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Gast
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Bereits mit 11 Jahren, nach meinem 5. Umzug und meinem 3. Schulwechsel deswegen, fing ich damit an mich nach und nach von Menschen abzukoppeln. Nach vielen verlorenen Freundschaften wollte ich mich nicht mehr an Menschen binden, ohne eine gewisse Sicherheit über den Bestand dieser Beziehung zu haben. In der Schule hatte ich ich daher nur wenige Freunde, die ich in und außerhalb der Schule bis in das Alter von 17 noch regelmäßig traf. Als wir dann jeder für sich begannen eine Ausbildung zu machen, trennten sich die Wege langsam. Der eine meldete sich nurnoch wenn er Geld brauchte und mit den Anderen teilte man am Ende nurnoch wenig Interessen, wodurch der Kontakt letzten Endes auch abbrach.
Neben meiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann fing ich an die Menschen zu studieren. Ich besorgte mir viele Bücher über Psychologie und verschlang diese nach und nach. Während dieses selbstgestalteten Studiums fing ich an Menschen zu beobachten und das Verhalten der Menschen im Einzelnen und in der Gruppe zu studieren. Ich wollte wissen was einen Menschen ausmacht und wie Menschen untereinander besser kommunizieren können. Unweigerlich folgten Bücher über Neurologie und Biochemie des Menschen. Ich fing an den Menschen pragmatisch und realistisch zu betrachten. Auch begann ich meine negativen Emotionen zu zügeln, da ich diese in der modernen Zeit für unnütz und, im Rahmen der modernen Kommunikation, nicht relevant hielt. Ich zeigte negative Emotionen, wie Trauer, Schmerz, Wut und ähnliches nun nicht mehr in der Öffentlichkeit.
In dieser Zeit lernte ich neue Freunde aus der Berufsschule und der Arbeit kennen. Interessanter Weise traf ich diese während der Ausbildung, fast ausschließlich, nur in der Berufsschule oder meiner Arbeitsstätte und erst nach getaner Ausbildung auch mal privat. Ich erzähle das darum um zu zeigen, dass ich bislang mich nur mit Menschen anfreundete, bei denen ich sicher war, dass diese für einen gewissen Zeitraum auch wirklich etwas mit mir zu tun haben.
Parallel zu meinem Interesse für Psychologie, steigte auch mein Interesse an der Politik. Ich begann Nachrichten zu verfolgen und Plenardebatten, die eine Mehrzahl der Menschen als "langweilig" und "belanglos" herabstufen, anzusehen. Durch den bereits entwickelten Pragmatismus bemerkte ich, dass die Menschen denen Verantwortung und Macht übertragen werden, diese immer ausnutzen würden. Zudem bemerkte ich, dass Menschen häufig irrational und unumsichtig handeln. Egal ob es in der Politik oder in der zwischenmenschlichen Beziehung ist.
Mit dieser Erkenntnis und vielen Beispielen aus der Realität bewaffnet versuchte ich mehrmals in der Sozialkunde der Berufsschule, im Jugendparlament (in dessen ich gewählt wurde) und auch innerhalb einer Partei, in der ich eingetreten war, auf diese Missstände hinzuweisen und Aufklärung zu betreiben. Keiner hörte zu und keiner verstand meine Thesen. Niemand hatte auch nur Interesse daran etwas zu verändern, geschweigeden einmal darüber nachzudenken. Und das trotz der Wichtigkeit und Dringlichkeit die hinter diesen Gedanken steckt.
Diese Verletzung meiner persönlichen Ansichten und meines Egos lies mich, zusammen mit meiner Vorgeschichte, zu einem Misanthropen, Zyniker und Pessimisten werden. Dies zeigt sich zum ersten Mal, als ich mein Abitur nachholte und das ganze Schuljahr über keine größeren Beziehungen aufbaute. Ich vermied es mit anderen zu lernen, in Gruppenarbeiten mit der mir zugeteilten Gruppe zu arbeiten oder mich im Unterricht übermäßig zu melden, wie es früher einmal der Fall war.
Auch begann ich damit einen Hass gegenüber der Menschheit, einschließlich mir, zu entwickeln. Zu primitiv und unverantwortlich sind wir und gehen wir mit dem Planeten, den Tieren, den Pflanzen oder anderen Menschen um. Der Mensch, so meine ich, gehört in der Nahrungskette nach unten gestuft und zwar noch unter den Einzeller.
Wer nun auf Gefühlskälte oder Depressionen tippt, dem sei gesagt, dass ich durchaus Freude in manchen Situationen verspüre und auch viel Lachen kann. Und das nicht nur durch Schadenfreude.
Neben meiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann fing ich an die Menschen zu studieren. Ich besorgte mir viele Bücher über Psychologie und verschlang diese nach und nach. Während dieses selbstgestalteten Studiums fing ich an Menschen zu beobachten und das Verhalten der Menschen im Einzelnen und in der Gruppe zu studieren. Ich wollte wissen was einen Menschen ausmacht und wie Menschen untereinander besser kommunizieren können. Unweigerlich folgten Bücher über Neurologie und Biochemie des Menschen. Ich fing an den Menschen pragmatisch und realistisch zu betrachten. Auch begann ich meine negativen Emotionen zu zügeln, da ich diese in der modernen Zeit für unnütz und, im Rahmen der modernen Kommunikation, nicht relevant hielt. Ich zeigte negative Emotionen, wie Trauer, Schmerz, Wut und ähnliches nun nicht mehr in der Öffentlichkeit.
In dieser Zeit lernte ich neue Freunde aus der Berufsschule und der Arbeit kennen. Interessanter Weise traf ich diese während der Ausbildung, fast ausschließlich, nur in der Berufsschule oder meiner Arbeitsstätte und erst nach getaner Ausbildung auch mal privat. Ich erzähle das darum um zu zeigen, dass ich bislang mich nur mit Menschen anfreundete, bei denen ich sicher war, dass diese für einen gewissen Zeitraum auch wirklich etwas mit mir zu tun haben.
Parallel zu meinem Interesse für Psychologie, steigte auch mein Interesse an der Politik. Ich begann Nachrichten zu verfolgen und Plenardebatten, die eine Mehrzahl der Menschen als "langweilig" und "belanglos" herabstufen, anzusehen. Durch den bereits entwickelten Pragmatismus bemerkte ich, dass die Menschen denen Verantwortung und Macht übertragen werden, diese immer ausnutzen würden. Zudem bemerkte ich, dass Menschen häufig irrational und unumsichtig handeln. Egal ob es in der Politik oder in der zwischenmenschlichen Beziehung ist.
Mit dieser Erkenntnis und vielen Beispielen aus der Realität bewaffnet versuchte ich mehrmals in der Sozialkunde der Berufsschule, im Jugendparlament (in dessen ich gewählt wurde) und auch innerhalb einer Partei, in der ich eingetreten war, auf diese Missstände hinzuweisen und Aufklärung zu betreiben. Keiner hörte zu und keiner verstand meine Thesen. Niemand hatte auch nur Interesse daran etwas zu verändern, geschweigeden einmal darüber nachzudenken. Und das trotz der Wichtigkeit und Dringlichkeit die hinter diesen Gedanken steckt.
Diese Verletzung meiner persönlichen Ansichten und meines Egos lies mich, zusammen mit meiner Vorgeschichte, zu einem Misanthropen, Zyniker und Pessimisten werden. Dies zeigt sich zum ersten Mal, als ich mein Abitur nachholte und das ganze Schuljahr über keine größeren Beziehungen aufbaute. Ich vermied es mit anderen zu lernen, in Gruppenarbeiten mit der mir zugeteilten Gruppe zu arbeiten oder mich im Unterricht übermäßig zu melden, wie es früher einmal der Fall war.
Auch begann ich damit einen Hass gegenüber der Menschheit, einschließlich mir, zu entwickeln. Zu primitiv und unverantwortlich sind wir und gehen wir mit dem Planeten, den Tieren, den Pflanzen oder anderen Menschen um. Der Mensch, so meine ich, gehört in der Nahrungskette nach unten gestuft und zwar noch unter den Einzeller.
Wer nun auf Gefühlskälte oder Depressionen tippt, dem sei gesagt, dass ich durchaus Freude in manchen Situationen verspüre und auch viel Lachen kann. Und das nicht nur durch Schadenfreude.