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Meine Schwester ganz unten - Hilflos

Ich kann nur noch hinzufügen, das ich nach dem Vorfall aus meiner WG ausgezogen bin, mir neue Freunde gesucht habe und habe alles meiner Freundin anvertraut und war dann für 1-2 Monate bei der Caritas. Da hab ich an einem Programm teil genommen.

Es ist Fakt, das Drogenabhängige auch krank sind. Natürlich kann man helfen. Nur man muss es schließlich auch selber wollen.
Ein Teil von mir denkt schon, wäre dieser Horrortrip nie passiert, hätte ich weiterhin Drogen genommen. So hat quasi dieser schlimme Tag dafür gesorgt das ich Clean bin. Stolz bin ich darauf aber nicht. Ich wünsche mir von Herzen das ich Die Zeit zurück drehen könnte und weder meine Schwester noch ich hätten nie mit drogen überhaupt angefangen.
 
Ob es hier jemand lesen möchte oder nicht ... ich schreibe es mir einfach von der Seele..

Meine Schwester hat nun meines Erachtens ihren Tiefpunkt erreicht. Beziehungsweise dachte ich schon der wäre vor 6/7 Monaten erreicht worden. Egal. Tiefer geht ja irgendwie immer.

Meine Schwester hat nun neue Freunde.
Ubd zwar die Kirchen Penner in der Stadt.
Ubd die sind Stadt bekannt und ASSI.
UND meine Schwester hat sogar ein neues Hobby.
SHORE RAUCHEN.
Wer nicht weiss was shore ist, es ist ein anderes Wort für Heroin.
Sie sieht aus wie ein Zombie...sie sieht aus wie aus einen schlechten Horrorstreifen oder wie aus einen schlimmen Albtraum.
Niemals hätte ich gedacht das meine Schwester so endet. Niemals.
Das sie soweit sinken kann. Und keine Kraft mehr hat zu kämpfen.

Sie bleibt für mich immer meine Schwester. Meine witzige, unbeschwerte große Schwester.
Mir tut es im Herzen weh.
Ich kann ihr nicht helfen.
Niemand kann ihr helfen.
In meinem Kopf rauscht es.
Entweder ist sie dem Tod so nahe oder landet mit "Glück " im Gefängnis.
Ich denke sie stirbt.
Ich weiss es nicht.
Meine Mutter kann nicht los lassen.
Sie fährt durch die Straßen und sucht sie.
Vergebene Mühe.
Sie zerreißt sich, aber helfen kann sie auch nicht.
 
Das ist sehr traurig.

Wenn Leute ganz unten sind, holen sich viele endlich mal Hilfe oder sie sterben.

Die Schwester in eine geschlossene Psychiatrie zu bringen (möglichst in eine gute ) ist das Einzige was man tun kann.
Auch wenn die anderen Psychiatrie Besuche bisher erfolglos waren.
 
Ich weiß nicht was brutaler ist: dass die Schwester in so einem schlimmen Zustand ist oder dass man total machtlos ist und nicht helfen kann.
Man kann nur hoffen, dass es bei ihr auch irgendwann mal "klick" macht wie bei Dir, aber so wie Du das beschreibst ist das wohl leider nicht abzusehen.
Was kann man noch machen? Sie gegen ihren Willen einweisen lassen (sofern das rechtlich überhaupt möglich ist)? Wie lange soll das gutgehen, wenn sie nicht selbst einsieht, dass sie ihr Leben komplett ändern muss?

Wie es mit Deiner Schwester auch ausgehen mag, ich wünsche euch viel Kraft, damit umzugehen.
 
Liebe Charlie,

Du und Deine Mutter tun mir so unendlich leid. Aber glaube mir, Ihr steht nich alleine da und das tröstet vielleicht ein wenig.

Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Mein Sohn (32) hat in den letzten 6 Jahren sein ganzes Leben verspielt. Im März wurde seine Wohnung zwangsgeräumt. Wir haben nicht zugelassen, dass er bei uns eingezogen ist und so stand er auf der Sraße. Zu dieser Zeit hatte ich mein Hndy zum Selbstschutz für meinen Sohn auch geblockt. Nach 3 Monaten hier mal schafen, dort mal schlafen und auch Übernachtung "Unter der Brücke" kam er zu uns und wir haben ihn wieder aufgenommen. Er musste diese Erfahrung machen. Diese Woche zieht er mit unserer Hilfe in seine neue Wohnung ein und ich bin davon überzeugt, dass er es nie wieder dazu kommen lässt, dass er obdachlos wird.

Im Grunde war es bei Dir ja nicht anders. Du bist auch erst wach geworden, als Du ganz unten warst und das gleich 2 mal.

Gebt die Hoffnung bitte nicht auf, dass auch Deie Schwester noch wach wird. Wahrscheinlich hat sie ihren Tiefpunkt einfach noch nicht erreicht. Lauft ihr nicht hinterher, aber seid für sie da, wenn sie zu Euch kommt und um Hilfe bittet.

Mehr könnt ihr nicht tun.

Ich schicke Euch gaaaaaanz viel Kraft. Ihr schafft das!!!!

Eure Leuchtfeuer
 
Zuletzt bearbeitet:
VIELEN DANK !

Ich rede meiner Mutter auch immer zu.
Ich hoffe sie bleibt stark und ich habe wieder mit meinem Krafttraining angefangen um den Kopf frei zu bekommen und mache meine Atem Übungen bevor ich vor lauter Angst um meine Schwester wieder keine Luft mehr kriege.

Für mich gibt es keinen Gott aber dennoch bete ich das meine Schwester bald die Augen öffnet und stark ist .

Ich habe mit 27 Jahren noch keinen Menschen beerdigen müssen, bzw. war noch nie auf einer Beerdigung eines Familienmitglied. .. nur meine Opas sind Tod. Aber damals war ich noch viel zu jung um das zu begreifen.
Selbest meine UROMA lebt noch mit 92 Jahren.
Ich erwische mich unter Tränen ob es doch nicht besser wäre wenn Gott sie zu sich holt. Vielleicht leidet sie dann nicht mehr .
Ich verabscheue aber diesen Gedanken.

Es tut so gut diese Dinge nieder zu schreiben meinen Gedanken luft zu machen .
 
Ich glaube schon das es, da was gibt, wie es auch immer heißen mag.

An Kirchen und so glaube ich nicht das sind alles vereine die angst haben das ihnen die Mitglieder verloren gehen, die halten dich dumm, und machen dir Angst damit du gehorsam bist.
 
Ja irgendwie muss es was geben. Man nenne es Gott oder der Herr im Himmel.
Ich persönlich glaube an das Schicksal.
In meinem Leben sind Dinge passiert die passieren mussten damit ich jetzt da bin wo ich bin. Denn ohne gewisse Einschläge oder Ereignisse hätte ich nicht meine wunderbare Frau kennengelernt oder wäre heute nicht clean.
Also alles passiert weil es passiere muss....so denke ich .
 
Ich denke auch, dass der Kontaktabbruch in solch einem Fall (wenn sich jemand nicht helfen lassen will) für den eigenen Selbstschutz wichtig ist.

Weisst du warum deine Schwester so wurde, Sarnade ?
 
Es ist sehr traurig, dass solch ein Mensch so weit unten landet wie deine Schwester und die Schwester vom TE.

Ich denke, dass beide Mädchen frühkindliche Traumatisierungen hatten (es wird deutlich wie du ihre
Kindheit beschreibst ) und diese psychischen Störungen nicht rechtzeitig ernst genommen und erkannt wurden.

Irgendwann wird solch eine psychische Störung (wegen dieser schlimmen und verdrängten Kindheitserlebnisse ) zum Selbstläufer und die psychische Störung und das Depressionsgefühl verstärkt sich.

Wenn im Unterbewusstsein soviel verdrängt wird, entsteht oft eine Sucht.

Ich habe auch solch eine sehr kluge Schwester mit so einem ähnlichen Lebensweg.

Das Schlimme ist, dass sich diese beiden klugen Mädchen nicht helfen lassen, lieber in ihrer selbstzerstörerischen
Verdrängungs-Suchtwelt bleiben und nichts für sich selber tun.

Ich habe auch eine sehr kluge gebildete Schwester und einen Halbbruder mit einem ähnlichen Lebensweg.
Mein anderer Halbbruder brachte sich als Kind um.

Eine rechtzeitige Therapie und der Absprung von der Familie wäre für meine Geschwister so sehr wichtig gewesen... so wie ich es tat.
 
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