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Mobber wieder angestellt

Hallo zusammen.

Ich arbeite seit 9,5 Jahren in einer Autolackiererei im Kundenempfang. Vor einigen Jahren hatte mein Chef die Idee, mit der Firma einen Tagesausflug in einen Freizeitpark zu unternehmen. An diesem Tag hatte ich eine neue Jeans an, die sich sehr schnell etwas merkwürdig am Po anfühlte. Irgendwann fasste ich mir unauffällig über den Po und stellte fest, dass diese Jeans mir an der Naht am Po aufgerissen war. Da es zum Glück ziemlich heiß an dem Tag war und ich eine kleine Jacke dabei hatte, band ich mir diese um die Hüfte und versuchte den Riss damit zu verdecken. Zwar hat mich niemand darauf angesprochen oder Anzeichen dazu gegeben, jedoch muss es jemand meiner Kollegen damals gesehen und in der Werkstatt weiter getratscht haben. An sich ist das nicht so schlimm für mich. Ich kann darüber lachen. Jedoch war das Ausmaß dieser Situation schnell gar nicht mehr lustig für mich.

Es waren 3 Kollegen aus der Lackabteilung (keiner von denen war dabei), die mir dies mehrfach am Tag über Wochen hinweg unter die Nase rieben. Einer von denen war dabei am schlimmsten. Ich konnte die Werkstatt nicht mehr betreten, ohne von jemanden einen dummen Spruch zu kassieren. Selbst als ich mit dem Chef in der Werkstatt stand und einen Auftrag mit ihm besprochen hatte, rief der besagte Kollege im Hintergrund durch die Halle "Frau ... hat sich die Hose aufgerissen!", damit es auch wirklich jeder erfährt. Ich bin im Boden versunken und nur noch mit Bauchschmerzen zur Arbeit gegangen. Als dieser Kollege dann seine Ausbildung beendet und die Firma verlassen hatte, machte ich Luftsprünge. Auch ein weiterer Kollege von denen verließ kurz darauf das Unternehmen sodass heute nur noch einer von denen über ist. Dieser Kollege hat sich bis heute nie bei mir dafür entschuldigt aber vielleicht ist ihm auch gar nicht klar, was die mir damals angetan haben. Er verhält sich zumindest mir gegenüber als wäre nie etwas gewesen und blödelt mit mir umher. Irgendwann habe ich dann einfach innerlich nachgegeben und mir gedacht, dass ich es zwar nicht vergessen kann aber zum Wohle des Betriebsklimas verdrängen sollte.

Nun ist tatsächlich seit Montag der "Haupttäter" wieder zurück in der Firma. Sofort hatte ich einen Hass und Unlust in mir. Seit dem der Typ weg ist, habe ich mich wirklich beim Team beliebt gemacht und bin Vertrauensperson der Geschäftsleitung. Ich habe fast schon Narrenfreiheit in der Firma. Das Team hat sich seitdem auch fast vollständig ersetzt und ich war die letzten Jahre überglücklich, dass ich mit jedem wunderbar klar komme. Und nun ist der Kerl wieder da! Ich glaube, es sind fast 7 Jahre vergangen und dennoch kann ich das nicht einfach unter den Teppich kehren. Ich bin ein sehr harmonischer Mensch, der normaler Weise längst auf ihn zugegangen wäre um ihn willkommen zu heißen aber bei dem Typen kann ich das nicht. Ich gehe an ihm vorbei ohne ihn eines Blickes zu würden. Er scheint mich jedoch auch nicht weiter zu beachten. Jeden Abend nach Feierabend rege ich mich darüber auf, dass der Kerl wieder da ist. Vielleicht habe ich auch Angst davor, dass sich die Vergangenheit durch ihn wiederholen könnte. Wie würdet ihr euch am Besten verhalten? Ich muss nicht zwingend mit ihm zusammen arbeiten, jedoch macht ein gutes Verhältnis zueinander die Arbeit für alle einfacher und vielleicht wird irgendwann der Tag kommen, an dem ich mit ihm Rücksprache zu einem Fahrzeug halten MUSS. Würdet ihr den ersten Schritt machen und ihm sagen, dass ihr eine Entschuldigung erwartet oder ihn einfach weiterhin ignorieren?
Das ist nicht schön, aber war es damals nicht möglich, den Dreien mal über ihre Lästermäuler zu fahren?

Nach 7 Jahren würde ich nichts mehr aufwärmen. Was versprichst du dir davon? Macht eine Entschuldigung alles wieder gut?

Ich würde den neuen alten Kollegen freundlich begrüßen und davon ausgehen, dass sich sowas nicht wiederholt. Oder aber du sprichst ihn darauf an, was ich mir für beide Seiten fast peinlich vorstelle.
 
Ach komm. Wäre mir das passiert, dann hätte ich das nicht so ernst genommen.
Es waren blöde Sprüche und hätte man die gut gekontert, wäre es auch gut gewesen.
Jedenfalls, meiner Meinung nach, kein Grund sich noch nach 7 Jahren daran aufzuregen.
Ein Spruch, gut. Aber wochenlang?

Auch konnte Eigenbrödler sich nicht gut verteidigen. Wenn das Kontern keine Option ist, dann muss sie im Zweifelsfall anders dagegen angehen. Es geht doch nicht, dass sie sich am Arbeitsplatz nicht mehr wohlfühlt. Sie muss das nicht hinnehmen.
 
Ein Spruch, gut. Aber wochenlang?

Auch konnte Eigenbrödler sich nicht gut verteidigen. Wenn das Kontern keine Option ist, dann muss sie im Zweifelsfall anders dagegen angehen. Es geht doch nicht, dass sie sich am Arbeitsplatz nicht mehr wohlfühlt. Sie muss das nicht hinnehmen.
Dass sie sich nicht gut verteidigen kann, kann keiner was . Man hätte das unterbinden können.
 

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