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Merz kritisiert Vier-Tage-Woche und Work-Life-Balance...

Hugo

Aktives Mitglied
Wie steht ihr dazu?

"Wir müssen in diesem Land wieder mehr arbeiten“

Erstmal vorweg Bitte keine politische Diskussion!

Meine Meinung:

1.Das Arbeitszeitgesetz gibt schon viele Möglichkeiten...
Es ist an sich gar nicht nötig etwas zu ändern?

2. Das weniger Stunden gearbeitet wird wie früher hat auch mit produktiv Zuwächsen zu tun.

3. Es gibt 3 Millionen Arbeitslose und dazu nochmals mindestens weitere 3 Millionen Unterbeschäftigte.

4. Die Abgaben sind zu Hoch das sich mehr Arbeit, nicht lohnt



Bsp: was alles Jetzt schon möglich ist:

Bei uns im Betrieb gibt es eine Abteilung mit 10h Schichten....4 Tage arbeiten 4 Tage frei.
Uns selber wurde erst vor kurzen 5 Tage mit 8 h vorgeschlagen und am Wochenende 12h....danach frei( klar abgelehnt)

Jetzt gehe ich z.b 3 x Früh 4 x Nacht frei 2-5 dann wieder 4xfrüh 3xNacht frei 2-5 7 Tage Spät frei.

Meine Frau hat teilweise 24h Schichten..."26h eher"

Länger Arbeiten?
Wäre nicht mein Weg.

39h Woche, bezahlte Pausen, 34 Tage Urlaub.
 
Prinzipiell hat er ja Recht, nur sollte er es "Lebensarbeitszeit" nennen.
Wer als junger Mensch arbeiten kann und es auch tut, der erschafft sich früh seinen Grundstock und profitiert davon dann, wenn alles anstrengender wird.
Dass Menschen länger arbeiten sollen weil sie länger leben halte ich für Unsinn, da das "längere Leben" nun mal im Alter dran gehängt wird, also im Altersheim statt findet.

Wer Ressourcen sinnvoll verwenden will, sollte bei der Bürokratie ansetzten.
Klappt aber nicht, da die Bürokratie so fein verteilt ausufert, dass sie für jeden spürbar ist - aber nur für ihn und auf seine Art. Es handelt sich also nicht um Wurzeln sondern um die Würzelchen des Übels.
Daher kümmert sich keiner um die Problemchen des anderen, nur haben alle im Grunde genommen dasselbe Problem, nämlich viel Zeit für wenig Sinn aufwenden zu müssen.

Deutschland ist immer noch viel zu reich, zu sparen hält keine Behörde für nötig.
Es geht darum, mehr Abgaben zu fordern, damit man sich mehr Kosten leisten kann.

Hier - und nicht nur hier werden zum Pfostenwaschen Unimogs mit Waschbürstenarm eingesetzt. Das sind Maschinen, die brutto mindestens eine knappe Viertelmillion kosten. Dahinter läuft später oft einer, der die Pfosten wieder gerade stellt, wenn sie umgefallen sind. Im Büro sitzt einer, der den Unimog einteilt und einer, der statistisch nachrechnet, wann der Unimog verschlissen ist und einer, der auf alle aufpasst. Die Kommune produziert so Gesamtkosten von insgesamt geschätzt nicht unter 200 Euro die Stunde: Je Pfosten kann man 2-3 Minuten ansetzen, als kostet einmal Pfosten waschen zehn(!) Euro.
Damit das so funktioniert, werden die kommunalen Abgaben angehoben.

Ohne den ganzen Aufwand hätte ein Mindestlöhner nach 10 gewaschenen Pfosten sein Geld verdient - inklusive Spüli und einen Eimer Wasser, und ausserdem den Rest des Tages frei.

Die Idee von Herr Merz ist also genial, aber nur wenn man sie richtig umsetzt:
Unimog weg, Eimer, Spüli und ein Fahrrad besorgen, einen einstellen, der 3 Tage lang je 100 Pfosten auf 5km putzt und den Rest des Jahres in Urlaub geht!
 
... und den Rest des Jahres in Urlaub geht!
Den Urlaub kann er übrigens nutzen, indem er nach Berlin fährt und dort den Regierungsaufzug benutzt. Er bringt dann dem Kanzler ein Fernglas, damit dieser von oben die Basis betrachten kann, an der die Umsetzung von schlauen Ideen regelmäßig scheitert.
 
Ich finde jedes Arbeitszeitmodell in Ordnung.
Ich arbeite 4x8 Stunden, Freitags immer frei. Ja, ich verzichte freiwillig auf Geld. Für meine Gesundheit benötige ich ein langes Wochenende und das verdiente Geld reicht mir.
 
Ich persönlich halte wenig von diesem Vorstoß, zumal ich derzeit schon allein mit der Betreuung meiner pflegebedürftigen Mutter zeitlich neben meiner Arbeit in Anspruch genommen bin. Müsste ich mehr arbeiten, käme dieser Aspekt zwangsläufig kürzer zum Zug.

Dazu kommt, dass ich mir nicht sicher bin, ob Arbeitsdauer und Produktivität immer wirklich in einem direkten Zusammenhang steht. Länder, in denen lange gearbeitet wird, sind nicht unbedingt produktiver und wirtschaftlich erfolgreicher, denke ich. Außerdem würde ich meinen, dass längere Arbeitszeiten auch der Gesundheit der Menschen abträglich sind, und sie ggf. früher oder länger krank werden.
 
Länger Arbeiten?
Wäre nicht mein Weg.

39h Woche, bezahlte Pausen, 34 Tage Urlaub.
Hat Merz denn gesagt das du, mit einer 39h Woche, mehr arbeiten sollst? 🤔
Fühlst du dich da jetzt angesprochen? Ich nicht.

Jeder Arbeitgeber in Deutschland bemerkt das kaum noch einer Lust hat Vollzeit zu arbeiten.
Alles andere ist wichtiger, sogar das Gassi gehen mit dem Hund des Nachbarn. Morgens ist es zu früh,
Nachmittags zu lange um noch etwas vom Tag zu haben. Es sind diese satten Generationen die es cool finden, aufzustocken und die Hand bei anderen aufzuhalten.

Wenn ich schon sehe das LKW Fahrer 1 Jahr nach Arbeit suchen, dabei wird an jeder Ecke ein LKW Fahrer gesucht. Da sollten die Ämter härter durchgreifen.

Ich kann Merz verstehen und bin ebenfalls für den Rückkehr zu einem H4 System mit größtmöglichen Sanktionen.
 
Kann er ja machen.

Ich hab ja auch die Flüchtlingsproblematik kritisiert und die Politik hat nichts geändert. Jetzt haben wir sie halt da, 20-30 % sind brauchbar und der Rest sitzt nun auf unseren Taschen rum.

Würden sie die auch mal wieder rauschmeißen und die eingesparten Kosten an die Bevölkerung durch Steuersenkungen weiter geben hätten die Leute vielleicht auch mal wieder mehr Bock zu arbeiten, weil mehr in der eigenen Tasche bleibt.

Oder das Geld in Kindergärten stecken, damit die Menschen mal wieder länger arbeiten KÖNNEN.

Liegt nicht alles an der Bevölkerung. Soll aber erstmal die Regierung anfangen
 
Natürlich kann man mit so einer Aussage nicht jedes Unternehmen und jeden Arbeitnehmer meinen.
Ich habe schon immer eine 40 Stunden gehabt. Bis ich krank wurde. Ich fühle mich da null angesprochen. Mein Mann auch nicht. Der hat eine 50 Stunden Woche. Aber einige seiner Mitarbeiter (20 bis 30 Jahre jünger) beschweren sich über die viele Arbeit. Das wundert ihn manchmal.
 
Da man bei den Alten nicht unbegrenzt Arbeitszeit draufhauen kann, sollte man lieber bei den Jungen ansetzten, das Eintrittsalter in die Arbeit zu senken https://de.indeed.com/karriere-guide/jobsuche/berufseinstieg-mit-30 sprich wer länger studiert, sollte dann nachweisen müssen daß sich daraus ein hochbezahlter Beruf ergeben wird, daß es sich für den Staat lohnt. "Orchideenfächer" die oft geradewegs in die Arbeitslosigkeit führen weil im Arbeitsleben praktisch nutzlos sollten nicht mehr staatlich gefördert werden. In anderen Ländern ist es auch üblich, daß für bestimmte oder sogar alle Studiengänge Gebühren erhoben werden, entweder man kann sich das leisten oder man muß schauen daß man so schnell wie möglich durchmarschiert, wenn man nicht drauf verzichten will, um die Kosten niedrig zu halten. Zielloses Herumgammeln kann bekanntlich auch unter dem Vorwand eines Studiums geschehen.
Zum Vergleich: es hat mal Zeiten gegeben (bis Anfang 20. Jahrhundert!) wo der Arbeitseintritt als Lehrling oder anderer Berufsanfänger mit 14 normal war. Heute ist die Schulbildung so getimt, daß die meisten Jugendlichen so mit 18 rum irgendeinen Mindest-Abschluß, Haupt- oder Realschule in der Tasche haben. Abitur kann bei Nicht-Überfliegern etwas länger dauern.
 
Das wundert ihn manchmal.
Es hat halt jeder einen anderen Lebensentwurf, und auch das Privatleben sieht bei jedem Menschen unterschiedlich aus. Ich denke, es gibt überall Menschen, die für ihren Beruf brennen und sehr viel Zeit investieren, aber auch Menschen, die z.B. ein breit gefächertes Interessensspektrum haben, das sich mit einem einzelnen Beruf gar nicht abdecken lassen würde.

Dazu kommen unterschiedliche private oder familiäre Verpflichtungen. Der eine hat z.B. pflegerische Aufgaben zu erledigen, der andere hat große Familie, der dritte lebt allein und hat viel Zeit, etc.

Deswegen würde ich sagen, dass man das halt nicht über einen Kamm scheren kann. Nicht alle können oder wollen so viel arbeiten, und nicht alle wollen nur wenig arbeiten.
 

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