Ich würde dort jedenfalls morgen alles auf eine Karte setzen und schonungslos offen sein. Dazu gehört zu sagen, dass du definitiv nicht mehr kannst und nicht mehr willst und darauf zu bestehen, dass das schriftlich festgehalten wird. Genauso auszusagen, wie unerträglich es mit deiner Tochter zu Hause gelaufen ist, das du sie aus reiner Verzweiflung wieder aufgenommen hast, das aber nicht funktioniert. Hier wäre gut gewesen, von ihrem Gebrüll eine Tonaufnahme vorzuspielen - ich vermute, dass es leider keine gibt, richtig? Auch dass sie dir immer wieder mit Suizid droht, du selber aber genauso weit bist. Ich würde nichts unversucht lassen und darauf beharren, dass für sie bei dir kein Platz mehr ist. Man kann dich nicht zwingen, ihr die Tür zu öffnen.
Ich frage mich übrigens auch, ob du deine Interessen nicht auch rechtlich gegen die Stadt vertreten lassen könntest, so dass sich jemand für dich stark machen kann, da du selber doch gar keine Energie mehr hast.
Ich glaube, hier wurde auch schon mal die Frage nach der Schulpflicht gestellt - hab ich die Antwort überlesen? Auch das Thema gehört aufs Tapet, genauso wie ihre Tendenzen zur hygienischen Verwahrlosung. Ich würde wirklich alles raushauen, um deine Lage zu verdeutlichen. Zurückhaltung jeglicher Art wäre völlig kontraproduktiv und würde dich nur in die nächste Frustschleife führen.
Schlimm, was ihr beide durchmacht. Bzgl. deiner Tochter fühle ich total ambivalent: Einerseits unerträglich, was sie auf deine Kosten auslebt. Ich könnte verstehen, wenn du vielleicht sogar Hassgefühle entwickelst. Andererseits kann sie mit diesem Leben doch auch nicht zufrieden sein, ist wahrscheinlich völlig hoffnungslos und sieht kein Licht. Ihr braucht beide dringend Hilfe, allerdings absolut getrennt voneinander... auch räumlich.