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Meine Mutter, meine Schwester und ich

H

HG869

Gast
Hallo,

meine Mutter hat Alzheimer. Sie lebt in der Nähe meiner Schwester, die kümmert sich auch um alles.
Wenn ich meine Mutter besuche bin ich nach den Besuchen oft gereizt, weil sie mich meistens nicht erkennt und ich ihr jedes mal aufs neue erklären muss, wer ich bin.
Deshalb besuche ich sie auch eher selten.
Mich macht das einfach wütend.
Wenn ich dann bei ihr bin, dann reden wir meist auch nicht viel miteinander.. worüber auch, sie erinnert sich ja an nichts.

Was mich aber am allermeisten aufregt ist, dass meine Schwester sie oft einfach so lässt und nichts erklärt.
ZB machen die alten Menschen gemeinsam mit einem Betreuer so Spaziergänge in der Natur.
Als die das letzte Mal zurückgebracht wurde, standen wir vor ihrem Haus als sie ausstieg.
Dann sah sie uns und kam auf uns zu. Mich beachtet sie kaum, sie ging zu meiner Schwester und meinte:
Mama, wir waren spazieren. oO
Und was macht meine Schwester?
Sie fragt: Oh, das ist ja schön, magst du mir erzählen was du alles erlebt hast?

Mit keinem Wort hat sie es aufgeklärt, dass sie die Tochter ist. Sie hat das einfach so stehen lassen.

Dann sagte sie zu ihr: Schau mal, wer da ist.. du hast Besuch..
Dabei zeigte sie zu mir.. aber meiner Mutter hat mich nicht erkannt.
Sie ging dann rein und ich sprach meine Schwester drauf an, dass sie sich falsch verhalten würde. DOch sie meinte nur, dass sie ja auch sonst alles machen würde und ich es dann ihr überlassen sollte, wie die anderen Sachen auch, wie sie das handhabt.

Drinnen dann, wollte meine Mutter etwas spielen und dann saßen die wirklich da und spielten Memory.^^

Ich bin dann gegangen und hab meiner Schwester gesagt, dass sie nicht alle Latten am Zaun hätte.
Jetzt hab ich mit einer Freundin von mir gesprochen und die meinte, dass sie das Verhalten meiner Schwester ok fände, weil sie sich auf meine Mutter einliese.

Ich finde das gar nicht!!
Mittlerweile glaube ich, dass meine Schwester das macht um alles zu bekommen. Mich würde es nicht wundern, wenn sie meine Mutter sogar so sehr beeinflusst, dass sie mich nicht mehr erkennt. Das kann doch nicht sein.
Sie erkennt sie eher, als mich.

Wie seht ihr das mit den vertauschten Rollen?
Sollte meine Schwester ihr nicht immer wieder sagen, wie es wirklich ist? Dass sie ihr Tochter ist?
 

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SFX

Aktives Mitglied
Hallo,

Das ist leider so. Und es ist auch in Ordnung. Wenn du deine Mutter besuchen gehst, dann besuchst du sie in ihrer eigenen Welt. Da kann es passieren, dass das Frühstück zum Abendessen wird, oder die Tochter zur Mutter. Es kann sogar passieren, dass, dass du zu ihrem längst verstorbenen Mann wirst.

Es hat keinen Sinn, das richtig stellen zu wollen. Lasse dich einfach darauf ein, was soll es denn. Es mag dir unendlich schwerfallen, aber es wird höchstwahrscheinlich nicht besser.

Deine Mutter wird auch hin und wieder klare Momente erleben. Dann wird ihr eventuell das ganze Elend bewusst und sie merkt, wie ihr Gedächtnis schwindet. Seid dann für sie da, tröstet sie und gebt ihr das Gefühl, dass eben trotzdem alles in Ordnung ist. In ihrer eigenen Welt. Das ihr sie sehr lieb habt, auch wenn sie nicht mehr weiß, wer ihr seid oder wie alles ist.

Liebe Grüße und alles Gute,
SFX
 
H

HG869

Gast
Nein, ich möchte sie nicht unterstützen.
Meine Schwester wohnt in ihrer Nähe. Dann soll sie das auch machen.
Mein Bruder sieht das genauso.
Ich denke, dass sie im Laufe der letzten Jahre so einiges an Aufmerksamkeit seitens meiner Mutter bekommen hat, was wir nicht bekommen haben, dann soll sie das auch machen.

Ich zieh doch jetzt nicht zurück, nur weil meine Mutter Alzheimer hat!
Die hat doch unsere Schwester, die macht das schon.

Ich bin zwar nicht mit allem einverstanden, insbesondere das Verhalten mit den vertauschten Rollen, aber auch damit, dass sie uns nicht mehr Bescheid gibt, wenn sie mit ihr beim Arzt war. Wir wissen gar nicht was die Ärzte so zu ihrem Zustand sagen.
Nur weil ich mal einen Arzt und seine Diagnose angezweifelt habe, meint sie nun, dass sie uns gar nichts mehr mitteilt.

Soll sie doch, dann kann sies auch alleine machen.
 

momo28

Moderator
Teammitglied
Nein, ich möchte sie nicht unterstützen.
Meine Schwester wohnt in ihrer Nähe. Dann soll sie das auch machen.
Mein Bruder sieht das genauso.
Ich denke, dass sie im Laufe der letzten Jahre so einiges an Aufmerksamkeit seitens meiner Mutter bekommen hat, was wir nicht bekommen haben, dann soll sie das auch machen.

Ich zieh doch jetzt nicht zurück, nur weil meine Mutter Alzheimer hat!
Die hat doch unsere Schwester, die macht das schon.

Ich bin zwar nicht mit allem einverstanden, insbesondere das Verhalten mit den vertauschten Rollen, aber auch damit, dass sie uns nicht mehr Bescheid gibt, wenn sie mit ihr beim Arzt war. Wir wissen gar nicht was die Ärzte so zu ihrem Zustand sagen.
Nur weil ich mal einen Arzt und seine Diagnose angezweifelt habe, meint sie nun, dass sie uns gar nichts mehr mitteilt.

Soll sie doch, dann kann sies auch alleine machen.

Du willst deine Schwester nicht unterstützen, aber ihr sagen, was und wie sie etwas tun soll.

Du bist nicht bereit, dich mit der Erkrankung deiner Mutter auseinanderzusetzen. Es ist ja so bequem aus der Ferne, der Schwester reinreden zu wollen.

Weiter bist du anscheinend eifersüchtig, weil deine Schwester einen Weg geht, auf dem sie noch eine Verbindung zu eurer Mutter hat. Dass sie damit der Mutter und auch sich die Situation erleichtert, interessiert dich auch nicht.

Hauptsache du regst dich auf und ziehst den Bruder noch mit in deine Unzufriedenheit.

Deiner Mutter wünsche ich, dass deine Schwester noch lange in der Lage ist, diese Erkrankung und die damit verbundenen Veränderungen deiner Mutter aushalten kann. Denn die werden mit jedem Tag mehr und teilweise sehr heftig.
 
G

Gelöscht 54649

Gast
Möchtest Du Dich hier nur mal auskotzen oder können wir Dir mit der Situation sonst noch weiterhelfen?
Eine außenstehernde Perspektive, Informationen zu Alzheimer?
Zum Umgang Deiner Schwester mit Deiner Mutter würde ich Dir gerne gleich etwas sagen: sie macht das perfekt! Wie aus dem Lehrbuch.

Das Gehirn Deiner Mutter wird nach und nach zerstört und ab einem gewissen Punkt sind Erinnerungen einfach weg oder tief verschüttet und können fast nur noch in ganz engen emotionalen Momenten oder bei sehr häufig anwesenden Personen abgerufen werden.
Darauf zu pochen, dass Deine Mutter sich an Dinge erinnern muss, bringt ihr noch mehr Verwirrung und seelennot, weil sie nicht "genügt" und nicht mehr kann.
Und Du kannst auch ihre Gedächtnisleistung durch Dein Beharren nicht verbessern.
Und so bleibt nur, dass sie sich an Dich erinnert, damit Du Dich besser fühlst.

Und warum kann man nicht darüber reden, was auf dem Spaziergang war, gemeinsam Kekse backen und mit Zuckerzeug verzieren, Musik hören, die sie mag... irgendwas im Hier und Jetzt und wenn sie selbst sich an Vergangenes erinnert, darauf eingehen und wenn sie Tante Elli und Tante Marie nicht auseinanderhält... egal.
Macht es Euch einfach schön und gemütlich, wenn Du sie besuchst.
Mit dem Druck tust Du nur Euch beiden weh und es bringt NULL.
 

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