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Meine Tochter ritzt

  • Starter*in Starter*in Salamanderin
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    tochter
Hallo Salamandarin, ich finde es toll, dass Du und Deine Tochter nun gemeinsam den Weg geht.
Ich bin mit meiner Tochter auch gemeinsam den Weg gegangen. Allerdings hat es auch ne Weile gedauert,bis sie dann soweit war um zu begreifen,dass sie eine Therapie braucht. Es war eine schwere Zeit für mich mit ansehen zu müssen dass wieder neue Wunden hinzu gekommen sind. Wir sind damals zu unserer Hausärztin gegangen. Zu dieser hatte meine Tochter vertrauen. Es war ein sehr gutes Gespräch- sie hatte sich persönlich darum bemüht, dass wir so schnell als möglich einen Therapieplatz bekamen. Meine Tochter war 4 Monate in einer Tagesklinik. Dort hat sie viel gelernt. Ich natürlich auch, denn ich habe versucht zu ergründen wo ihre Selbstaggression herkommt. So höre ich mittlerweile genau zu was meine Tochter sagt u. beobachte sehr genau ihre Reaktionen auf gesagtes von mir. Sie versteht manches ganz anders als gemeint- da muss ich das Pferd dann nochmals anders aufzäumen. Und sei es nur mit der Frage- was hast Du eben verstanden. Dann kann sofort aufgeklärt und richtig erklärt werden. Obwohl sie mittlerweile nicht mehr bei mir wohnt (sie ist 19) dieses Nachfragen hab ich beibehalten. Wir telefonieren täglich und sie erzählt mir wie ihr Tag war. Ihre Therapie ist nun 4 Jahre zurück-aber ich habe immer die Angst vor einem Rückfall. Denn Salamanderin- Heilung dafür gibt es nicht. Ich drücke Euch beiden ganz fest die Daumen und viel Kraft.
Liebe Grüße Mildred
 
Ich habe es meiner Mutter unter Tränen gestanden weil ich mich so alleine fühlte.Sie hat mich im ertsen moment nicht ernst genommen und gemeint ich sollte mit dem psycho kram aufhören. Naja wir verstehen uns auch so nicht sehr gut. Ich habe dann etliche Therapeuten angerufen und nach dem 20 anruf hat sich eine bereit erklärt mich kennen zu lernen. Ich bin jetzt immer noch bei ihr und hinterher fühle ich mich immer so als ob ich Bäume ausreißen könnte. Das hält so lange an bis ich wieder zu hause bin. Dann bin ich wieder depressive. Ich wünsche euch viel erfolg
Lg
 
lütte meinte:
hallo nochmal
@ chim!
jetzt mal mal nicht den teufel an die wand!
nur wiel man ritzt hat man nicht gleich borderline! mach salamanderin doch keine angst!
ihre tochter kann auch "nur" depressionen haben und/oder probleme mit denen sie nit fertig wird. manche machens auch "Nur so", aber die wollen dann meistens auch keine hilfe, weil sie das ritzen nciht als probelm sehen...
naja gute nacht erstmal


Hi Lütte,

Ich mal den Teufel nich an die Wand! Ich bin ebenfalls deiner MEinung, dass man nich gleich Borderliner ist, wenn man ritzt!!! Es ist nur so, dass die Ärzte das sofort behaupten! Lies den Beitrag nochmal, dann siehst du, das ich deiner MEinung bin ;-)

Gruß, Chim
 
Hallo Salamanderin,

Erstmal schließ ich mich meinen Vorrednern an. Gut das du es rausgefunden hast. Viele Eltern bekommen gar nichts mit und selbt dafür muss man sich weder schämen noch Vorwürfe machen. Wir alle sind gut darin etwas zu verbergen, wenn wir es wirklich wollen.

Ich glaube diese Seite enthält wichtige und gute Informationen für euch: http://www.rotelinien.de/ .

Was ich dir noch ans Herz legen will ist, dass du auch auf deine Gefühle achtest. Ich sehe, dass du deine Tochter liebst, merke es in deinen Worten hier im Forum. Trotzdem wird es vielleicht - muss nicht, kann - Momente geben, in denen dich Hilflosigkeit einholt. In denen du wütend ja sogar agressiv gegenüber deiner Tocher wirst.

zum Beispiel: Du hast mit ihr ausgemacht, dass es nicht mehr passiert und plötzlich ist es doch wieder vorgekommen. Da weiß man einfach nicht mehr was man noch machen soll.

Wenn Hilflosigkeit, Wut und Agression bei dir hoch kommen, dann denke daran es ist normal! Man braucht sich dafür weder verstecken, noch dafür schuldig zu fühlen.
Damit musst du dich dann auseinander setzen und dafür ist es wichtig ein Umfeld zu haben, mit dem man darüber reden kann. Auch Rücksprache mit der Therapeutin deiner Tochter hälst. Vielleicht wäre das möglich?
Was ist mit Selbsthilfegruppen bei euch vor Ort? Es ist schon oft gut, wenn man einfach nur merkt, man ist nicht alleine.

Ich denke, ich erzähle dir nicht wirklich was Neues (-: .

bis denne
Sianus
 
Hallo Sianus und alle anderen,
ich habe meine Tochter ganz einfach gefragt, wie ich nun mit ihr umgehen soll, hab ihr auch erzählt, dass ich unsicher bin und auch Angst habe und nicht genau weiß, wie ich ich manchen Situationen reagieren soll. Wir haben uns erstmal drauf geeinigt, dass wir uns beide weiterhin schrecklich anmeckern dürfen, wenn uns danach ist. Die Luft reinigt sich dadurch ja auch. Was wir beide glaub ich am wenigsten abkönnen, ist, so umeinander rumzuschleichen ohne wirklich was miteinander zu tun zu haben.
Und ich bin es von ihr gewohnt, dass Dinge, die wir ausmachen, nicht eingehalten werden. Deshalb muss es auch weiterhin krachen bei uns, sonst platze ich. Vielleicht lernt sie ja auch krachen, ist vielleicht einfacher als selbstverletzendes Verhalten oder weglaufen.
Danke nochmal

Salamanderin
 
klingt vieleicht blöd, aber das hilft nicht. Ich streite mich mit meiner Mutter nicht, weil ich eh den kürzeren ziehen würde.Es bringt nichts. Trotzdem schön das du es ihr gesagt hast. Vielleicht solltest du einfach versuchen eine Mutter und Freundin für sie sein. Sei für sie da wenn sie dich braucht, denn das ist meine Mutter nicht. Verlange auch nicht das sie dir ihre Wunden zeigt.Das wäre das schlimmste was meine Mutter tun könnte. Meine Mutter macht viele Fehler, die ich ihr jetzt im moment nicht verzeihen könnte. Ich hoffe ihr schafft es. Was gibt es für einen Grund, das deine Tochter sich ritzt??? Schon mal darüber gesprochen???Meine Mutter weiß es, aber in der Familie wird da nicht drüber Gesprochen. Ich wünsche euch viel Glück
 
Salamanderin meinte:
Hallo,

meine Tochter (15) ritzt, schon längere zeit, das habe ich am Wochenende herausgefunden. Nach einem langen Gespräch ist meine Tochter bereit, mit mir gemeinsam den Weg zu gehen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Nun weiß weder ich noch sie, wie wir an adäquate Hilfe kommen. Kann mir wohl jemand sagen, an wen wir uns da wenden müssen, um Hilfe zu bekommen?

Im voraus schonmal danke

Salamanderin


Ritzen überdeckt den seelischen Schmerz etwas.---Kaltes Duschen, Jogging über mehr als 10 km, der Schmerz beim Hanteltraining ,Chillis essen sind gesellschaftlich anerkanntere Ablenker von seelischen Schmerzen.
Das ritzen ist nicht so schlimm- die grausamen seelischen Schmerzen, die dahinterstehen , sind das....gehen die seelischen Schmerzen weg, wird das Ritzen von selber überflüssig
(ich habe mir als Kind selber heftige Bisswunden zugefügt)
 
Hallo Gast,
ich muss sagen das was du da aufschreibst hat bei mir kein bisschen geholfenll. Ich habe alles mögliche ausprobiert: Joggen bis zu 10 km, Eiswürfel in die Hand, Gummi band ums Handgelenk, Gemalt, Telefoniert etc. Es hat alles nichts gebracht. Wenn du aber noch ein paar Tipps hast wäre ich begeistert. Danke
 
Gast meinte:
Ritzen überdeckt den seelischen Schmerz etwas.---Kaltes Duschen, Jogging über mehr als 10 km, der Schmerz beim Hanteltraining ,Chillis essen sind gesellschaftlich anerkanntere Ablenker von seelischen Schmerzen.
Das ritzen ist nicht so schlimm- die grausamen seelischen Schmerzen, die dahinterstehen , sind das....gehen die seelischen Schmerzen weg, wird das Ritzen von selber überflüssig
(ich habe mir als Kind selber heftige Bisswunden zugefügt)


Hallo Gast,
ich glaube kaum, dass meiner Tochter geholfen ist, wenn ich sie unter die kalte Dusche stelle oder wenn ich ihr Chillis aufnötige, ebensowenig würde sie bereit sein, 10km zu joggen oder mit Hanteln zu trainieren. Diese Dinge sollten nur für Momentaufnahmen eingesetzt werden, sie ersetzen keine therapeutische Hilfe. Es geht auch in keinster Weise darum, gesellschaftlich anerkannt zu sein, sondern darum, meine Tochter zu unterstützen, sich keine Wunden mehr zufügen zu müssen. Und ich bin nicht bereit, so lange zu warten, bis das vielleicht irgendwann von alleine aufhört oder aber sich in irgendetwas steigert, was noch katastrophalere Ausmaße annehmen kann.
Dennoch danke
Salamanderin
 
Liebe Salamanderin,

gibt es bei Dir in der Nähe einen sozialpsychiatrischen Dienst von der Caritas??? Dort gibt es oft super gute Psychologen. Die helfen auch kostenlos. Ich bin selbst bei einem und habe manchmal auch schon geritzt, obwohl ich schon fast 40 bin. Seit 5 Monaten bin ich in Therapie und seit ca 3 Monaten ritze ich nicht mehr.

Hoffe, es war kein blöder Tipp.

Elfenstaub

Salamanderin meinte:
Hallo Gast,
ich glaube kaum, dass meiner Tochter geholfen ist, wenn ich sie unter die kalte Dusche stelle oder wenn ich ihr Chillis aufnötige, ebensowenig würde sie bereit sein, 10km zu joggen oder mit Hanteln zu trainieren. Diese Dinge sollten nur für Momentaufnahmen eingesetzt werden, sie ersetzen keine therapeutische Hilfe. Es geht auch in keinster Weise darum, gesellschaftlich anerkannt zu sein, sondern darum, meine Tochter zu unterstützen, sich keine Wunden mehr zufügen zu müssen. Und ich bin nicht bereit, so lange zu warten, bis das vielleicht irgendwann von alleine aufhört oder aber sich in irgendetwas steigert, was noch katastrophalere Ausmaße annehmen kann.
Dennoch danke
Salamanderin
 

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