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Meine Mutter ist eine Alkoholikerin

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Das ist so schwer von Alkohol weg zu kommen,nicht nur Körperlich.. Einmal süchtig immer süchtig und ich ziehe den Hut für jeden der trockener Alkoholiker ist.
Ja, so sehe ich das auch. Leider.
Aber die eine Seite ist die, dass man selber betroffen ist und die andere Seite ist, die dass unschuldige weiterhin betroffen sind und sich unschuldigerweise nicht zu befreien vermögen.
Letzteres kann und darf nicht sein.
 

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Sisandra

Moderator
Teammitglied
Liebe TE, was deine Mutter macht liegt in ihrer Verantwortung.

Was du tust liegt in deiner Verantwortung.

Ich rate dir, dich mit Al Anon in Verbindung zu setzen.


Das ist wenn du so willst ein Ableger der Anonymen Alkoholiker für Angehörige. Im Moment ist es zwar etwas kompliziert wegen Corona, aber vielleicht findest du dort Ansprechpartner, die genau wissen wie es dir geht und was du durchmachst.
 

boeffl

Mitglied
Überlege dir mit deinem Bruder ob es klug ist alle Rechnungen deiner Mutter zu bezahlen. Spielt mal im Gedanken durch was dann passiert und ob ihr bereit seid das durchzuziehen. Experten empfehlen nämlich, bei Alkoholikern typische Verhaltensweisen zu unterlassen, die wir im Normalfall kranken Menschen gegenüber an den Tag legen. Dazu gehören etwa das Abnehmen von Verantwortung, das Beschützen des Betroffenen und das Entschuldigen seiner Handlungen. Erst wenn ein Alkoholiker am absoluten Tiefpunkt angelangt ist, ist er für eine Veränderung bereit.
 

Farnmausi

Aktives Mitglied
... aber bitte nicht vergessen: wegen Corona sind viele Anlaufstellen für Suchtkranke jeder Art geschlossen oder nur mit Notbesetzung. Psychisch Kranke, Alte und Suchtkranke leiden besonders unter der aktuellen Situation der letzten Monate. Kluge Ratschläge geben ist einfach, nur vor Ort sind die Möglichkeiten oft sehr begrenzt. Farnmausi
 

Schokoschnute

Aktives Mitglied
Das ist wohl von Ort zu Ort verschieden.
Beratungsstellen sind hier in z.B Norddeutschland wieder offen.
Auch Gespräche und Betreuung, allerdings im eigenen Zuhause z.Zt nicht erlaubt.
Treffen und Anfragen/Hilfe ist Möglich nur eben an Coronabedingungen geknüpft.
 
T

Trockensein

Gast
Da brauch man nicht lange drum herum schreiben..
Du kannst ihr nicht wirklich helfen mit dem was du für >sie tust.
Wenn sie die Einsicht nicht selbst erlangt, wird das nichts.
Muss nicht unbedingt Alkoholabhängig sein, sie kann sich auch so Alkohol Missbrauch betreiben.
Ist ja eine legalisierte Droge, also ständig und günstig verfügbar.
Da hilft nur direkte Konfrontation mit ihrem verhalten, das heißt, keine Unterstützung in etwas was sie selbst tun kann.
Warum soll sie was ändern wenn andre immer wieder den Karren aus dem Dreck ziehen, Schulden bezahlen usw.
 

Raphaela

Mitglied
Sei mir nicht böse, wenn ich es knallhart sage: du kannst nichts tun. Meine Mutter säuft seit meiner Kindheit, ich hab das auch schon durch, dass ich helfen wollte und es nicht konnte. Ich würde ihr auch kein Geld geben, lieber Lebensmittel oder halt die Stromrechnung bezahlen. Und auch das nicht ständig. Wenn es bei ihr selbst nicht klick macht, kann man echt nichts machen als Angehöriger. Sieh zu, dass du dich von ihr fern hältst, sonst gehst du mit unter.
 

Fetzbold

Mitglied
Fallenlassen ist ein hartes Wort, aber es trifft den Kern!

Ich bin selbst betroffener Süchtiger und seit Jahren clean & trocken und kann daher das bestätigen, was andere schon geschrieben haben: Aufhören geht nur, wenn man selbst Dinge unternehmen will. Es reicht nicht der Wille aufzuhören, sondern es muss ein Wille zum Handeln da sein, d.h. Therapie, Selbsthilfegruppen, Transparenz etc. Es reicht nicht aufhören zu wollen, wenn man nicht entsprechende Handlungen unternimmt.

Den Willen zu Handeln kannst du nicht von außen injizieren! Weder durch Zwang, noch durch Kontrollen, gutes Zureden etc. Jegliche vermeintliche Hilfe von Rechnungen bezahlen bis hin zu verständnisvoll sein/tolerieren führen nur zur Verlängerung des Verhaltens des Betroffenen, da negative Konsequenzen nicht erlebt werden müssen.

Tatsächlich hilft als Angehöriger nur das klare Benennen der Problematik (damit der Betroffene die Folgen damit verknüpfen kann) und bei Nicht-Änderung Kontaktabbruch.

Was hat der Kontaktabbruch zur Folge? 1. Der Betroffene muss negative Konsequenzen der Sucht erleben und hat die Chance zur Einsicht 2. Du schützt dich selbst.
 

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