Ich verstehe Dich leider auch sehr gut! Den roten Faden erlebe ich genauso wie Du... Leider habe ich aber auch noch keine Patentlösung gefunden.
Das eine ist wohl, dass wir in einer Ellenbogengesellschaft leben: Jeder nimmt sich einfach nur was er grade braucht und was seinen egoistischen Bedürfnissen entspricht. Und bist Du "leergezapft" fliegt der "Freund" auf zur nächsten Blüte die ihm mehr zu bieten hat. Verbindlichkeit wird zudem auch durch das ganz banale Thema von Handys und Facebook rund um die Uhr immer seltener. Alle sind immer und überall erreichbar und mit 1000 Kontakten verknüpft - wieso da noch auf einen festlegen und die anderen "Möglichkeiten" entgehen lassen?? Oder Verabredungen fest machen, wenn man doch bis zur letzten Sekunde abwarten kann ob noch wer eine spannendere Idee hat und man ja auch jederzeit jedem kurz vorher absagen kann...?
Ich persönlich finde auch es ist das tollste Gefühl für andere da sein und helfen zu können. Dann fühlt man sich doch gebraucht, nützlich und die Erleichterung oder Freude bei anderen zu sehen ist einfach schön. Doch erstaunlicherweise scheinen diese positiven Seiten des Helfens immer weniger Menschen aufzufallen. Eher ist super schnell von Belastungen und sich von solchen (Menschen) befreien zu müssen die Rede.
Andererseits musst Du Dich aber langsam auch mit dem Gedankengang auseinandersetzen, dass wir nicht wirklich nur per Zufall immer wieder diese Art Menschen und Erfahrungen anziehen können. Oder? Es muss irgendwie etwas mit einem selbst zu tun haben... Vielleicht deine Denkweise über Dich selbst, Dein Selbstwertgefühl...? Oder schlicht, dass Du Dir wahre Freunde so sehr wünschst und so viel dafür tun möchtest - diese Bedürftigkeit spüren dann genau die Menschen die das für sich ausnutzen wollen und merken bei Dir haben sie leichtes Spiel ohne viel eigenes zutun.
Wahrscheinlich hast Du recht,aber vielleicht sind hier ein paar Mädels denen es genau so geht wie mir!