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Troepfchen
Gast
Ich bin total paralysiert. Mein Mann hat mir gestern eröffnet, dass er mich nicht mehr liebt und die Trennung möchte. Mein Mann arbeitet als selbständiger Anwalt und wir haben seitdem wir verheiratet sind finanzielle Probleme. Das sind nun 15 Jahre. Durch Überlastung und fehlende Arbeitsstruktur reitet er uns immer weiter in die Schulden hinein. Wir haben eine Tochter (13) und einen Sohn (10). Die Kinder leiden schon lange unter den ständigen Spannungen und unausgesprochenen Gefühlen, haben beide Schulprobleme und meine Tochter noch dazu eine manifeste Pubertätskrise und große Selbstwertprobleme. Ausschlaggebend für den Streit war, dass ich unseren für Pfingsten geplanten Urlaub absagen musste, weil das Konto derart am Anschlag ist, dass es Kamikaze gleichkäme, jetzt wegzufahren. Ich habe dadurch über 2.000 € verloren, die ich bezahlt habe. Ich arbeite halbtags und verdiene ein paar Kröten dazu, die ich fast ausschließlich für die Kleidung meiner Kinder und ihre Nachhilfekurse ausgebe. Da bin ich ausgerastet. er weiß seit langem, dass dieser Urlaub ansteht und hat wieder einmal nicht vorgesorgt, obwohl wir alle dringend Erholung brauchen und ich den Urlaub deswegen initiiert habe, weil ich die Hoffnung hatte, dass wir dann wieder zusammenfinden. Ich habe ihm die "rote Karte" gezeigt, und ihm deutlich gemacht, dass ich das nun nicht mehr länger mitmache. Er sagt, dass das seinen Gefühlen den Rest gegeben hat und ich nur an seinem Geld interessiert sei, was nicht stimmt: ich brauche keine Reichtümer, nur ein bisschen Stabilität und Sicherheit. Ich halte dieses ständige Schweben über dem Abgrund einfach nicht aus. Nun also gestern seine Ansprache, dass er die Trennung möchte. Ich bin verzweifelt, ich möchte meinen Kindern die Familie erhalten, ihnen nicht den Boden unter den Füßen wegziehen, habe ihn gebeten, unsere Familie nicht so zu zerstören. Aber er ist eiskalt und lässt mich überhaupt nicht an sich heran. Wenn ich verzweifelt bin und in Tränen ausbreche, reagiert er zynisch und arrogant. Ich fühle mich mutterseelenallein und weiß nicht wie es weitergeht, da ich ich mich finanziell auch so abhängig fühle. Außerdem total abgelehnt und missverstanden. Ich habe immer noch Hoffnung, dass sich das alles kitten lässt, obwohl mein Verstand und meine Lebenserfahrung (bin 48) mir etwas ganz anderes sagen. Ich weiß selbst nicht, warum ich das jetzt hier ins Netz stelle, habe so etwas noch nie gemacht. Ich möchte das einfach loswerden und suche vielleicht auch ein bisschen Anteilnahme.