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Meine Frau das unbekannte Wesen

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Joebo

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Wo soll ich anfangen? Wir* (meine Frau 34; ich 35 ) sind seit 8 Jahren verheiratet. Zusammen seit 16 Jahren. Keine Kinder. Ich würde sagen wir sind glücklich miteinander. Jeder hat sein Hobby. Auch gemeinsame Interessen sind da. Wir lieben uns. Wenn einer mal 2 oder 3 Tage beruflich unterwegs ist brennt die Sehnsucht nach dem anderen. Auf beiden Seiten. Wir kuscheln sehr gerne, oftmals wenn der Wecker klingelt noch eine Stunde im Bett. Oder beim Fernsehen. Sie streichelt sehr gerne durch mein Haar* (Gänsehaut bei mir garantiert ) oder meine Füße. Gemeinsam duschen findet auch statt. Sie lässt sich auch streicheln und berühren. Es gefällt ihr auch. Soweit so gut. Doch leider ist da noch die andere Seite. Ich führe zwar nicht Buch aber ich denke in den letzten 3 Jahren 2 mal mit ihr geschlafen zu haben.*Der Sex mit ihr ist wie ein Jungbrunnen für mich. Diese körperliche und geistige Nähe mit ihr ist der Wahnsinn für mich. Ich würde dieses wundervolle Gefühl gerne häufiger erleben. Aber sie blockt relativ heftig ab. Ich traue mich schon gar nicht mehr die Initiative zu ergreifen. Wahrscheinlich liegt das Problem darin dass sie viel zu tun hat. Im Haushalt helfe ich wo es geht. Aber in Job kann ich es nicht. Ihr Hobby nimmt auch viel Zeit in Anspruch wobei ich da leider auch nicht helfen kann. Es ist echt schwierig. Ich habe schon versucht ein Wochenende für uns zu organisieren. Ohne Erfolg. Termine, Termine, Termine. Dann muss sie noch schnell dies fertig machen und das kann auch nicht so lange warten.* Einfach blöd. Sie ist mein ein und alles und ich kann ihr irgendwie nicht helfen. Verdammt nochmal.*Deprimierend. Ich glaube allein durch das hier schreiben geht es mir besser. Schon komisch. Wie auch immer. Vielen Dank dass ich hier mal ein paar Zeilen schreiben durfte.
 
hast du mit deiner frau schon mal darüber geredet wie sehr dir der sex fehlt?
 
hey Jebo,

ich bin auch 34 J. und denke, dass es recht tyisch für Frauen ist, selten Sex (was man so darunter üblicherweise versteht) zu praktizieren. Bei der Penetration hat sie meist keinen Höhepunkt, so wie der Mann. Viele Frauen schlafen mit ihm nur ihm zuliebe und geben das ungerne zu.
Das möchtest du bestimmt auch nicht, oder?

Ich persönlich möchte mit meinem Partner GV nur haben, wenn wir Kinder zeugen. Wir haben trotzdem Sex, aber eben äusserlich und davon sind beide befriedigt. Vllt kannst du deine Partnerin Mal fragen, was sie im Bett geil fände? Und gibt es Selbstbefriedigung und wie sie es macht?

Ich weß, ist peinlich darüber zu reden. Aber wenn nicht mit dir, mit wem soll sie denn sonst darüber reden?
 
Hoppla,
Mit so schnellen Kommentaren habe ich nicht gerechnet. Besonders da ich ja keine wirkliche Frage gestellt habe. Trotzdem vielen Dank für die Kommentare. Angesprochen habe ich es mit ihr noch nicht. Es gab vor ein paar Jahren ein Ereignis. Wir hatten uns für Nachwuchs entschieden. Dann kam ein super Jobangebot für meine Frau. Tja da wir mit Kondom verhüten (oder eben nicht ) und bei ihr die Regel ausblieb war uns klar da kommt was auf uns zu. Naja Streß kann ja viel ausmachen. Es kam kein Nachwuchs sondern ein neuer Job. Seit damals ist der Kinderwunsch irgendwie weg. Vielleicht hängt es damit zusammen?
Gruß Jörg
 
Statt Nachwuchs hat sich deine Frau für einen neuen Job entschieden und du sagst nicht dazu? Nimmst du alle Entscheidungen von ihr so artig hin?
Wenn du dir Kinder wünschst, dann wird es Zeit mal mit deiner Frau klare Worte zu reden.
 
Hallo Joebo!

ja von weitem gesehen, kann es sehr viele Ursachen geben und wie es klingt, ist es wohl der Job. Was ich glaube ist, daß es einige mehr oder wenig unterschiedliche Gründe gegen Kind(er) gibt, was aber kein Grund ist für: zu wenig Sex!

Da ich der Meinung bin, daß es mäßig ist, hier im Forum blind zu rätseln, möchte ich Dir ein Buch vorschlagen, wo Du Dein Problem selber erkennen und teilweise auch austesten kannst. Das erste, was men erkennen können sollte ist, daß beide eine gemeinsame Sprache für die schönste und nützlichste gemeinsame Sache zwischen zwei Parnern der Welt braucht, um sich zu verständigen.

Das Buch heißt: "perfekt lieben" und besteht aus zwei Teilen in einem Band oder auch einzeln, es ist von Lou Paget. Gibt es z.Z. gebraucht hier zu kaufen oder hier.

Viel Erfolg. Mir selbst hat es geholfen. Deshalb getrau ich es, zu empfehlen.

FG
 
vielen Dank für die rege Anteilnahme. Ich bin sprachlos wie viele Antworten ich in so kurzer Zeit erhalten habe.
Ein paar Punkte muss ich hier noch sagen. Sie hat sich nicht gegen Kinder entschieden. Das war zu dem Zeitpunkt ganz klar eine Entscheidung von uns. Warum wir bis jetzt nicht weiter an unserem Nachwuchs arbeiten hängt wahrscheinlich an mir. Ich denke ich bin in dieser Richtung einfach nicht mutig genug das Thema mit meiner Frau anzusprechen. Warum nicht? Keine Ahnung. Vielleicht bin ich ein Weichei. Das ärgert mich persönlich da ich beruflich viel mit Menschen zu tun habe und von meinem Chef gerne als "Problemkunden"-Löser eingesetzt werde. An dem Gespräch mit meiner Frau muss ich dringend arbeiten. So kann es ja nicht weiter gehen. Vielleicht wartet sie auch nur auf einen ersten Schritt von mir.
 
Hallo Joebo,
habe leider erst soeben von Deinem Problem erfahren.
Darf Dir sagen, dass ich ähnliches erlebt habe in meinem langen Leben.
Meine Erkenntnisse zu den Beziehungen zwischen Mann und Frau erlangte ich in den letzten zwei Jahren durch intensive Recherchen dazu und durch den Austauch mit einer Paarcoachin.
Es ist so, dass ich Dein / Euer "Dilemma" nachvollziegen kann, da es bei uns ähnlich war. Irgendwie noch extremer.
Meine Frau hat mir im 58ten Jahr unserer Ehe gestanden, dass sie mir das nicht geben kann, was ich brauche.
Das ist tiefgreifend und kann so uoder so interpretiert werden.
Bei uns ist es jetzt so, dass sie körperliche Nähe nicht mehr zulassen kann, bzw. nicht mehr zulässt.

Dazu muss ich sagen, dass wir nie (Nie!!!) über gegenseitige Bedürfnisse kommuniziert haben.

Meine resultierende Feststellung ist, dass nur Kommunikation offenlegen kann, was beide unter Liebe verstehen. Eine / einer liebt mit viel körperlicher Nähe der / die Andere liebt mit eingeschränkter käörperlicher oder überhaupt keiner körperlichen Nähe.
Also rein platonisch....

Eventuell ist der platonisch liebende bereit, hin und wieder den bedürfnissen des Anderen entgegen zu kommen.
Das geht aber auf die dauer nicht, da auch Entwicklungen der beiden Persönlichkeiten Richtungen gestalten.

Kurz gesagt, was vor einer Eheschließung nicht war bzw. nicht kommuniziert wurde, ändert sich nach der Hochzeit nicht. Schlimmstenfalls in negativer Hinsicht.
Der Nähebedürftige brauch die Nähe mehr als vorher. Der platonisch Liebende sieht keine Veranlassung mehr, über seinen Schatten zu springen.
Es wird verweigert, was vorher noch möglich war.

Je länger eine solche Beziehung dauert, desto problematischer wird es, darüber zu kommunizieren.
Lösungen dieses Konfliktes kann es aus meiner Sicht nur geben, wenn man sich einvernehmlich trennt.
Da ja jeder mit seinen (nicht kommunizierten) Vorstellungen von der Beziehung diese ermöglicht hat.

Es ist einfach so in einer so verfahrenen Beziehung:
Man arrangiert sich damit und steckt zurück (Damit bleibt der Nähebedürftige emotional auf der Strecke).
Man trennt sich und jeder sucht sich den wirklich passenden Part.
Den man aber nur am allseitigen gemeinsamen Handeln (auch auf körperlicher Ebene) sowie mit ehrlicher Kommunikation findet

Vielleicht war das Alles zu allgemein. Aber meine Erkenntnis führt eben zu diesem Schluß.

Ich weiß nun, woran ich nach über 60 Jahren Zusammensein mit mit meiner Frau bin.
Solange muss es nicht dauern, wenn man ehrlich auch zu sich selbst und dem Partner ist und nicht denkt, wird schon werden.
Nichts wird werden.

Was jeder bei dem Erkenntnisgewinn zu seiner beziehung daraus macht, kann jeder nur selbst entscheiden.
Aber jeder ist für sein eigenes Glück zuständig.
Nicht der Partner.

Das wollte ich einbringen in der Hoffnug hilfreich gewesen zu sein.
Viele Grüße von Richard (im März diesen Jahres 80 Jahre geworden)
 
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