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Meine Mama ist nur noch Asche - wie übersteh ich den Tag?

dauni

Aktives Mitglied
Hallo,

am 15. Oktober wird meine Mama nun nach langem hin und her Seebestattet... Es war immer ihr Wunsch... Doch der Gedanke, dass sie nur noch Asche ist, treibt mich in den Wahnsinn. Und ich muss zuschauen wie sie für immer von mir geht als Asche... Meine liebe Mama ist nur noch Asche... Wie kann das sein? Ich komm nicht damit klar das sie nie wieder bei mir ist!

Wie überstehe ich diesen Tag? Wie soll das alles nur ohne sie weitergehen?

Meine Mama ist nicht mehr da, ich komm nicht klar....................................................
 
Die Asche ist nicht deine Mama! Versuch, dir das aus dem Kopf zu schlagen.

Deine Mama schläft, sie ist nicht ansprechbar, die ruht in deiner Erinnerung. Da ist alles davon da, aber sie schläft. Versuch halt, dir das zu sagen.

Alles andere ist nur außen herum, da musst du halt durch.

Der Tod ist für da menschliche Empfinden unnormal. Deswegen hängen sich manche auf (keine gute Empfehlung, aber es zeigt, dass der Schmerz abgrundtief sein kann) ,

andere bringen es fertig, sich als Teil der Natur so zu aktzeptieren,

und viele andere werden religiös, in der Hoffnung auf eine Tür aus dem ganzen Wahnsinn. Glauben an die Unsterblichkeit und ähnliches.

Tatsächlich bietet die Bibel eine Auferstehungshoffnung. So wie Jesus sagte Lazarus schläft, so sagte er komm heraus und so galubte man damals, dass die Zeit kommt, wo alle wieder herauskommen werden, aus dem "Schlaf" so wie Jesus es an Lazarus demonstrierte.

Welchen Weg man geht, das muss jeder selbst wuchten, deine Verzweiflung zeugt davon, dass du gern einen gangbaren Weg hättest, um das zu begreifen. Ein paar habe ich dir skiziert, ich wünsch dir alle Kraft der Welt, auf der Suche nach einem Weg, der DIR was bringt und inzwischen, versuche es, dich nicht so sehr auf das NICHT mehr auf die Asche zu konzentrieren, sondern auf das was in dir und anderen Bekannten von ihr gespeichert ist.
Ich weiß . . . es ist zu wenig, was ich sage, aber ich bin auch nur ein Mensch und kann dir nur menschliches sagen . . . tut mir leid . . . aber viell. ist ein wenig dabei, was hilft, vielleicht auch nur, dass jemand den Versuch macht, sich in dich hineinzuversetzen 🙂

Sigi
 
Ach dauni, das tut mir sehr leid. Meine Mutter ist auch krank und lag eine Weile im Koma. Ich kann mir ein wenig vorstellen, wie es dir geht.
Deine Ma ist nicht Asche. Sie lebt durch dich weiter. In deinem Herzen. Deinen Genen. Sie wird in deinen Kindern leben. Und sie wird sich wünschen, dass du wieder Licht sehen kannst.

Liebe Grüße

Patch
 
Erstmal möchte ich Dir mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Ich kann mir ansatzweise vorstellen, wie schrecklich Du Dich fühlen musst *umarm*

Wie würde ich die Situation angehen? Schwer........

natürlich, Deine Mama ist nicht die Asche. Das ist nur die Hülle, Ihre Seele wird immer bei Dir bleiben. Aber nach langem Nachdenken würde mich das in der momentanen Situation auch nicht beruhigen.

Ich glaub, ich würde mir sagen: Das Wasser ist eine gute Lösung, denn so ist sie immer bei mir, wenn ich ins Meer gehe, egal in welches.......

Naja, das hilft wahrscheinlich gerade auch nicht viel. Das Beste wäre es, wenn sie einfach da wäre, am Leben 🙁 Vielleicht hatte sie ihre Aufgabe hier erfüllt und woanders wird sie gerade dringender gebraucht? Könnte dieser Gedanke etwas helfen?.....hach ich weiß es nicht! Ich wünsche Dir ganz dolle, dass Du die nächste Zeit genügend Kraft hast, um den Verlust zu verarbeiten.

Alles, alles Liebe
tulpi
 
[FONT=Comic Sans MS, cursive]Hallo Dauni![/FONT]


[FONT=Comic Sans MS, cursive]Wenn unsere Lieben uns verlassen müssen, dann ist das natürlich erst mal sehr schmerzhaft, und es dauert auch eine Weile, diese Trennung zu verkraften.[/FONT]
[FONT=Comic Sans MS, cursive]Der entscheidende Faktor beim Überwinden ist aber der, was man über den Tod weiß, bzw. wie man sich das Danach vorstellt.[/FONT]


[FONT=Comic Sans MS, cursive]Du scheinst nicht zu glauben, daß Deine Mama noch irgendwo bewußt und glücklich existiert, so, wie Du sie kennst, als es ihr gut ging.[/FONT]


[FONT=Comic Sans MS, cursive]Sie sei nur noch Asche, meinst Du, ihre Existenz für ewig ausgelöscht?[/FONT]


[FONT=Comic Sans MS, cursive]Das ist ein Irrtum.[/FONT]


[FONT=Comic Sans MS, cursive]Weder existiert sie nur noch in Deinen Genen und Deiner Erinnerung, noch schläft sie oder ruht in Frieden, wie man so schön sagt.[/FONT]


[FONT=Comic Sans MS, cursive]Sie ist jetzt wieder frei, hat keine Schmerzen und ist glücklich; UND sie versteht nicht, warum Du so traurig bist, weil von dort, wo sie jetzt ist, kommen wir alle her und dort gehen wir auch wieder hin.[/FONT]


[FONT=Comic Sans MS, cursive]Sie ist in Deiner Nähe und sie wird auch bei der Bestattung bei Dir sein und anstatt Dich von Trauer beherrschen zu lassen, versuche Deine Aufmerksamkeit auf sie zu richten und vielleicht spürst Du dann, wenn sie bei Dir ist.[/FONT]


[FONT=Comic Sans MS, cursive]Mehrere Menschen haben mir berichtet, daß sie deutlich gespürt haben, wenn ihre Verstorbenen sie besuchten. Und diese Menschen wußten nichts über den Tod, und hatten sich noch nie damit beschäftigt.[/FONT]


[FONT=Comic Sans MS, cursive]Emotionen wie Trauer oder Wut vernebeln unsere Wahrnehmung und es wird schwierig das Gefühl der Verbundenheit mit unseren Lieben zu spüren.[/FONT]


[FONT=Comic Sans MS, cursive]Aber die Wahrheit ist nicht laut und heftig; sie ist leise und schön.[/FONT]


[FONT=Comic Sans MS, cursive]Rede zu Deiner Mama, bitte sie, Dir Kraft zu geben; sie wird Dich hören, denn sie liebt Dich; in Ewigkeit.[/FONT]


[FONT=Comic Sans MS, cursive]Lieben Gruß[/FONT]


[FONT=Comic Sans MS, cursive]Marcus[/FONT]
 
Hallo Dauni

Lasse Dir zuerst einmal Zeit.

Mein Vater ist vor gut zwei Jahren gegangen. Die ersten zwei Monate waren meine Gedanken und Gefühle durcheinander, im Laufe der Zeit hat sich das wieder eingerenkt.

Als Kind waren mir meine Eltern oft peinlich. Daran ist nichts ungewöhnlich, auch wenn ich darüber gerne noch einmal mit anderen Menschen sprechen würde, die das auch so empfunden haben. Aber ich denke, das ist ganz normal. Als Jugendlicher und noch als junger Mann erschreckt man dann davor, mit seinem Vater verglichen zu werden, ihm ähnlich zu sein. Wie soll man so seinen eigenen Weg finden?

Heute, gut zwei Jahre nach seinem Tod, fühle ich mich ihm nahe. Er ist mir immer mal wieder präsent. Ich denke nur gelegentlich an ihn, aber egal, ob ich schimpfe, über die Vergangenheit, oder über seinen Lebensweg nachdenke, er begleitet mich, ohne präsent zu sein - ohne noch real zu exisstieren. Er lebt in seinen Kindern weiter - egal, wie sie leben, egal, wie sie gerade von ihm denken.

Lasse Dir Zeit. Der Tod eines Menschen ist etwas Unfassbares. Wie sollte man begreifen, dass ein Mensch diese Welt verläßt? Jeder versucht auf seine Weise irgendwie damit umzugehen, unbeholfen sind dabei alle. Erschrecke nicht davor, dass Deine Umgebung auch nur unbeholfen mit der Situation umgeht.

Im Laufe der Wochen und Monate wirst Du Deinen Weg finden, mit dem Tod Deiner Mutter umzugehen.

Günter
 
Das wird nochmal ein schwerer Tag.
Der wunsch deiner Mutter wird aber erfüllt, das ist schön.
Ich konnte den Wunsch meines Bruders nicht erfüllen. Das schmerzt mich heute noch.
Er wollte, dass seine Asche in allen 4 Himmelsrichtungen verstreut wird, war vor 20 Jahren in Deutschland leider nicht erlaubt.
Für mich waren die Beerdigungen von meinem Vater und meinem Bruder sehr wichtig. Waren schwere Tage, aber auch erlösende. Etwas schreckliches hat sein Ende gefunden.
Meine Trauer wurde erträglicher, irgendwie leiser.
Die Worte meines Vaters haben mir auch geholfen. Hatte immer schon Tiere, wenn eins von ihnen altersschwach wurde oder schwer krank und ich sie nicht hab gehen lassen wollen, sagte er zu mir:" Wenn du dein Tier wirklich liebst, dann willst du nicht das es leidet. Lass es gehen. Wenn das Leben zur Qual wird,, ist der Tod die Erlösung. Diese Qual zu verlängern ist Egoismus. Loslassen ist der größte Liebesbeweis".
Ich wünsche dir die Kraft, deine Mama loszulassen.

l.g. Hexe
 
Mein allerherzlichstes Beileid.
Meine Freundin wurde ebenfalls eingeäschert und dann anonym beerdigt, ich war nicht bei ihr als sie starb.
Halte deine Mama so in Erinnerung wie sie war und besinne dich auf die schönen Momente,auf ihre Liebe zu dir.
Ich mache es ebenso,ist nicht einfach aber nur so können wir weiter leben.
 
dauni,

das tut mir leid mit Ihrer Mutter.

Ich selbst hoffe darauf, dass die Menschen, die mir wichtig waren und die vor mir gestorben sind, nicht wirklich tod sind. Ich hoffe darauf, dass die Individualität jedes Menschen dieses Leben überlebt und dass man irgendwie weiterlebt.

Auf diese Weise braucht man sich auch nicht getrennt von den lieben Menschen zu fühlen, mit denen man einmal zusammen war. Vermutlich ist man sogar schon jetzt in gewisser Weise mit ihnen verbunden. Unser "Trennungs"Schmerz zeigt ja auch schon eine gewisse Verbundenheit mit ihnen. Sie sind uns nicht gleichgültig. Wir denken oft liebevoll an sie etc.

Ich wünsche Ihnen, dass sie diese Zeit der Trauer gut überstehen.
 
deine mama ist nicht tot. sie ist in dir, und um dich herum, immer, und auf all deinen wegen...
meine mutter verstarb im jahre 2007, aber sie ist da, immer... egal, wohin mein blick auch schweift, meine gedanken wandern- ich sehe, spüre, erahne sie.
am anfang ist es unfaßbar, dass unser mensch, das wesen, welches uns durch die geburt ins leben gezaubert hat
nicht mehr da ist-ich nehme dich in den arm, frara
 

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