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Meine Frau wünscht eine offene Beziehung

Wie oben schon geschrieben will meine Frau eine offene Beziehung.

Kurz zu unserer Geschichte:
Wir sind seit 14 Jahren ein paar, seit 8 Jahren verheiratet. Wir haben 2 Kinder ( 6 und 8 Jahre)
Vor 4 Jahren ist meine Frau mit einem weiteren Kinderwunsch an mich heran getreten. Da ich keine weiteren Kinder wollte, habe ich mit ihr darüber geredet und meine Standpunkt erklärt. Sie hatte großes Verständnis für meine Einwände, der Kinderwunsch blieb aber immer präsent bei ihr. Teilweise quälte er sie richtig, weil sie es sich so sehr wünschte, aber sie es nicht bekamm.
In dieser Zeit der letzten 4 Jahre habe ich meine Frau emotional leider sehr alleine gelassen. Ich habe einfach bei jedem Gespräch Angst gehabt das es wieder auf das Kinderthema zu sprechen kommen könnte, und habe daher Gespräch abseits von Alltag und Kinder, vermieden und nicht geführt.

Dass das alles ein Fehler war, und ich anders handeln hätte müssen, dem bin ich mir durchaus bewusst.

Ich habe sie sozusagen emotional verhungern lassen.

Unsere Beziehung läuft die letzten Jahre mehr schlecht als gut, mir war das aber nicht so bewusst. Ich habe immer geglaubt das alles passt und halt Alltag ist. Meine Frau hat öfters gesagt das da was doch nicht stimmt. Sie hat versucht neue rituale einzuführen, Pärchenabende, datenight, Paarspiele.
Leider habe ich da nie so richtig mitgezogen. aus Panik vor dem Thema drittes Kind.
Sex gab es auch immer weniger, wegen besagtem Thema.

Vor 2 Monaten ist meine Frau dann völlig zusammen gebrochen. Sie hat geweint und gesagt das ihr alles viel zu viel ist. Das sie nur noch weg möchte. Das sie einfach mal aus dem System ausbrechen möchte. Das sie Angst hat weil sie über Trennung nachdenkt, mich aber nicht verlieren möchte.

Sie sagte mir, sie hat seit einem Jahr Gedanken, ob das jetzt schon alles gewesen sein kann. Wir sind zusammen gekommen da war sie 19. Ich war ihr erster Freund. Sie sagt sie hat sich nie ausprobieren können und was anderes kennen gelernt als mich. Sie macht sich Sorgen über diese Gedanken, aber sie will mich auch nicht verlieren.

Die letzten 2 Monate ging alles auf und ab. Der eine Tag war gut, der andere schlecht. Es gab mehrere Gespräche, immer tränenreich. Sie sagte zu mir, wenn ich ihr einfach mal ein halbes Jahr erlauben würde sich auszutoben, dann würde ihr das so viel geben.
Sie konnte nicht mehr und es stand kurz vor der Trennung.
Dann fand ein Umdenken bei mir statt.
Wir sprachen darüber wie sie sich das alles vorstelle. Wir hatten lange Gespräche.
Sie sagt, sie will mich wirklich nicht verlieren und auch das sie es wieder will das es uns besser geht.
Und das glaube ich ihr auch.
Sie hat aber auch diesen großen Drang in sich, einfach ein mal ausbrechen aus den letzten 14 Jahren als Partnerin, Ehefrau, Mama, Organisatorin und allem was dazu gehört.

Und ich kann es auch verstehen.
Also überlegten wir die Beziehung zu öffnen.
Ich war erst nicht begeistert davon, aber durch die vielen langen Gespräche, bekamm ich ein Gefühl dafür, um was es ihr geht.

Unser aktueller Plan ist, das sie ein mal im Monat einen Abend haben darf, nur für sich, mit einem anderen Mann. Eine Film schauen, was essen, und auch Sex falls es soweit kommen sollte. Die anderen 30 Tage im Monat zählen nur wir. Wir 2 haben Priorität 1. Sie will auch gleichzeitig mit mir zur Paartherapie und an unserer Beziehung arbeiten.
Bei dem Mann den sie im Blick hat, habe ich auch keine Angst dass da mehr daraus werden könnte. Ich kenn ihn und weiß wie er tickt. Ich habe ihn ihr mehr oder weniger vorgeschlagen. Er hätte keine Lust mich zu ersetzen. Er hatte null bock auf Haus, Gartenarbeit, Kinder ect. Da brauche ich mir also keine Gedanken machen.
Es wäre also genau das was es sein soll. Ein Abend für meine Frau zum ausbrechen. Nicht mehr und nicht weniger.
Wir haben Richtlinien aufgestellt wie keine Übernachtungen, nur einmal im Monat und er muss bescheid wissen was es ist. Das er sich auch darüber im Klaren ist.
Mit dem Gedanken das meine Frau ein mal im Monat Sex mit einem anderen hat komme ich relativ gut klar, weil es für mich auch einfach nur das ist, Sex.
Der Gedanke daran, das meine Frau aber wieder glücklich ist, und unsere Beziehung daran wächst und inniger wird, macht mich Happy.
In die andere Richtung dürft ich das gleiche übrigens auch. Im Moment habe ich da aber wenig verlangen danach. Wer weiß, vielleicht kommt es ja noch.
Ich und meine Frau sind uns auch darüber einig, dass das alles auch nicht klappen kann, das es nicht funktioniert. Aber wir wollen den Versuch starten, und mal schauen wohin es uns bringt.
Weil so wie es bis jetzt war, die letzen Jahre, konnte es nicht weiter geh.
Vielleicht haben wir in einem Jahr eine richtig glückliche Beziehung in der jeder voll aufgeht, weil seine wünsche und Bedürfnisse gedeckt sind.
Vielleicht sind wir auch nicht mehr zusammen.
Wie werden sehen.

Jetzt hätte mich interessiert was ihr dazu sagt? Wie ihr zu sowas steht?

Danke und lieben Gruß

Tavaris
Ich kann Deine Situation gut nachvollziehen und zwar aus zwei Gründen:

1. Ich führe ebenfalls eine offene Beziehung und das schon seit Jahren. Ich kann Dir Mut machen, denn bei uns läuft es perfekt und vielleicht bekommst Du das auch hin. Es gibt aber klare Regeln: Wir reden nicht darüber, insbesondere wird der Partner nicht mit Details versorgt, ich will weder Namen noch weitere Details von den Männern wissen und halte es bei meinen Freundinnen genau so. Zudem ist wichtig, dass der Sex in der Beziehung nicht zu kurz kommt und sich alles die Waage hält.

2. Eine meiner F+ Freundinnen war auch seit dem 19. Lebensjahr mit ihrem Mann zusammen und ist dann mit 34 völlig durchgedreht bei dem Gedanken, dass dies nun alles gewesen sein soll. Wer halbwegs attraktiv ist, der will sich auch austesten, der möchte Erfahrungen sammeln und Rückmeldung erhalten. Entwickele Verständnis für diesen Wunsch von Deiner Frau. Eure Beziehung kann sehr gestärkt daraus hervor gehen.
 
Ehrlich gesagt....ich kann mir nicht vorstellen, das es funktioniert.
Weder durch 1x im Monat ein Treffen mit anderem Mann, noch durch mehr emotionale Nähe deinerseits. Sie möchte dich nicht verlieren? Ja klar.
Du bist der Vater der Kinder, es läuft im Alltag, finanziell, ihr seid aneinander gewöhnt usw.
Da findet man ganz schwer Ersatz.
Also ich hatte in meinen Ehen/Partnerschaften nie solche Wünsche wie deine Frau.
Und wenn ich sie gehabt hätte, dann hätte ich mir eingestanden, das ich mit diesem Mann nicht glücklich werde und Konsequenzen gezogen. Dieses Gemauschel mit offener Ehe finde ich verlogen.
Ist aber nur meine (unerhebliche Meinung)
 
Ich finde bei harmonischen Langzeitbeziehungen eine offene Beziehung wesentlich besser als eine Trennung.

Es muss jeder selber wissen.
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Ich führe ebenfalls eine offene Beziehung und das schon seit Jahren. Ich kann Dir Mut machen, denn bei uns läuft es perfekt und vielleicht bekommst Du das auch hin. Es gibt aber klare Regeln: Wir reden nicht darüber, insbesondere wird der Partner nicht mit Details versorgt, ich will weder Namen noch weitere Details von den Männern wissen und halte es bei meinen Freundinnen genau so.

Zitat Ende

Wie bei uns...
 
Ehrlich gesagt....ich kann mir nicht vorstellen, das es funktioniert.
Weder durch 1x im Monat ein Treffen mit anderem Mann, noch durch mehr emotionale Nähe deinerseits. Sie möchte dich nicht verlieren? Ja klar.
Du bist der Vater der Kinder, es läuft im Alltag, finanziell, ihr seid aneinander gewöhnt usw.
Da findet man ganz schwer Ersatz.
Also ich hatte in meinen Ehen/Partnerschaften nie solche Wünsche wie deine Frau.
Und wenn ich sie gehabt hätte, dann hätte ich mir eingestanden, das ich mit diesem Mann nicht glücklich werde und Konsequenzen gezogen. Dieses Gemauschel mit offener Ehe finde ich verlogen.
Ist aber nur meine (unerhebliche Meinung)
Ich glaube, das erlebt einfach jeder Mensch sehr unterschiedlich und es ist in der Hinsicht nie passend, von sich auf andere zu schließen. Manche Menschen haben nie so ein Begehren, manche phasenweise, manche in Krisensituationen, manche fühlen und begehren generell nicht monogam, usw.. Über die Liebe und das Funktionieren der Beziehung kann es etwas aussagen, muss es aber nicht. Und dazu kommt natürlich gesellschaftliche Prägung, Umfeld, Zeitgeist, etc.
 
Abgesehen davon, dass ich mit offenen Beziehungen generell nichts anfangen kann und damit auch bei meinem Mann nicht einverstanden wäre, würde mir in diesem speziellen Fall der starke Wunsch nach dem weiteren Kind Bauchmerzen bereiten. Wenn deine Frau von der außerhäusigen Sexsession schwanger würde ist es m. W. rein rechtlich deins; du giltst dann als Vater. Das Kind könnte nichts dafür und du solltest zumindest der Fairness halber dann bereit sein, deinen Frust nicht an dem unschuldigen Wesen auszulassen und es als dein Kind annehmen.
 
Ehrlich gesagt hatte ich beim lesen das Gefühl, dass ihr dringend mal moderiert miteinander alles bereden solltet - also eine Paartherapie machen. Es hilft doch nicht gegen das emotionale Verhungern, gegen den Kinderwunsch und deine Angst vor dem offenen Austausch, wenn sie einmal im Monat mit nem anderen darf. Das ist doch eher ein Symptom als das Problem, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo @Tavaris, habe hier jetzt nur Deinen Eingangsbeitrag gelesen.
Dazu fällt mir ein, dass ich es kritisch empfinden würde, eine Beziehung zu öffnen, die so sehr in der Krise steckt. Das käme für mich nicht in Frage.
Eine feste, stabile Beziehung würde ich wenn nur öffnen wollen, wo ich sicher weiß, dass es genauso ist, wie ich es will.
 

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