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Meine Frau wünscht eine offene Beziehung

So schwer finde ich den Kontext jetzt eigentlich nicht zu verstehen. Der TE spricht von einer Entwicklung über 4 Jahre und ich finde verwirrend, dass das einige hier im Thread (war auch in anderen Beiträgen Thema) als so plötzlich erachten.
Naja, aber daß seine Frau von ihrem dritten Kinderwunsch abgekommen ist und er sich dafür erwärmen kann kam erst im Verlauf des Threads auf, der gerade mal 3 Tage existiert.
 
Könnte aber auch sein das er sich jetzt allmählich mit diesem Gedanken wieder angefreundet hat. Jetzt wo die gesamte Beziehung auf der Kippe steht und ihm klar geworden ist das sie ihm schon wichtig ist und es mitunter an diesem Kinderwunsch letztendlich nicht scheitern sollte. Während er zuvor nicht gedacht hätte, dass es mal so weit kommt.

Aber da sie ja eh keinen Kinderwunsch mehr hat, ist das ja nun kein Thema mehr.
 
Sie sagte ja, alleine durch die Tatsache das ich es ihr erlauben würde mit dem Freibrief, würde so viel Druck von ihr abfallen. Und das spüre ich auch.
Hallo Tavaris.
Mir erscheint es so, als ob du ein schlechtes Gewissen hättest, weil du den Kinderwunsch deiner Frau rigoros abgelehnt hattest.

Du hast mit erlebt wie sie fortschreitend deswegen verbittert ist.
Ihrem Wunsch jetzt nach Sex mit einem anderen Mann nachzugeben, ist dein Versuch dein Gewissen wieder rein zu waschen, kann das sein?
Oder dient das nur dazu, deine Frau zu besänftigen? Damit alle wie gewohnt weiter läuft?

Sie hatte dein Nein zum 3. Kind nicht wirklich akzeptiert und verkraftet.
Jetzt sagst du Ja, zwar bei einer völlig anderen Sache, aber immerhin gehst du auf ihren Wunsch ein.

Mir ist da nicht ganz klar wo der Hund begraben liegt. Bei deinem Nein oder das sie mit dem Nein nicht klar kam.

Wenn sie sagt, sie hätte Nachholbedarf auch in anderen Dingen, wie Sex, frage ich mich ob sie auch auf andere Dinge verzichten musste, weil du Nein gesagt hattest.
Die Frage, "war das alles?" klingt danach.

Entweder hat sie sich nicht durchgesetzt, sich nicht erfüllt was sie wollte, oder du hast es zu sehr gedeckelt, gleichzusetzen mit verboten. Wahrscheinlich ist, das ihr euch wunderbar dabei ergänzt habt euch unglücklich zu machen.
Wobei, für dich hätte es auch einfach wie bisher weiter laufen können? Du warst nicht unglücklich. Es hat dich nur gestört, das deine Frau mit deinem Nein nicht leben konnte und dir unterschwellig vorwarf für ihr Unglück verantwortlich zu sein.

Würdest du sagen, du bestimmst überwiegend was getan und nicht getan wird? Richtet sich deine Frau zu sehr nach deinen Vorstellungen und Wünschen? Nimmt sie zu sehr Rücksicht auf dich?

Was du jetzt als Lösung siehst, bedeutet das nicht einfach nur, das du deiner Frau mal "Raum" für ihre Wünsche und Bedürfnisse gibst?

Was würde denn passieren wenn du Nein sagst, es ihr nicht "erlaubst".
Ich denke du weißt, das du dir das nicht erlauben kannst ohne sie dann zu verlieren. Was du dir als Wahl ausmalst ist in Wirklichkeit deine letzte Chance mit ihr.

Musst du tun, was sie will oder musste sie immer tun was du willst?
Gibst du zu wenig oder fordert sie zu viel?
Das zeigt sich in dem was du schreibst nicht so richtig.

Vielleicht bist du auch selbst blockiert und kannst ihr nicht mehr geben. Und sie konnte nicht für sich und ihre Wünsche einstehen.
Das vermute ich eher, weil ihr einen kleinen Spalt zwischen euch zu einem riesen Graben habt entwickeln lassen. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen.

Von daher, hat sie das jetzt getan und erfahren das sie für sich und ihre Wünsche einstehen kann.
Und du hast ihr Raum gegeben und nimmst sie mit ihren Wünschen und Bedürfnissen wahr.
Begehrst du sie? Sie ist deine Frau, willst du ihr geben was sie sich von dir als Ehemann wünscht? Ohne den Gedanken an Leistungsdruck, sondern aus Liebe zu ihr?
 
Trenn dich von deiner Frau, wenn sie eine offene Beziehung wünscht. Sie liebt dich nicht mehr. Deine Frau will dich nicht mehr, ist wohl nur zu feige, mit dir Schluss zu machen. Das Problem ist, wenn du nein sagst, wird sie sich wahrscheinlich betrügen.
 
Manches wird einem erst klar, wenn man es aufschreiben. Dann die Kommentare hier liest.
Ja, manches liest sich im Nachhinein etwas widersprüchlich.
Insgesamt halte ich eine Paartherapie für sinnvoll, zusätzlich solltet ihr aber auch außerhalb der Therapie viel miteinander reden.
 
Ich hab den Thread nicht komplett gelesen, möchte da aber Werner zustimmen. Da läuft entschieden was falsch imho wenn man eine (instabile) Beziehung öffnen möchte. Wäre gut da miteinander zu sprechen was fehlt oder sich im Guten zu trennen. Ich kenne nicht viele Menschen, aber alle die ich kenne die "offene Beziehungen" leben haben mehr oder weniger chaotische traurige Beziehungen und hängen regelmäßig in Klapsen, erzählen aber vorher wie toll das ist "hierarchische Beziehungsmuster" (also ich liebe nur jene*n und habe nur auch Sex mit jene*n anderen) zu leben. ;-) Weiss nicht, ist bei jedem/jeder sicherlich anders und nix gegen Leute die nicht monogam veranlagt sind. Mir ist in meinem ganzen Leben aber noch nie jemand begegnet der / die sich eigentlich nicht nach "erfüllender Zweisamkeit" oder Verbundenheit mit etwas "festem" sehnt. just my #2cents
 
Oh man,
Das ist echt ärgerlich dass meine Beiträge immer eine Weile brauchen bis sie freigeschalten werden. Ich antworte auf eure Fragen, aber bis der Beitrag lesbar wir, gibt es schon die nächste Seite und ich bin mir unsicher ob das geschriebene auf der Seite zuvor überhaupt noch gelesen wurde.

Savay hat viele Dinge angesprochen die ich genau so unterschreiben kann.
Entweder hat sie sich nicht durchgesetzt, sich nicht erfüllt was sie wollte, oder du hast es zu sehr gedeckelt, gleichzusetzen mit verboten. Wahrscheinlich ist, das ihr euch wunderbar dabei ergänzt habt euch unglücklich zu machen.

Ziemlich genau das trifft beides zu. Meine Frau hatte die letzten Jahre immer mal wieder wünsche, was veränderungen betrifft.
Sei es beruflich, oder privat. Ich habe ihr nie etwas verboten, aber meine Bedenken mitgeteilt und gesagt dass ich es nicht gut fände. Sie hat das dann so hingenommen und auch nicht weiter darüber geredet.
Ich bin mir durchaus bewusst das ich die letzten 4 oder 5 Jahre ziemlichen scheiss gemacht habe. Ich habe die wünsche meiner Frau und ihre Träume und Bedürfnisse nicht beachtet. Sie wollte einen Hund, ich sag nein. Sie wollte eine Katze, ich sag nein. Sie wollte sich beruflich verändern, ich äußere Zweifel und Unbehagen anstatt sie zu unterstützen. Sie wollte Kurse belegen, ich sagte wir haben doch gar keine Zeit für so etwas.
Sie hat uns Pärchen spiele gekauft um den Alltag am Abend aufzulockern, ich habe nicht mit gezogen.
Man muss aber auch dazu sagen dass meine Frau auch nie versucht hat sich durchzusetzen. Sie hat dann halt immer gesagt, OK , dann halt nicht. Und dann war's auch gut.
Gehandelt habe ich immer nur aus vollster Überzeugung heraus, unser System nicht zum Einsturz zu bringen. Einfach mit dem Gedanken, solange alles bleibt wie es ist, ist alles gut.
Da ist halt sehr viel passiert mit ihr, und ich habe da vollstes Verständnis dafür.
Dazu kommt der nicht erfüllte Kinderwunsch.
Unser erstgeborener Sohn, der einen Gendefekt hat und Pflegebedürftig ist. Meine Schwiegereltern die mit uns im gleichen Haus wohnen und beide Pflegebedürftig sind.
Es ist einfach ein riesen Paket dass sich die letzten Jahre über angehäuft hat. Das meine Frau jetzt sagt, sie kann nicht mehr, und einfach mal ausbrechen will, kann ich verstehen.
Aber sie macht es, trotz allem was vor gefallen ist, nicht hinter meinem Rücken.
Sie hat Vertrauen zu mir und redet darüber.
Ich kann sie dabei unterstützen und Verständnis haben, oder aber sagen, ich bin weg.
Ich handle aber deshalb nicht aus schlechtem Gewissen heraus, sondern einfach, weil ich meine ganzen Fehler, und mein falsches Verhalten ihr gegenüber, mittlerweile erkenne. Ich mittlerweile ihre wünsche und gefühle, sehe und respektiere. Und ich einfach der überzeugung bin, das auch sie es verdient hat, das zu bekommen was sie möchte.
Einfach mal ausbrechen, mit mir an ihrer Seite, der ihr Sicherheit gibt.
Sie sagt ja nicht sie will eine andere Beziehung nebenbei. Sondern einfach das sie ein mal raus darf aus dem ganzen.
Und solange ich damit kein Problem habe, sich an gewisse Regeln gehalten wird und wir beide dadurch glücklich sind, ist es glaub der richtige Weg.
Ob es wirklich so sein wird, wird sich zeigen.
 

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