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Meine Freundin ist eine Wendy und ihr Sohn ein Peter Pan

Hallo Kater Kristian,
Ich würde mich jetzt nur um mich kümmern, Du hast zum zweiten Mal eine schwere Krebserkrankung, dafür wünsche ich dir erstmal gute Besserung und viel Kraft.
Ich hoffe, deine Freunde sind da, wenn du sie brauchst.
Wenn es dir besser geht, kannst du die anderen Dinge angehen.
Die Situation gestaltet sich immer komplexer: Habe festgestellt, dass ich nicht nur Krebs habe, sondern auch eine Mega-Depression. Erfülle ALLE Kriterien des Selbsttests der Deutschen Depressionshilfe. Kein Wunder nach dem Krebs und der Eigenbedarfkündigung meines Vermieters.
Am Montag bin ich beim Arzt und hol mir Hilfe.
Auch weiß ich nicht, ob meine wenigen guten Freunde für mich da sind. Ich ziehe mich ja gerade von allen aufgrund meiner Depression zurück.
 
Ganz ehrlich, ich kann verstehen, warum dich die Situation belastet. Dieses „Wendy–Peter-Pan“-Muster taucht häufiger auf, als man denkt. Viele rutschen da rein, ohne es zu merken, einer übernimmt Verantwortung, der andere bleibt im sicheren, aber eben auch bequemen „Kind-Modus“. Und wenn dann noch ein realer Sohn im gleichen Muster steckt, verdoppelt sich das Ganze emotional.


Manchmal hilft es, kleine Alltagssituationen bewusst anders zu gestalten: feste Absprachen, klarere Grenzen, mehr Eigenverantwortung in Mini-Schritten. Klingt simpel, aber solche Mikro-Impulse machen langfristig mehr aus als große Gespräche.


Ich hab mir irgendwann angewöhnt, gemeinsame Aktivitäten zu planen, die nicht sofort in dieses Rollenbild kippen, sogar einfache Dinge wie zusammen rausgehen oder sich für den Tag halbwegs abgestimmt anziehen (ich hatte mal so ein kleines Set hier gefunden), weil es automatisch mehr Teamgefühl erzeugt.


Wie reagiert deine Freundin denn, wenn du offen über deine Überforderung sprichst, eher Verständnis oder eher Ausweichen?
Sie versucht schon, mich zu verstehen. Trotzdem fühle ich mich unverstanden von ihr. Gerade habe ich bei der Deutschen Depressionshilfe gelesen, dass das typisch für Depressive ist. Und dass Angehörige und Partner das Verhalten von Depressiven oft gar nicht verstehen können. Weil sie zu wenig über Depressionen wissen.
 
Update: Gestern wurde die Trennung telefonisch durch sie ausgesprochen. Dass ich mich nun plötzlich wieder sauwohl fühle wäre schon bös gelogen. Aber eine gewisse Erleichterung macht sich breit. Und irgendwie weiß ich es genau - es geht nun nicht mehr weiter runter, sondern nach oben, auch wenn mal wieder ein Blue Day dazwischen kommt. Es war schon die komplett kaputte Beziehung, die mich so gewaltig ins Loch drückte.
Vielen Dank an alle.
 

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