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Mitarbeiter des Kinderheims unterschlagen Spenden.

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Gast_st

Gast
Hallo,

wochenlang war ich nun ehrenamtlich in der Verwaltung eines Kinderheims tätig, um dort Berufserfahrung zu sammeln.

Leider habe ich da Sachen mitbekommen die für mich unter aller Sau sind. Ich bin so wütend darüber, das Menschen materielle Dinge über Moral und Anstand stellen.

-Es gab mehrere grosse Süssigkeitenspende. Diese wurden direkt in die Verwaltung geliefert. Chefsekretärin, diverse Bürokräfte, Erziehungsleiter, Heimleiter...alle haben sich auf die Spenden gestürzt und vorallem hochwertige Schokolade(Lindt, Gubor ect. ) in ihre Taschen gesteckt. Mich haben sie auch dazu gerufen und ich habe erwidert dass ich genug Geld habe um mir Schokolade zu kaufen und das diese doch für die 150 Kinder sind. Dies hat aber niemanden sonderlich interessiert- wäre ja genug für alle da.

Ist das nicht einfach abartig?

-Genauso gab es eine Brot-und Kuchenspende von einer Bäckerei vorort. Da haben sich alle genauso rangemacht.

-Während die Kinder zum Frühstück Brot und Marmelade bekommen. wird in der Verwaltung mal richtig aufgetischt. Brötchen, Landeier, Quark, frischer Aufschnitt.......ich könnte einfach nur kotzen. Alles aus der Heimküche, die aber immer sparen muss.

-Freitags gab es für die Kinder Fischstäbchen und Kartoffelsalat...für die Herrschaften in der Verwaltung Schlemmerfilet, Reis, Salat.

Ich weiss dass da niemand für extra bezahlt, wird alles über das Jugendamt abgerechnet. Die Chefsekräterin hat das auch einmal ganz frech erwähnt.

So, und nach wochenlanger Verwaltungsarbeit, sollte ich mir mal die Gruppen anschauen und die Erzieher in ihrer Arbeit unterstützen.

War nicht netter.
Dort saßen die Mädels regelmässig im Büro und haben sich mit Frauentratsch und Kaffee, die Zeit vertrieben, statts sich um das wesentliche zu kümmern, nämlich den Kindern. Mit übertriebener Härte werden die Kinder abgespeist.

Ich bin einfach nur total erschüttert. Ein furchtbares Verhalten. Was bitte soll ich tun? Ich kann das nicht einfach so ignorieren. Habe die Heimleitung auf das Fehlverhalten einer Erziehrin angesprochen. Die hat das aber gleich abgetan. Die Heimleitung steht als erstes in der Schlage wenn es darum geht, Spenden einzustecken. Zu wem soll ich also gehen? Mein Verhalten allen Mitarbeitern gegenüber war nur noch unterkühlt, weil ich meine Verachtung nicht mehr unterdrücken konnte. Das haben die natürlich gespürt und mich gemieden....und jetzt bin ich ja auch gegangen.

Es gibt Menschen in meinem Bekanntenkreis, die finden das ich übertreibe.Es würde sich hierbei doch nur um Lebensmittel handeln. Für mich geht es aber ums Prinzip. Denn an der Verpflegung der Kindern wird genug gespart.Ich finde allerdings, das ich das melden muss. Weiss zwar nicht genau wo..aber irgendwem muss ich das doch sagen.
 
Du hast recht und an Deiner Stelle würde ich mit den Spendern in Verbindung setzen und diese Machenschafften offen legen und eventuell auch veröffentlichen
 
krass-aber sicher kein einzelfall.

am dreistesten finde ich aber wie diese menschen sich verhalten-die wissen, ihr tun wird von dir nicht gut geheißen und es schert die nicht die bohne.sie ignorieren dich einfach....

leider kenne ich diese machenschaften aus sehr vielen organisationen -deshalb helfe ich mitllerweile nur noch mit meinem geld menschen, die ich persönlich kenne und wo ich weiß dass mein geld auch genau da ankommt wofür es bestimmt ist.

dein problem: wüsste ich es nicht besser,würde ich dir sagen:geh an die öffentlichkeit,wende dich an eine tageszeitung bei dir.
kannst du knicken-dort wissen doch alle was abgeht. es würde höchstens ein anruf beim heim eingehen:du da will euch jemand ans bein pissen.blbla....
du wirst es nicht beweißen können-das ist dein problem.

eine gute idee wie die vorschreiberin dir riet:wende dich an die spender direkt! erzähl ihnen was dort abgeht.

wobei mich dein artikel nicht sehr erschüttert hat.....war mir alles schon bekannt.leider!!!!
 
Das mit Spenden oftmals derart unverschämt umgegangen wird, ist leider tatsächlich keine Seltenheit! Wir hatten seinerzeit beim Oder-Hochwasser in unserer Stadt Sachspenden gesammelt und das ganze Zeug mit einem LKW direkt vor Ort bringen wollen. Man hörte ja jede halbe Stunde in den Nachrichten, dass die Leute nix mehr hatten und wirklich alles mögliche brauchen. Wir also mit dem LKW direkt in ein völlig überflutetes Dorf gefahren. Dort wollte kein Mensch irgendwas...Man hat ja mittlerweile genug KRAM bekommen! Wir also weiter zum nächsten THW-Stützpunkt, die sagten uns, wo die nächste Sammelstelle sei, dort können wir alles hin bringen, die brauchen ALLES! Also wir am Sammelpunkt angekommen sind, haben die das Zeug vom LKW runter direkt in eine große Halle alles zusammen auf einen riiiieeesigen Haufen geschmissen und gut war! Die kümmern sich um die Entsorgung! Auf dem Haufen lag wirklich alles zusammen, vom Handtuch über Bettwäsch, Geschirr, Stühle, Möbel bis zu Lebensmitteln! Und dafür haben wir das Zeug eingesammelt und hunderte Kilometer durchs Land gefahren! :mad:

Zurück zu deinem Problem: Ich würde mich direkt an die Spender wenden. Die wird es wohl am ehesten interessieren und damit kannst du vielleicht auch Fürsprecher finden, die dann gemeinsam etwas Öffentlichkeitsdruck ausüben können und wollen! Aber versprich dir nicht zu viel davon, es ist wirklich so, dass es viele wissen, es aber keinen interessiert. Aber vielleicht kannst du doch ein bisschen was bewirken, auch wenn es wohl der sprichwörtliche Kampf gegen Windmühlen ist!

Ich wünsch dir viel Erfolg dabei!
 
Schwierig schwierig, aber ich würde trotzdem versuchen über einen Leserartikel deinen Ort darüber zu informieren, damit der Druck wächst. Vielleicht interessiert sich ja sogar das Jungendamt dafür?? Denn die finanzieren das ja alles. Und wenn gar nichts mehr geht, über die Parteien bei euch im Ort bzw Bürgermeister. Versuch einfach alles auszuschöpfen was geht, denn dem Scheiß muss ein Ende gemacht werden. Denn die die es am nötigsten haben, werden "bestohlen" Welche eine Schande

Viel Glück !!!🙂
 
Wer ist denn der Träger dieses Kinderheims?
Den würde ich als Ersten informieren.
Ausserdem ist meist auch die Kommune beteiligt. Die bekäme von mir auch einen Brief. Und das zuständige Landesministerium (meist die für Arbeit und Soziales, kannst du im Internet ergoogeln.)

Das Verhalten ist unter aller Kritik!!!!!!!! Sowas darf nicht durchgehen!!!!! Das Vorenthalten der Spenden ist ja nur ein Symptom für einen schlechten Umgang mit den Kindern insgesamt.

Ich weiss, wovon ich rede. Habe selber mal in einem Kinderheim gearbeitet (bin von der Erstausbildung her Erzieherin).

Hast du Zeugen für das Verhalten der Mitarbeiter dort?

LG Luisa
 
hey dein denken kann ich nachvoll ziehen.
leider ist es normal das die mitarbeiter immer sich sellbst bedienen.habe im heim gelebt und auch schon gearbeitet.traurig aber wahr lg eine die weiss was sie sagt
 
Hi, da bin ich wieder.

Danke für die Antworten, auch wenn sie sehr bitter waren.

Es gibt einen Zeugen, den Hausmeister. Dieser wird sich sicherlich nicht einmischen, das er froh um diese Stelle ist.

Der Bäckerei zu erzählen, das sich das Heimpersonal an den Spenden bedient, würde wahrscheinlich dazu führen, das sie gar nichts mehr spenden und das darf schon gar nicht passieren.

Also habe ich mich dazu entschlossen am Montag den Pfarrer des Ortes aufzusuchen, den ich durch seine regelmässigen Besuche im Heim kennengelernt habe. Denn irgendwo muss ich ja anfagen, Dampf abzulassen. Vielleicht unterstützt er mich ja.

Werde am Montag berichten was passiert ist.
 

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