Guten Tag adrisere!
Wiederholt machst Du Dir Vorwürfe, wegen der Schnüffelei auf dem Handy. Sehe ich gar nicht so, weil Du genügend (veröffentlichte) Momente hattest, woraufhin ein aufmerksamer Partner stutzig werden
müßte.
Es stand 50 zu 50, daß Deine Kontrolle ein Lächeln um Deinen Mund zaubert, daß Deine Liebe, Dein Vertrauen wieder bestätigt wird. Es heißt nicht umsonst: Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser, denn
blindes Vertrauen ist leichtfertige Dummheit.
Du gingst mit der Kontrolle bewußt das Risiko ein, daß Du entdeckst, daß Dein Vertrauen mißbraucht wird, offensichtlich kannst Du ja auch vernünftig mit der Entdeckung umgehen, auch wenn es Dir schwer fällt.
-.-.- Jetzt eben habe ich, ehe ich weiterschreibe, im Thema die letzte Seite gelesen bis zu Deinem Abschlußbeitrag (klingt jedenfalls so). Da hat zuvor Dir ja auch schon ReadyYourMind geschrieben, daß die-Ortung-zu-nutzen von Dir
kein Vertrauensbruch sei. Ja, so sehe ich das auch, siehe oben.
🙂
Hier im Hilferuf habe ich schon etliche ähnliche Themen gelesen. Ich möchte dich noch auf folgendes aufmerksam machen:
(Bitte besonders auch den Teil <Geschichte und Terminologie> lesen), P. setzt (mindestens nachträgliche) Einvernehmlichkeit voraus.
"Sowas" ist euch beiden schon passiert, ihr habt euch beide extra für einander scheiden lassen. Das kann jedem bewußt lebenden Menschen passieren, weil jeder Mensch mehrere Seiten und Vorstellungen hat, die miteinander so übereinstimmen können, daß man sich quasi zwangsläufig verliebt. Ich glaube, daß es wohl Menschen treffen kann, die mehr als nur Sex als Hauptpunkt ihrer Beziehung leben.
P. wäre dann ja nicht nur ein bloßer Seitensprung, sondern man erwägt evtl. - oder ermöglicht zumindest zeitweise - zusammen zu leben (Gruppenehe), was ja in der heutigen Zeit,
wo viele Bürger so flexibel sein sollen, daß sie ihre Heimat über Monate und Jahre hinaus (im Ausland, auf Schiffen, Arktis u. Antarktis, in China und sonstwo) verlassen, eine Möglichkeit, trotzdem seine geliebte Heimstätte mit allem drum und dran, sich und den Familienmitgliedern zu erhalten. Setzt aber auch eine ziemlich aufwendige Organsation des gemeinsamen Lebens voraus.
Unsere in Jahrhunderten gewachsene Moral müßte sich quasi den relativ kurzzeitigen wirtschaftlichen Erfordernissen anpassen, man kann auch sagen:
könnte sich so anpassen. Aber man kann und will sich ja nicht vornehmen, man kann sich ja nicht planmäßig verlieben, wer verliebt sich schon vorsätzlich- geht ja nicht. Das wäre aber eine vernünftige vorausschauende Notlösung - für die in der Heimat und den, der auswärts ist - um so zu sagen nicht fremzugehen, wenn man sich so eine gewisse Freizügigkeit gegenseitig gewähren würde, wenn es eben <passiert>, daß man sich erneut verliebt. Natürlich ist es immer auch ein Problem des neuen Partners. Entweder er läßt sich darauf ein, oder nicht. Wenn man nun bedenkt, daß da ja nun die Familien der Familienmitglieder dazu gehören, wird es ganz schön . . . ich sage mal: schwierig.
Euer beider Geschichte bestätigt meine Erfahrung (aus anderer Menschen Schicksale), daß man sich nicht mit dem Menschen binden sollte, wegen dem man es für nötig hält, sich scheiden zu lassen. Diese Bindung ist mit der Erwartung aneinander m.E. zu schwer belastet.
Thema Heirat: Andererseits finde ich, daß man, wenn man gemeinsam Kindern ein Heim gibt, ein Haus gemeinsam finanziert und/oder aufbaut u. instandhält - dann könne man auch heiraten. Erspart einen Erbschaftsvertrag, der dann im unvorhersehbaren Falle womöglich wieder ausgehebelt werden könnte. Vielleicht fehlt ihr ja (unbewußt) auch dieses offizielle Bekenntnis des Ja-Wortes? - - -
Viele freundliche Grüße von
Gelinda