A
Anni57
Gast
Hallo, ich bin eine verzweifelte Mutter (57), die sich große Sorgen um die Zukunft ihrer Tochter (27) macht. Meine Tochter ist im Grunde weder dumm noch faul, nur leider hat sie eine etwas eigene Art an sich, die in keinster Weise negativ ist, aber dennoch fühlen sich wohl viele dadurch provoziert oder abgelehnt.
Sie hat mit 23die FH-Reife nachgemacht (davor nur Schule, einige male sitzengeblieben und diverse Praktika) und danach ein einjähriges Praktikum in einer Werbeagentur absolviert. Ihr wurde dort auch eine Ausbildung angeboten, doch sie lehnte ab, da sie vom Chef in dem Jahr massiv sexuell belästigt wude, sich aber nicht getraut hat, zu wehren.
Sie bekam dann anderweitig eine Ausbildungsstelle - dort hat sie nach 3 Monaten gekündigt, weil sie von ihren Kolleginnen nicht akzeptiert wurde. Kam oftmals heulend nachhause und hat erzählt, wie sie dort behandelt wird und dass sie damit nicht klarkommt. Gut, dachte ich mir, wenn es nicht passt, dann passt es einfach nicht. Nachdem sie vom Hausarzt zu einem Psychologen überwiesen wurde und dort auch ein Jahr lang in Behandlung war, fand sie eine neue Ausbildungsstelle.
Im zweiten Betrieb war es aber leider dasselbe, auch hier wurde sie extrem gemobbt, obwohl sie sich anstrengte (glaube ich ihr auch) und wurde dann in der Probezeit gekündigt, weil sie angeblich nicht ins Team passte.
Sie ist jetzt 27 und hat bisher noch keine Ausbildung, das allein belastet mich schon sehr und sie auch, da sie nicht nachvollziehen kann, was an ihr so verkehrt ist. Im Moment macht sie eine schulische Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin, doch da diese nur ein Jahr dauert, glaube ich kaum, dass sie danach großartige Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben wird, obwohl ihre Noten sehr gut sind (Halbjahreszeugnis keine schlechtere Note als 2,0).
Ich weiß, dass sie mit 27 längst auf eigenen Beinen stehen müsste, aber ich bin nunmal ihre Mutter und mache mir Sorgen, da mein Mann und ich ja auch nicht mehr die jüngsten sind und er zudem herzkrank ist. Er bekommt nur eine kleine Rente, mit der wir gerade so über die Runden kommen.
die Sorge, dass meine Tochter mal auf der Straße landen wird, wenn wir nicht mehr da sind, um sie zu unterstützen, lässt mich nächtelang wachliegen. Es ist alles so aussichtslos und ich bete wirklich jeden Tag, dass sie nach ihrem Abschluss eine Arbeit finden wird, wo sie akzeptiert und respektiert wird, sodass ich mir keine Gedanken mehr machen muss. Ich weiß auch nicht so recht, welchen Rat ich mir erhoffe. Vielleicht hat ja jemand ein paar aufbauende, nüchterne, zuversichtliche oder auch strenge Worte für mich übrig.
Liebe Grüße
Anni
Sie hat mit 23die FH-Reife nachgemacht (davor nur Schule, einige male sitzengeblieben und diverse Praktika) und danach ein einjähriges Praktikum in einer Werbeagentur absolviert. Ihr wurde dort auch eine Ausbildung angeboten, doch sie lehnte ab, da sie vom Chef in dem Jahr massiv sexuell belästigt wude, sich aber nicht getraut hat, zu wehren.
Sie bekam dann anderweitig eine Ausbildungsstelle - dort hat sie nach 3 Monaten gekündigt, weil sie von ihren Kolleginnen nicht akzeptiert wurde. Kam oftmals heulend nachhause und hat erzählt, wie sie dort behandelt wird und dass sie damit nicht klarkommt. Gut, dachte ich mir, wenn es nicht passt, dann passt es einfach nicht. Nachdem sie vom Hausarzt zu einem Psychologen überwiesen wurde und dort auch ein Jahr lang in Behandlung war, fand sie eine neue Ausbildungsstelle.
Im zweiten Betrieb war es aber leider dasselbe, auch hier wurde sie extrem gemobbt, obwohl sie sich anstrengte (glaube ich ihr auch) und wurde dann in der Probezeit gekündigt, weil sie angeblich nicht ins Team passte.
Sie ist jetzt 27 und hat bisher noch keine Ausbildung, das allein belastet mich schon sehr und sie auch, da sie nicht nachvollziehen kann, was an ihr so verkehrt ist. Im Moment macht sie eine schulische Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin, doch da diese nur ein Jahr dauert, glaube ich kaum, dass sie danach großartige Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben wird, obwohl ihre Noten sehr gut sind (Halbjahreszeugnis keine schlechtere Note als 2,0).
Ich weiß, dass sie mit 27 längst auf eigenen Beinen stehen müsste, aber ich bin nunmal ihre Mutter und mache mir Sorgen, da mein Mann und ich ja auch nicht mehr die jüngsten sind und er zudem herzkrank ist. Er bekommt nur eine kleine Rente, mit der wir gerade so über die Runden kommen.
die Sorge, dass meine Tochter mal auf der Straße landen wird, wenn wir nicht mehr da sind, um sie zu unterstützen, lässt mich nächtelang wachliegen. Es ist alles so aussichtslos und ich bete wirklich jeden Tag, dass sie nach ihrem Abschluss eine Arbeit finden wird, wo sie akzeptiert und respektiert wird, sodass ich mir keine Gedanken mehr machen muss. Ich weiß auch nicht so recht, welchen Rat ich mir erhoffe. Vielleicht hat ja jemand ein paar aufbauende, nüchterne, zuversichtliche oder auch strenge Worte für mich übrig.
Liebe Grüße
Anni