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Mit Aktienhandel Geld machen?

Zu Silber:
Kurzfristig sieht alles nach einer Fahnenstange mit Korrekturpotenzial aus. Langfristig keine Ahnung. Ich ärger mich ein bisschen, dass ich "nur" in Gold und nicht aus Silber investiert bin, aber ich steige bei solchen Kursen nicht mehr ein. Meine Strategie ist weniger die des maximalen Gewinnes, sondern eher die Vermeidung der größten Korrekturpotenziale. Deswegen habe ich z.B. vor fast einem Jahr Rio Tinto Aktien gekauft, KGV 6. Stand heute 44% im Plus, KGV verdoppelt. Meine Meinung damals war: Keine Ahnung ob die Aktie steigt, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass sie viel Wert verliert.

Ist aber nicht genau das, bzw. das Kaufen bei Rücksetzern, eine Form der Gewinnmaximierung?

~~~

Im Übrigen, was KGV und so betrifft, habe zuletzt mal von jemandem gehört, dass die Marktkapitalisierung von bspw. diversen großen Tech-Unternehmen erst in mehreren Jahrhunderten gerechtfertigt/nachvollziehbar wäre, wenn überhaupt. Ja, keine Ahnung, vielleicht ist da was dran.
 
Ich hab ja das Glück und kann mich über den aktuellen Stand freuen! Denn da ich vor Jahren schon gekauft habe, die günstigsten Münzen für 16 €uronen, steh ich richtig gut da.

Wichtig ist, sich von solchen Auf und Ab nicht zu emotionalen Entscheidung hin reissen lassen.
 
Ja, vielleicht ein bisschen passend:

Kryptoinvestoren und Silberinvestoren

~~~

Irgendeine Berechtigung haben diese ganzen Märkte vermutlich. Zumindest kann man da ein paar Dinge lernen. Klar, man kann an den Märkten ganz offensichtlich auch Geld verzocken. Man kann damit aber auch bspw. seine Rente aufbessern oder finanziell für die Ausbildung der Kinder vorsorgen, etc.

Manche wollen vielleicht auch einfach nur das Adrenalin bzw. den Nervenkitzel. Ist ja nach aktuellem Stand nicht verboten und niemand wird dazu gezwungen, obwohl das Ganze natürlich auch diese krankhaften Ausmaße annehmen kann. "Haus und Hof" weg, sowas und dergleichen ist natürlich vollkommen bitter.
 
Ist aber nicht genau das, bzw. das Kaufen bei Rücksetzern, eine Form der Gewinnmaximierung?
Bei Rücksetzern ja - zumindest wenn du an den langfristigen Trend glaubst.

Was ich meinte, ist das was du jetzt gemacht hast:
Meine Silberposition hat sich etwas gerappelt. Sind jetzt nicht mehr 30 % Verlust, sondern nur noch 20 %. Na ja, mal schauen, wie das weitergeht. Das Jahr ist ja noch lang. Interessanter ist aber eigentlich, wie das in 4 oder 5 Jahren aussieht.

Hab' halt direkt in den Hype reingekauft - Exit-Liquidität und so. Sollte man eigentlich nicht tun.
Ich versuche nicht in Hypes rein zu kaufen.
Natürlich kann das gut gehen, aber die potenzielle Fallhöhe ist riesig und ich versuche eher VOR Hypes zu kaufen.

Man konnte in den Jahren 2020 und fortfolgenden ahnen, dass Gold und Silber aufgrund expansiver Geldpolitik irgendwann anzieht. Wie bei vielen Dingen, war ich zu vorsichtig und hatte nur auf 8% Gold als Depotanteil erhöht.

Stand heute würde ich einen Blick auf Bitcoins werfen nachdem diese 30% an Wert verloren. Das Hauptargument für die Goldkäufer aktuell ist die langfristige Entwertung von Fiat-Währungen, insbesondere des Dollars, der früher als stabile Leitwährung galt. Kryptos sind in Börsencrashes ein gefährliches Asset, aber wenn die FIAT Angst das treibende Argument bleibt und es nicht crasht, folgen vielleicht Kryptos auf Gold und Silber.

Auch REITS haben durchaus immer noch Potenzial wenn man davon ausgeht, dass FIAT Währungen entwerten und Notenbanken zugunsten der Schuldenbekämpfung die Zinsen eher senken werden. Schau dir an wie bescheiden der iShares US Property Yield UCITS ETF (A0LEW6) in den letzten Jahren gelaufen ist.

Ich persönlich habe inzwischen aber auch einen erheblichen Teil Liquidität aufgebaut und warten auf Crashes oder Chancen wie beim "Trump Zollstreit" Anfang 2025. Damals hatte ich einen Euro Stoxx ETF gekauft (heute Plus 35%) und einen MSCI ETF (Heute Plus 49%). Natürlich war ich wieder mal zu defensiv und habe zu wenig gekauft, aber statistisch ploppen solche Chancen alle 12-24 Monate auf, also kräftige Rücksetzer. Vor allem dann spannend wenn ALLES (der globale Markt) Wert verliert, obwohl man erkennen kann, dass das Problem wie beim "Trump Zollstreit" zwar alle betrifft aber Regionen wie die EM und Europa nicht so stark wie die USA.

Rücksetzer kaufen, ja, aber dabei versuchen die unbegründeten Rücksetzer zu identifizieren.
Für mich als Long-Investor sind deswegen Aktien Märkte per se die interessanteren Assets, während ich Gold, Krypto und co kurzfristiger sehe.
Für deinen aktiveren Ansatz mögen aber diese kurzfristigen Trends aber genau das interessante sein. Einen Gold-Trend reiten solange es geht, konsequent Rücksetzer kaufen aber dann auch rechtzeitig wieder raus.

Ich mache es wie gesagt fast umgekehrt. Mein Depot hat den Spitznamen "Drachen Depot", mit dem Slogan "Wenn ein Drache steigen will, muss er gegen den Wind fliegen".
Antizyklisches Kaufen statt Trendfolge, Investieren wenn Andere verkaufen, Kaufen wenn Medien und Finanzexperten davon abraten, tendenziell eher Value statt Hype, langsam dafür beharrlich statt schnellem Gewinn.
Rückblickend ist mein größter Erfolg, dass ich große Fehler und harte Einbrüche vermieden habe. Ein Depot mit minus 30% ist unschön aber es läuft weiter. Ein totes Pferd, läuft jedoch nicht mehr....
 
Schaut ihr bei Aktien/ETF´s auf die Dividenden und ob die ausgeschüttet werden oder reinvestiert?

Ich persönlich bevorzuge aktuell thesaurierende ETFs, aber das muss nicht viel bedeuten.

Der Vorteil bei Dividendenausschüttung mag sein, dass man zumindest in Deutschland den Steuerfreibetrag von 1.000 EUR nutzen kann.

Ansonsten fällt mir da gerade nicht viel zu ein, vielleicht den anderen hier?

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Überdies hilft natürlich auch Google mal wieder weiter:

 
Ich persönlich bevorzuge aktuell thesaurierende ETFs, aber das muss nicht viel bedeuten.

Der Vorteil bei Dividendenausschüttung mag sein, dass man zumindest in Deutschland den Steuerfreibetrag von 1.000 EUR nutzen kann.

Ansonsten fällt mir da gerade nicht viel zu ein, vielleicht den anderen hier?

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Überdies hilft natürlich auch Google mal wieder weiter:

Solange man den persönlichen Freibetrag noch nicht ausgenutzt hat, ist ein ausschüttender ETF sinnvoll. Darüber hinaus eher ein thesaurierender.

Allerdings gibs es Ausnahmen. Thesaurierung bedeutet oft Arbeitsaufwand für den ETF, was ihn teurer machen kann. Gerade wenn man auf die echten Kosten eines ETF (https://www.trackingdifferences.com) schaut, sind Ausschütter manchmal einfach besser.

Ich persönlich mag im Zweifel aber lieber Thesaurierer, weil sie im Depot besser aussehen. Es ist eine rein emotionale Betrachtung aber bei einem Ausschütter siehst du im Depot vielleicht 10% Plus (die Ausschüttungen sind vorher abgeflossen), bei einem Thesaurierer siehst du 20% Plus (weil alles reinvestiert wurde). Ein Thesaurierer Depot sieht aus als hätte es mehr Gewinn gemacht ^^
Außerdem muss man sich händisch um Reinvestitionen kümmern, Thesaurierer sind praktisch.
 
Was Krypto betrifft, das scheint gerade stark nach unten zu gehen. Zumindest wenn man Bitcoin betrachtet, scheint das in letzter Zeit jeden Tag 1.000+ US-Dollar nach unten zu gehen. Habe jetzt öfter von Analysten gehört, dass der Bitcoin auf Sicht von 6, 9 Monaten bei 40.000 USD landen wird, aber keine Ahnung, wie man zu so einer Prognose kommt, obwohl ich das auch keinesfalls ausschließe.

Bei Krypto/Bitcoin gibt's ja nicht wirklich irgendwelche Fundamentaldaten, nach welchen man sich auch nur grob richten könnte, außer vielleicht, dass manche das immer noch als "digitales Gold", "store of value" und so sehen.

In Sachen Bitcoin ist ja auch die Aktie Strategy "berühmt". Sieht gerade nicht so prall aus.

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Vielleicht kann man sich darauf verlassen, dass Bitcoin immer wieder neue Allzeithochs erreichen wird, vielleicht auch nicht. Keine Ahnung.
 
Bei Krypto/Bitcoin gibt's ja nicht wirklich irgendwelche Fundamentaldaten, nach welchen man sich auch nur grob richten könnte, außer vielleicht, dass manche das immer noch als "digitales Gold", "store of value" und so sehen.
Vorweg: Ich bin kein Krypto Fan und werde nie stark in Krypto investieren.

Aber dein Argument, dass es keine Fundamentaldaten gibt, mag zwar richtig sein, aber schau dir Gold Stand heute an: Es steht bei rund 5.000 Dollar die Unze. Gold zu fördern kostet aber nur rund 1.200 Dollar. Und selbst die 1.200 Dollar wären kein Boden, denn Gold wird mehrheitlich garnicht zur Produktion genutzt. Nur rund 10% des Goldes wird zu industriellen Produktion genutzt, die restlichen 90% sind praktisch "Bitcoin", die nur Wert haben, weil Leute sie zur Wertaufbewahrung nutzen.

Das ist keine Rede für Kryptos, es ist eine Rede gegen Assets, die nichts erwirtschaften. Der Unterschied zwischen Kryptos und Gold ist derzeit vor allem der, dass Kryptos ein Liquiditätsasset sind und Gold ein Krisenasset. Oder um mal provokativ eine Gegenfrage zu stellen: Welche Fundamentaldaten hat der Dollar oder der Euro? Bitcoin kann als Schutz gegen Währungsabwertung dienen. Das können m.E. andere Assets wie Aktien zwar langfristig sicherer und besser am Ende des Tages ist der Bitcoin durchaus als Diversifikation in einem Depot denkbar.

Am Ende des Tages ist Value, was der Käufer zu zahlen bereit ist.
 

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