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möchte Ausbildung zum Metzger und schlachter machen - aber was kommt danach?

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Gast

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hallo.

ich möchte metzger werden. ich weiß gar nicht, wie ich das jetzt sagen soll, aber ich möchte vom schlachten bis zur wurstherstellung und zerlegen des schlachtttieres alles machen.

so in etwa wie, dass ich morgens ein schwein schlachte und abends quasie die Bratwurst esse. ungefähr um es grob zu sagen.

mich interessiert einfach das zerlegen, genauer gesagt das präzise arbeiten, die Vielfalt der wurstherstellung und die Möglichkeiten die dabei entstehen können. auch wie man welches fleisch lagern muss und wie das fleisch zur wurst wird und wie man gutes vom schlechten fleisch erkennt. so könnte man das sagen.

ob ich jetzt schlachten kann und auch dafür geeignet bin, sprich: ob ich es ertragen kann ein Tier zu schlachten und es auszunehmen und alle rechtlichen vorgaben gewachsen bin, obliegt nur der Zukunft des versuches.

mein Problem aber ist, dass wenn ich fleisch und das schlachten lerne, denke ich immer, ich ende in Schlachthöfen und großfleischbetrieben die mehr an Lagerhallen erinnern.

ich möchte gerne in kleinen und mittelständigen unternehmen arbeiten, wo ich morgens zum schlachten komme und vormittags das fleisch verarbeite und abends quasie, esse.

die Vielfalt an fleisch die verarbeitet werden kann, das wissen, wie man ein Tier richtig schlachtet und wie ich arbeiten muss, finde ich einfach spannend.

ich möchte einfach lernen, wie man Wildtiere richtig ausnimmt und wie man Kleintier und bauerntiere richtig schlachtet und wie sie richtig zu entnehmen sind, so dass einfach eine Qualität vom schlachten und verarbeiten des fleisches entsteht, die großunternehmen fast nicht bieten können.

ich würde mich einfach nicht wohlfühlen, 50 Schweinehälften in einer riesigen halle sehen zu müssen und tausende und aber tausende von Hühner jeden tag schlachten müsste. das hätte für mich einfach ein zu, sagen wir mal, massenhaftes arbeiten.

es geht mir weniger um gehalt. das ich dann etwas weniger verdienen werde, was z. b. die leute in großunternehmen, die Lebensmittel lieben, ist mir bewusst.

mir geht es aber nicht um masse sondern um Qualität von fleisch und wurst. und die möchte ich zu schätzen wissen und ich glaube in großen unternemen könnte ich dies nicht.



meint ihr, ich hätte mit meiner Einstellung eine Chance als fleischer und evtl. schlachter?
 
Ich würde einfach danach, insbesondere auf dem Land, versuchen mich zu bewerben. In Massentötungsanlagen übernehmen ja meist Maschinen die Arbeit. Bei uns gibt es noch sehr viele richtige Fleischer und die kleinen Betriebe suchen auch Leute.
 
Ich sehe kein Problem. Derzeit gibt es sowieso einen kleinen Trend zur Qualität. Es gibt selbstständige, kleine Schlachbetriebe, die besonders hohe Qualität sichern. Es gibt Betriebe, die beispielsweise nur für Demeter und Bioland arbeiten. Da kann ich mir massenhaftes Arbeiten auch nicht vorstellen. Du könntest dich nach der Ausbildung mit einem kleinen Betrieb selbstständig machen, der besonders hochwertiges Fleisch ausschließlich aus der Region erzeugt. Oder mit einer mobilen Schlachterei. Da fährst du mit einem eingerichteten Schlachtewagen zum Kunden, schlachtest und verarbeitest vor Ort. Dadurch gibt es keinen Transportstress für das Tier. Solche Möglichkeiten gibt es.
 
Hallo.

Danke für eure Antworten.

Meint Ihr, ich sollte so, wie ich es euch erklärt habe, auch in einer Bewerbung schreiben? Oder vielleicht so ungefähr.

Also nach Betrieben hatte ich ja schon geschaut und es gibt bei mir nur ein Schlachter in der Nähe. Der verkauft sein eigenes geschlachtetes Fleisch. Da würde ich mich schon noch dieses Jahr bewerben wollen, oder aber schon für nächstes Jahr. Wann hat man schon die Chance, einen Beruf zu erlenen, so wie man es sich in etwa vorstellt.

Danke.
 
Ich finde deine Motivation, so wie du sie dargelegt hast, sehr überzeugend. Klar kannst du das so ähnlich schreiben (vielleicht ein bisschen weniger umgangssprachlich ;-) ). An deiner Stelle würde ich mich nicht nur in einer Schlachterei bewerben und örtlich etwas flexibel sein, da du ja selbst schon festgestellt hast, dass Schlachter, die so arbeiten, wie du dir das vorstellst, nicht mehr wie Sand am Meer existieren.

Versuche, so viel wie möglich aus der Ausbildung mitzunehmen und mache dich hinterher in deiner eigenen Marktnische selbstständig.
 

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