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Meine beste Freundin schläft mit ihrem Bruder

Das Thema ist ein ganz heißes Eisen. Liebe TE, du musst jetzt gut für dich, aber auch für deine Freundschaft abwägen, wie du dich am besten verhalten möchtest.

Ich persönlich finde ja, solange niemandem geschadet wird und alles auf wirklicher Freiwilligkeit beruht, dann soll jeder machen, wie er möchte. Wenn beide Parteien sich lieben und beide es aus freien Stücken tun, dann kann es streng genommen keine Straftat sein. Auch wenn ich mich vielleicht jetzt mit dieser Meinung unbeliebt bei manchen mache.

Es ist auch nicht so, dass jeder, der mit seinem Bruder/Schwester eine Beziehung führt, zwangsläufig eine Familie mit Kindern gründen will. Und anscheinend wird ja nicht angestrebt, dass man sich miteinander fortpflanzt und Kinder zeugt. Gemeinsam Kinder zu haben, in Form eines Samenspenders okay ... Das ist auch wieder die Sache deiner Freundin und ihres Bruders, ob und wie sie das händeln wollen oder können. Ich persönlich bin der Meinung, dass die Gesellschaft nicht dafür bereit ist, Kinder zu akzeptieren, deren Eltern Geschwister sind. Da müssten sie eigentlich in einer komplett fremden Stadt neu anfangen, wenn sie das wollen. Wo niemand weiß, dass sie Bruder und Schwester sind.

Das ist eben der Preis, den man für so eine Beziehung bezahlt - und das müssen deine Freundin und ihr Bruder wissen. Auch, dass es nach so einem Statement kein Zurück mehr gibt. Selbst dann nicht wirklich, wenn sie sich wieder trennen sollten. Denn dann wissen ihre Freunde und ihr Umfeld dennoch von ihrer Verbindung zueinander. Und je nach Wohnort wissen die Eltern das schneller, als deiner Freundin das lieb ist, dass sie eine Beziehung zu ihrem Bruder hat. Einfach weil eure "Freunde", die dann nicht damit umgehen können, darüber reden und das weiter nach außen tragen, wenn es doof läuft.

Ich glaube, dass deine Freundin und ihr Bruder da auch nicht wirklich nachdenken: sollen ihre Kinder später die Großeltern ebenfalls anlügen? Wird das nicht auffällig, wenn sie ihr Leben lang mit ihrem Bruder zusammenlebt, es auffällt, dass sie gemeinsam Kinder aufziehen und diese ihren Bruder nicht wie einen Onkel behandeln? Es dann nie Männer und Frauen in ihrem Leben gibt, sondern nur sie beide und die Kinder?

Die wichtige Frage ist, wie viel Verschiedenheit und Schwierigkeiten eure Freundschaft aushält. Und wie weit du diese tragen kannst und möchtest.

Im Endeffekt bleibt deine Freundin die gleiche Person im Idealfall. Außer sie kann mit dem Gegenfeuer und den Reaktionen auf ihre Ehrlichkeit nicht umgehen. Und Gegenfeuer wird kommen. Streng genommen warst du mit deiner Freundin die ganze Zeit ja schon befreundet, schon während sie mit ihrem Bruder eine Beziehung geführt hat. Und während dieser Zeit ist sie deine Freundin gewesen. Nur weil sie eine Beziehung mit ihrem Bruder hat, betrifft dich dies erst einmal nicht direkt persönlich. Erst, wenn du auf eventuelle Reaktionen von außen eingehst, bzw. als Freundin damit konfrontiert wirst. Aber aktiv bist du ja nicht an der Beziehung beteiligt.

Solange es für sie eine Beziehung bleibt und ihr "Outing" eure Freundschaft nicht zu extrem belastet und beeinflusst, rührt eigentlich das ganze nicht so an euch beiden. Außer die Reaktionen von außen.

Eigentlich ist dies für mich der Hauptfaktor: wirst und kannst du damit umgehen, dass deine Freundin dann mehr oder weniger sehr wahrscheinlich von nicht wenigen stigmatisiert und ausgegrenzt werden wird?

Für dich ist es auch ganz wichtig, Grenzen zu ziehen. Und dich selbst nicht zu übergehen, wenn du es für dich nicht händelbar oder tragbar findest. Das wäre einfach menschlich.

Ich finde auch, die Bitte, dass du ihr als Freundin Rückhalt geben sollst, muss nicht zwangsläufig heißen, dass du für sie in die Presche springst und sie ständig vor anderen verteidigst. Sondern vielleicht auch nur, dass du für sie da bist und sie mit ihrer Beziehung zu ihrem Bruder akzeptierst. Ich würde auch unbedingt hier mich genau aussprechen mit ihr. Und ich fände es sehr wichtig, dass du sie mitunter wissen lässt, wenn du überfordert bist oder das Gefühl hast, dem nicht gewachsen zu sein.
 
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