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Mismatching

  • Starter*in Starter*in Alice Liddell
  • Datum Start Datum Start
A

Alice Liddell

Gast
Hallo!

Ich habe leider deutlich den Eindruck, dass ich und meine Therapeutin nicht zusammen passen.

Generell hatten wir nur ein paar Sitzungen zusammen. Es ging mir anfangs deutlich besser, aber mittlerweile ärgere ich mich hauptsächlich über ihr Verhalten.
Sie verkehrt oftmals Tatsachen, stellt mich zb als Täter dar, wo ich in Wirklichkeit ein Opfer gewesen bin usw. Das regt mich mittlerweile ziemlich auf.

Ich werde die Therapie also eher beenden. Jetzt weiß ich nur noch nicht genau wie. Soll ich ein E-Mail schreiben? Und wie sollte ich das formulieren?

Ich traue ihr durchaus zu, dass sie das persönlich nimmt und versucht mir Vorwürfe zu machen / mich zu attackieren. Daher wäre mir per Mail ganz Recht.
 

Hallo Alice Liddell,

schau mal hier: Mismatching. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Sie verkehrt oftmals Tatsachen, stellt mich zb als Täter dar, wo ich in Wirklichkeit ein Opfer gewesen bin usw.
Kannst du so eine Situation mal genauer beschreiben? Das klingt erstmal ziemlich unprofessionell von der Therapeutin, aber könnte es eventuell sein, dass du was in den falschen Hals gekriegt hast und überreagierst?
 
Kannst du so eine Situation mal genauer beschreiben? Das klingt erstmal ziemlich unprofessionell von der Therapeutin, aber könnte es eventuell sein, dass du was in den falschen Hals gekriegt hast und überreagierst?

Naja. Ich hatte ein Vorstellungsgespräch, bei dem man ermutigt wurde Fragen zu stellen. Und das hab ich gemacht. Nichts besonderes, einfach nur grobe Eckpunkte bzgl. der künftigen Stelle, aber eben schon den Fachbereich betreffend. Die künftige, direkte Kollegin sollte diese Fragen beantworten. Man hat aber schnell gemerkt, dass sie mir nicht wirklich folgen konnte. Das war ihr dann offenbar unangenehm, da auch ihre Chefin und die Personalerin dabei waren. Im weiteren Verlauf des Gesprächs ist sie dann zunehmend reservierter geworden und ist mir letztendlich auch ein paar Mal ganz bewusst über den Mund gefahren. Das fand ich schon sehr unhöflich, hab aber in der Situation nichts gesagt.

So. Jetzt habe ich diese Situation meiner Therapeutin geschildert und die hat gemeint, dass die Kollegin ja voll arm war, dass ich sie vor ihrer Chefin 'aufgeblattelt' hab. Prinzipiell ist das ja nachvollziehbar, aber als arm würde ich die Frau deshalb nicht bezeichnen. Die ist mir wie gesagt mehrmals bewusst über den Mund gefahren. Und das war meiner Therapeutin offenbar vollkommen egal. Als ich sie nochmals darauf hingewiesen hab, meinte sie nur immer wieder "'Trotzdem!"

Ich hätte mir sehr wohl auch Verständnis für meine Seite gewünscht. Aber im Gegenteil, sie hat mich als die Schuldige dargestellt. Und dann auch immer weiter darauf beharrt. Das finde ich nicht in Ordnung.

(Ich hab das auch als Thread in Beruf gepostet. Dass ich der Kollegin vorher Fragen gestellt hatte, hab ich leider vergessen dazu zu erwähnen)
 
Also ich finde deine Therapeutin hat in dieser Situation nicht unbedingt was falsch gemacht.
Vielleicht hätte sie dir das besser erklären sollen, aber sie ist nicht dafür da dir stets Recht zu geben und dir deine Hand zu halten, sondern soll dir u.a. helfen Situationen "klarer" zu sehen.
So wie du das hier schilderst, scheint es mir, dass sie dir zu verstehen geben wollte (z.B. mit dem Trotzdem), dass auch wenn du dich durch das "über den Mund fahren" innerlich aufgeregt hast, du dich in der Situation trotzdem hättest besser verhalten können.
Ich sage ganz bewusst nicht "falsch verhalten", sondern dass du nicht ganz unschuldig an diesem Ärgernis im Vorstellungsgespräch warst.

Du gehst doch aus einem bestimmten Grund zu deiner Therapeutin.
Mir scheint, dass dieser Grund auch der Grund dafür ist, dass du deine Therapeutin nun auch nicht mehr passend findest.
Vielleicht solltest du mit deiner Therapeutin darüber reden, bevor du einfach nur schlicht schriftlich kündigst.
 
Also ich finde deine Therapeutin hat in dieser Situation nicht unbedingt was falsch gemacht.
Vielleicht hätte sie dir das besser erklären sollen, aber sie ist nicht dafür da dir stets Recht zu geben und dir deine Hand zu halten, sondern soll dir u.a. helfen Situationen "klarer" zu sehen.
So wie du das hier schilderst, scheint es mir, dass sie dir zu verstehen geben wollte (z.B. mit dem Trotzdem), dass auch wenn du dich durch das "über den Mund fahren" innerlich aufgeregt hast, du dich in der Situation trotzdem hättest besser verhalten können.
Ich sage ganz bewusst nicht "falsch verhalten", sondern dass du nicht ganz unschuldig an diesem Ärgernis im Vorstellungsgespräch warst.

Du gehst doch aus einem bestimmten Grund zu deiner Therapeutin.
Mir scheint, dass dieser Grund auch der Grund dafür ist, dass du deine Therapeutin nun auch nicht mehr passend findest.
Vielleicht solltest du mit deiner Therapeutin darüber reden, bevor du einfach nur schlicht schriftlich kündigst.

Aber gerade in solchen Situationen findet man ja auch erst heraus, ob ne Therapeutin passt. Man kann es halt so oder so sagen. Die einen empfinden das Trotzdem als wachrüttelnd, die anderen als trotzig. Man kann das Gleiche halt recht unterschiedlich rüberbringen, weswegen es auch so wichtig ist, dass die Chemie mit einer Therapeutin halt passt.

Dennoch stimme ich dir zu und würde selbst auch dir @Alice, raten, erst einmal das Gespräch zu suchen. Therapieplätze und Therapeuten zu finden ist schwierig, Deutschland ist einfach vollständig überlastet und wer weiß, wann du wieder Termine bekommst und von wem.
 
Ich traue ihr durchaus zu, dass sie das persönlich nimmt und versucht mir Vorwürfe zu machen / mich zu attackieren.
Eine gute Therapeutin nimmt NICHTS persönlich. Du solltest allerdings zeitnah das Ende der Behandlung ankündigen, damit sie planen kann und keinen finanziellen Ausfall hat. Auch an die KK muss sie dein vorzeitiges Ausscheiden ja melden.
 

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