kp, kenn nicht soviele von der Sorte und ausserdem ist die Fragestellung etwas fragwürdig. ,,gibt es noch'' erwekt ja den Eindruck, dass vorherige Generationen in der Hinsicht anders waren. Die hatten genausoviel rein fleischlich motivierten Sex wie die Jugend heute, die mussten sich aber besser verstecken und ihre tierischen Seiten tarnen.
Der Reinheitsgedanke ist klassisch und unabhängig von Zeit und Epoche ( auch wenn ich zugeben muss, dass die derzeitigen geselschaftsnormen und der Einfluss der Medien, einen ungehemmten und ungesunden Umgang mit der eigenen Sexualität fördern ). Die meisten Menschen heute, wie früher, sind Affekt- und Sehnsuchtgeleitete Sklaven ihres Unterbewusstseins. Um der leere zu entkommen, die das menschliche Dasein schon immer umgeben hat, steigert man sich in überschwengliche Gefühle und Gedankenkonstrukte rein, man nimmt die Achterbahn mit allen ihren Höhen und Tiefen, um nicht mit der eigenen Nichtigkeit konfrontiert zu werden. Es gibt sehr viele Wege um sich vor der leere abzulenken, Sex ist einer davon. Ich weiß, die meisten werden sich vor einem fi** nicht mit solchen Philosophischen Gedanken beschäftigen, sie folgen einfach dem Ruf ihres Körpers. Es ist aber gerade diese nichtvorhandene Reflexion über das eigene Leben, über die Dinge die einen herum geschehen die Menschen dazu treibt in leicht zugänglichen Freuden zu vergehen und diese Freude als Droge gegen die Leere im Kopf und im Herzen zu missbrauchen. Der Gedanke vom Erhalt der eigenen Reinheit ist für die meisten utopisch, weil sie nicht die Selbstdiziplin dafür haben und weil sie nutzorientierter und triebgeleiteter sind, als sie sich zugestehen wollen. Denken von sich wie Romantiker, aber handeln wie gottlose ( bin selber nicht gläubig, aber hebt die Wirkung vom darauffolgenden Wort )Zyniker.