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Mindestlohn

mikenull

Urgestein
Habe heute Mittag um 12 Uhr eine Diskussion gesehen, in der es um den Mindestlohn ging. Es ist wohl so, daß sich inzwischen Grüne, SPD, Linke und Teile der CDU für einen Mindestlohn von 12 Euro stark machen.
Es wäre ja höchste Zeit dafür. Mal sehen welche Parteien in zwei Jahren damit in den Bundestagwahlkampf ziehen werden.Wobei ja schon mal ausgerechnet wurde, daß der Mindestlohn im Moment bei 12,80 Euro liegen müßte, um in etwa eine auskömmliche Rente zu haben.
 

Hallo mikenull,

schau mal hier: Mindestlohn. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Gehalt und Rente hängen ja schon so unglücklich zhusammen mit der Anzahl der Beitragsjahre.

45 Jahre einzahlen, wer schafft das denn bitte?


Rente sollte pro gearbeitetem Jahr bezahlt werden anteislsmässig. Also Minimum Grundrent plus 10, 20, 30.. gearbeitete Jahre.

Nicht, dass man mit 35 einbezahlten Jahren dasselbe bekommt wie jemand, der nie gearbeitet hat.

Da ist auch egal, wie gut oder schlecht man verdient, ->Grundrente. Oder so knapp drüber, dass man mit Grundrente noch besser dastünde.
 
45 Jahre einzahlen, wer schafft das denn bitte?
Gute Frage, besonders Frauen sind meines Erachtens nach schlechter gestellt, wenn sie Kinder haben und auch deswegen, anders behandelt werden sollten als Männer. Wie soll eine Frau mit drei Kindern auf 45 Jahre kommen? Schwanger bis zur Geburt arbeiten, dann Kind bekommen und sofort danach wieder voll arbeiten? Das ist völlig unrealistisch und ich finde, daß Kinder durchaus einige Jahre ihre Mutter ganztägig brauchen für eine gesunde Entwicklung. Ich finde dieses Rentensystem besonders Frauen gegenüber ungerecht.

Ein angemessener Mindestlohn wäre fein. Solange jedoch die Nachfrage nach Arbeitsplätzen viel höher ist, als geboten werden, wird dies bestimmt ein Traum für alle bleiben.
 
Damit würden aber die Rentenbeiträge steigen.
Rein logisch betrachtet schon, aber wie soll ein neugeborenes Kind, ohne Mutter überleben, wenn diese sofort nach der Geburt wieder voll arbeitet und bei uns schon mit Beginn der Schwangerschaft, die Kitaplätze vorbestellt werden müssen, ab der Kindergartenreife des Kindes. Es funktioniert nicht.

Außerdem will ich nicht wissen, wie Kinder werden wenn sie nicht einmal teilweise die Liebe und Wärme der eigenen Mutter bekommen haben. Kinder sind doch keine Sachen, die einfach mal auf die Welt gesetzt werden und dann gucken sollen, wie sie weiter irgendwie ab dem Säuglingsalter weiterkommen. 🙂

Rentenbeiträge auf Kosten der seelischen Gesundheit von Müttern und Kindern, sind nicht gerechtfertigt.
 
Geht ja beim Mindestlohn nicht vordergründig nicht um die Rente sondern um gerechten Lohn für Arbeit. Damit sind die Millionen Aufstocker gemeint, die trotz 8 Stunden Arbeit noch um Geld betteln müssen. Die Rente ist da erst ein zweiter Aspekt. Die Rentenbeiträge einfach steigen zu lassen ist nicht besonders klug. Weil bei den Steigerungen ja gerade der mitzahlen muß, der später Rente bekommt. So dumm wird niemand sein...
Ein höherer Mindestlohn würde auf die Produkte ( und Dienstleistungspreise ) umgelegt und damit würden alle mitzahlen.
 
Gute Frage, besonders Frauen sind meines Erachtens nach schlechter gestellt, wenn sie Kinder haben und auch deswegen, anders behandelt werden sollten als Männer. Wie soll eine Frau mit drei Kindern auf 45 Jahre kommen? Schwanger bis zur Geburt arbeiten, dann Kind bekommen und sofort danach wieder voll arbeiten? Das ist völlig unrealistisch und ich finde, daß Kinder durchaus einige Jahre ihre Mutter ganztägig brauchen für eine gesunde Entwicklung. Ich finde dieses Rentensystem besonders Frauen gegenüber ungerecht.

Ein angemessener Mindestlohn wäre fein. Solange jedoch die Nachfrage nach Arbeitsplätzen viel höher ist, als geboten werden, wird dies bestimmt ein Traum für alle bleiben.

Erziehungszeiten werden doch aber bei der Rente angerechnet, so dass es je nach Dauer der Erziehungszeit gar kein Nachteil mehr ist. Zudem gibt es auch noch andere Vorteile für Eltern, zB Boni bei Riester und co.

Wenn man davon ausgeht, dass der Durchschnitt mit 18 im Arbeitsmarkt einsteigt und bis 67, vermutlich künftig länger arbeitet sind 49 Jahre möglich. 45 hieße hier schon schon satte 4 Jahre Arbeitslosigkeit zwischendurch. Und selbst die 45 Jahre muss nicht unbedingt erreichen um eine vernünftige Rente zu kriegen. Es ist vielmehr das Worst-Case Szenario: Wenn jemand lebenslang immer nur im Mindestlohnsektor arbeitet, DANN muss er 45 Jahre voll kriegen.

Aus meiner Sicht ist das nicht das Hauptproblem. Was nützt ein Mindestlohn wenn jemand mit 50 Jahren arbeitslos wird und aufgrund von Alter und Qualifikation kaum noch eine Arbeit findet?
Was nützt ein Mindestlohn wenn jemand lange im Leben arbeitslos ist oder ohne sozialversicherungsfrei arbeitet?

Es ist sicherlich sinnvoll, den Mindestlohn kontinuierlich anzuheben. Frankreich als einer der EU Spitzenreiter hat auch schon 10 €. Insofern kann man sicherlich bei der nächsten Bundestagswahl mit 11 oder 12 € als Ziel auftreten.

Wobei ich cloudy zustimmen möchte. Das Rentenpunktesystem ist nicht ideal, Mindestlohn hin oder her. Grundrente für jeden und Boni für jedes gearbeitete Jahr. Das fände ich viel fairer.
 
Ja, der Mindestlohn von 12 Euro wäre ja auch den Steigerungsraten unterworfen. Insofern wäre es einfach besser für diejenigen die mihn bekommen. Es sollte kein Grund sein, auf den Mindestlohn von 12 oder mehr zu verzichten, weil man auf die Inflation schielt.

Nein, es wird nicht für eien bestimmte Gruppe mteuerer, sondern in erster Linie für die Betriebe!
Die würden natürlich ihre Preise erhöhen, aber es würden ALLE bezahlen.
Ich glaube nicht, daß jemand von hier, das Ende des Rentensystems erlebt.

Sag ich ja, die Leute sollen ordentlich bezahlt werden - die Rente ist nur ein zweiter Aspekt.

Der Mindestlohn wäre auch ein Instrument - das wurde auch gesagt - bestimmt Rassisten die im Bundestag sitzen zu bekämpfen . Denn die sind dagegen.
 
Anvisiert wären die 12 Euro sofort!
Meine Vermutung das man damit in den nächsten Bundestagswahlkampf zieht wäre aber denkbar, da die derzeitige Koalition verbraucht ist und dieses Thema wohl nicht mehr aufgreift.
Das Rentensystem in der derzeitigen Form wird es ewig geben. Weil es - das hat schon Blüm gewußt - sicher ist - nur nicht in der Höhe. Das war ja auch immer klar, wurde nur von den Leuten nicht verstanden.
Soziale Marktwirtschaft würde nicht mehr funktionieren, wenn es dieses solidarische System nicht mehr gäbe. Es kann ernstlich niemand geben, der dem Staat ( dem unfähigen Staat ) die Verteilung der Altersgelder überläßt. Dann müßten schlichtweg alle Bürger um Geld betteln und der Staat würde ( müßte ) nach der Höhe seiner Steuereinnahmen auszahlen. Danke! Sowas kann kein Mensch ernsthaft wollen.
Das Steigerungssystem kann so bleiben wie es ( auch bei einem Start bei 12 Euro ) ist. Eine unabhängige Kommission betimmt die Erhöhung. Meinetwegen zusammengesetzt aus Politik, Gewerkschaften, Steuerzahlern und Rentnern.
 
Ja, da hat Blüm natürlich recht. Aber das ist ja nichts weiter als ein Aufruf an die Regierung ( und die haben es ja auch längst begriffen, daß das Rentensystem schon lange reformiert gehört ) endlich etwas zu ändern. Und das wird auch so kommen. Da kannst Du ganz sicher sein. Wenn die Leute erstmal erfahren, daß sie nicht mehr von der Solidargemeinschaft abhängen, sondern von der Gnade des Staates, wird niemand mehr ( so wie Du ) ernsthaft drüber nachdenken. Wenn dort Geld in der Rentenkasse fehlt - also dieses Drittel das bereits aus aus der Staatskasse kommt ) dann muß man eben andere Steuern zur Fianzierung hinzuziehen.

Taktisch klug wäe es sicher, den Mindestlohn von 12 Euro zu nächsten Wahl einzusetzen. Er kann aber auch vorher kommen, wenn sich die Koalition einig wäre. Es gibt jedenfalls im Bundestag dafür eine deutliche Mehrheit.
 

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