@Chanara
Ich finde es toll das du dir die Ratschläge hier zu herzen nimmst und über alles nachdenkst. Ich gebe dir mal einige Ratschläge denn ich hatte vor 6 Monaten selbst einen Welpen aufgenommen und bin jetzt immer noch dabei ihn auszubilden und kann dir daher mal einnige Tipps geben.
Spatziergang:
Bitte nicht 2 stunden mit dem kleinen Wesen raus gehen. Das ist viel zu viel Input für den kleinen. Mit meinem Hund bin ich in den ersten Tagen nur für jeweils 5 Minuten auf eine nahe Wiese zum lösen gegangen damit er etwas von den außenreizen abbekommt. Der kleine Kerl ist erst einmal damit beschäftigt sich in sein neues Leben ein zu gewöhnen.
Die Reizschwelle eines kleinen Welpen ist nicht sehr groß. Bis zur 16 Woche bin ich mit meinem Hund mit dem Buggy zu einer Wiese gefahren, habe mich dort 10 Minuten hingesetzt und bin dann wieder nach hause. Das ganze hat vielleicht 20 Minuten am Tag gedauert. Zum lösen bin ich mit ihm in unseren Garten. Solltest du keinen Garten haben, nutze irgendeine kleine Grünfläche in der Nähe.
Ab der 18. Lebenswoche habe ich dann die Gassirunden langsam erhöht. 25 Minuten 30 Minuten 40 Minuten. Jetzt mit 8 Monaten bin ich einmal am Tag mit ihm für 50 Minuten unterwegs.
Ruhe lernt ein Welpe auch nur in dem man ihm das beibringt. Wie bei einem Kleinkind überdrehen die schnell. Merken tut man dies wenn der Welpe in der Wohnung nicht mehr zur Ruhe kommt. Ständig zooomies hat (wie wild hin und her rennen) überall reinbeißt, dich anbellt und einfach nicht zur Ruhe kommt.
Ein Welpe sollte 20 - 22 stunden am Tag ruhen. (schlafen ist natürlich in der Zeit mit drin) Das kann schon ein einfaches ruhiges liegen auf seiner Decke sein während er etwas kaut.
Viel macht man mit so einem kleinen Ding einfach noch nicht.
Lasse deinen Welpen nicht angeleint zu anderen Hunden. Das ist super wichtig sonst könnte es passieren das du dir einen Leinenpöbler heranziehst. Vor allem Welpen haben verschiedene Mechanismen wie sie mit stress und Unsicherheit umgehen. eines davon ist das sogenannte "einschleimen". Hunde brauchen keinen Fremdhund kontakt beim Spaziergang. Mit Leine ist der Hund nicht in der Lage seine natürliche Körpersprache zu benutzen. Stressverhalten und späteres Leinenpöbeln kann die folge davon sein. So verhinderst du auch das dein Hund sich angewöhnt zu jedem Hund zu wollen. Suche dir lieber 2-5 Hundekontakte mit denen du dich ab und zu triffst und sie Frei spielen lässt ohne Leine.
Suche dir eine gute(!) Hundeschule wo du das Hunde 1 mal 1 kennenlernst. Dort kannst du nicht nur lernen, wie man mit seinem Hund richtig trainiert, sondern dein Hund kann auch dort mit anderen Hunden spielen und sie lernt die Körpersprache der verschiedenen Rassen kennen.
Hundeschule ist aber jetzt kein muss wenn du genug Hundekontakte hast und du denkst das du deinen Hund auch so alleine erziehen kannst.
Zum Thema Hundebetreuung:
Eine gute Hundepension.. heutzutage meist Hundetagesstätte genannt, nimmt nicht zu viele Hunde auf, hat ein Fachkundiges Personal und die Hunde sind unter Aufsicht und können mit einander spielen während auch Ruhezeiten eingehalten werden.
Die sind natürlich nicht ständig eingesperrt.
Wenn man an eine
gute Pension kommt, dann ist es für einen Welpen absolut NICHT problematisch sondern eine gute Erfahrung für den Hund.