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Lieber Elias1977,
ich bin mit dem Thema selber vor ein paar Monaten live in Berührung gekommen, durch den neuen Freund meiner Mutter. Nein ich bin keine Prostituierte. Ich bin von dem Gewerbe nur objektiver Zeuge. Der neue Freund meiner Mutter ist Bordellbetreiber. Das war für mich erstmal ein fetter Schock, weil ich mit Personen von der Sexindustrie/Rotlichtmilliue bis dato nichts zu tun hatte. Ich habe keine Vorurteile gegenüber den Frauen, die aus Notlagen heraus sich prostituieren, zwangsprostituiert werden etc. FÜR MICH SIND DAS OPFER! Für mich ist das wichtigste, dass ich selber live Einblick bekommen habe und selber urteilen kann objektiv nicht subjektiv weil ich als Frau keine Erfahrung habe wie es ist Sex gegen Geld. Das ist für mich Gewalt und ich verabscheue Gewalt. Für mich heißt es Mann bezahlt Geld und hat dann die Macht mit seinen Wünschen die Frau zu erniedrigen, die Frau macht das für Geld dann mit ob sie will oder nicht. Kunde ist König.
Diese Industrie hat so viele Facetten, da kann man alles nicht aufzählen.
Genauso ein Manager vom großen Unternehmen geht zu einer Domina und läßt sich erniedrigen mit Lack, Leder und Peitsche.
Erstmal zu deiner Frau:
Deiner Frau schicke ich ein dickes Lob, dass Sie den Ausstieg geschafft hat und den Einstieg in ein normales Leben und dir schicke ich eine Brille mit dicken Gläsern (nicht persönlich nehmen), weil du Sie erneut entwertest. In meinen Augen ist deine Frau für mich eine Art Opfer und keine Täterin, aber genauso behandelst Du Sie, mit Vorurteilen, weil Sie dir nicht sofort die Wahrheit über Ihre Vergangenheit erzählt hat.
Fakt ist doch deine Frau ist ausgestiegen und möchte mit diesem Gewerbe nichts mehr zu tun haben. Sie liebt dich, und wenn man einen liebt dann traut man eben nicht Dinge zu sagen, weil man Angst hat vor dieser Person, die man liebt das Gesicht zu verlieren. Auch wenn Sie mit Selbsttötung gedroht hat, das hat Sie auch aus purer Verzweiflung getan. Erstens hat Sie ihr jetziges Schutz-Gesicht verloren, Ihr Standbein gerät ins Wanken, rechnet mit deinem Verlust-Liebesentzug-Vorurteilen usw.
Deine Frau hat ein Neuanfang gestartet, um mit der Vergangenheit abschießen. Sie hat geschwiegen aus Scham, Angst, verurteilt zu werden, entwertet zu werden für das was Sie gemacht hat. Auch wenn die Prostitution seit 2002 legalisiert ist und als Beruf anerkannt. Es ist kein Beruf der normalen Sitte. Diese Frauen führen ein Doppelleben. In der ersten Rolle sind sie das und in der zweiten Rolle Prostituierte. Einige spielen nur die Rolle der Prostituierten.
Klar ist es ein Vertrauensbruch, wenn man nicht sofort die Karten offen auf den Tisch legt. Lieben heißt vertrauen, aber einem nicht alles zu erzählen heißt nicht, einen nicht zu Lieben und zu Lügen. Einem nicht alles zu erzählen heißt auch Selbstschutz und für den anderen. Lieben heißt auch einen Menschen so anzunehmen wie er ist mit weißen/grauen/schwarzen Seiten. Liebe heißt Schwierigkeiten gemeinsam durchzustehen, Konflikte gemeinsam zu lösen, Kompromisse zu finden usw.
Selber hattest schon so eine Art Vorahnung-Bauchgefühl das sie aus dem Gewerbe kommt, und hast mehrmals nachgehakt. Sie hat dir nicht die Wahrheit gesagt, wie oben schon erwähnt. Trotz deinem Bauchgefühl hast du Sie lieben gelernt und geheiratet. Sie ist deine Ehefrau - gleichberechtigte Partnerin. Glaubst du wirlich wenn sie nur auf dein Vermögen aus wäre, hätte Sie sich mit dir verbunden? In dem Gewerbe kommt man mit Persönlichkeiten in Verbindung die im finanziellen Bereich vielleicht das fünfache bieten können. Dieser Vorwurf gegen Sie ist ungerecht und nicht fair.
Dein Bauchgefühl hat dich veranlasst Detektiv zu spielen und bist auf wahrheitsbedingte Beweise gestossen und dein Bauchgefühl bestätigt haben und bist mit den Beweisen in ein Ausnahmezustand gekommen, genauso wie deine Frau als du Sie mit der Wahrheit konfrontiert hast ist in ein Ausnahmezustand gekommen.
Sie hat dir nicht sofort alles gesagt, weil es gibt ein Sprichwort:
Alles was du sagst kann und wird gegen dich und andere verwendet werden!!!
Das heißt du hättest Sie verurteilt und wärst nicht mit Ihr zusammen und hättest nicht geheiratet, weil Sie eine Prostituierte war und viele Männer gehabt hat. Ich glaube eher die Männer die Sex kaufen sind ein Problem und nicht die Frau. Ich weiß nicht wie du das siehst. Für dich ist es ein Problem du hast eine Ehefrau geheiratet, die viele Männer gehabt hat gegen Entgelt. Jetzt steht deine Frau als Beschuldigte da, weil Sie viele Männer gehabt hat gegen Entgeld. Ich kenne Ihren Einstieg in das Gewerbe und die Motive nicht. Da kann man sich auch kein Urteil erlauben. Aber auch wenn es ein freiwilliger Einstieg war führen schon die Motive zum Zwang es zu tun, ob man es will oder nicht. In diesem Bereich wäre ich sehr vorsichtig schnelle Verurteilungen zu fällen.
Hast vielleicht ein Problem damit, dass dieser Bereich nicht in deine Sitte fällt. Wenn die eigene Sitte mit etwas konfrontiert wurde was nicht der eigenen Norm entspricht, klar ist man durch den Wind. Das Bild dieser Person wie man sie kennengelernt hat, steht schief. Hast vielleicht das Gefühl es ist nicht mehr die Frau die ich mal kennengelernt habe. Doch sie ist es noch immer. Fakt ist doch ihr liebt Euch noch immer und lebt im Hier und Jetzt und nicht was Jahre zurückliegt. Der Unterschied ist sie hat es mal getan und tut es nicht mehr. Das ist zu belohnen sie tut es nicht mehr, und nicht zu bestrafen sie hat es mal getan. Vorwürfe sich selbst gegenüber macht sie sich vielleicht schon genug, da braucht sie nicht noch jemanden der sie mit neuen Vorwürfen überschüttet. Ist es nicht so das sie jemanden braucht, der versteht warum und wieso?
Genauso wie du jemanden brauchst der dich versteht. Da kommen viele Fragezeichen auf. Man hinterfragt alles. Man will alles wissen und verstehen. Man ist plötzlich mit einer neuen Welt konfrontiert die man nicht kennt, weil die nicht in die Sitte/Norm fällt.
Ich bin mit Frauen ins Gespräch gekommen, die sich prostituieren und dieser Tätigkeit nachgehen. Jede Frau macht es aus diversen eigenen Motiven.
Beispiel:
Eine ist 26 ist alleinerziehend hat ein Kind von 2 Jahren und bekommt kein Unterhalt. Sie geht der Prostitution nach um Geld anzusparen, um Ihrem Kind später etwas zu bieten. Natürlich darf keiner davon wissen, es ist ihr Doppelleben.
Es gibt auch Frauen die nur kurze Zeit das machen um eine bestimmte Summe zu erreichen. Wenn Sie die Summe erreicht haben, hören die auch wieder auf.
Es gibt auch Frauen die spielen nur Seelsorgerin für Ihre Kunden.
Es gibt Frauen die machen das unter Zwang und Ausbeutung.
Es gibt diverse Motive und Gründe warum man sowas macht. Welche Motive und Gründe hat die Kundschaft die Dienstleistung in Anspruch zu nehmen?
Außerdem kann ich deine Wut gut verstehen. Ich selber hatte so eine Wut als ich das Gewerbe vom neuen Freund meiner Mutter kennengelernt habe. Erstens weil ich einen Neffen habe der wird 12 und als Tante denke ich mir was für ein Vorbild muss mein Neffe haben, hat sowieso schon keinen guten Opa als Vorbild (Alkoholiker). Und zweitens was seine Enkelkinder (Mädchen, 11 und 13 Jahre) als Vorbild dulden müssen, einen Opa als Zuhälter !?!.
Doch mein Bild hat sich gewendet, als ich mich selber davon überzeugt habe. Er ist praktisch nur der Eigentümer des Hauses = Bordellinhaber. Da sind wechselnde Frauen die kommen und gehen, Stammfrauen die von selber immer wieder kommen. Kundschaft kommen aus allen Gewerben von Manager bis XY. Und bekommt wöchentlich %-Anteil von den Einnahmen einer gesamten Woche für Vermietung der Räume. Der Rest machen die Frauen untereinander. Er ist auch nur 1 mal die Woche in seinem Eigentum um zu kontrollieren, dass nichts am Eigentum ist. Mein Bild was Zuhälterei ist hat sich gewendet. Es gibt solche und solche. Sogar Frauen können in dem Bereich als gewalttätige Frauenzuhälterinen auftreten, eben wie Männer.
Den neuen Freund meiner Mutter kann ich nicht so wie ich ihn jetzt kennengelernt habe als Zuhälter abstempeln, denn diese Facetten habe ich bei ihm nicht
kennengelernt, habe natürlich kritisch genau überprüft. Mit Personen Gespräche geführt, mich mit eigenen Augen überzeugt.
Wollte mich persönlich überzeugen, ob er ein Mann ist der Frauen Leid zufügt und kann sagen dem ist nicht so. Er respektiert die Frauen, die dem Gewerbe nachgehen, stellt eine Fläche zur Verfügung und bekommt seinen %-Anteil. Er weiß auch die Frauen die kommen und gehen führen ein Doppelleben und ist diskret. Ich weiß nur er hat eine Pornographie-Sucht. Finger von nackten Frauenbildern kann er nicht lassen. Da fühle ich mich persönlich schon etwas diskriminiert, wenn er sich seine nackte Frauenbilder in meinem Beisein anschaut. Meine Meinung habe ich gesagt was ich von dem Gewerbe halte und es nicht in mein Sittenbereich fällt, und die Frauen wie ihn aber auch nicht verurteile, dass er Bordellinhaber ist und die Frauen die dieser Tätigkeit nachgehen. Ich verurteile eher die sabbernde Kundschaft, mit ihren wiederlichen Phantasien und meinen mit Geld alles bekommen zu können.
Du fühlst dich betrogen, weil Sie dir nicht die Wahrheit erzählt hat. Sie ist betrogen mit Ihrem Körper, weil Sie Ihren Körper als Dienstleistung mal angeboten hat egal ob freiwillig oder unter Zwang. Das ist weitaus viel schlimmer als nicht die Karten offen auf den Tisch zu legen, und für sich selbst zu behalten und nicht zu belasten.
Jetzt ist es raus und fällt nicht mehr unter die Frau Norm. Das ist nicht fair und gerecht. Auch sie hat eine Chance verdient, trotz Vergangenheit.
Doch du hast auch ein Recht dich zu distanzieren, wenn Sie dich mit Ihrer Vergangenheit belastet. Doch dann ist es keine wahre Liebe. Wahre Liebe heißt den Menschen anzunehmen so wie er geformt ist und nicht wie es gerade einem in den Kram passt, so muss diese Person jetzt sein. Sie ist nicht mehr diese Person, weil Sie in der Vergangenheit das gemacht hat. Das ist falsch. Fakt ist doch sie hat die alten Werte verlassen und sich neue Werte geschaffen. Ich finde es schade wenn man das wegen einer Geschichte aus der Vergangenheit zerstört, was man sich aufgebaut hat. Es muss ja keiner aus dem Umfeld wissen, dass sie mal in der Branche tätig war, und es geht niemanden was an. Fakt ist du bist ihr Ehemann und hast ein Recht es zu wissen, weil du mit Ihr eine Beziehung führst.
Den Rest musst du mit dir selber ausmachen und ins Reine kommen, ob du mit Toleranz oder Intoleranz gegenüber Ihre Vergangenheit leben kannst.
Man weiß auch nicht wieviele intime Beziehungen eine Frau/Mann vor einer Partnerschaft hatte. Man weiß auch nicht, ob der eigene Ehemann selber ein Mann Stammkunde ist bei einer Prostituierten.
Wenn man es unter Zweisamkeit nicht mehr in den Griff kriegt, kann man sich auch Hilfe von außen holen. Ein Unparteiischer Blick kann viel helfen, spreche aus eigener Erfahrung.
Bin 30 und mein Mann ist 31, und bin mit Ihm seit meinem 16 Lebensjahr zusammen. Hatten auch nicht immer rosige Zeiten. Sind uns auch gegenseitig Anfang der 20 Fremdgelaufen. Die Neugier was neues auszuprobieren hat uns zu den Taten geführt, die den anderen auch verletzt hat. Das hinterlässt Spuren, aber die Spuren verwischen sich wieder. Ich kann von meiner Seite sagen ich weiß, was ich an meinem Mann habe und er weiß was er an mir hat. Aber ich kann nicht sagen es bleibt immer so. Höhen und Tiefen werde auch ich noch mit ihm erleben, aber weil ich ihn liebe werde ich nicht weglaufen oder wie ein Strauß den Kopf in den Sand stecken. Es gibt viel schlimmeres auf der Welt, als eine Person an der Seite zu haben, die eine zeitlang nicht der Norm der Gesellschaft entsprach.
Es gibt Paare die sich trennen wegen paar Euro, herumliegende Socken, nicht zugedrehter Zahnpasta, Müll nicht herausgebracht, etc. Das ist für mich Shizophren.
Sich immer nur mit dem negativen zu beschäftigen ist das Leben viel zu kurz. Du sagst ihr lebt im finanzielen Bereich gut, nutzt es aus genießt positive angenehme Aktivitäten, das sind die besten Erinnerungen die einem zum Schluss bleiben.
Wünsche dir noch alles Gute mit deiner Frau oder ohne.
Liebe Grüsse
Silvia
ich bin mit dem Thema selber vor ein paar Monaten live in Berührung gekommen, durch den neuen Freund meiner Mutter. Nein ich bin keine Prostituierte. Ich bin von dem Gewerbe nur objektiver Zeuge. Der neue Freund meiner Mutter ist Bordellbetreiber. Das war für mich erstmal ein fetter Schock, weil ich mit Personen von der Sexindustrie/Rotlichtmilliue bis dato nichts zu tun hatte. Ich habe keine Vorurteile gegenüber den Frauen, die aus Notlagen heraus sich prostituieren, zwangsprostituiert werden etc. FÜR MICH SIND DAS OPFER! Für mich ist das wichtigste, dass ich selber live Einblick bekommen habe und selber urteilen kann objektiv nicht subjektiv weil ich als Frau keine Erfahrung habe wie es ist Sex gegen Geld. Das ist für mich Gewalt und ich verabscheue Gewalt. Für mich heißt es Mann bezahlt Geld und hat dann die Macht mit seinen Wünschen die Frau zu erniedrigen, die Frau macht das für Geld dann mit ob sie will oder nicht. Kunde ist König.
Diese Industrie hat so viele Facetten, da kann man alles nicht aufzählen.
Genauso ein Manager vom großen Unternehmen geht zu einer Domina und läßt sich erniedrigen mit Lack, Leder und Peitsche.
Erstmal zu deiner Frau:
Deiner Frau schicke ich ein dickes Lob, dass Sie den Ausstieg geschafft hat und den Einstieg in ein normales Leben und dir schicke ich eine Brille mit dicken Gläsern (nicht persönlich nehmen), weil du Sie erneut entwertest. In meinen Augen ist deine Frau für mich eine Art Opfer und keine Täterin, aber genauso behandelst Du Sie, mit Vorurteilen, weil Sie dir nicht sofort die Wahrheit über Ihre Vergangenheit erzählt hat.
Fakt ist doch deine Frau ist ausgestiegen und möchte mit diesem Gewerbe nichts mehr zu tun haben. Sie liebt dich, und wenn man einen liebt dann traut man eben nicht Dinge zu sagen, weil man Angst hat vor dieser Person, die man liebt das Gesicht zu verlieren. Auch wenn Sie mit Selbsttötung gedroht hat, das hat Sie auch aus purer Verzweiflung getan. Erstens hat Sie ihr jetziges Schutz-Gesicht verloren, Ihr Standbein gerät ins Wanken, rechnet mit deinem Verlust-Liebesentzug-Vorurteilen usw.
Deine Frau hat ein Neuanfang gestartet, um mit der Vergangenheit abschießen. Sie hat geschwiegen aus Scham, Angst, verurteilt zu werden, entwertet zu werden für das was Sie gemacht hat. Auch wenn die Prostitution seit 2002 legalisiert ist und als Beruf anerkannt. Es ist kein Beruf der normalen Sitte. Diese Frauen führen ein Doppelleben. In der ersten Rolle sind sie das und in der zweiten Rolle Prostituierte. Einige spielen nur die Rolle der Prostituierten.
Klar ist es ein Vertrauensbruch, wenn man nicht sofort die Karten offen auf den Tisch legt. Lieben heißt vertrauen, aber einem nicht alles zu erzählen heißt nicht, einen nicht zu Lieben und zu Lügen. Einem nicht alles zu erzählen heißt auch Selbstschutz und für den anderen. Lieben heißt auch einen Menschen so anzunehmen wie er ist mit weißen/grauen/schwarzen Seiten. Liebe heißt Schwierigkeiten gemeinsam durchzustehen, Konflikte gemeinsam zu lösen, Kompromisse zu finden usw.
Selber hattest schon so eine Art Vorahnung-Bauchgefühl das sie aus dem Gewerbe kommt, und hast mehrmals nachgehakt. Sie hat dir nicht die Wahrheit gesagt, wie oben schon erwähnt. Trotz deinem Bauchgefühl hast du Sie lieben gelernt und geheiratet. Sie ist deine Ehefrau - gleichberechtigte Partnerin. Glaubst du wirlich wenn sie nur auf dein Vermögen aus wäre, hätte Sie sich mit dir verbunden? In dem Gewerbe kommt man mit Persönlichkeiten in Verbindung die im finanziellen Bereich vielleicht das fünfache bieten können. Dieser Vorwurf gegen Sie ist ungerecht und nicht fair.
Dein Bauchgefühl hat dich veranlasst Detektiv zu spielen und bist auf wahrheitsbedingte Beweise gestossen und dein Bauchgefühl bestätigt haben und bist mit den Beweisen in ein Ausnahmezustand gekommen, genauso wie deine Frau als du Sie mit der Wahrheit konfrontiert hast ist in ein Ausnahmezustand gekommen.
Sie hat dir nicht sofort alles gesagt, weil es gibt ein Sprichwort:
Alles was du sagst kann und wird gegen dich und andere verwendet werden!!!
Das heißt du hättest Sie verurteilt und wärst nicht mit Ihr zusammen und hättest nicht geheiratet, weil Sie eine Prostituierte war und viele Männer gehabt hat. Ich glaube eher die Männer die Sex kaufen sind ein Problem und nicht die Frau. Ich weiß nicht wie du das siehst. Für dich ist es ein Problem du hast eine Ehefrau geheiratet, die viele Männer gehabt hat gegen Entgelt. Jetzt steht deine Frau als Beschuldigte da, weil Sie viele Männer gehabt hat gegen Entgeld. Ich kenne Ihren Einstieg in das Gewerbe und die Motive nicht. Da kann man sich auch kein Urteil erlauben. Aber auch wenn es ein freiwilliger Einstieg war führen schon die Motive zum Zwang es zu tun, ob man es will oder nicht. In diesem Bereich wäre ich sehr vorsichtig schnelle Verurteilungen zu fällen.
Hast vielleicht ein Problem damit, dass dieser Bereich nicht in deine Sitte fällt. Wenn die eigene Sitte mit etwas konfrontiert wurde was nicht der eigenen Norm entspricht, klar ist man durch den Wind. Das Bild dieser Person wie man sie kennengelernt hat, steht schief. Hast vielleicht das Gefühl es ist nicht mehr die Frau die ich mal kennengelernt habe. Doch sie ist es noch immer. Fakt ist doch ihr liebt Euch noch immer und lebt im Hier und Jetzt und nicht was Jahre zurückliegt. Der Unterschied ist sie hat es mal getan und tut es nicht mehr. Das ist zu belohnen sie tut es nicht mehr, und nicht zu bestrafen sie hat es mal getan. Vorwürfe sich selbst gegenüber macht sie sich vielleicht schon genug, da braucht sie nicht noch jemanden der sie mit neuen Vorwürfen überschüttet. Ist es nicht so das sie jemanden braucht, der versteht warum und wieso?
Genauso wie du jemanden brauchst der dich versteht. Da kommen viele Fragezeichen auf. Man hinterfragt alles. Man will alles wissen und verstehen. Man ist plötzlich mit einer neuen Welt konfrontiert die man nicht kennt, weil die nicht in die Sitte/Norm fällt.
Ich bin mit Frauen ins Gespräch gekommen, die sich prostituieren und dieser Tätigkeit nachgehen. Jede Frau macht es aus diversen eigenen Motiven.
Beispiel:
Eine ist 26 ist alleinerziehend hat ein Kind von 2 Jahren und bekommt kein Unterhalt. Sie geht der Prostitution nach um Geld anzusparen, um Ihrem Kind später etwas zu bieten. Natürlich darf keiner davon wissen, es ist ihr Doppelleben.
Es gibt auch Frauen die nur kurze Zeit das machen um eine bestimmte Summe zu erreichen. Wenn Sie die Summe erreicht haben, hören die auch wieder auf.
Es gibt auch Frauen die spielen nur Seelsorgerin für Ihre Kunden.
Es gibt Frauen die machen das unter Zwang und Ausbeutung.
Es gibt diverse Motive und Gründe warum man sowas macht. Welche Motive und Gründe hat die Kundschaft die Dienstleistung in Anspruch zu nehmen?
Außerdem kann ich deine Wut gut verstehen. Ich selber hatte so eine Wut als ich das Gewerbe vom neuen Freund meiner Mutter kennengelernt habe. Erstens weil ich einen Neffen habe der wird 12 und als Tante denke ich mir was für ein Vorbild muss mein Neffe haben, hat sowieso schon keinen guten Opa als Vorbild (Alkoholiker). Und zweitens was seine Enkelkinder (Mädchen, 11 und 13 Jahre) als Vorbild dulden müssen, einen Opa als Zuhälter !?!.
Doch mein Bild hat sich gewendet, als ich mich selber davon überzeugt habe. Er ist praktisch nur der Eigentümer des Hauses = Bordellinhaber. Da sind wechselnde Frauen die kommen und gehen, Stammfrauen die von selber immer wieder kommen. Kundschaft kommen aus allen Gewerben von Manager bis XY. Und bekommt wöchentlich %-Anteil von den Einnahmen einer gesamten Woche für Vermietung der Räume. Der Rest machen die Frauen untereinander. Er ist auch nur 1 mal die Woche in seinem Eigentum um zu kontrollieren, dass nichts am Eigentum ist. Mein Bild was Zuhälterei ist hat sich gewendet. Es gibt solche und solche. Sogar Frauen können in dem Bereich als gewalttätige Frauenzuhälterinen auftreten, eben wie Männer.
Den neuen Freund meiner Mutter kann ich nicht so wie ich ihn jetzt kennengelernt habe als Zuhälter abstempeln, denn diese Facetten habe ich bei ihm nicht
kennengelernt, habe natürlich kritisch genau überprüft. Mit Personen Gespräche geführt, mich mit eigenen Augen überzeugt.
Wollte mich persönlich überzeugen, ob er ein Mann ist der Frauen Leid zufügt und kann sagen dem ist nicht so. Er respektiert die Frauen, die dem Gewerbe nachgehen, stellt eine Fläche zur Verfügung und bekommt seinen %-Anteil. Er weiß auch die Frauen die kommen und gehen führen ein Doppelleben und ist diskret. Ich weiß nur er hat eine Pornographie-Sucht. Finger von nackten Frauenbildern kann er nicht lassen. Da fühle ich mich persönlich schon etwas diskriminiert, wenn er sich seine nackte Frauenbilder in meinem Beisein anschaut. Meine Meinung habe ich gesagt was ich von dem Gewerbe halte und es nicht in mein Sittenbereich fällt, und die Frauen wie ihn aber auch nicht verurteile, dass er Bordellinhaber ist und die Frauen die dieser Tätigkeit nachgehen. Ich verurteile eher die sabbernde Kundschaft, mit ihren wiederlichen Phantasien und meinen mit Geld alles bekommen zu können.
Du fühlst dich betrogen, weil Sie dir nicht die Wahrheit erzählt hat. Sie ist betrogen mit Ihrem Körper, weil Sie Ihren Körper als Dienstleistung mal angeboten hat egal ob freiwillig oder unter Zwang. Das ist weitaus viel schlimmer als nicht die Karten offen auf den Tisch zu legen, und für sich selbst zu behalten und nicht zu belasten.
Jetzt ist es raus und fällt nicht mehr unter die Frau Norm. Das ist nicht fair und gerecht. Auch sie hat eine Chance verdient, trotz Vergangenheit.
Doch du hast auch ein Recht dich zu distanzieren, wenn Sie dich mit Ihrer Vergangenheit belastet. Doch dann ist es keine wahre Liebe. Wahre Liebe heißt den Menschen anzunehmen so wie er geformt ist und nicht wie es gerade einem in den Kram passt, so muss diese Person jetzt sein. Sie ist nicht mehr diese Person, weil Sie in der Vergangenheit das gemacht hat. Das ist falsch. Fakt ist doch sie hat die alten Werte verlassen und sich neue Werte geschaffen. Ich finde es schade wenn man das wegen einer Geschichte aus der Vergangenheit zerstört, was man sich aufgebaut hat. Es muss ja keiner aus dem Umfeld wissen, dass sie mal in der Branche tätig war, und es geht niemanden was an. Fakt ist du bist ihr Ehemann und hast ein Recht es zu wissen, weil du mit Ihr eine Beziehung führst.
Den Rest musst du mit dir selber ausmachen und ins Reine kommen, ob du mit Toleranz oder Intoleranz gegenüber Ihre Vergangenheit leben kannst.
Man weiß auch nicht wieviele intime Beziehungen eine Frau/Mann vor einer Partnerschaft hatte. Man weiß auch nicht, ob der eigene Ehemann selber ein Mann Stammkunde ist bei einer Prostituierten.
Wenn man es unter Zweisamkeit nicht mehr in den Griff kriegt, kann man sich auch Hilfe von außen holen. Ein Unparteiischer Blick kann viel helfen, spreche aus eigener Erfahrung.
Bin 30 und mein Mann ist 31, und bin mit Ihm seit meinem 16 Lebensjahr zusammen. Hatten auch nicht immer rosige Zeiten. Sind uns auch gegenseitig Anfang der 20 Fremdgelaufen. Die Neugier was neues auszuprobieren hat uns zu den Taten geführt, die den anderen auch verletzt hat. Das hinterlässt Spuren, aber die Spuren verwischen sich wieder. Ich kann von meiner Seite sagen ich weiß, was ich an meinem Mann habe und er weiß was er an mir hat. Aber ich kann nicht sagen es bleibt immer so. Höhen und Tiefen werde auch ich noch mit ihm erleben, aber weil ich ihn liebe werde ich nicht weglaufen oder wie ein Strauß den Kopf in den Sand stecken. Es gibt viel schlimmeres auf der Welt, als eine Person an der Seite zu haben, die eine zeitlang nicht der Norm der Gesellschaft entsprach.
Es gibt Paare die sich trennen wegen paar Euro, herumliegende Socken, nicht zugedrehter Zahnpasta, Müll nicht herausgebracht, etc. Das ist für mich Shizophren.
Sich immer nur mit dem negativen zu beschäftigen ist das Leben viel zu kurz. Du sagst ihr lebt im finanzielen Bereich gut, nutzt es aus genießt positive angenehme Aktivitäten, das sind die besten Erinnerungen die einem zum Schluss bleiben.
Wünsche dir noch alles Gute mit deiner Frau oder ohne.
Liebe Grüsse
Silvia