Hallo zusammen,
wie ich euch hier schon berichtet habe, liegen bei mir schwere immer wiederkehrende Misshandlung im Kindesalter sprich vom 1,5 Jahren bis 4,5 Jahren vor.
Ich hatte mich kürzlich beim Jugendamt mal kundig gemacht bzgl. Akteneinsicht. Die mir wirklich zugewandte Jugendamtsmitarbeiterin (die mich früher auch betreut hat) sagte mir das sie sich gerne kundig macht in wie weit die Akten noch da sind.
Ca 2 Wochen später habe ich dann angerufen und nachgefragt. Sie sagte mir das die Aufbewahrungsfristen der unterschiedlichen Akten sprich Akten aus der leiblichen Eltern sowie die der Pflegeeltern
(in der ich mittlerweile seit über 30 Jahren bin -für mich die Rettung in buchstäblich letzter Minute - meine neue Familie war und ist ein Goldfund sprich ein 6er im Lotto was Liebe und Zuneigung betrifft)
gibt.
Die Akten der leiblichen Familie wären leider nicht mehr da bzw. aufgrund der langen Zeit (über 30 Jahre) vernichtet worden. Sie sagte aber gleich dazu das sie diese Frist selbst nicht versteht bzw. das viele Opfer (wo die Vergangenheit auch erst nach vielen Jahren wieder präsent und belastend wird) gerne auch mal in ihre Akten schauen würden.
Letztendlich war es nun so das ich einen Termin mit ihr ausgemacht habe jedoch nicht zur Einsichtnahme in die Akten sondern ich wollte gerne etwas aus meiner Vergangenheit wissen bzw. wie man von Jugendamtsseite das damals gesehen hat. Warum man eben die totalen Missstände (Misshandlungen etc.) erst so spät gesehen hat.
Sie sagte mir schon am Telefon das sie sich an meinen Fall noch sehr gut erinnern könne und sie wäre gern bereit mir ausführliche Auskunft darüber zu geben.
Ich also den Termin wahrgenommen und bin dann dort hin. Ich habe die Möglichkeit genutzt und meine Therapeutin mitgenommen. Der Grund dafür war einfach der das ich mir gedacht habe, dass ich das alleine aus psychischer Sicht nicht schaffe. War unterm Strich auch sehr gut das sie mitgekommen ist.
Letztendlich konnte mir die Mitarbeiterin wirklich bis ins kleinste Detail erzählen was sie noch wusste bzw. Sie wusste u.a. auch das deswegen so genau weil ihr von Seiten der leiblichen Familie sprich der TÄTER genau beschrieben wurde was sie mit uns gemacht haben.
Da musste ich erstmal schlucken denn DAS war mir bis dato unbekannt. Ich habe IMMER gedacht, dass diese schlimmen und quälenden Situationen nur ICH selbst kenne.
Sie wusste das deswegen so genau weil ihr meine leibliche Mutter genau erzählt hat was mein Vater gemacht hat wenn wir nicht auf Toilette gehen konnten (ich bin schwerbehinderte seit Geburt und hatte damals große Probleme) oder das ich Angst vor Wasser hatte (diese Situation will ich nicht beschreiben den sie ist mit absoluter Todesangst verbunden).
Warum hat die leibl. Mutter das gemacht? Die JA Mitarbeiterin konnte ein Vertrautheitsgefühl zu meiner Mutter aufbauen können. Meine leibl. Eltern waren damals sehr isoliert sprich keine Freunde, Außenkontakte etc. Von daher war eben meine Mutter und mein Vater sehr aufeinander bezogen bzw. es bestand schon eine gewisse Abhängigkeit zueinander.
Wie schon oben gesagt, schoss es aus meiner Mutter heraus und sie sagte was der Vater alles macht wenn ich in seinen Augen Fehler gemacht haben (Es waren keine Fehler sondern es war eine große Angst die ich besonders vor meinem Vater hatte).
Daraufhin setzte sich die Jugendamtsmitarbeiterin mit meinem Vater hin und fragte ihn ob das war wäre bzw. ob er das machen würde. Das bejate er volkommen begründete das mit SEINER Vergangenheit (völlig absurd). Er hatte keinerlei Unrechtbewusstsein. Deswegen erzählte er das scheinbar auch so frei.
Ganz wichtig ist nun:
Die Misshandlungen die stattgefunden haben wurden genau dokumentiert. Es wurde also aufgeschrieben was mir angetan wurde.
Interessant war noch, dass die Mitarbeiterin genau gesehen hat wie verängstigt ich gewesen bin und das ich wie versteinert in der Ecke gesessen habe. Sie wählte aber die Variante das sie NICHT gefragt hat warum es mir so geht (die Gefahr war zu groß das meine leibl. Mutter sie hätte rausgeschmissen hätte). Sie hat also nach diesen Auskünften von meiner Mutter und meinem Vater GENAU gewusst was mir Tag für Tag widerfahren tut bzw. was ich erleiden muss.
Daraufhin wurden SOFORT (nach ca 1 Tag) von Jugendamtsseite alle Maßnahmen ergriffen mich daraus zu holen. Was dann auch passiert ist (GOTT SEI DANK). Ich will das nicht tramatisieren aber ich glaube ich wäre heute schon Tod.
Ich musste das ganze erstmal verarbeiten und habe ihr dann gesagt das es mir, dank meiner Pflegefamilie sehr gut geht und das ich eine sehr gute Traumatherapeutin habe. Gleichzeitig sagte ich ihr das ich selbst weiss das ich an der Vergangenheit nichts verändern kann bzw. ich damit leben muss.
Sie selbst sagte mir das DIESER Fall dem (in sage mal vorsichtig) eigentlich dem ganzen Jugendamt bekannt sei weil er eben so dermaßen tramatisch gewesen ist.
Ich sagte ihr dann eben das ich aufgrund der Geschehenisse vom OEG Gebrauch machen würde (ich leide heute unter starken Ängsten, Zwängen und auch Panik - habe bereits mehrere Psychiatrische Kliniken durchlaufen) und das eben aufgrund der nun fehlenden Akten doch schwierig sei (Gerade die detailgenaue bzw. vom Jugendamt dokumentierte Darstellung der Misshandlungen die ja von meinen Eltern geschildert wurde.)
Sie sagte mir dann das SIE selbst sowie auch Mitarbeiter die mit diesem Fall betraut waren, volkommen hinter mir stehen was eben auch das Gespräch beim Gutachter angeht. Eine schriftliche Stellungnahme seitens des Jugendamtes und auch Hilfe in jeglicher Form die ich für mein Vorhaben benötige, kann ich im auf alle Fälle erwarten.
Jetzt frage ich mich natürlich wie ein Gutachter oder auch ein Richter damit umgehen WENN eben in " nur auf die Stellungnahme des Jugendamtes zurückgegriffen werden kann, (die Akte ist ja nicht mehr da).
So wie ich das bereits erfahren habe, sind ja im Hinblick auf das OEG, die Spätfolgen die aus der Gewalt entstanden sind ausschlaggebend oder?
Wie schon beschrieben habe ich Spätfolgen die ich u.a. auch belegen kann (Mehrere Aufenthalte in der Psychiatrie etc. + aktuelle Symptome wie Angst, Zwänge usw.)
Könnt ihr mir in meinem Fall und dem OEG etwas sagen?
Ich kann es verstehen das vielleicht einige von euch der Meinung sind das das Jugendamt nicht richtig gehandelt haben. Alles in allem kann ich aber sagen das es natürlich viel zu "spät" war als ich daraus geholt wurde ABER es ist jetzt so wie es ist UND nur so liegen dem Jugendamt sehr viele Informationen vor die mir evtl. helfen können (auch wenn das schriftliche nicht mehr da ist).
Jetzt bedanke ich mich ersteinmal das ihr das alles gelesen habt. Ich würde mich freuen wenn mir jemand von euch evtl. einen Rat geben könnte.
Ich wünsche euch allen (soweit möglich) ein schönes, sonniges und erholsames Wochenende.
wie ich euch hier schon berichtet habe, liegen bei mir schwere immer wiederkehrende Misshandlung im Kindesalter sprich vom 1,5 Jahren bis 4,5 Jahren vor.
Ich hatte mich kürzlich beim Jugendamt mal kundig gemacht bzgl. Akteneinsicht. Die mir wirklich zugewandte Jugendamtsmitarbeiterin (die mich früher auch betreut hat) sagte mir das sie sich gerne kundig macht in wie weit die Akten noch da sind.
Ca 2 Wochen später habe ich dann angerufen und nachgefragt. Sie sagte mir das die Aufbewahrungsfristen der unterschiedlichen Akten sprich Akten aus der leiblichen Eltern sowie die der Pflegeeltern
(in der ich mittlerweile seit über 30 Jahren bin -für mich die Rettung in buchstäblich letzter Minute - meine neue Familie war und ist ein Goldfund sprich ein 6er im Lotto was Liebe und Zuneigung betrifft)
gibt.
Die Akten der leiblichen Familie wären leider nicht mehr da bzw. aufgrund der langen Zeit (über 30 Jahre) vernichtet worden. Sie sagte aber gleich dazu das sie diese Frist selbst nicht versteht bzw. das viele Opfer (wo die Vergangenheit auch erst nach vielen Jahren wieder präsent und belastend wird) gerne auch mal in ihre Akten schauen würden.
Letztendlich war es nun so das ich einen Termin mit ihr ausgemacht habe jedoch nicht zur Einsichtnahme in die Akten sondern ich wollte gerne etwas aus meiner Vergangenheit wissen bzw. wie man von Jugendamtsseite das damals gesehen hat. Warum man eben die totalen Missstände (Misshandlungen etc.) erst so spät gesehen hat.
Sie sagte mir schon am Telefon das sie sich an meinen Fall noch sehr gut erinnern könne und sie wäre gern bereit mir ausführliche Auskunft darüber zu geben.
Ich also den Termin wahrgenommen und bin dann dort hin. Ich habe die Möglichkeit genutzt und meine Therapeutin mitgenommen. Der Grund dafür war einfach der das ich mir gedacht habe, dass ich das alleine aus psychischer Sicht nicht schaffe. War unterm Strich auch sehr gut das sie mitgekommen ist.
Letztendlich konnte mir die Mitarbeiterin wirklich bis ins kleinste Detail erzählen was sie noch wusste bzw. Sie wusste u.a. auch das deswegen so genau weil ihr von Seiten der leiblichen Familie sprich der TÄTER genau beschrieben wurde was sie mit uns gemacht haben.
Da musste ich erstmal schlucken denn DAS war mir bis dato unbekannt. Ich habe IMMER gedacht, dass diese schlimmen und quälenden Situationen nur ICH selbst kenne.
Sie wusste das deswegen so genau weil ihr meine leibliche Mutter genau erzählt hat was mein Vater gemacht hat wenn wir nicht auf Toilette gehen konnten (ich bin schwerbehinderte seit Geburt und hatte damals große Probleme) oder das ich Angst vor Wasser hatte (diese Situation will ich nicht beschreiben den sie ist mit absoluter Todesangst verbunden).
Warum hat die leibl. Mutter das gemacht? Die JA Mitarbeiterin konnte ein Vertrautheitsgefühl zu meiner Mutter aufbauen können. Meine leibl. Eltern waren damals sehr isoliert sprich keine Freunde, Außenkontakte etc. Von daher war eben meine Mutter und mein Vater sehr aufeinander bezogen bzw. es bestand schon eine gewisse Abhängigkeit zueinander.
Wie schon oben gesagt, schoss es aus meiner Mutter heraus und sie sagte was der Vater alles macht wenn ich in seinen Augen Fehler gemacht haben (Es waren keine Fehler sondern es war eine große Angst die ich besonders vor meinem Vater hatte).
Daraufhin setzte sich die Jugendamtsmitarbeiterin mit meinem Vater hin und fragte ihn ob das war wäre bzw. ob er das machen würde. Das bejate er volkommen begründete das mit SEINER Vergangenheit (völlig absurd). Er hatte keinerlei Unrechtbewusstsein. Deswegen erzählte er das scheinbar auch so frei.
Ganz wichtig ist nun:
Die Misshandlungen die stattgefunden haben wurden genau dokumentiert. Es wurde also aufgeschrieben was mir angetan wurde.
Interessant war noch, dass die Mitarbeiterin genau gesehen hat wie verängstigt ich gewesen bin und das ich wie versteinert in der Ecke gesessen habe. Sie wählte aber die Variante das sie NICHT gefragt hat warum es mir so geht (die Gefahr war zu groß das meine leibl. Mutter sie hätte rausgeschmissen hätte). Sie hat also nach diesen Auskünften von meiner Mutter und meinem Vater GENAU gewusst was mir Tag für Tag widerfahren tut bzw. was ich erleiden muss.
Daraufhin wurden SOFORT (nach ca 1 Tag) von Jugendamtsseite alle Maßnahmen ergriffen mich daraus zu holen. Was dann auch passiert ist (GOTT SEI DANK). Ich will das nicht tramatisieren aber ich glaube ich wäre heute schon Tod.
Ich musste das ganze erstmal verarbeiten und habe ihr dann gesagt das es mir, dank meiner Pflegefamilie sehr gut geht und das ich eine sehr gute Traumatherapeutin habe. Gleichzeitig sagte ich ihr das ich selbst weiss das ich an der Vergangenheit nichts verändern kann bzw. ich damit leben muss.
Sie selbst sagte mir das DIESER Fall dem (in sage mal vorsichtig) eigentlich dem ganzen Jugendamt bekannt sei weil er eben so dermaßen tramatisch gewesen ist.
Ich sagte ihr dann eben das ich aufgrund der Geschehenisse vom OEG Gebrauch machen würde (ich leide heute unter starken Ängsten, Zwängen und auch Panik - habe bereits mehrere Psychiatrische Kliniken durchlaufen) und das eben aufgrund der nun fehlenden Akten doch schwierig sei (Gerade die detailgenaue bzw. vom Jugendamt dokumentierte Darstellung der Misshandlungen die ja von meinen Eltern geschildert wurde.)
Sie sagte mir dann das SIE selbst sowie auch Mitarbeiter die mit diesem Fall betraut waren, volkommen hinter mir stehen was eben auch das Gespräch beim Gutachter angeht. Eine schriftliche Stellungnahme seitens des Jugendamtes und auch Hilfe in jeglicher Form die ich für mein Vorhaben benötige, kann ich im auf alle Fälle erwarten.
Jetzt frage ich mich natürlich wie ein Gutachter oder auch ein Richter damit umgehen WENN eben in " nur auf die Stellungnahme des Jugendamtes zurückgegriffen werden kann, (die Akte ist ja nicht mehr da).
So wie ich das bereits erfahren habe, sind ja im Hinblick auf das OEG, die Spätfolgen die aus der Gewalt entstanden sind ausschlaggebend oder?
Wie schon beschrieben habe ich Spätfolgen die ich u.a. auch belegen kann (Mehrere Aufenthalte in der Psychiatrie etc. + aktuelle Symptome wie Angst, Zwänge usw.)
Könnt ihr mir in meinem Fall und dem OEG etwas sagen?
Ich kann es verstehen das vielleicht einige von euch der Meinung sind das das Jugendamt nicht richtig gehandelt haben. Alles in allem kann ich aber sagen das es natürlich viel zu "spät" war als ich daraus geholt wurde ABER es ist jetzt so wie es ist UND nur so liegen dem Jugendamt sehr viele Informationen vor die mir evtl. helfen können (auch wenn das schriftliche nicht mehr da ist).
Jetzt bedanke ich mich ersteinmal das ihr das alles gelesen habt. Ich würde mich freuen wenn mir jemand von euch evtl. einen Rat geben könnte.
Ich wünsche euch allen (soweit möglich) ein schönes, sonniges und erholsames Wochenende.