T
Tyra
Gast
Hallo,
ich stimme Shalimar zu, dass deine Freundin an sich...und zwar auf jeden Fall den Kontakt zum Täter einstellen sollte. Das Ganze ist ein Machtspielchen und solang sie noch auf ihn reagiert stimmt da was nicht.
Gewaltopfer leiden i.d.R. an einem zu geringen Selbstwertgefühl, d.h. sie denken sie hätten es nicht besser verdient, ihr Körper sei nix wert und jeder könne damit machen was er wolle. Zwischen Opfer und Täter besteht ein gewisses Machtverhältnis, was durch klare Trennung und Verantwortlichkeit der Tat aufgehoben werden sollte. D.h. sie muss einsehen, dass sie null Schuld hat und ihr Ex ihr da was ganz schlimmes angetan hat, für das er kein Recht der Welt hatte und er allein verantwortlich ist. Gegen Schamgefühle oder irrsinnige Schuldgefühle muss sie ankämpfen und diese fehlerhafte Sichtweise schnell und v.a. dauerhaft korrigieren, ansonsten besteht weiterhin akute Gefahr, dass sie erneut vergewaltigt wird. Wenn nicht vom EX, dann von weiteren Soziopathen, die ihre Beute/Opfer schon am Verhalten erkennen..
Auch verdrängen und verschweigen bringt nix, im Gegenteil nur wieder weitere Gefährdung. Sie muss sich der Sache stellen, am besten mithilfe einer Psychologin oder Beraterin in einer Beratungsstelle für Gewaltopfer.
Und um mit dem Gewalttrauma, dessen Wirkungen typischerweise Alpträume, Verhaltensstörungen und ggf. bei zu langer Verdrängung ernsthafte psychische Erkrankungen sein können.
An sich ist eine Anzeige des Straftäters eine sehr guter Verarbeitungs- und auch Abgrenzungsschritt...zumindest ist jedoch erwartbar, dass sie ihn meidet und keinen weiteren -wie es aussieht -freundschaftlichen Kontakt mit ihm aufrechterhält...oder drüber diskutieren will oder so....das signalisiert dem Täter nur Unsicherheit von ihrer Seite und dass sie sich doch überreden lässt, dass sein Verhalten o.k. war..., was wiederum als Einladung zur Wiederholung gewertet werden könnte. Oder andere Variante: sie denkt,sie kann ihn allein mit der Tat konfrontieren und will ein Machtkämpfchen spielen, bis er sie mal wieder im Dunkeln oder allein zu Haus zu packen kriegt...Das würde gehen, wenn sie kampsportfit wäre und sich innerlich bereits sehr gut abgegrenzt hätte, besteht allerdings die allergeringste Unsicherheit ....Also hier: mal ganz vorsichtig und konsequent vernünftig handeln!
In Hinsicht auf dich ist es hilfreich, wenn du ihr Rückhalt gibst, zu ihr stehst, ihr Möglichkeiten aufzeigst, sie aber nicht drängst und ihr die Entscheidung überlässt, ob sie sich helfen lassen will oder nicht. Ich würde in dem Fall, dass eure Beziehung zu sehr belastet ist, schon etwas subtilen Druck machen, dass sie einige Schritte unternimmt um sich helfen zu lassen...wenn du ihr in der nicht gerade leichten Verarbeitungsphase zur Seite stehst ist das ja sehr gut für sie und könnte etwas Ansporn geben. Ich finde in einer Partnerschaft hat jeder ne gewisse Verantwortung ggü dem Partner, die ausreichende Selbstpflege umfassen sollte, welche nicht nur Körperliches, sondern auch Seelisches mit einschliessen sollte. Vergewaltigungsopfer müssen an gewisse innere Grundproblematiken ran und ihre schiefgeratene Logik und auch ihr niedergedrücktes Selbstwertgefühl wieder aufbauen, das ist enorm wichtig...fehlt dieser Schritt, so gefährdet sie das weiterhin, wie ich nicht oft genug betonen kann.
Red mal mit ihr, mach ihr deine Ansichten klar, sag ihr dass du sie liebst, aber dass es dir schwer fällt und dich belastet sie unter dem Vorfall leiden zu sehen...und das es Mittel und Wege gibt die Alpträume zu verscheuchen und mit der Vergangenheit abzuschliessen, damit sie bzw ihr beide unbelasteter nach vorn schauen und euer Zusammensein mehr geniessen könnt.
Ich wünsche euch dabei viel Kraft und Glück!
Tyra
ich stimme Shalimar zu, dass deine Freundin an sich...und zwar auf jeden Fall den Kontakt zum Täter einstellen sollte. Das Ganze ist ein Machtspielchen und solang sie noch auf ihn reagiert stimmt da was nicht.
Gewaltopfer leiden i.d.R. an einem zu geringen Selbstwertgefühl, d.h. sie denken sie hätten es nicht besser verdient, ihr Körper sei nix wert und jeder könne damit machen was er wolle. Zwischen Opfer und Täter besteht ein gewisses Machtverhältnis, was durch klare Trennung und Verantwortlichkeit der Tat aufgehoben werden sollte. D.h. sie muss einsehen, dass sie null Schuld hat und ihr Ex ihr da was ganz schlimmes angetan hat, für das er kein Recht der Welt hatte und er allein verantwortlich ist. Gegen Schamgefühle oder irrsinnige Schuldgefühle muss sie ankämpfen und diese fehlerhafte Sichtweise schnell und v.a. dauerhaft korrigieren, ansonsten besteht weiterhin akute Gefahr, dass sie erneut vergewaltigt wird. Wenn nicht vom EX, dann von weiteren Soziopathen, die ihre Beute/Opfer schon am Verhalten erkennen..
Auch verdrängen und verschweigen bringt nix, im Gegenteil nur wieder weitere Gefährdung. Sie muss sich der Sache stellen, am besten mithilfe einer Psychologin oder Beraterin in einer Beratungsstelle für Gewaltopfer.
Und um mit dem Gewalttrauma, dessen Wirkungen typischerweise Alpträume, Verhaltensstörungen und ggf. bei zu langer Verdrängung ernsthafte psychische Erkrankungen sein können.
An sich ist eine Anzeige des Straftäters eine sehr guter Verarbeitungs- und auch Abgrenzungsschritt...zumindest ist jedoch erwartbar, dass sie ihn meidet und keinen weiteren -wie es aussieht -freundschaftlichen Kontakt mit ihm aufrechterhält...oder drüber diskutieren will oder so....das signalisiert dem Täter nur Unsicherheit von ihrer Seite und dass sie sich doch überreden lässt, dass sein Verhalten o.k. war..., was wiederum als Einladung zur Wiederholung gewertet werden könnte. Oder andere Variante: sie denkt,sie kann ihn allein mit der Tat konfrontieren und will ein Machtkämpfchen spielen, bis er sie mal wieder im Dunkeln oder allein zu Haus zu packen kriegt...Das würde gehen, wenn sie kampsportfit wäre und sich innerlich bereits sehr gut abgegrenzt hätte, besteht allerdings die allergeringste Unsicherheit ....Also hier: mal ganz vorsichtig und konsequent vernünftig handeln!
In Hinsicht auf dich ist es hilfreich, wenn du ihr Rückhalt gibst, zu ihr stehst, ihr Möglichkeiten aufzeigst, sie aber nicht drängst und ihr die Entscheidung überlässt, ob sie sich helfen lassen will oder nicht. Ich würde in dem Fall, dass eure Beziehung zu sehr belastet ist, schon etwas subtilen Druck machen, dass sie einige Schritte unternimmt um sich helfen zu lassen...wenn du ihr in der nicht gerade leichten Verarbeitungsphase zur Seite stehst ist das ja sehr gut für sie und könnte etwas Ansporn geben. Ich finde in einer Partnerschaft hat jeder ne gewisse Verantwortung ggü dem Partner, die ausreichende Selbstpflege umfassen sollte, welche nicht nur Körperliches, sondern auch Seelisches mit einschliessen sollte. Vergewaltigungsopfer müssen an gewisse innere Grundproblematiken ran und ihre schiefgeratene Logik und auch ihr niedergedrücktes Selbstwertgefühl wieder aufbauen, das ist enorm wichtig...fehlt dieser Schritt, so gefährdet sie das weiterhin, wie ich nicht oft genug betonen kann.
Red mal mit ihr, mach ihr deine Ansichten klar, sag ihr dass du sie liebst, aber dass es dir schwer fällt und dich belastet sie unter dem Vorfall leiden zu sehen...und das es Mittel und Wege gibt die Alpträume zu verscheuchen und mit der Vergangenheit abzuschliessen, damit sie bzw ihr beide unbelasteter nach vorn schauen und euer Zusammensein mehr geniessen könnt.
Ich wünsche euch dabei viel Kraft und Glück!
Tyra