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roboter
Gast
Hallo zusammen,
nachdem ich nun schon einige Tage mitlese, möchte ich euch nun gern hier meine aktuelle Situation schildern.
Ich bin 35, seit fast 6 Jahren verheiratet. Insgesamt sind wir 14 Jahre zusammen. Kinder gibt es noch nicht, aber ein Haus im Grünen.
Letztes Jahr im November hatte ich einen Zusammenbruch und bin seitdem wegen Depressionen krank geschrieben. Der Auslöser war eine berufliche Situation, weshalb ich noch nicht wieder arbeiten kann. Zurzeit warte ich auf die Zusage der Rentenversicherung für meine Reha. Therapie und Medikamente bekomme ich seit Dezember.
Seit dem habe ich mir natürlich sehr viele Gedanken gemacht und festgestellt, dass ich seit 15 Jahren unter Depressionen leide, die ich bisher immer verdrängt und überspielt habe. Grund dafür ist ein traumatisches Erlebnis, dass damals nicht behandelt wurde.
Seit Anfang Februar habe ich das Gefühl, dass ich meine Frau nicht mehr liebe. Damals bei der Hochzeit war ich mir so sicher, dass sie die Richtige fürs leben ist. Davor habe ich mich (glaube ich jedenfalls) genug ausgetobt. Trotzdem denke ich seit Wochen, ich muss hier raus. Dass ist nicht mehr mein Leben, was hier läuft. Ich habe mich all die Jahre immer um meine Frau gekümmert. Wegen Ihrem Job umgezogen, ihren Nachnamen bei der Hochzeit angenommen, wir teilen uns den Haushalt, ich gehe einkaufen und bringe ihr dann und wann kleine Geschenke mit. Dies war für mich bisher selbstverständlich, da ich sie ja geliebt habe. Nur jetzt kann ich nicht mehr. Meine Akkus sind leer. Ich habe das Gefühl, dass ich den letzten Monaten nur noch in die Ehe investiert habe und nichts zurückbekommen habe. Und dazu habe ich keine Lust mehr.
In den letzten Wochen habe ich festgestellt, dass ich mein Leben total auf sie ausgerichtet habe und jetzt ist mein eigenes Leben weg. Eigene Freunde habe ich keine. Ich habe keine Hobbies und an nichts Interesse. In mir ist nur noch dies Einsamkeit und Leere, die ja auch stark mit der Depression zusammen hängt.
Mit meiner Frau habe ich noch nicht über meine schwindende Liebe gesprochen. Ich kann es nicht. Es ist bei mir eine Mischung aus Feigheit und panischer Angst vor einer Auseinandersetzung. Ich werde dies wohl nur zusammen mit meinem Therapeuten machen müssen. Allerdings kommt der erst wieder Anfang April wieder.
Da ich weiß, dass meine Depressionen meine Gefühle stark beeinflussen und nichts Unüberlegtes tun möchte, warte ich auf meine Reha. Dann habe ich erstmal den ersehnten Abstand. Ich habe nur keine Ahnung, wie lange ich es noch aushalten kann.
Zu allem Überfluss habe ich vor 2 Wochen eine alte Freundin wieder getroffen, die ich 14 Jahre nicht gesehen habe. Obwohl wir nur platonisch befreundet waren, habe ich damals den Kontakt abgebrochen. Grund war die Eifersucht meiner Frau. Seit dem wiedersehen muss ich jetzt ständig an sie denken. Sie geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Ich würde am liebsten ins Auto steigen und zu ihr fahren. Sie wohnt allerdings 300 Kilometer entfernt.
So, dass war also mein erstes Posting hier, welches länger geworden ist, als ich dachte. Viele Dank an alle, die bis hierhin gelesen haben. 🙂
Jetzt bin ich auch wieder etwas erleichtert.
nachdem ich nun schon einige Tage mitlese, möchte ich euch nun gern hier meine aktuelle Situation schildern.
Ich bin 35, seit fast 6 Jahren verheiratet. Insgesamt sind wir 14 Jahre zusammen. Kinder gibt es noch nicht, aber ein Haus im Grünen.
Letztes Jahr im November hatte ich einen Zusammenbruch und bin seitdem wegen Depressionen krank geschrieben. Der Auslöser war eine berufliche Situation, weshalb ich noch nicht wieder arbeiten kann. Zurzeit warte ich auf die Zusage der Rentenversicherung für meine Reha. Therapie und Medikamente bekomme ich seit Dezember.
Seit dem habe ich mir natürlich sehr viele Gedanken gemacht und festgestellt, dass ich seit 15 Jahren unter Depressionen leide, die ich bisher immer verdrängt und überspielt habe. Grund dafür ist ein traumatisches Erlebnis, dass damals nicht behandelt wurde.
Seit Anfang Februar habe ich das Gefühl, dass ich meine Frau nicht mehr liebe. Damals bei der Hochzeit war ich mir so sicher, dass sie die Richtige fürs leben ist. Davor habe ich mich (glaube ich jedenfalls) genug ausgetobt. Trotzdem denke ich seit Wochen, ich muss hier raus. Dass ist nicht mehr mein Leben, was hier läuft. Ich habe mich all die Jahre immer um meine Frau gekümmert. Wegen Ihrem Job umgezogen, ihren Nachnamen bei der Hochzeit angenommen, wir teilen uns den Haushalt, ich gehe einkaufen und bringe ihr dann und wann kleine Geschenke mit. Dies war für mich bisher selbstverständlich, da ich sie ja geliebt habe. Nur jetzt kann ich nicht mehr. Meine Akkus sind leer. Ich habe das Gefühl, dass ich den letzten Monaten nur noch in die Ehe investiert habe und nichts zurückbekommen habe. Und dazu habe ich keine Lust mehr.
In den letzten Wochen habe ich festgestellt, dass ich mein Leben total auf sie ausgerichtet habe und jetzt ist mein eigenes Leben weg. Eigene Freunde habe ich keine. Ich habe keine Hobbies und an nichts Interesse. In mir ist nur noch dies Einsamkeit und Leere, die ja auch stark mit der Depression zusammen hängt.
Mit meiner Frau habe ich noch nicht über meine schwindende Liebe gesprochen. Ich kann es nicht. Es ist bei mir eine Mischung aus Feigheit und panischer Angst vor einer Auseinandersetzung. Ich werde dies wohl nur zusammen mit meinem Therapeuten machen müssen. Allerdings kommt der erst wieder Anfang April wieder.
Da ich weiß, dass meine Depressionen meine Gefühle stark beeinflussen und nichts Unüberlegtes tun möchte, warte ich auf meine Reha. Dann habe ich erstmal den ersehnten Abstand. Ich habe nur keine Ahnung, wie lange ich es noch aushalten kann.
Zu allem Überfluss habe ich vor 2 Wochen eine alte Freundin wieder getroffen, die ich 14 Jahre nicht gesehen habe. Obwohl wir nur platonisch befreundet waren, habe ich damals den Kontakt abgebrochen. Grund war die Eifersucht meiner Frau. Seit dem wiedersehen muss ich jetzt ständig an sie denken. Sie geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Ich würde am liebsten ins Auto steigen und zu ihr fahren. Sie wohnt allerdings 300 Kilometer entfernt.
So, dass war also mein erstes Posting hier, welches länger geworden ist, als ich dachte. Viele Dank an alle, die bis hierhin gelesen haben. 🙂
Jetzt bin ich auch wieder etwas erleichtert.