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Gast
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Hallo Gemeinde, ich hoffe einmal ihr könnt mir helfen. Euer Forum ist die erste die von meinem Problem erfährt.
Ich bin 28 Jahre jung und arbeite als Linienpilot bei einer großen deutschen Fluggesellschaft. Ich bin First Officer und nun schon 6 Jahre dabei und ich stehe kurz vor der Beförderung zum Senior First Officer.
Leider stehe ich nun aber vor einen großen Problem das eventuell meine Zukunft gefährdet und zwar bin ich krank geworden. Es ist nicht so eine einfache Krankheit die man diagnostizieren kann sondern es sind psychische Probleme. Es fing vor 2 Jahren an, damals bekam ich im Urlaub in Spanien plötzliche Existenzängste. Ich bildete mir ein das ich vielleicht nicht mehr fliegen kann, oder das ich überfallen werde oder mich jemand entführt und so etwas. Ich reiste dann plötzlich ab. Ich wurde mit der Zeit immer unruhiger und ich bekam ab und zu Panikattacken, Zwänge und Ängste. Zum Glück konnte ich diese so gut unterdrücken, dass sie nie im Dienst auftraten.
Mal ist einige Zeit Ruhe und ich denke ich habe es geschafft. Aber dann kommt diese Depression wieder. Und immer schlimmer und dazu mit körperlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Migräne, Übelkeit, Durchfall. Ich habe mich daher in den letzten Jahren viel krank schreiben lassen aber ich habe immer irgendwas vorgeschoben und nie den wahren Grund genannt. Mein Arbeitgeber hat mich daher auch mehrmals zum Betriebsarzt geschickt. Bei uns gibt es neben einen Betriebsarzt der auch jemanden der die Flugtauglichkeitsuntersuchungen macht. Bei der letzten Untersuchung hat er schon gefragt ob etwas nicht stimmt, aber ich habe es verneint und so kam ich durch. Habe nur gesagt ich stehe unter Stress wie fast alle Piloten. Ich denke mal sie haben es bei den psychologischen Stress-Test bemerkt. Zum Glück macht man einige Test (vor allem im Simulator) nicht alleine und so kann der Pilot oft etwas rausholen.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherungen habe ich natürlich abgeschlossen, doch in meinem Alter kann ich mit der Rente nicht auskommen wenn ich wirklich unfähig werde. Und das in meinem jungen Alter? Das ist doch keine Perspektive. Mir macht der Job Spaß, es ist mein Traumberuf und wenn ich fliege geht es mir fast immer gut da oben. Nur meine Freizeit wird zur Qual.
Es ist auch klar das mich unsere Airline entlassen wird wenn ich 6 Monate in eine psychische Therapie gehe, es ist quasi vorgeschrieben da ich nicht mehr belastbar bin. Habe mich da schon einige mal anonym informiert.
Könnt ihr mir helfen? Einen richtigen Betriebsrat gibt es bei uns noch nicht, er wird von der Führung nicht geduldet.
Ich habe auch noch mit niemanden aus meinem Freundeskreis darüber geredet, obwohl ich auch nicht viele Freunde habe. Als Berufspilot bleibt das leider nicht aus.
Danke!
Ich bin 28 Jahre jung und arbeite als Linienpilot bei einer großen deutschen Fluggesellschaft. Ich bin First Officer und nun schon 6 Jahre dabei und ich stehe kurz vor der Beförderung zum Senior First Officer.
Leider stehe ich nun aber vor einen großen Problem das eventuell meine Zukunft gefährdet und zwar bin ich krank geworden. Es ist nicht so eine einfache Krankheit die man diagnostizieren kann sondern es sind psychische Probleme. Es fing vor 2 Jahren an, damals bekam ich im Urlaub in Spanien plötzliche Existenzängste. Ich bildete mir ein das ich vielleicht nicht mehr fliegen kann, oder das ich überfallen werde oder mich jemand entführt und so etwas. Ich reiste dann plötzlich ab. Ich wurde mit der Zeit immer unruhiger und ich bekam ab und zu Panikattacken, Zwänge und Ängste. Zum Glück konnte ich diese so gut unterdrücken, dass sie nie im Dienst auftraten.
Mal ist einige Zeit Ruhe und ich denke ich habe es geschafft. Aber dann kommt diese Depression wieder. Und immer schlimmer und dazu mit körperlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Migräne, Übelkeit, Durchfall. Ich habe mich daher in den letzten Jahren viel krank schreiben lassen aber ich habe immer irgendwas vorgeschoben und nie den wahren Grund genannt. Mein Arbeitgeber hat mich daher auch mehrmals zum Betriebsarzt geschickt. Bei uns gibt es neben einen Betriebsarzt der auch jemanden der die Flugtauglichkeitsuntersuchungen macht. Bei der letzten Untersuchung hat er schon gefragt ob etwas nicht stimmt, aber ich habe es verneint und so kam ich durch. Habe nur gesagt ich stehe unter Stress wie fast alle Piloten. Ich denke mal sie haben es bei den psychologischen Stress-Test bemerkt. Zum Glück macht man einige Test (vor allem im Simulator) nicht alleine und so kann der Pilot oft etwas rausholen.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherungen habe ich natürlich abgeschlossen, doch in meinem Alter kann ich mit der Rente nicht auskommen wenn ich wirklich unfähig werde. Und das in meinem jungen Alter? Das ist doch keine Perspektive. Mir macht der Job Spaß, es ist mein Traumberuf und wenn ich fliege geht es mir fast immer gut da oben. Nur meine Freizeit wird zur Qual.
Es ist auch klar das mich unsere Airline entlassen wird wenn ich 6 Monate in eine psychische Therapie gehe, es ist quasi vorgeschrieben da ich nicht mehr belastbar bin. Habe mich da schon einige mal anonym informiert.
Könnt ihr mir helfen? Einen richtigen Betriebsrat gibt es bei uns noch nicht, er wird von der Führung nicht geduldet.
Ich habe auch noch mit niemanden aus meinem Freundeskreis darüber geredet, obwohl ich auch nicht viele Freunde habe. Als Berufspilot bleibt das leider nicht aus.
Danke!