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Möchte raus aus den Elend....

D

Direxx

Gast
bin seit 2004 in Methaprogramm, und möchte da ganz weg. Denn ich hab bemerkt das man da auch sehr sehr abhängig wird.Ich habe einen Sohn,denn gehts psychisch auch nicht so gut. Hab momentan sehr viel stress, volle depressionen.Allein schaffe ich es nicht, und auf therapie zu gehen monatelang kann ich auch nicht. Hab so angst vor der zukunft. Ich habe mich so verändert seit ich im Programm bin äusserlich und innerlich. Wer macht auch so was durch? Das schlimmste ist auch, das ich keine einzige Feundin habe, die wo ich hatte,sind alle drauf, und von denen hab ich mich entfernt.So ganz alleine seit drei Jahren, nur mit Kind ist schon sehr traurig, habe niemanden zum reden oder so.
 
Hallo Direxx, Methadon ist schwerer zu entziehen, als Heroin. Bei wieviel ml bist Du denn?
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo direxx,

leider kenne ich mich mit drogen wenig aus, kann dir also nicht direkt einen rat geben.
allerdings, ich arbeite in einer großstadt, in der nähe des bahnhofsviertels. täglich sehe ich die, die sich ihr methadon in der apotheke abholen.
sie gehen aufrecht, sie sind sauber angezogen, sie machen einen "normalen" eindruck.
ich komme auch an den drückerstuben vorbei. da sehe ich die, die völlig kaputt sind, nicht mehr ansprechbar, hockend in hauseingängen, sich die nadel setzend, blutstropfen überall. dann auch die frauen, die ihren körper für den nächsten schuß verkaufen.

du hast dich von dem umfeld entfernt, du bist in diesem programm, insofern hast du eine menge geleistet.
wie alt ist dein kind?
allein für dieses kind lohnt es sich weiterzumachen.

lg lydia
 
hallo, danke für deine antwort,du hast ja recht, aber manchmal bin ich soweit unten dass ich nicht mehr weiter weiss.
Am schlimmsten ist, das ich überhaupt keine Freundin habe. Hier wo ich wohne, in diesen Kaff, kennt jeder jeden. Und überwiegend sind hier alle mit Drogen beschäftigt. Mein Sohn ist 15 Jahre und sehr wohlgeraten,bin sehr stolz auf ihm. Schulisch sehr gut,auch sonst super.Für ihn mach ich das alles, den er hat das verdient. Was mich so kaputt macht ist nicht mal das ich kein Partner hab, sondern dass ich so keine Freunde hab.Immer allein sein, niemand zum reden haben. Das ist wirklich nicht schön auf die Dauer.
 
hallo,danke für deine antwort,
du machst mir ja Mut, ist das echt so viel schwerer zu entziehen als Heroin und so?
Bin seit drei Jahren auf 15 meter. Ich nehm aber nicht das flüssige sondern die tabletten (methadicct). Ist ja das gleiche.
Ich weiss das es nur kopfsache ich,oder ich täusch mich. Denn oft glaub ich wenn man was andres in die fläschchen tun würd, das man es oft gar nicht merkt, hauptsache man hat was, was dem gleicht. Verstehst wie ich das mein?Wenn ich ein Tag nichts hab,werd ich schon total nervös, hab ichs zuhause, nehm ich es erst am nachmittag oder später. Das ist alles so scheisse.Kennst du dich da aus mit metha? Wenn ja, wie ist so ein entzug und wie lange? Mic´h kotzt das alles so an, die ganzen Nebenwirkungen, wie z.B. ich hab 25kg zugenommen, ödeme,und was weiss ich noch alles.
So gut und wunderbar ist ein Methadon-programm auch nicht. Bitte nicht falsch verstehen..
 
Nein, da hast Du recht. So toll ist Methadon nicht, egal in welcher Form. Ich arbeite in der Drogenberatung und wir haben etliche Leute im Methaprogramm.

Mußt Du jeden Tag zum Arzt und es dort einnehmen? 15ml sind sehr viel.

Hast du einen Plan mit dem Arzt, wie und in welchem Zeitraum du runterdosierst? Bei uns arbeiten drei Ärzte im Methadonprogramm mit uns zusammen. Wenn unsere Klienten ausdosiert sind gehen die meisten in Therapie.
Natürlich haben wir auch welche, die das Metha schon lange nehmen und arbeiten gehen. Unser Ziel ist es aber eher, das Metha runter zu dosieren und eine Therapie zu machen.

Es kommt immer drauf an, was man zuvor konsumiert hat und wieviel.
Das ist individuell verschieden, wie schnell man das Metha runterdosieren kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
HY GIESY, danke für deine Antwort. Das du in der Drogenberatung arbeitest ist gut, da kannst du mir ja ein paar Tips geben, wegen Therapie und so.Zu deiner Frage mit den Arzt gehen,, nein, ich muss nciht täglich hin, ich habe Take-home,eiso immer für 7 Tage mitnachhause. Das ist es ja auch, dann nehme ich das Zeug auf 2 tage weg, die anderen 5Tage steh ich dann wieder da.Muss aber dazusagen, ´hab mich mit der einteilung schon sehr verbessert, denn das wurde dann genauso so wie ohne Programm. Ewig auf der suche, früher Heroin jetzt metha. Alles scheisse.Sorry, für den Ausdruck.Ich nehme die Dosies jetzt schon die 3 Jahre durch. Mein Arzt sagt nicht soviel mit runterdosieren, wenns einem nicht so gut geht dann macht ers auch nicht.Ich möchte weg von dem. Aber ich kann nicht wegen mein Sohn und alles,jetzt wo ich alles aufgebaut habe, arbeit und so.
1.Ich hab niemand für mein Sohn für die lange terapiedauer,geht unmöglich.2.Wie mach ich das mit meiner wohnung,und und undund....
Weisst du Giesy, das alles macht mir auch zuschaffen.
Hast du von Leuten gehört wie der Metha-entzug ist,bei der Menge und die Jahre. Ich bin ja politox, hab früher alles genommen, zuletzt aber Heroin und Koks, und tabletten.Meinst du das man es zuhause schaffen kann clean zu werden, mit runterdosieren?Wenn man kind und arbeit hat, mein ich. Ist sowas su schaffen, und kennst du Frauen dies gepackt haben?
 
Hallo Direxx, gibt es in Deiner Nähe keine Drogenberatung. Die können dir Deine Fragen beantworten.

Ich kenne Deine genauen Verhältnisse nicht. Aber es gibt die Möglichkeit auch mit Kind in eine Therapie zu gehen. Auch mit der Arbeitsstelle können die das regeln.

Wie alt ist Dein Sohn?
 
Lieber Direxx
Methadon wurde ja wegen eines bestimmten Grundes verschrieben. Es soll anderweitigen Drogenkonsum mit seinen negativen Folgen überflüssig machen. Die Idee ist, dass die Patienten erst aus ihrem Drogenumfeld herauskommen und sich wieder integriert haben, bevor das Methadon abgesetzt wird.
Häufiger Trugschluss: Ohne Methadon wäre alles vorbei, es ist im Grunde das Methadon, dass alle Probleme bereitet.
15 mg sind übrigens keineswegs viel. Von hohen Dosierung spricht man bei 100mg oder 150mg. Oft sind diese wenigen mg eine entscheidende Grenze zwischen Drogenabstinenz und erneutem Absturz. Auch drei Jahre erscheinen mir, was Methadon angeht, keine übertrieben lange Zeit. Wie viele Jahre z.B. warst du politoxikoman? Wenn du schon einigermassen integriert bist, das ist für jeden einzelnen Tag ein toller Erfolg. Nach einem verfrühten Absetzen des Methadons wieder das Reissen bekommen und wieder eine neue Runde drehen mit Absturz, sich schämen, sich nicht mehr melden, weiter abstürzen, weiter überall rausfallen, etc. finde ich doch die Unannehmlichkeiten einer so mässigen Tagesdosis wert.

Was ich vom neuesten Forschungsstand weiss, hast du eher einen fortschrittlichen Arzt, der nicht in die selbe Falle "kein Methadon = Ziel erreicht" getappt ist. Gerade weil du noch Sorgepflichten wahrnehmen kannst, ist das doch auch eine Verantwortlichkeit, die der Arzt hat. Was man aber auch herausgefunden hat: Zwischenstadien sind für Menschen psychisch schlecht zu ertragen, einfacher ist, zu wissen: Ich bin auf Absturz oder ich bin clean, aber dieses dazwischen mit Methadon, dieses halbe, nur auf dem Weg zu etwas keineswegs gesichertem zu sein und dann ists auch noch unangenehm, das ertragen viele schlecht.

Um den Entzug von Methadon an sich würde ich mir keine Sorgen machen.
Schlimmer als ein Methadonentzug ist doch wohl: Ein verfrühter Methadonentzug, später nochmals ein Heroinentzug oder was dann der Absturz gerade mit sich brachte, vielleicht dann nochmals ein Teilentzug von irgendwas und dann ein erneuter Methadonentzug! ;-)

Was ich viel dringender in deinen Schilderungen finde, ist die Behandlung deiner depressiven Symptomatik, die scheint ja nicht ohne und wie gesagt, lässt sich behandeln. Depressiv erscheint alles sinnlos und das ist vermutlich jetzt das eigentliche Problem, dass es dir jetzt sinnlos erscheint. Darüber würde ich mal mit dem Arzt sprechen. Das Problem sollte dort, wo du im Methadonprogramm bist, angegangen werden können - aber wissen müssten sie's natürlich zuerst von dir. Ich finde, das sagt der Arzt ganz richtig, wenn es dir so geht wie jetzt, stehen andere Probleme an als der Methadonentzug!

Direxx, du hast schon so viel geschafft, du kannst stolz auf dich sein! Durchhängen ist verständlich. Deswegen nicht alles abbrechen. Akzeptier, dass du zurzeit dir gegenüber sehr fordernd und auch ungerecht bist und dich unter Druck setzt, aber lass es dann auch wieder los. Ich hab noch nie einen Freund gefunden, wenn ich "unbedingt auf der Stelle" einen brauchte, das ist eher ein gutes Mittel, um allein zu bleiben. Ich glaube deshalb, auch eine Freundin findest du erst dann, wenn du nicht mehr so besessen von dem Gedanken bist, auch wenn das dir kaum ein Trost ist.

Trotz meiner guten Ratschläge: Du machst zurzeit echt einen durch, das würde mich auch fertig machen.

Liebe Grüsse, sellerie
 
Hallo sellerie,
ein herzliches dankeschön für deine Zeilen. Haben mich echt aufgebaut sowas zu lesen. danke. Ich habe jetzt nicht soviel zeit, wollt nur danke sagen. Meld mich dann nochmal auf ein längeres Gespräch sozusagen.
liebe grüsse
Direxx
 

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