Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

meine mutter tyrannisiert mich (32), komme nicht von ihr weg

  • Starter*in Starter*in Hannah32
  • Datum Start Datum Start
H

Hannah32

Gast
hallo,

ich bin w, 32 und habe ein großes problem: meine überdominante mutter. durch ihre erziehung (ängstlich-überfürsorglich) habe ich keinerlei selbstbewusstsein erfahren. mir wurde immer alles abgenommen, ich musste - auch im teenager-alter - nie was alleine regeln und mir wurde nie etwas zugetraut.

dementsprechend schwach war mein selbstbewusstsein ausgeprägt und ich konnte mich nie für etwas entscheiden. ich wusste auch nie (bis heute nicht), welcher beruf eigentlich zu mir passt. als ich meiner mutter vor etwa 10 jahren mal sagte, ich wolle visagistin werden, brüllte sie mich an und beleidigte mich, was für eine oberflächliche verzogene göre ich sei und redete dann 2 tage nicht mehr mit mir.

sie machte mich quasi im nachhinen verantwortlich, dass ich nicht die kraft habe, irgendwas durchzuziehen und immer gleich einknicke und das handtuch werfe, weil sie mir keinerlei selbstwertgefühl vermitteln konnte. das ganze zieht sich wie ein roter faden durch mein leben.

in der schule sowie in der ausbildung habe ich nur mobbing erfahren - vermutlich, weil ich einfach das perfekte opfer darstellte. ich habe dann jedesmal aufgegeben und bin nicht mehr hingegangen, habe 2 ausbildungen deswegen abgebrochen. mein ganzes leben laufe ich im grunde schon weg, weil mir einfach die kraft für alles fehlt. ich glaube auch, dass ich depressionen habe.
wenn ich früher dann immer weinend nachhause kam, stand meine mutter nie hinter mir. sie drohte mir, mich rauszuwerfen, wenn ich nicht mehr hingehe (hat sie natürlich nicht getan) und beleidigte mich, ich sei doch selber schuld an alledem, sie würde mit "so einer" wie mir auch nichts zu tun haben wollen.

seit einem jahr habe ich einen befristeten teilzeitjob bei einer zeitarbeitsfirma, der sehr schlecht bezahlt ist, aber ich finde nichts anderes. ich kann ja schon froh sein, dass ich diesen überhaupt bekommen habe. meine eltern unterstützen mich daher monatlich mit geld, was ich aber nie erbeten habe. heißt, meine mutter überweist mir von sich aus monatlich einen gewissen betrag und erzählt mir hinterher, ob mir eigentlich klar wäre, was ich ihnen antue. so alt und so unselbstständig zu sein etc.pp., ich würde ihnen das geld aus der tasche ziehen und wäre zudem noch frech und unverschämt.

dazu muss man wissen, dass meine mutter eigentlich nichts anderes mehr kennt als mich zu beleidigen. je älter ich werde, umso schlimmer wird es. vermutlich, weil ihr erst jetzt bewusst wird, dass sie in ihrer erziehung komplett versagt hat.

sie beleidigt und beschimpft mich, wann immer sie mich zu greifen bekommt. ich sei faul, weil ich keinen besseren job habe. wahrscheinlich würde man mich dort ja eh bald rausschmeißen, weil ich zu dumm und zu bequem für alles bin. ich werde ein sozialfall, mit dem keiner was zu tun haben will, weil ich ja so ein unmöglicher mensch sei.
im gleichen moment wirft sie mir vor, dass sie nicht "normal" mit mir reden könne - sie erwartet, dass dies möglich ist, nachdem sie mich nur beleidigt und runtergemacht hat.

auch vor fremden stichelt sie immer nur gegen mich. ich habe mich kürzlich mit der mutter einer ehemaligen schulfreundin unterhalten, die bald heiraten wird. sie fragte mich dann, wann es denn bei mir soweit sei, woraufhin meine mutter ihr ins wort fiel "die braucht erstmal einen richtigen job, die hat doch eh kein geld für eine hochzeit!"
egal um was es geht, es kommen von ihr ausschließlich abfällige und respektlose kommentare.

das problem ist auch, dass ich in ihrer wohnung wohne, die sie quasi an mich vermietet hat und ich dementsprechend wenig miete zahlen muss. so hat sie mich nach wie vor in der hand. manchmal wünsche ich mir einfach nur, tot zu sein.
ich sehe leider absolut keinen ausweg mehr aus dieser situation.
 
Vereinfacht gesagt: Ein etwas besser bezahlter Job und eine kleine 1-Zimmer-Wohnung o.ä.

Gibt es da wirklich gar keine Möglichkeiten für dich und eine selbstbestimmte Zukunft?

LG Brille
 
Wenn Du Dir für Zeitarbeit nicht zu schade bist ...,
diese Ausbeuterfirmen gibt es in jeder Stadt, in jedem Bundesland wie Sand am Meer.

Bewirb Dich in einer anderen Stadt, in einem anderen Bundesland - gehe meilenweit von zu Hause weg.
Da Du schon eine zeitlang arbeitest hast Du Anspruch auf Mindestlohn.
Suche Dir eine vernünftige 2-Zi-Wohnung.
Du hast Anspruch auf Wohngeld nach dem WoGG, oder Du läßt Deinen Lohn vom Jobcenter aufstocken (nach dem SGB 2). Das eine schliesst das andere aus. Musst Du Dir durchrechnen, was für Dich günstiger ist.

Werde frei!
Und halte erstmal Abstand von Deiner Mutter, bis Deine seelischen Wunden vernarbt sind.
 
Hallo Hannah,

es gibt einen Weg da raus.
Schau Dich um, wo Du an einem anderen Ort bei einer Zeitarbeitsfirma unterkommen kannst, such Dir eine kleine, preiswerte Wohnung und hol Dir alle staatlichen Hilfen, die Dir zustehen. Such Dir ärztliche Unterstützung gegen die Depressionen.
Und halte Abstand zu Deiner Mutter... ich bin mir ziemlich sicher, dass es Dir ohne ihre "aufmunternden Tritte ins Kreuz" bald besser gehen wird und Du dann in allen Bereichen entspannter und unbelasteter leben kannst und nach und nach auf Beihilfe verzichten und Dir einen vernünftig bezahlten Job suchen oder vielleicht noch eine Ausbildung machen kannst.

Es ist erstmal beängstigend, solche Schritte zu gehen und es ist ein wenig knifflig, Jobsuche, Wohnungssuche und Beantragung von Beihilfen irgendwie zeitlich zu koordinieren, aber da gibt es auch genug Beratungsstellen, die da helfen.
Lass Dir helfen... und wenn es irgendwie geht, lass es Deine Mutter erst an dem Tag wissen, an dem Du ausziehst.
Sonst macht sie Dich so klein, dass Du Dich nicht mehr traust.
Sie liest sich wirklich kontrollsüchtig und fies. Und egal, wie schlecht sie über Dich redet: gehen lassen wird sie Dich nicht, wenn sie kann, weil sie genau weiß, dass sie nur an Dir ihre Zunge wetzen und ihre ganze frustige Übellaunigkeit auslassen kann... alle anderen würden sich von ihr abwenden.
Und Du kannst das auch.
Tu es.
Du kannst nur gewinnen!

Liebe Grüße

Rabenfeder
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
J Ich glaube meine Mutter hat Warnvorstellungen Familie 33
F Meine Mutter Familie 13
R Mutter mit narzistischen Zügen mag meine Frau nicht Familie 18

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben