Z
zitronenfalterin
Gast
Hallo ihr lieben,
neulich hatten wir in der schule das Thema Urvertrauen und wie es in den ersten Lebensjahren entsteht (oder auch nicht). Mir ist dabei so einiges aufgefallen bzw. klar geworden, was meinen heutigen Probleme erklärt. Ich hätte fast angefangen zu heulen, so sehr habe ich mich wiedererkannt. ich fragte meine Lehrerin, wass man denn als Erwachsener dagegen tun kann und sich sagte "nichts". stimmt das???
Ich habe eine Therapie hinter mir, habe eigentlich alles soweit verarbeitet. Trotzdem bin ich oft noch total blockiert, wenn es um probleme geht, kann nicht richtig aus mir raus kommen, bin mit mir selbst nie zufrieden, traue mir nichts zu. So habe ich z.B. immer, wenn etwas unvorhergesehenes (hohe rechnung, krankheitsbefund etc.) direkt das gefühl, dass ich das nicht schaffe und eh alles keinen sinn mehr macht. dabei ist mein leben eigentlich schön und ich bin glücklich, aber so "kleinigkeiten" werfen mich völlig aus der bahn. Ich traue mir nie etwas zu, habe immer Angst etwas falsch zu machen. Dabei bin ich eigentlich immer offen für neues, lasse gerne neue Dinge in mein Leben, aber oft empfinde ich neues, unerwartetes als bedrohlich.
Ich habe auch das Gefühl immer auf alles vorbereitet sein zu müssen. so nehme ich im Sommer auch Regenkleidung mit in den Urlaub und warme Sachen, es könnte ja kalt werden. dann noch die schicken neuen Schuhe, es könnte ja sein, dass man fein ausgeht...u.s.w.
Ich muss auch auf reisen immer genug (meist zu viel) zu essen und zu trinken mitnehmen. könnte ja sein, dass ich mein Geld verliere oder der Kiosk zu hat. Mir ist es richtig peinlich das aufzuschreiben.
Wenn ich mit der Bahn fahre, muss ich genau die Abfahrtszeiten und Anschlusszüge wissen. wenn dann etwas schief geht, krieg ich totale Panik, dass ich irgendwo weit weg von zu hause bin und nicht wieder zurück komme.
Wenn ich auf dem Pferd saß (das ich schon seit 10 jahren kannte) auf dem mir nie etwas passiert ist, kamen mir plötzlich die schlimmsten Horrorvorstellungen. was, wenn das Pferd durchgeht und auf die Straße rennt? wenn ich runter falle und mit dem Kopf aufschlage und nicht mehr aufwache? das gleiche bei Achterbahnen: was, wenn jetzt der Bügel auf geht? wenn das gerät einfach stehen bleibt und ich raus falle? oder sich die Gondel löst?
auch im zwischenmenschlichen bereich macht sich mein fehlendes urvertrauen bemerkbar: ich denke immer gleich, von einem Menschen, dass er mir irgendwas tun will. ich hab auch ziemliche Probleme tiefere Freundschaften aufzubauen. meist sind Freundschaften nur zu wesentliche älteren Menschen möglich. wenn mich jemand enttäuscht hat, kann ich ihm meist nie wieder vertrauen und die Freundschaft ist zum scheitern verurteilt. auch in der Beziehung habe ich immer die flucht ergriffen, bevor es brenzlig wurde und z.b. ein schwieriges Gespräch an stand.
ich könnte noch ewig weiter schreiben, könnte so viele Beispiele nennen... aber wie kriegt man sein Urvertrauen wieder? ich hab mich immer gewundert, warum ich trotz Therapie etc. so eine blockade habe. nun ist mir einiges klar geworden, nur weiß ich nicht was ich dagegen tun soll. hat jemand ähnliche Erfahrungen und/oder Tipps für mich?
LG Zifa
neulich hatten wir in der schule das Thema Urvertrauen und wie es in den ersten Lebensjahren entsteht (oder auch nicht). Mir ist dabei so einiges aufgefallen bzw. klar geworden, was meinen heutigen Probleme erklärt. Ich hätte fast angefangen zu heulen, so sehr habe ich mich wiedererkannt. ich fragte meine Lehrerin, wass man denn als Erwachsener dagegen tun kann und sich sagte "nichts". stimmt das???
Ich habe eine Therapie hinter mir, habe eigentlich alles soweit verarbeitet. Trotzdem bin ich oft noch total blockiert, wenn es um probleme geht, kann nicht richtig aus mir raus kommen, bin mit mir selbst nie zufrieden, traue mir nichts zu. So habe ich z.B. immer, wenn etwas unvorhergesehenes (hohe rechnung, krankheitsbefund etc.) direkt das gefühl, dass ich das nicht schaffe und eh alles keinen sinn mehr macht. dabei ist mein leben eigentlich schön und ich bin glücklich, aber so "kleinigkeiten" werfen mich völlig aus der bahn. Ich traue mir nie etwas zu, habe immer Angst etwas falsch zu machen. Dabei bin ich eigentlich immer offen für neues, lasse gerne neue Dinge in mein Leben, aber oft empfinde ich neues, unerwartetes als bedrohlich.
Ich habe auch das Gefühl immer auf alles vorbereitet sein zu müssen. so nehme ich im Sommer auch Regenkleidung mit in den Urlaub und warme Sachen, es könnte ja kalt werden. dann noch die schicken neuen Schuhe, es könnte ja sein, dass man fein ausgeht...u.s.w.
Ich muss auch auf reisen immer genug (meist zu viel) zu essen und zu trinken mitnehmen. könnte ja sein, dass ich mein Geld verliere oder der Kiosk zu hat. Mir ist es richtig peinlich das aufzuschreiben.
Wenn ich mit der Bahn fahre, muss ich genau die Abfahrtszeiten und Anschlusszüge wissen. wenn dann etwas schief geht, krieg ich totale Panik, dass ich irgendwo weit weg von zu hause bin und nicht wieder zurück komme.
Wenn ich auf dem Pferd saß (das ich schon seit 10 jahren kannte) auf dem mir nie etwas passiert ist, kamen mir plötzlich die schlimmsten Horrorvorstellungen. was, wenn das Pferd durchgeht und auf die Straße rennt? wenn ich runter falle und mit dem Kopf aufschlage und nicht mehr aufwache? das gleiche bei Achterbahnen: was, wenn jetzt der Bügel auf geht? wenn das gerät einfach stehen bleibt und ich raus falle? oder sich die Gondel löst?
auch im zwischenmenschlichen bereich macht sich mein fehlendes urvertrauen bemerkbar: ich denke immer gleich, von einem Menschen, dass er mir irgendwas tun will. ich hab auch ziemliche Probleme tiefere Freundschaften aufzubauen. meist sind Freundschaften nur zu wesentliche älteren Menschen möglich. wenn mich jemand enttäuscht hat, kann ich ihm meist nie wieder vertrauen und die Freundschaft ist zum scheitern verurteilt. auch in der Beziehung habe ich immer die flucht ergriffen, bevor es brenzlig wurde und z.b. ein schwieriges Gespräch an stand.
ich könnte noch ewig weiter schreiben, könnte so viele Beispiele nennen... aber wie kriegt man sein Urvertrauen wieder? ich hab mich immer gewundert, warum ich trotz Therapie etc. so eine blockade habe. nun ist mir einiges klar geworden, nur weiß ich nicht was ich dagegen tun soll. hat jemand ähnliche Erfahrungen und/oder Tipps für mich?
LG Zifa