Ich habe keinen Schaden dadurch. Mag sein, dass er auch hier und jetzt gerade nur spielt.
Das wird allerdings ihn belasten später, irgendwann, wenn er so sehr Kontakt zu sich selbst verloren hat oder S**** gebaut hat, dass ihm keine andere Wahl bleibt, als sich mit sich selbst auseinander zu setzen.
Er spielt und hält sich für den besten, den es gibt. Alle anderen sind ihm unterlegen. Das ist Arroganz. Und Arroganz ist auch immer der Abstand zu den eigenen Gefühlen. Also hat er hier den Nachteil, nicht ich.
Er fällt auf die Fresse, er wird heftig fallen und es wird schmerzhaft sein. Darüber mache ich mir keine Gedanken. Entweder er lenkt ein, oder er tut es nicht.
Es gibt einen vermeintlich schweren Weg, das ist die Begegnung mit sich selbst.
Und es gibt den scheinbar einfachen Weg, weiterhin davon zu laufen, nicht zu realisieren, dem Wahn verfallen zu bleiben.
Die "Manipulation" ist nicht zu meinem Nachteil.
Ich gebe, wenn ich geben kann. Ich lasse mich von ihm manipulieren, wenn es mir nicht bewusst ist. Sobald es das aber ist, muss ich die Lage neu überdenken.
Ja klar, ich habe selbst gesehen, dass er auch mit mir hin und wieder spielt. Aber er hat es öfters versucht, als es ihm gelungen ist. Kennt man jemanden nicht, ist es immer gut, einen kleinen Vertrauensvorschub zu bringen. Das fördert die Offenheit und Toleranz und ist das Gegenteil auch von Vorurteilen. Ich gebe nur so viel, dass er mich nicht verletzen kann.
Verletzt er mich, sehe ich aber auch, dass er nur ein armes, kleines, verängstigtes Tier ist, unterdrückt wurde, und kämpft.
Wie einer dieser aggressiven Hunde, die ausgesetzt wurden oder bei denen die Sozialisierung schief ging.
Er ist aber kein Hund, sondern ein Mensch. Er ist lernfähig, weil er nur scheinbar dumm rüberkommt. Er hats einigermaßen drauf, finde ich. Halt auch für das, was man seinem Alter und der Vorgeschichte zutraut.
Er ist ängstlich, er hat Furcht. Davor, wie es in seinem Inneren aussieht.
Wie auch immer. Ich bin da, wenn ich da bin. Bin ich da, dann tue ich es freiwillig.
Alles andere, auch, was er damit macht, liegt in seiner Verantwortung. Dafür bin ich nicht verantwortlich. Ich bin sogar sehr froh, nicht in seiner Lage zu sein.
Wobei er es noch echt gut hat, einen Psychologen zu haben. Jemand, der ganz anders ist als das, was er kennengelernt hat. Er nutzt diese Chance eben oder nicht.
Hilfe zur Selbsthilfe. Ich löse sicherlich nicht seine Probleme.
Wenn er glaubt, dass abstechen hilft, bitte schön. Selbst schuld. Er hätte ja denken können vorher. Er wusste ja, dass sein Herz krank ist. Aber nicht sein Geist.