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Monatliche Ausgaben

Hallo Schwarzes Schaf,
vermutlich ist die Situation nicht ungewöhnlich. Eine plötzliche Veränderung im Leben, ein Umzug, eine Heirat oder wie in deinem Fall ein Erbe - und zack muss man erstmal schauen wie man finanziell auskommt.
Ich finde es toll, dass du dies genau betrachtest und sogar ein Haushaltsbuch führst. Es zeugt von einem strukturiertem Denken für dich und deine finanzielle Zukunft.

Für mich gehört das seit Jahren zum festen Bestandteil, dass ich Ausgaben und Einnahmen verfolge. Für mich funktioniert das mit einer Kreditkarte gut, weil ich so über eine Auswertung meiner Bank genau sehe wofür ich wie viel ausgegeben habe. Zumindest einmal im Jahr mache ich einen Jahresabschluss und schaue mir an, wie viel ich für Lebensmittel, Auto, Versicherungen und co. ausgegeben habe. gerne vergleiche ich das auch mit dem durchschnittlichen Warenkorb der Deutschen um zu sehen wo ich vielleicht besonders viel oder wenig ausgegeben habe.

Ein Haus ist insofern eine besondere Situation als dass du keine regelmäßige Ausgabe (Miete) hast, dafür aber unregelmäßige Ausgaben (Sanierungen). Je nach Alter der Immobilie solltest du Rücklagen bilden. Ich saniere gerade selber ein Haus von 1968 und sowas kann langfristig 100.000 € und mehr kosten, insbesondere wenn die Immobilie alt ist oder Schäden hat, aber du sie gut saniert halten willst. Das meiste ist zwar aufschiebbar, aber irgendwann muss alles mal gemacht werden.

Bei Thema Geldanlage würde ich in Fälligkeiten denken:
1. Alles was du mindestens 5 Jahre, besser 10, nicht benötigst in global diversifizierte Aktien ETFs
2. Alles was du innerhalb der nächsten 5 Jahre benötigst und kurze laufende sichere Anlagen wie Anleihen solider Staaten und Unternehmen
3. Alles was du jederzeit benötigst, in Tagesgeld. Wenn du dabei kein Tagesgeld-Hopping machen willst, gibt es auch Tagesgeld-ETFs oder recht gute Angebote wie zum Beispiel aktuell von Scalable für 2,5%.

Konkrete Summen für deinen Lebensunterhalt kann ich dir nur schwer geben, da Ansprüche und Lebenslagen hier sehr unterschiedlich sind. Ich habe dazu mal 2 Spannen niedergeschrieben, aber nach oben ist alles offen, Kosten für Haustiere, Neuanschaffungen, Kleidung oder jeder Luxus kommen obendrauf. Viele Positionen wie Energiekosten sind extrem vom energetischen Stand der Immobilie abhängig.
KategorieKosten (Bescheiden)Kosten (Puffer/Altbau)
Wohnnebenkosten (Energie/Abgaben)350 €600 €
Instandhaltungsrücklage150 €400 €
Lebensmittel & Haushalt300 €400 €
Versicherungen & Abos120 €200 €
Mobilität & Sonstiges100 €250 €
Gesamtbetragca. 1.020 €ca. 1.850 €
Ich sag mal ab 2.000 € Netto ist alles super. Darunter ist es eine Frage wie gut du wirtschaftest und welche Erwartungen du ans Leben hast. Lass dir aber von keinem vorschreiben was du brauchst oder nicht. Jede Lebenssituation ist anders.

Alles Gute!
 
A

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Re: Monatliche Ausgaben
Hallo SchwarzesSchaf2000,

schau mal hier:
Monatliche Ausgaben. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Danke @Andreas900
Dein Beitrag ist für mich sehr hilfreich. Wegen den verschiedenen Anlagemöglichkeiten hab ich auch schon recherchiert. Da hatte ich fast genau, das was du schreibst in Erwägung gezogen.
Gerade Scalable, da ich da schon mit einem kleinen Betrag Trade.
Dort könnte ich natürlich parallel etwas auf dem Tagesgeldkonto parken. Auf nicht investiertes Geld auf dem Depotkonto gibts dort auch schon 2 %.

ETF hatte ich einen bei Trade Republic rausgesucht . Da habe ich gleichzeitig ein kostenloses Girokonto und kann für den ETF noch das Cash back nutzen. ( über Sparplan)

Hatte für langfristig suchen Gold gedacht, aber das ist gerade so hoch geschossen, Weiß nicht ob das ein guter Zeitpunkt zum kaufen ist .
 
Danke @Andreas900
Dein Beitrag ist für mich sehr hilfreich. Wegen den verschiedenen Anlagemöglichkeiten hab ich auch schon recherchiert. Da hatte ich fast genau, das was du schreibst in Erwägung gezogen.
Gerade Scalable, da ich da schon mit einem kleinen Betrag Trade.
Dort könnte ich natürlich parallel etwas auf dem Tagesgeldkonto parken. Auf nicht investiertes Geld auf dem Depotkonto gibts dort auch schon 2 %.

ETF hatte ich einen bei Trade Republic rausgesucht . Da habe ich gleichzeitig ein kostenloses Girokonto und kann für den ETF noch das Cash back nutzen. ( über Sparplan)

Hatte für langfristig suchen Gold gedacht, aber das ist gerade so hoch geschossen, Weiß nicht ob das ein guter Zeitpunkt zum kaufen ist .
Gold und Rohstoffe sind für mich nie langfristige Anlagen sondern immer nur Krisen Hedges. Gold kann wie aktuell mal eine Zeit lang richtig toll laufen, aber ist langfristig schlechter als sein Ruf.

Ich habe hier mal eine wirkliche Langzeit Statistik mit jährlichen Renditen seit 1802 rausgekramt:
Aktien: 6,7%
Anleihen: 3,5%
Geldmarkt: 2,7%
Gold weit abgeschlagen: 0,5%

Dennoch will ich nicht gegen Gold argumentieren, ich sage nur: Der Schwerpunkt langfristiger Anlagen sollten Aktien ETFs sein.

Ich war in einer ähnlichen Situation wie du als ich das Haus meiner Großeltern geerbt hatte. Obwohl ich nicht viel Geld hatte, schwamm ich gefühlt darin, weil ich einen großen Posten garnicht hatte: Miete!
Mir war aber schnell klar, dass der Erhalt des Hauses dafür Instandhaltungskosten verursachen würde. Das und die niedrige Zinsphase brachten mich damals dazu meinen ersten ETF Sparplan zu starten.
Bis dahin hatte ich mich kaum für Finanzen interessiert, es reichte halt wenn ich mit Geld auskam. Ein Haus erzieht dich aber zur Sparsamkeit. Also rechnete ich mir aus, was mein Leben wirklich kostet, so wie du es heute machst. Mein erstes Jahresabschluss ergab Ausgaben für McDonalds von 600 € im Jahr..... ehrlich? Ich hatte doch nur ein Sparmenü einmal im Monat, oder? 😳

Nichts gegen FastFood! Und nichts gegen alles Andere was Menschen tun. Ein Auto? Toll! Ein Haustier? Gerne! Eine Kreuzfahrt, klar wenn du willst! Solange man sich bewusst ist, was das wirklich kostet und man damit leben kann, absolut ok!

Ich glaube nur, dass die wenigsten Menschen sich selber so eine Übersicht schaffen - vielleicht auch aus Angst, dass ein geliebtes Hobby teurer ist, als sie denken. Ich bin mir sicher, wenn du weiter dein Haushaltsbuch führst, wirst du bald einen guten Überblick haben und damit die Basis für deine finanziell gut aufgestellte Zukunft! 🙂
 
Mir persönlich wird ja ein bisschen schwindelig, wenn ich lese: 4 Hunde.
Ich liebe Hunde, wir leben hier in einer Kommune mit den wohl höchsten Hundesteuersatz überhaupt, wir hatten einen Hund, der glücklicherweise bis zum letzten halben Jahr neben den Basiskosten Steuer und Haftpflicht-Versicherung nur die "Standardkosten" verursacht hat - Fressi, Impfen, ab und zu eine kleinere Sache wie Augenentzündung o.ä., im Sommer ein Spot on gegen Zecken, und im Alter dann häufiger mal zum Gesundheitscheck, solche Sachen halt.
Und selbst das war nicht gerade wenig Geld, alles in allem.
Ich weiß ja nicht, was für Hunde du hast - ob Dänische Dogge oder Yorkshire Terrier, macht ja zumindest beim Futter schon mal einen Unterschied. Allerdings kannte ich Leute mit einem kleinen Hund (Mix, nicht reinrassig), die ab dem 7. Lebensjahr immense Kosten hatten, weil der Hund krank wurde. (Vom Nervlichen und Seelischen rede ich gar nicht, es geht ja hier im Thread um die Kohle). Da kam der Wert eines Kleinwagens zusammen, alles in allem. Operationen können da sehr schnell sehr teuer werden. Das weißt du ja sicher selbst.
Die Bekannten hatten dann einen neuen Hund, und meinten, nach dieser Erfahrung haben sie eine Hunde-Krankenversicherung abgeschlossen.
Wie mein Vorredner Andreas 900 sagt, über solche Dinge muss man sich klar werden und die Kosten realistisch einschätzen.
In deinem Fall dann einen wirklich fetten Betrag auf der hohen Kante haben, oder tatsächlich über so eine Krankenversicherung nachdenken. Ich habe da keine Ahnung, hatte mich nie damit befasst, würde es aber tun, wenn wir einen neuen Hund bekämen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir persönlich wird ja ein bisschen schwindelig, wenn ich lese: 4 Hunde.
Ich liebe Hunde, wir leben hier in einer Kommune mit den wohl höchsten Hundesteuersatz überhaupt, wir hatten einen Hund, der glücklicherweise bis zum letzten halben Jahr neben den Basiskosten Steuer und Haftpflicht-Versicherung nur die "Standardkosten" verursacht hat - Fressi, Impfen, ab und zu eine kleinere Sache wie Augenentzündung o.ä., im Sommer ein Spot on gegen Zecken, und im Alter dann häufiger mal zum Gesundheitscheck, solche Sachen halt.
Und selbst das war nicht gerade wenig Geld, alles in allem.
Ich weiß ja nicht, was für Hunde du hast - ob Dänische Dogge oder Yorkshire Terrier, macht ja zumindest beim Futter schon mal einen Unterschied. Allerdings kannte ich Leute mit einem kleinen Hund (Mix, nicht reinrassig), die ab dem 7. Lebensjahr immense Kosten hatten, weil der Hund krank wurde. (Vom Nervlichen und Seelischen rede ich gar nicht, es geht ja hier im Thread um die Kohle). Da kam der Wert eines Kleinwagens zusammen, alles in allem. Operationen können da sehr schnell sehr teuer werden. Das weißt du ja sicher selbst.
Die Bekannten hatten dann einen neuen Hund, und meinten, nach dieser Erfahrung haben sie eine Hunde-Krankenversicherung abgeschlossen.
Wie mein Vorredner Andreas 900 sagt, über solche Dinge muss man sich klar werden und die Kosten realistisch einschätzen.
In deinem Fall dann einen wirklich fetten Betrag auf der hohen Kante haben, oder tatsächlich über so eine Krankenversicherung nachdenken. Ich habe da keine Ahnung, hatte mich nie damit befasst, würde es aber tun, wenn wir einen neuen Hund bekämen.

Meine Hunde sind bei mir schon der größte Kostenfaktor, das ist klar. Aber sie stehen an erster Stelle, ihnen soll und wird es an nichts fehlen.
Für sie hab ich sogar ein extra Haushaltsbuch, da hab ich alle regelmäßigen Ausgaben eingeplant. Höhere Tierarztkosten ( falls ich die nicht aus den laufenden Einnahmen zahlen kann) sind über die Rücklagen ( Erbe) abgedeckt. Das wird nur in solchen Notfällen angetastet.
Ich selbst brauche nicht viel, meine Freizeit verbringe ich mit meinen Hunden.
Außer Biolebensmittel ( meine Hunde lieben auch die Biogurken und Biokarotten) habe ich keine großen Ansprüche .
In einem halben Jahr weiß ich mehr, was so an Ausgaben anfällt.
 
@Andreas900 : weißt du außer Scalable noch einen seriösen Anbieter wo man 2,5 % oder mehr aufs Tagesgeld bekommt ?
Man muss ja auch die Einlagensicherung von 100 000 beachten.
Eventuell würde sich da ein Hopping alle paar Monate rentieren.
Meines Wissens kannst du bei Scalable sogar mehr als 100.000 € mitsamt Einlagensicherung auf dem Tagesgeldkonto haben und Scalable verteilt das auf Drittbanken, habe ich zumindest mal bei Scalable gelesen. Recherchiere das aber sicherheitshalber selber ^^

Alternativ könntest du einen Tagesgeld ETF nehmen, ich selber habe zum Beispiel den XTrackers II Overnight (WKN: DBX0AN). Hat zwar keine Einlagensicherung, erspart aber das Tagesgeldhopping, weil der ETF immer selber zu den besten Konditionen anlegt.

Die Frage ist halt wie viel eine Einlagensicherung wirklich wert ist. Der deutsche Staat wird in einer wirklichen Krise nicht dein Tagesgeld retten, sondern seine eigenen Schulden bedienen, weil er vorrangig eine Staatspleite abwenden muss. Daher sind deutsche Staatsanleihen in der Praxis immer sicherer als Tagesgeld. Die Einlagensicherung ist m.E. nur gut um dich vor der Pleite deiner Hausbank zu retten, nicht aber vor großen Krisen.

Vermutlich sind diese Überlegungen aber weit weniger wichtig als die Frage: Warum sollte irgendjemand überhaupt mehr als 100.000 € liquide auf Tagesgeldkonten halten?
Selbst wenn du größere Sanierungspläne mit dem Haus hast, werden diese kaum in kürzester Zeit mehr als 100.000 € kosten. Hätte ich mehr als 100.000 € liquide, würde ich es investieren. Und wenn du sagst "Aktien habe ich schon genug, ich will was weniger schwankendes", dann meinetwegen in kurz bis mittelfristig laufende Anleihen. Das ist nicht der große Renner, aber ein AAA Unternehmensanleihen ETF kann immerhin 3-4% bringen, während das Tagesgeld eben bestenfalls 2,5% bringt.

Für manch Einen ist selbst die Rendite 10 Jähriger deutscher Staatsanleihen interessant, denn die ist auf 3% gestiegen. Ich bin kein Fan von solch langen Zinsbindungen, aber wenn jemand mehr als 100.000 € hat, warum Jahre lang für 2,5% auf einem Tagesgeldkonto lassen wenn man 3% für Anleihen bekommt?
 
Tagesgeld/ Festgelder....

Wozu zu mehr wie benötigt, schlecht verzinst rumliegen lassen?

Ich habe für uns entschieden 20-25k Puffer im Tagesgeld sind genug.

Es deckt ein gebrauchtes Auto, Reparaturen am Haus und verhindert das ich in eine finanzielle Krise ans Depot muss.

Ich bin gerade arbeitslos und investiere trotzdem den Großteil meiner Abfindung jetzt.
Der Plan z.b. ist das ich dadurch meine Rentenlücke schließe in 30 Jahren.

Rechner dir mal durch was 100k mit 6-7% Rendite in 30 Jahren sind.

( Denke dran in 30 Jahren ist das Geld nur noch 50% Wert ( Inflation) und muss versteuert werden.

Trotzdem niemals solche Summen sinnlos rumliegen lassen.
 
@Andreas900 : weißt du außer Scalable noch einen seriösen Anbieter wo man 2,5 % oder mehr aufs Tagesgeld bekommt ?
Man muss ja auch die Einlagensicherung von 100 000 beachten.
Eventuell würde sich da ein Hopping alle paar Monate rentieren.
VW Bank hatte mal 2,8%, da habe ich noch Geld rumliegen was demnächst ausläuft.

Wie schon geschrieben: Notgroschen auf Tagesgeld und langjährig geplante Investitionen, Altersvorsorge auf ein Tagesgeld.
 

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