch habe ich Sorgen, dass es doof kommen wird, jetzt die Ausbildung abzubrechen nach einer Woche. Aber ich denke mir, dass es besser ist, sie jetzt abzubrechen als in einem Jahr zum Beispiel. Die Mitazubis im Betrieb sagen, dass die Ausbildung dort aber top ist und man viel zu sehen bekommt.

Jetzt kommt das große Tiefloch...ich muss mich bis zum 13.08 per Post in der Uni spätestens einschreiben! Also müsste ich morgen oder Samstag per Post meine Unterlagen senden. Deswegen ist es so eilig. Dann müsste ich noch eine Wohnung suchen, Bafög Antrag stellen usw. in der Zeit zum Studium. Meine Schwester will mich unterstützen bei der Wohnungssuche, aber trotzdem denke ich, wird es sehr schwer, was gescheites zu finden. Gibt es zur Not auch Notunterkünfte im Keller oder so?

Zusätzlich fühle ich mich zuhause absolut unwohl. Unsere Wohnsituation ist schlecht, ich hasse mein Zimmer und möchte einfach ausziehen, endlich erwachsen werden. Hier fühle ich mich wie ein Kind. Bestehen Hoffnungen, eine 1-Zimmer Wohnung zu finden, wenn man Tag und Nacht sucht? Dortmund wäre ca. 110km von uns entfernt. Ich habe Angst, meine Mutter enttäuschen zu müssen, wenn ich die Ausbildung nicht abschließe. Aber 3 weitere jahre schaffe ich es hier nicht mehr. Verbessert denn meine Ausbildung die Chance auf Wirtschaftspsychologie? Der Schnitt liegt dort im Schnitt bei 1,6.

Kann mir jemand aus dem Forum Rat geben? Ich bedanke mich extrem für jede ernstgemeinte Antwort. :)
 

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Bodenschatz

Aktives Mitglied
Ich hatte erst überlegt, Dir nicht zu antworten, weil Deine Entscheidung recht schnell getroffen werden muss und auch Auswirkungen hat.
Da es aber egal ist, ob Du nun noch ein paar Minuten verlierst, tu ich es trotzdem.


Du schreibst, Du wurdest bei den Ledder Werkstätten angenommen. Rein von der Beschreibung des Instituts braucht man - wenn ich es richtig verstehe - dazu ein paar "Voraussetzungen". Bist Du sicher, dass Deine Voraussetzungen, um bei den Ledder Werkstätten anzufangen, auch die Voraussetzungen sind, Lehramt zu studieren?

OK, geschenkt, wird so richtig sein.

Die andere Idee wäre morgen früh bei der Wohngeldstelle anzurufen. Ob Ihr mit 4 Personen in der Wohnung wohnt oder mit drei, könnte einen Unterschied machen, weil Du nun nicht mehr Teil einer Bedarfsgemeinschaft wärst. Die Wohnung könnte "zu groß" sein, ein Umzug wäre der Familie vielleicht nicht zuzumuten, Du bräuchtest als Student selbst finanzielle Unterstützung und Deine Mutter würde dadurch bedürftig.

Es ist weit hergeholt - ja. Und ich weiss darüber nichts. aber prüfe es einfach nach, dann weisst Du mehr als ich.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Ausbildung machen.
Deine sonstigen Wünsche sind (noch) zu wirr.
Du willst unbedingt Lehrer werden und möchtest Wirtschaftspsychologie studieren?
Bissi unsinnig die Kombi, ehrlich gesagt.
Mach erstmal die Ausbildung und dann schau weiter.
 

miasma

Aktives Mitglied
Versteh ich das richtig:

du wurdest angenommen... hast aber 6 Wartesemester?

Oder ist das nur eine Vermutung deinerseits?

Beschreib das noch etwas genauer bitte.

Wenn du so sparsam bist.... hast du dann etwas "auf der hohen kante"?

Das erleichtert den schnellen Start enorm.

Um auszuziehen genügt ja am Anfang ein WG - Zimmer

Gruß Mia

(also ich tendiere dazu ... es zu versuchen ;-))
 
G

Gelöscht 5176

Gast
Meine Tochter/Schwiegersohn sind Lehrer also habe ich hier schon etwas Hintergrundwissen.
An welchen Schulen willst du unterrichten? Grundschule, Gymnasium oder berufsbildende Schulen - das sind verschiedene Studiengänge. Bist du einmal in der schiene drin.....

Es heißt überall Lehrer werden gesucht.... theoretisch! Aber meist bekommen sie nur Angestelltenverträge und keine Planstellen, die du aber für das Beamtentum brauchst. Brutto der gleiche Verdienst, netto sieht es leider ganz anders aus. Also Vorsicht.

Ehe du Lehramt studierst, schau im Netz nach wie der Bedarf in 5 Jahren bis 7 Jahren an Lehrern aussieht. Diejenigen die 2008 Abi gemacht haben und dann Gymnasiallehramt studierten, bekommen jetzt keine Stelle weil kein Bedarf besteht.
Sie müssen zusätzlich Zeit für eine Weiterbildung in Kauf nehmen, um dann an einer Grundschule unterrichten zu dürfen. Verdienste sind hier viel schlechter dotiert als an Gymnasien.
Meine Kinder studierten Mathe und Wirtschaft - ihr Glück, denn genau diese Kombi wurde nach dem Referendariat an berufsbildenden Schulen gesucht. Wie das aber in 2 oder 5 Jahren aussieht??? steht wohl in den Sternen. Am besten wäre noch ein 3. Fach um Auswahl zu haben - nur wer tut sich das an!

Deine Lehre ist doch super - gerade im Hinblick auf Lehramt an berufsbildenden Schulen. Du bringst Praxiswissen mit!
Nach der Lehre studierst du Wirtschaftswissenschaften - und beim Master gehst du aufs Lehramt für berufsbildende Schulen.
Bei meinen Kindern war es so: Bachelorstudium in Wirtschaftswissenschaften, dann 2 Jahre Master (Lehramt) , damals musste zusätzlich ein 48 wöchentliches Praktikum im Betrieb gemacht werden (keine Ahnung ob das heute noch so ist). Mit einer Ausbildung hast du dir diese 48 Wochen gespart. Dann folgen 2 Referendariatsjahre und dann kommt die Bewerbung auf eine Planstelle.
Berufsbildende Schulen heißt du kannst an Wirtschaftsschulen, Fachoberschulen und Berufsschulen unterrichten.
Oft gibt es Schulzentren die alle 3 Schulen vereinigen. Du unterrichtest einige Stunden an der Berufsschule und an den anderen Schulen.
Stell dir vor mit deiner Ausbildung bist du der Top Wunschkandidat an der Berufsschule, denn du hast praktische Erfahrung. Meist unterrichten die Lehrer, die von der Materie keine Ahnung haben.
Schlecht für die Lehrer und genauso übel für die Kindern.
Meine Kinder würden heute zuerst eine Ausbildung machen und dann erst studieren.
Dir stehen mit deiner Ausbildung so viele Wege offen.

Zu der Fächerkombi: Instinktiv wollte ich schroti Recht geben. Ich weiß von meinen Kids allerdings, dass immer mehr Psychologen an den Schulen eingesetzt werden. Das bringt die heutige Zeit leider mit sich.
Ich werde sie deshalb morgen nochmals fragen, was sie dazu sagen.

Ich hoffe, ich konnte dir einige Fragen beantworten. Alles Gute
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
G

Gelöscht 5176

Gast
Habe noch eine Anmerkung zu den anderen Fragen:
Wohnung am neuen Studienort: meist ein totales Chaos. Für Einkommensschwache gibt es Studentenheime, die je nach Bedürftigkeit vergeben werden. Auch hier musst du dich bewerben.
Auf dem freien Markt ist es sehr schwierig. Wohngemeinschaften ist das Zauberwort. Über ebay suchen, oder vorübergehend ein Zimmer bei einer Familie anmieten, um nicht unter der Brücke schlafen zu müssen.
Die Jugendliche kommen neu an die Uni, sind mit der Umstellung. all dem Neuen und überfülltem Lehrsaal total überfordert und haben noch den Stress mit der Wohnungssuche. Da braucht man ein sonniges Gemüt.

Ich erinnere mich mit Grauen an Anfänge meiner Tochter. Sie hatte sich selbstständig eine Unterkunft in einer Wohnanlage von jungen Leuten besorgt. Am Ende stellte sich heraus: Es war eine Schlagende Verbindung von Jungs. Die wollten einfach zur Auflockerung der Partys ein paar hübsche Mädels in ihrer Unterkunft haben.
Meiner Tochter wurde Angst und Bange wie es dort abging, Partys mit mächtig Alkohol .... machte nachts kein Auge zu und bat die Mama bei ihr zu nächtigen. Ehrlicherweise musste ich ihr Recht geben - bei dem Alkoholpegel im Haus war alles möglich....
Letztendlich zahlten wir ein Jahr die Miete und die Tochter fuhr fast täglich 100 km von der Uni heim, bis ihr Freund dann am gleichen Ort studierte und wir eine vernünftige Wohnung fanden.
Verdienst der dir aufs Bafög angerechnet wird: 7500 € werden nicht angerechnet, und dein Geld das du unterm Kopfkissen hast ist nirgends dokumentiert.

Wohnung deiner Mutter: Ich meine zu wissen 50 qm für die ersten 2 Personen und dann für jede weitere Person 15 qm Wohnfläche. aber beid er heutigen Wohnungsnot dürfte es schwierig werden wegen 15 qm umzuziehen. Ich meine, das Amt finanziert die bisherige Wohnung weiter.( meine Meinung dazu - ob ich aber wirklich richtig liege kann nur das Amt beantworten)
Aber irgendwann wirst du ausziehen, also von daher ist das Argument deiner Mama nicht richtig. Lass dich hier nicht unter Druck setzen.
Zusage für einen Studienplatz: Also wenn du eine Zusage bekommen hast, hast du dich vorher beworben und somit musst du auch nicht warten. Wäre ganz neu.....
Ausbildung: Auf Grund deines Abiturs kannst du ja die Ausbildungsdauer verkürzen.
v.g.
 

Nohara

Aktives Mitglied
Da da du Wirtschafts-Abi gemacht hast, kannst du die Ausbildung um 1 Jahr verkürzen. Somit würde die Ausbildung nur 2 Jahre dauern. Sollte es mit dem Lehramtsstudium nicht rund laufen, hättest du den Industriekaufmann als Backup.

Lasse dich von den Medien jedoch nicht manipulieren. Einen Lehrermangel gibt es nicht. Viele Lehrer erhalten seit Jahren nur befristete Verträge. Meist enden diese mit Anfang der Sommerferien.
 

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