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Meine Eltern haben meinen Freund vertrieben

Sandra_86

Mitglied
Mein Freund und ich sind jetzt seit 8 Monaten zusammen. Wenn er bei uns war, hat er sich immer total Mühe gegeben. Hat geholfen, wo er nur konnte, hat mit ihnen geredet, auch wenn er oft von meinen Eltern eigentlich nur nen symbolischen Arschtritt bekommen hat. Hab ihnen schon oft gesagt, sie sollen ihn besser behandeln. Ok, meine Mutter mag ihn und mein Vater behandelt die Menschen eh oft scheiße. Vor ca 2 Monaten sagte meine Mutter aus heiterem Himmel, dass wir die Wochenenden nicht mehr bei uns daheim verbringen dürften, dass ich immer zu ihm soll, weil sie ihre Ruhe haben wollen. Wir dürfen praktisch nur noch kommen, wenn es meinen Eltern in den Kram passt. Ich darf am Wochenende natürlich da sein, so ist das nicht. Hab das natürlich meinem Freund erzählt und der war gar nicht begeistert. Er hat gleich vermutet, dass er unerwünscht ist. Er hat das auch seiner Mutter erzählt und die sagte, dass sie das total dreckig von meinen Eltern findet und fragte, ob die ein bisschen fies und gemein wären.

Jetzt haben meine Eltern gesagt, dass mein Freund am ersten Weihnachtsfeiertag zum Essen kommen kann. Mein Freund sagte erst, er kommt. Letztes Wochenende sagte er dann auf einmal, dass er nicht kommen möchte, weil er sich nicht alles gefallen lässt. Er sagte, es kann nicht sein, dass man einen erst wegstößt und dann wieder herholt, wenn es einem in den Kram passt. Ganz egal, wie sie das gemeint haben, man muss vorher überlegen, was man sagt. Er sieht es auch nicht ein, dass man ihn schlecht behandelt, er dann aber an Weihnachten einen auf heile Welt spielen muss. Ich kann ihn da auch verstehen.

Jetzt hab ich die Aufgabe, das meinen Eltern zu sagen. Entweder sie verstehen es, oder sie ziehen über ihn her und sagen, was ist das für ein A*******, den kannst du in der Pfeife rauchen. Mein Freund sagte, ihm ist es egal, was ich sag. Ich kann sagen, dass er sauer ist, ich kann auch sagen, dass er einfach nicht kommt, ohne einen Grund. Die Gefahr ist halt, dass sich meine Eltern so gut wie nie einer Schuld bewusst sind. Was würdet ihr da sagen? Die Wahrheit, dass er nicht kommen möchte, oder würdet ihr euch eine Ausrede einfallen lassen? Kann halt gut sein, dass mein Freund dann für immer bei meinen Eltern unten durch ist. Die werden wahrscheinlich eh nicht auf die Idee kommen, dass es daran liegen könnte, dass er sich unerwünscht fühlt, sondern denken, dass er ein A**** ist.

Wie würdet ihr da reagieren. Würdet ihr auch denken, ich lass doch nicht alles mit mir machen, oder würdet ihr sagen, ich komm, um den Frieden zu bewahren? Hat mein Freund recht oder ist er eher kleinlich?
 

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Tourette

Aktives Mitglied
Das Problem ist hier, dass man sich erstmal seine Eltern nicht aussuchen kann und beim Freund man im Vorhinein nie genau weiß, wie sie sich vertragen. Aber da du gerne sowohl deine Eltern hast, als auch deinen Freund und evtl. möchtest, dass sie sich auf langer Hinsicht vertragen, macht es keinen Sinn einen Streit entfachten zu lassen.

An deiner Stelle würde ich an beiden Seiten entschärfen. Einerseits bei deinem Freund, dass deine Eltern das nicht böse meinen, dass dein Vater etwas unsensibel ist und deine Mutter ab und zu einfach Ruhe braucht und auf der Seiten deiner Eltern irgendeine Ausrede einfallen lassen. Irgendwann wenn sich die Situation wieder etwas beruhigt hat, versuchen beiden Seiten näher zusammenzubringen. Und falls eine von beiden Seiten etwas nettes über den anderen sagt, weitersagen, sonst nicht.

Wo schon Feuer ist, musst du nicht noch Öl reingießen. Versuch es einbisschen zu dämpfen, bis beide Seiten sich etwas beruhigt haben.
 

111kleinbuchstabe

Aktives Mitglied
Also grunzsätzlich gesehen: Rechtlich haben sie das Recht nur den ins Haus zu lassen, der ihnen nach ihrer Nase steht. (Wenn ich mal die üblichen Besitzverhältnisse voraussetze.)

Und irgendwie wird auch rübergekommen sein, dass er sich in Richtung Nettsein verbiegen lässt und klar: Der Schwiegersohn in spe wird natürlich getestet ob er ein ganzer Kerl ist und eine formalie Weihnachtseinladung annehmen kann. Oder ob er einfach nur nett ist und ein "A..." (Slang) in dem Sinne ähm - vielleicht in dem Sinne, dass er es sich auf dem Weg des geringsten Widerstandes gut gehen lassen könnte. Das sind eben durchaus berechtigte Elternsorgen, die sicher auf Lebenserfahrung beruhen.
 

HHlerin87

Mitglied
Vielleicht hab ich das ein wenig falsch rausgelesen, vielleicht kam dieser "Umschwung" deiner Eltern euch auch zu plötzlich...aber naja...theoretisch kann ich das schon mittlerweile ein wenig nachvollziehen, dass deine Eltern immerhin Mitspracherecht haben wollen und das auch behaupten, wer wann ins Haus kommt. Dass die Eltern auch mal n WE unter sich sein wollen, ohne nunmal jemanden Fremdes im Haus lässt sich irgendwie nachvollziehen. Da könntest du ja z.B. auch mal zu ihm fahren, damit die beiden ungestört sind...und das ist nunmal immer so. Wenns nicht die eigenen Kinder sind, wirds bei vielen immer ein wenig "fremd" bleiben. Toll fand ich das selbst auch nicht/nie, aber überdramatisieren bringt da auch nichts. Höchstens ne eigene Wohnung irgendwann...Mitspracherechte bei den Eltern kann man sich nunmal nicht erzwingen solange man noch in deren 4 Wänden lebt; ich bin leider auch so groß geworden.
 

Rhenus

Urgestein
Hallo Sandra86,

Eltern wollen meist nur das "Beste" für ihre Kinder, so sind sie manchmal sehr wählerisch, was den Partner der Kinder angeht, und schießen übers Ziel.

So nun zum Problem.
Das Verhalten deines Vaters, die Mutter macht das mit, ist nicht gut.
So kann ich eure Haltung verstehen. Doch wenn man von der Bedeutung der Festlichkeit ausgeht ist der 1. Weihnachtstag meist nur dem engen Familienkreis vorbehalten.
Darf man das daher nicht als verschämtes auf einander zu gehen betrachten?

Standpunkte und Regeln sind gut, doch nur so lange, wie man sich die Freiheit bewahrt, auch fünfe grade sein zu lassen.
Ich würde an deiner Stelle mit deinem Freund sprechen. Er hat ja Recht, doch sollte er sein Recht vielleicht an einem anderen Tag suchen, verstehst du?
Es könnte ja auch sein, dass er es danach nicht mehr muss. ;)

Ich hoffe, es wird alles gut
Rhenus
 

Qijibo

Neues Mitglied
Hallo Sandra!

Ich will jetzt nicht groß probieren Ratschläge zu geben. Ich würde Dir gerne eine kleine Geschichte erzählen.

Ich habe meine letzte Freundin vor 4 Jahren kennegelernt. Zu dem Zeitpunkt habe ich gerade eine 3 jährige Beziehung hinter mich gebracht und mir eigentlich geschworen, sobald nicht noch einmal eine anzufangen. Als ich Sie dann aber kennenlernte, war es für den Moment so, dass ich nicht anders konnte als Sie zu lieben. Was danach folgte, war eine 4 Jahre lange Beziehung. Es gab manchmal Streit, Differenzen und andere unschöne Momente, aber im Prinzip passten wir gut zueinander. Meine Eltern jedoch waren einer anderen Meinung und haben Sie nicht wirklich gut behandelt. Sie waren immer freundlich zu ihr, haben aber immer wieder hinter ihrem Rücken mir gegenüber erwähnt, dass ich eigentlich nicht zu ihr passe. Sie sagten, dass Sie ja "nett" wäre und das Sie einen tollen Charakter habe, aber Sie halt nicht die eine sei. Schlussendlich haben wir die Beziehung beendet. Frag mich nicht, ob es wegen der Probleme war, die wir in der Beziehung hatten, oder ob diese Probleme erst durch meine Eltern wirklich schlimm wurden. Es vergeht kein Tag an dem ich nicht an Sie denke und mich frage, warum ich nicht probiert habe meine Meinung geltend zu machen.

Was ich dir probiere zu sagen ist, dass es sehr wichtig ist, dass du eine klare Stellung gegenüber deinen Eltern bezüglich deines Freundes hast. Sie müssen wissen was du willst, denn wie schon gesagt: Sie wollen das Beste für dich. Und ich weiß, dass du deine Eltern auch nicht enttäuschen willst, aber hier geht es um dein Leben.
 

Melliplex

Aktives Mitglied
Dein Freund ist nicht mit deinen Eltern, sondern mit Dir zusammen. Und die Frage ist doch, ob du es nicht auch schön finden würdest, wenn er am Feiertag zu euch kommt?!

Ich denke ja mal schon und ich würde mich der Meinung anschließen, dass sie wieder auf deinen Freund zugehen wollen und eure Beziehung doch ganz klar gut heißen!

Mach Dir keinen Kopf, so tragisch ist das alles nicht (mir ging es ähnlich) und wenn deine Eltern ihm irgendwann vertrauen, darf er auch wieder öfter zu euch.

Liebe Grüße
 

Melliplex

Aktives Mitglied
@ Rainer-JGS : Das hätte auch meine Stiefmutter so zitieren können. Ich muss aber sagen, dass ich das anfangs auch so gesehen habe, also dass ich eben hier wohne und meinen Freund einfach mitnehmen darf, wann ich will. Mein Vater hat mir dann aber auf eine sehr nette Art klar gemacht, dass das einige Monate später kein Problem mehr sei, nur gerade am Anfang einer Beziehung ist der Freund der Tochter schlichtweg eine fremde Person und aus diesem Grund noch nicht im privaten Alltag und nach Feierabend erwünscht. Zum Mittagessen wurde er dafür zum besseren Kennenlernen des Öfteren eingeladen.
Und das mit der Wortwahl finde ich auch sehr amüsant, denn da gab es bei mir auch die Parallele, dass mein Freund sich auch nicht zurückhalten konnte mit dem Sch.. Wort (bei ihm zuhause war und ist das aber normal) und mein Vater ihn dann darüber erzogen hat, dass er mir für jeden unerwünschten Ausdruck einen Euro vom Taschengeld abgezogen hat.
Da war ich schnell hinterher, ihm das abzugewöhnen und tatsächlich hat es bis heute gehalten und er ist in meinem Teil der Familie sehr beliebt und überall willkommen.

Und ich kann aus meiner Erfahrung heraus nur sagen, sobald die Eltern den Freund besser kennen und ihn in Ordnung finden, ihn auch gerne zu sich einladen und seine Anwesenheit kein Problem mehr darstellt.
 

Sandra_86

Mitglied
Als erstes an Rainer: Du liegst völlig auf dem Holzweg. Man sollte nicht über Personen urteilen, die man gar nicht kennt. Erstens denke ich ganz sicher nicht, dass das mein Haus ist, ich kann noch nicht einmal mein Zimmer als Privatsphäre ansehen, zweitens muss ich meine Eltern immer um Erlaubnis fragen, wenn ich jemanden einladen möchte und drittens, wie kommst du überhaupt auf die Idee, dass mein Freund wochenlang bei uns gewohnt hat??? Er war höchstens alle zwei Wochen bei uns und das auch nur am Wochenende, wenn überhaupt. Sonst war ich immer bei ihm. Den Kommentar mit der sozialen Unterschicht verbitte ich mir. Das ist eine Beleidung gegenüber meiner Familie. Ich komme aus einer ganz normalen Familie, meine Eltern haben mich gut erzogen, was auch nur ich wissen kann, denn du kennst mich nicht und falls es dich interessiert, habe ich auch mein Abitur gemacht, aber sei es drum. Mein Vater war Fluglotse und ist sehr intelligent. Jetzt denkst du bestimmt war? Bestimmt ist er arbeitslos geworden und liegt jetzt den Steuerzahlern auf der Tasche. Nein, er ist schon so alt, dass er in Rente ist. Wir haben auch ein großes Haus, das mein Vater von seinen Eltern übernommen und fertig abbezahlt hat. Von wegen soziale Unterschicht. Naja, das gehört ja jetzt nicht hier hin ^^. Ich werde hier auch ganz sicher nicht darauf achten, einen perfekten deutschen Stil zu haben, nur damit man mich nicht für, primitiv, beschränkt und was weiß ich was hält. Schließlich schreibe ich kein Buch, das ich verkaufen möchte und hier wird auch kein Wettbewerb im Schönschreiben veranstaltet. Nur weil ich mich darüber etwas ärgere, heißt es noch lange nicht, dass ich asozial bin, so wie du mich hier hinstellen möchtest. Meinen Freund scheinst du ja auch zu kennen und als asozial und schlecht hinstellen zu wollen. Dass mein Freund nicht eingeladen war, davon ist gar keine Rede, da er wie gesagt nur kommen durfte, wenn sie es erlaubt haben. Mein Vater ist zu jedem unfreundlich, falls du es genau wissen willst, das liegt ganz bestimmt nicht an meinem Freund. Ich werde zum Beispiel jeden Tag von meinem Vater verarscht und geärgert. Mein Freund hat nie Ansprüche gestellt, so wie du das jetzt hinstellst. Er wollte noch nicht einmal, dass wir bei uns essen, damit meine Eltern keine Umstände haben. Sie haben immer darauf bestanden, dass wir bei uns zu Mitag essen, damit wir kein Geld ausgeben müssen. Mein Freund hat sich sogar nie getraut, nachzunehmen, aus Angst, er könnte unhöflich sein, obwohl er oft noch starken Hunger hatte. Nur mal zum Thema, dass mein Freund die Gastfreundschaft ausgenutzt hat. Ihm war es oft sogar lieber, wenn wir bei ihm waren, er ist nur mir zuliebe zu uns gekommen, damit ich nicht immer fahren muss und weil er meinen Hund sehen wollte. Es geht hier auch nicht darum, ob ich denke, dass ich meinen Freund einfach mitbringe kann, sondern darum, dass sie ihn nicht so mies behandeln können, er aber dann wieder kommen darf, wenn es irgendwas zu helfen gibt, vom ersten Feiertag mal abgesehen. Man verurteilt keine Menschen, die man nicht kennt, um genau zu sein, man verurteilt überhaupt niemanden. Du denkst wahrscheinlich über alle Menschen immer nur das Schlechteste. Man sollte es vorher lieber hinterfragen, bevor man irgendwelche Mutmaßungen anstellt, die total der Unwahrheit entsprechen, da man es ja nicht beurteilen konnte oder bevor man jemanden beleidigt. Man kann vermuten, dass etwas so ist, aber man sollte es nicht behauptet und sich dann auch noch sicher sein, dass jemand ein schlechter Mensch ist. Schreibt so vielleicht jemand, der aus der sozialen Unterschicht kommt? Ich glaube nicht. Ich glaube aber es ist eh sinnlos, dir da überhaupt irgendwas zu schreiben.

Es ist ja nicht so, dass meine Eltern meinen Freund nicht mögen, was hier wohl die meisten vermuten. Sie mögen ihn eben schon. Ich kann es auch verstehen, wenn sie ihre Ruhe haben möchten. Das ist ganz klar. Sie sagen auch immer, wenn ich mit ihm glücklich bin, ist es recht. Es geht in der Sache auch nicht darum, dass es mein Freund ist. Das könnte rein theoretisch auch eine ganz normale Freundin sein. Meine Mutter ist sogar froh, wenn Verwandtschaft da war, wenn die wieder weg sind. Ich finde es aber nicht in Ordnung, dass wenn es keine Arbeit oder sonst etwas gibt, er am Wochenende nicht da sein darf, wenn es aber etwas zu tun gibt, er dann auf einmal kommen darf um zu helfen. Ok, das hab ich wahrscheinlich nicht deutlich genug geschrieben. Ich finde, er sollte auch kommen können, wenn es nichts gibt, wofür meine Eltern Hilfe brauchen. Es ist halt leider so, dass meine Eltern es immer grad so hindrehen, wie sie es brauchen. Ich muss auch Verabredungen absagen, die schon gestanden haben, wenn es bei meinen Eltern irgendwas zu helfen gibt, weil sie sonst stinkesauer sind, obwohl man das auch noch am nächsten Tag machen könnte. Sonst ist es ja klar, dass sie sagen, wer ins Haus darf und wer nicht. Nur unser Haus ist so groß, dass wir bestimmt nicht stören würden, wenn wir in meinem Zimmer wären. Ich hab den ganzen Dachboden für mich alleine. Jetzt weiß ich aber trotzdem nicht, was ich machen soll. Ich finde es auch nicht gut von meinem Freund, dass er jetzt den Beleidigten spielt. Einerseits hat er zwar schon ein bisschen recht, wenn man die ganze Situation betrachtet, was aber nur wir beurteilen können, so wie er behandelt wurde, seine Eltern würden nie so mit anderen Leuten umspringen, aber andererseits könnte er ja auch über seinen Schatten springen.
 

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