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Meine Mama ist gestorben

Bin ich zu alt um so zu trauern ? ich habe solche Angst! Sie starb ganz plötzlich am 1.11. wie kann ich weitermachen. ich bin verzweifelt. Ich habe Angstzustände, ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll , ich hab einfach Angst zu schlafen. Mein Mann musste jetzt wieder in die Arbeit, Nachtschicht und ich hab Angst. Sie war alles für mich, ich weiß das hört sich vielleicht etwas kindisch an, weil ich ja schon 41 bin, aber ich vermisse sie so. Sie war meine beste Freundin und ist einfach so gegangen. Ich habe solche Angst.
Es gibt doch kein Alter zum trauern...es gibt nur andere arten und weisen zu trauern...
 
Wie geht es dir jetzt?
Naja manchmal kann ich mich ablenken und manchmal eben nicht. Aber wenn ich die Beiträge so lese, dann hab ich ja Glück, daß ich nicht ganz allleine bin. Und dafür bin ich auch dankbar. Ich danke euch allen für Euer Mitgefühl ! Es tut einfach auch gut, wenn man drüber reden kann. Und ich hoffe das es auch denen hilft, die alleine sind, das ist total traurig.
 
Hallo Purzelchen, erst einmal mein tiefstes Mitgefühl für Dich!!! Nein, ich finde es durchaus nicht kindisch, mit 41 Jahren um seine Mutter zu trauern. Ich habe vor 4 Wochen meine langjährige Lebensgefährtin verloren. Sie war mein Ein und Alles, wir waren immer zusammen, verstanden uns blind, ohne Worte, haben alles gemeinsam unternommen sowohl beruflich als auch privat. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Ich fühle mich wie gelähmt, ausgebrannt, wahnsinnig allein, ich mag nicht unter Menschen sein, die Weihnachtsmarktatmosphäre in allen Geschäften regt mich tierisch auf, ich ertrage das nicht, heule jeden Tag Überschwemmung, kann mich auf nichts konzentrieren und empfinde mein Leben als nicht mehr lebenswert. Ich kann mich auf nichts mehr freuen, bin todtraurig und weiß nicht, wie ich allein weiterleben soll. Sie nannte mich immer "meine andere Hälfte", und genau das war sie auch für mich! Mir ist, als sei mir das Herz in der Mitte auseinandergerissen worden, ich fühle mich wie eine Untote, wie ein Geist. Leider hat sie nach ihrer krebs-OP im letzten Jahr sehr viel leiden müssen. Nierenzellkarzinom von 17 cm Durchmesser, Metastasen in der Lunge, die rapide gewachsen sind. Sie lag mehrere Monate mit kurzen Unterbrechungen in den Kliniken und zuletzt anderthalb Wochen auf der Pallitativstation (Hospiz). Ich habe ihre Sterbebegleitung übernommen und die letzten Tage und Nächte ununterbrochen bei ihr verbracht. Sie bekam Morphium und jede Menge anderer starker Medikamente und nahm mich zum Schluß nicht mehr wahr, konnte auch nicht mehr aufstehen, noch nicht mal mehr die Schnabeltasse halten. Ich habe ihre hand gestreichelt, ihr Mut gemacht, ihr von unseren Träumen und Wünschen erzählt, die wir uns noch erfüllen wollten und ich war bei ihr, als sie starb. Ärzte und Schwestern sagten mir, sie hätte gespürt, dass sie nicht allein sei, und das tröstet mich ein klein wenig. Denn MEHR konnte ich ja nicht machen. Man wächst dann über sich hinaus, wenn es darum geht, dem liebsten Menschen nahe zu sein und zu helfen soweit es möglich ist. Das Schwierige ist dann: WIE geht es weiter? ALLEIN? Nichts macht mehr einen Sinn...... Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Verständnis bei Deinem Partner, der sollte Dir jetzt den rücken stärken.......
Ea tut mir so leid für Dich. Wenn ich das so lese, dann bin ich noch dankbar, dass es bei meiner Mama so schnell kam, der Schock sitzt zwar tief aber leiden wollte Sie nie, da mein Vater, der 1985 starb, zwei Jahre lang nach einem Gehirnschlag im Koma lag. Das war eine sehr harte Zeit für uns alle. Sie hat ihm die ganze Zeit gepflegt. Sie war so stark und so gut ! Ich werde Sie nie vergessen und ich werde sie immer lieben. Es tut einfach gut, drüber zu reden und ich hoffe, du musst das alles nicht alleine ertragen.
 
Bin ich zu alt um so zu trauern ? ich habe solche Angst! Sie starb ganz plötzlich am 1.11. wie kann ich weitermachen. ich bin verzweifelt. Ich habe Angstzustände, ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll , ich hab einfach Angst zu schlafen. Mein Mann musste jetzt wieder in die Arbeit, Nachtschicht und ich hab Angst. Sie war alles für mich, ich weiß das hört sich vielleicht etwas kindisch an, weil ich ja schon 41 bin, aber ich vermisse sie so. Sie war meine beste Freundin und ist einfach so gegangen. Ich habe solche Angst.
Ich habe das Gefühl, es wird immer schlimmer statt besser. Ich vermisse sie so unsagbar. Ich möchte nicht raus gehen, wir wohnen in einem kleinen Dorf wo jeder, jeden kennt und ich weiß, jeder meint es gut,meine Mama war sehr beliebt und weil es so plötzlich zu ende war, können es auch "eigentlich Fremde " kaum fassen. gestern war die Urnenbeisetztung und mein Bruder sagte zu mir" dann müssen wir es also wirklich glauben?" Egal wo ich auch hingehe, da waren wir überall zusammen. wir wollten in das neue Lokal zum Essen gehen. Na alleine, oder mit jemand anderen mag ich da nicht hin. Ich höre ein Lied und werde ganz traurig. wie soll das weitergehen. Es tut so weh !
 
Hallo Purzelchen

Ich weiss, wie Du Dich fühlst.
Es ist noch nicht lange her, lasse
Dir Zeit.
Der Schmerz ist so unsagbar gross...
Aber, es kommt der Tag, an dem Du Deine
Mama gehen lassen kannst, glaube mir.
Rede mit IHR, wenn Du das Bedürfnis hast.
Schreibe IHR einen Brief, egal was Du auch
tust, es ist vollkommen in Ordnung.
Schäme Dich nicht Deiner Tränen.

Du warst es wert so sehr geliebt
zu werden. Du bist es wert, dass so
viel Traurigkeit geblieben ist - an Deiner Stelle.

Diese Worte halfen mir, bei meiner Trauerbewältigung.

Ich nehme Dich ganz sacht in den Arm.

Anna
 
Bin ich zu alt um so zu trauern ? ich habe solche Angst! Sie starb ganz plötzlich am 1.11. wie kann ich weitermachen. ich bin verzweifelt. Ich habe Angstzustände, ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll , ich hab einfach Angst zu schlafen. Mein Mann musste jetzt wieder in die Arbeit, Nachtschicht und ich hab Angst. Sie war alles für mich, ich weiß das hört sich vielleicht etwas kindisch an, weil ich ja schon 41 bin, aber ich vermisse sie so. Sie war meine beste Freundin und ist einfach so gegangen. Ich habe solche Angst.

...ich weiss, wie Du Dich fühlst...
...mir geht s schon seit Monaten so...

....aber die Erinnerung kann uns niemand nehmen...

...all das Schöne...was wir erleben durften-

...im Herzen leben unsere Lieben ewig weiter....

-sie ist Dir jetzt näher als Du vielleicht denkst...
 
Und wie gut, dass ich dich verstehen kann.
Ich habe meine Mutter 8 Jahre gepflegt, sie hat beide Beine durch Diabetes verloren.
Sie konnte ohne mich gar nichts tun, nicht mal zur Toilette.
Wir waren diese 8 Jahre sehr eng zusammen. Sie war soooo lieb und soooo dankbar.
Ich denke jeden Tag an sie und ich weine auch jeden Tag nach ihr. Ich vermisse sie so sehr. Ihre Stimme, wenn sie meinen Namen rief, oder wenn sie mich bat............ganz nah zu ihr herzukommen, dann gab sie mir immer einen zärtlichen Kuss. Sie sagte dann, wie froh sie wäre, bei mir zu sein.
Sehr schnell, und für mich total unvorbereitet, starb sie am 2. April 2009. Sie ist einfach so gegangen, ohne dass ich mich verabschieden konnte.
 
Sei nicht traurig! sie lebt in dir weiter! In deinem Herz und deiner Erinnerung! Denn erst wenn deine Erinnerung stirbt, dann ist sie nicht mehr da. Denk an die schönen Zeiten die ihr hattet und schreib sie auf.
Einfach gehen wollte bestimmt nicht...

trauern darf jeder...wer nicht trauert der ist kein mensch...

schließe die augen und denk fest an sie...stell sie dir vor...
 
Mein aufrichtiges Beileid!
Da ich in letzter Zeit viel und viele Menschen verlor, fehlen mir derzeit Worte, fühle ich mich etwas hilflos.
Ich kann wirklich nur sagen: Mein Beileid.
Tut mir leid/weh!

Hey, passe gut auf Dich auf!

Liebe Grüsse!
Landkaffee
 
Mir helfen immer kleine Rituale: einen imaginären Brief an den Toten schreiben, Fotos sortieren, den gemeinsammen Lieblingsplatz in der Natur aufsuchen. Es hilft mir auch darüber zu reden: was hat mir der verstorbene Mensch bedeutet? Erinnerungen an verschiedene Situationen... .
Ja, und ich frage manchmal sogar heute noch eine Verstorbene um Rat, so innerlich:"Mensch,...., was hättest Du denn jetzt in der Situation gemacht?" Klar, ich kriege keine Antwort, aber durch die Erinnerung an den Menschen, meine Erfahrung, kommt mir dann oft eine Idee und nicht selten auch Trost.

Das finde ich wunderschön, genauso geht es mir oft auch. Wenn ich einen Verstorbenen so wertschätzen kann, dann zeigt das, dass die Verbindung über den Tod hinaus besteht und weiter bestehen wird, solange wir leben. Trauer zu verarbeiten, das ist oft eine harte Arbeit und niemand kann einen dabei helfen, es zu verarbeiten. Man muss es ganz allein schaffen. Der Tod gehört zum Leben mit dazu, aber er ist mitnichten ein völliges Ende. Das habe ich vor allem daraus gelernt.

Eines Tages werden die Tränen wieder weniger und die Erinnerung an sie wird Dir ein liebendes Lächeln auf Dein Gesicht zaubern.

Ja genau, so geht es mir heute bei einigen schon vor vielen Jahren verstorbenen sehr liebgewonnenen Menschen, die mir sehr nahe gestanden haben. Ich denke manchmal immer noch sehr gern an die Zeit zurück, die wir miteinander verbringen konnten. Und heute sehe ich das sogar als einen unbezahlbaren Reichtum an, den ich nicht mehr missen möchte.

Herzliches Beileid Purzelchen!
 

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