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Mobbing hat mein Leben zerstört

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Also meinst du, ich bin selbst daran schuld, dass ich beleidigt werde? Man kann ein Outfit (und nur darum ging es!) auch sachlich bewerten. Sagen, das passt nicht gut zusammen, das sieht nicht gut aus. Ich wurde dagegen massiv angegangen und beleidigt. Damit muss man also rechnen? Traurige Einstellung, die mich immer mehr an der Menschheit zweifeln lässt. Wir armselig muss man sein, andere so fertig zu machen.
Da werde bestimmt auch andere angegangen. Im Internet trauen sich Manche viel Mehr zu. Ein gesundes Misstrauen wäre besser. Schliesslich gehst du mit keinem fremden zum date sondern du Schreibst zuerst mitdenen(hoffentlich?). Wie verlässlich ist eine Meinung wenn du die Leute nicht kennst? Gar nicht. Da wird oft gelogen Oder negatives gesagt.
Hier im Forum geht man meistens netter miteinander um.
 
A

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Re: Mobbing hat mein Leben zerstört
Was man eventuell machen könnte, wäre eine Gruppe "Mode" und dann eben geschlosssen, also nur bestimmte User dazu einladen. Dann kann man sich für interessierte austauschen. Ob das technisch möglich ist mit Speicherplatz, keine Ahnung mit viel Bildern. Aber das wäre dann eine Möglichkeit für Style und Schminke usw.
 
Vor ein paar Tagen ist mir im Internet etwas passiert, was alle meine alten wunden von damals wieder aufgerissen hat. Ich schrieb in einem Internetforum (darf man den Namen hier nennen?) einen Beitrag. Es ist ein Forum, in dem sich Leute oft Tipps geben zu Outfit, Makeup, usw. Da bei mir bald ein Date ansteht, fragte ich, ob mein Outfit für ein erstes Date passend sei. Natürlich stellte ich dafür ein Bild von mir rein. Und dann ging es los mit den Beleidigungen:
- ihh was für ekelhafte Beine, rasier dich mal, du siehst aus wie ein Mann (ja ich habe für mich entschieden, mich nicht mehr zu rasieren, bisher hat sich noch kein einziger Mann daran gestört, im Gegenteil, den meisten war es vollkommen egal)
- boah bist du widerlich
- deine Frisur sieht aus wie von meiner Oma
- du bist hässlich
- deine Haare sind hässlich
- deine Brille ist hässlich
- du siehst total altbacken aus
- nicht mal meine Oma würde so rumlaufen
- denk dran das Licht auszumachen, wenn ihrs treibt, damit der Mann deine Hässlichkeit nicht sehen muss
- wie kann man nur so rumlaufen?
- niemals kriegst du so einen Typen ab

Ich löschte den Beitrag dann schnell, da das ganze in mir wieder Wunden von damals aufgerissen hat, denn genauso wurde ich jahrelang in der Schule und auch in der Ausbildung fertig gemacht. Jetzt sitze ich seit Tagen da und komme nicht mehr klar. Und denke, dass es an mir liegt, dass ich immer wieder gemobbt werde. Die Bilder wurden dann übrigens in einem anderen Beitrag erneut hochgeladen, jemand hat sie sich abgespeichert und dort wurde sich weiter über mich lustig gemacht... Warum sind manche Menschen scheinbar ihr Leben lang ein Mobbing Opfer? Ich hasse Menschen mittlerweile und will am liebsten mit niemandem mehr etwas zu tun haben. Meine Seele ist ein einziger Trümmerhaufen.. Freunde habe ich übrigens auch keine, da seit der Schulzeit nie mehr jemand etwas mit mir zu tun haben wollte. Ich bin einfach nur einsam.

Liebe TE,

zunächst mal kann heutzutage jeder Opfer von Mobbing werden, im realen Leben, ganz genau so wie im Internet.

Wenn jedoch sich Mobbing durch den eigenen Lebenslauf zieht wie ein roter Faden, macht es oft Sinn, sich selber durchaus mal zu hinterfragen.

Mobbing erfüllt in neu zusammengestellten, oft zueinander unsicheren Gruppen, die Funktion eines sozialen Druckventils. Rädelsführer sind hierbei nicht selten Menschen, die selbst große Probleme mit dem Selbstwert haben. Mobbing gibt es darüber hinaus auch im Tierreich bei so gut wie allen höheren Tieren, die in (Zweck -) Gemeinschaften leben.

Die Opfer werden keinesweges immer wegen schlechten oder die Gruppe schädigenden Eigenschaften ausgewählt, sondern oftmals weil sie in gewissen Attributen von der jeweiligen Gemeinschaft abweichen. Das können z. B. ein spezielles Äußeres, sehr hohe oder niedrige Intelligenz oder auch Fleiß sein.

Einige Opfer entwickeln tatsächlich so eine gewisse Opfer-Mentalität, die gewisse Täter magisch anzieht.
Das lässt sich jedoch eigentlich nicht auf deinen konkreten Fall beziehen. Hier hast du ja nur Fotos von dir in einem bestimmten Outfit gepostet.

Jedoch identifizieren sich manche Menschen über die Maßen mit sich selbst aufgelegten Normen. In deinem Fall ein besonderer Kleidungsstil und die Weigerung, sich die Beine zu rasieren, was natürlich gegen ein gewisses vorherrschendes Schönheitsideal spricht.
Hälst du an diesen "Idealen" fest und verteidigst sie vehement, stehst du schonmal außerhalb einer Gruppe. Der Grundstock für das Mobbing Opfer ist gelegt.

Nun kann man freilich gewisse spezielle äußerliche Attribute an sich pflegen und diese entgegen des Mainstream verteidigen. Dies erfordert jedoch Kraft, ein stabiles Standing und permanente Bereitschaft, sich und seine Überzeugungen zu verteidigen.
Kurzum, es ist extrem stressig.

In deinem Fall... überlege vor deiner eigenen Erfahrungswelt, ob es nicht sinnvoller ist, sich ne modische Frisur, aktuelle Klamotten und eine Beinrasur zu gönnen anstatt diese ekelhaften Kämpfe um was eigentlich zu führen...

Die Welt wird sich morgen noch genauso drehen wie heute. Mobbing ist längst interner Bestandteil jeder Gesellschaft, auch wenn es niemand zugeben mag. All die Mitleidsbekundungen und die geheuchelte Untestützung von zig anderen (vielleicht ebenfalls Betroffenen) werden daran nichts ändern. Konnten sie auch in den letzten 100 Jahren nicht. Nicht zuletzt dank moderner Medien ist Mobbing so präsent wie noch nie. Die Entwicklung des Mobbings beschleunigt sich... und zwar in die falsche Richtung. Ich würde mich an deiner Stelle dem so wenig aussetzen wie möglich. Unrasierte Beine wären mir das schlichtweg nicht wert.

Ich schließe meinen Beitrag mit einem sehr alten asiatischen Sprichwort:

"Ein herausstehender Nagel wird eingeschlagen!"

Überlege weise, wie du weiter fortfahren möchtest in deinem Leben.
 
Irgendwie fühle ich mich in meinen Vorurteilen was meine Meinung über solche Foren angeht bestätigt. Auf der Suche nach einer Beratung für ein Outfit wäre ich nicht einmal auf die Idee gekommen so ein Forum zurate ziehen zu wollen, geschweige denn dort ein persönliches Bild hoch zu laden.
Für mich fällt das unter Medienkompetenz und scheint mir so naheliegend dass ich mich auch frage was du erwartet hast. Das jedenfalls müsste die erste Lehre sein die du daraus ziehen solltest.

Allerdings muss ich der hier vertretenen Auffassung widersprechen dass besagte Foren für geltungsbedürftige Menschen "das Internet" oder gar "der Mensch" seien, auch wenn es sich natürlich gut anfühlen mag sein negatives Gesellschaftsbild (und die eigene Opferrolle) zu bestätigen.
Es gibt eben jene und solche Menschen, das Internet ist hier ein Vermittler. Und Menschen die nach einer Angriffsfläche suchen können hier eben fündig werden. Das bedeutet nicht dass solche Personen repräsentativ für "das Internet" oder unsere Gattung als Mensch sind.
So wie man umgekehrt selbst auch alles mögliche im Internet finden kann, wenn man denn nur entsprechend sucht. Die Medienkompetenz besteht darin selbst nichts ins Netz einzustellen was Leute finden könnten, die gezielt nach Angriffsfläche suchen.
Außer natürlich man möchte sein Weltbild bestätigen...

Was das Mobbing der Vergangenheit angeht:
Ich betrachte derart frühkindliche Prägungen wie eine seelische Wunde, die bestenfalls vernarbt, aber nie verheilt. Man kann natürlich versuchen seine Sichtweise zu beeinflussen, z.B. "Liebe deine Feinde, denn sie sagen dir was du falsch machst", sich einreden dass man halt darüber steht oder diese Vergangenheit als Grund für alle persönlichen Misserfolge (oder dafür es erst gar nicht zu versuchen) hernehmen.
Der aus meiner Sicht bessere Umgang aber wäre sich die damit einhergehenden frühkindlichen Prägungen, welche versuchen einen ständig zu beeinflussen und einen wesentlichen Teil der inzwischen entwickelten Persönlichkeit mit Sicherheit mitgeprägt haben, bewusst zu machen. Also zu erkennen wann die eigene Motivation/Sichtweise/Wahrnehmungsfilter davon beeinflusst werden.
Und gegen diese Einflüsse dann bewusst gegen zu steuern.
Aus meiner Sicht funktioniert das am besten wenn man sie personifiziert, so wie man auch vom inneren Schweinehund spricht. Ein psychologischer Trick, um sich von einem Teil seiner selbst zu distanzieren und diesen angehen zu können, da es ja das eigene Selbstbild nicht zulässt dass man sich selbst bekämpft.
Man kämpft also z.B. bei Faulheit nicht gegen sich selbst, sondern nur gegen diesen %&§$ inneren Schweinehund, um dann hoffentlich über "ihn" zu triumphieren.
Und so würde ich, an deiner Stelle, auch gegen solche "innere Dämonen" vorgehen, welche dir ein niedriges Selbstwertgefühl, Unsicherheit, negatives pauschales Menschenbild, bestimmte Handlungen etc. einflüstern wollen.

Kling aber natürlich einfacher als es ist, denn diese "Dämonen" gehen niemals fort, die Prägung und seelische Verletzung bleibt ein Leben lang. Es ist also ein fortwährender Kampf, wohl vergleichbar mit einer physischen Verletzung wenn einem ein Körperteil fehlt, was man dann ständig ausgleichen muss.
Es ist daher, aus meiner Sicht, eine gute Methode besagten Kampf mit dem eigenen Selbstbild zu verbinden, also stolz darauf zu sein wenn man sich gegen eine solche Einflüsterung durchgesetzt und diese, zumindest temporär, überwunden hat.
Natürlich kann man sich dann auch mal einen Tag Selbstmitleid "gönnen", man darf dieser Versuchung aber nicht dauerhaft erliegen.
Positiver Nebeneffekt ist eine hohe Selbstreflexion, was andere Vorteile und ein besseres Verständnis, nicht nur von sich selbst sondern auch von anderen Menschen und der Welt um einen herum, mit sich bringt.

Erst wenn du es nicht schaffst ein lebenswertes Leben zu führen haben die Mobber von damals gewonnen, insofern hast du es selbst in der Hand ob du ihnen nachträglich Recht gibst oder selbst am Ende der Sieger bist.
 
Also sollen sich nun alle Menschen anpassen, nur um nicht gemobbt zu werden? Nein ich werde garantiert nicht etwas tun, was mir nicht gefällt, nur um gesellschaftskonform zu sein. Nicht die Opfer sind das Problem, sondern die Täter. Traurig, dass manche scheinbar ihr Leben nur so führen wie andere es gerne hätten, nur damit sie angepasst sind und nicht fertig gemacht werden. Schön wie hier mal wieder Victim Blaming betrieben wird. Ist das gleiche wie "ja hättest du halt nicht den Minirock angezogen, dann hätte man dich auch nicht vergewaltigt".

Dir ist aber schon klar, dass du so etwas auch provozierst, wenn du Bilder von dir in unpassende Foren stellst, oder?

Lass mal bitte die Kirche im Dorf, du willst doch auch ernst genommen werden, oder? Unpassende, böse Kommentare zu deinem Outfit und nicht rasierten Beinen, hat ja wohl kaum was mit Vergewaltigung zu tun.

Ich sage ja: willst du keine Kommentare, dann stelle nichts ins Netz oder such dir eine PASSENDE Plattform.
 
Also sollen sich nun alle Menschen anpassen, nur um nicht gemobbt zu werden? Nein ich werde garantiert nicht etwas tun, was mir nicht gefällt, nur um gesellschaftskonform zu sein. Nicht die Opfer sind das Problem, sondern die Täter. Traurig, dass manche scheinbar ihr Leben nur so führen wie andere es gerne hätten, nur damit sie angepasst sind und nicht fertig gemacht werden. Schön wie hier mal wieder Victim Blaming betrieben wird. Ist das gleiche wie "ja hättest du halt nicht den Minirock angezogen, dann hätte man dich auch nicht vergewaltigt".

Zornige, aber doch hilflose Worte.

Nein, meine Liebe, das ist nicht das selbe.
Gewinne mal ein wenig emotionalen Abstand von der Sache und dann denke nochmal nach.

Wie gesagt... du leidest... heute, morgen, übermorgen, nächstes Jahr, in einem Jahrzehnt usw.
DU LEIDEST und gibst ironischerweise deinen mobbenden Opponenten noch gehörig Auftrieb.
Dein Leid ist somit maximal sinnlos.

Wenn du das möchtest, und du darfst es übrigens auch wollen, es wird dich niemand zu etwas anderem zwingen, Bitteschön.

Wer da irgendwie irgendwo dran schuld ist im moralischen Kontext, ist völlig irrelevant für dein weiteres Leben bzw. Leidensweg.

Wenn du die Jeanne d`Arc der Beinborstis geben willst und dafür bereit bist, derartige Verkrüppelungen der Seele in Kauf zu nehmen... hey, volle Fahrt voraus.

Ein rausstehender Nagel wird eingeschlagen.
 
Es geht nicht um Meinungen, es geht um Beleidigungen. Sowas ist übrigens strafbar und kann angezeigt werden. Ebenso wie die weitere Verwendung meiner Bilder im Netz. Schön wie hier mal wieder Täter Opfer Umkehr gemacht wird. Ich bin schuld, dass ich im Netz massiv beleidigt werde, denn ich hätte ja anders handeln können.

Hier wurde dir schon mehrfach geschrieben. Was bringt dich dazu, ungeschützt deine Bilder ins Netz zu stellen? Was hast du davon? Uns brauchst du nicht belehren.
 
Sagst du also anderen im Netz auch, wie hässlich und ekelhaft sie sind? Denn ist ja "nuuur" deine Meinung und die darfst du schließlich sagen? Mich wundert wirklich gar nix mehr. Die Menschheit ekelt mich von Tag zu Tag mehr an. Äußerlich seid ihr vielleicht alle perfekt, aber der Charakter ist einfach nur widerlich.

Was hat das jetzt damit zu tun? Warum stellst du mit dieser Einstellung Bilder von dir frei ins Netz? Ist das klug? Bist du so unsicher, was dein Äusseres angeht?

Wäre eine geschlossene Fashion-Gruppe hier im Forum was für dich?
 
Um das noch mal klar zu stellen: du kannst das Verhalten von Menschen im Netz nicht ändern. Du kannst deinen Umgang mit dem Netz ändern. Von mir wirst du im Netz kein Bild sehen, warum sollte ich auch eines reinstellen.
 
Also sollen sich nun alle Menschen anpassen, nur um nicht gemobbt zu werden? Nein ich werde garantiert nicht etwas tun, was mir nicht gefällt, nur um gesellschaftskonform zu sein. Nicht die Opfer sind das Problem, sondern die Täter. Traurig, dass manche scheinbar ihr Leben nur so führen wie andere es gerne hätten, nur damit sie angepasst sind und nicht fertig gemacht werden. Schön wie hier mal wieder Victim Blaming betrieben wird. Ist das gleiche wie "ja hättest du halt nicht den Minirock angezogen, dann hätte man dich auch nicht vergewaltigt".

Wer gegen den Strom schwimmt, muss auch schwimmen können. Wer das nicht kann, sollte sich fragen warum er es tatsächlich tut.

Bist du zb unrasiert aus der persönlicher Überzeugung von Natürlichkeit, weil du Körperbehaarung nicht schlimm findest? Oder bist du nur unrasiert aus verzweifelten Trotz, weil dir in deiner Opferrolle nichts in der Eigenidentifikation zu finden ist, was dich von der Gesellschaft abhebt?
 
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