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Mein Vater wird schwierig

G

Gelöscht 129622

Gast
Ich bin leider inzwischen soweit das ich endgültig den Kontakt zu meinem Vater abbrechen möchte. Mir tut der Kontakt wirklich nicht mehr gut. Entweder bin ich sehr traurig oder ich ärgere mich wahnsinnig über ihn.

Inzwischen kommt eine neue Überlegung dazu ob mein Vater langsam dement wird... Vielleicht ist es auch Altersstarrsinn? Mein Vater ist 65.

Vielleicht liegt es auch an seiner Freundin. Die ihn im Hintergrund aufhetzt?

Ich habe mich sehr zurückgezogen. Mein Vater hat den Kontakt eingeschrenkt seit er mit ihr zusammen ist. Inzwischen sind die beiden zwei Jahre zusammen. Mein Vater hat zu niemandem mehr engen Kontakt. Außer ihrer Familie und ihren Freunden. Zu seinen Freunden oder Familie hat er den Kontakt abgebrochen.

Ich habe mich dann zurückgezogen da ich gemerkt habe ich bin unerwünscht. Inzwischen passt meinem Vater das überhaupt nicht mehr. Ich war also bereit mich wieder anzunähern. Was mir ehrlich gesagt sehr schwer fällt.

Mein Vater beleidigt mich. Schreit mich an. Ich gehe ans Telefon und denke mir nichts und werde beschimpft. Er schreit mich so laut an das es ein Wunder ist das ich noch nicht taub bin. Mein Umfeld bekommt das Gespräch auch mit... Kein Wunder bei der Lautstärke. Ich bekomme richtig böse Nachrichten. Abwechselnd von irgendwelchen Bildern oder ich habe dich so lieb...

Den nächsten Tag ruft mein Vater weinend an. Warum bin ich nicht da. Nie bin ich da.

An anderen Tagen hört mein Vater mir zu .Den nächsten Tag interessiert er sich überhaupt nicht für das was ich erzähle.

Es war geplant das mein Vater und ich nächsten Monat einen Ausflug zusammen machen. Er wollte mich heute anrufen um alles zu besprechen und einen Termin auszumachen. Gestern war mein Vater total begeistert. Heute beleidigt er mich. Schreit mich an. Ich bin nie da. Nie besuche ich ihn. Er muss immer kommen. Nie komme ich vorbei. Überhaupt hat er gar kein Geld irgendwo hinzufahren. Er hat kein Bock wegzufahren. Ich konnte ihn überhaupt nicht beruhigen. Natürlich habe ich gefragt wie er darauf kommt. Ja er hat darüber nachgedacht was ihn alles stört.

Mein Vater ist bisher freiwillig zu mir gekommen. Wenn ich ihn frage wann ich ihn besuchen soll hat er nie Zeit.

Langsam weiß ich nicht mehr weiter. Egal was ich sage alles ist falsch. Ich mag mich auch nicht mehr grundlos fertig machen lassen.

Mein Vater versteht nicht das mich sein Verhalten verletzt und ich mich deshalb zurückziehe.
 
G

Gelöscht 129613

Gast
Dein Vater scheint sich in einer seelischen Krise zu befinden.
Da könnte ihm nur ein Facharzt behiflich sein. DU nicht.
Ich an Deiner Stelle würde mich distanzieren. Er ist eine zu große Belastung für Dich.
 

Grisu

Aktives Mitglied
Ich persönlich würde jetzt einfach eine Pause einlegen.

Solange, bis ich den Kontakt wieder möchte (Natürlich kann es eine Demenz sein und ich für meinen Teil würde mit dem Wissen auch dann wieder in Kontakt treten weil die Krankheit den Menschen leitet, aber diese Entscheidung muss jeder für sich treffen).

Sich bis zum Wissen warum sein Verhalten so ist zurück halten, nicht drüber ärgern und auch gar nicht groß mit der Familie darüber diskutieren.

Gruß von Grisu
 

Buntehäsin

Aktives Mitglied
Puh, schwierig.
Hast Du noch Geschwister?
Oder gibt es Menschen, zu denen er genauso ist?
Wie oft habt Ihr Kontakt?
Wohnt Ihr weit auseinander?

Ich hätte auch ein Problem mich anschreien zu lassen.
Ich würde die Telefonate erstmal einschränken.
Soviel gibt's ja nicht zu quatschen?
 

Hajooo

Sehr aktives Mitglied
Das klingt schon sehr anstrengend.

Wie war denn euer Verhältnis in letzter Zeit, den letzten Jahren ?

Hat er evtl. seine Frau verloren (Witwer).
Wie ist denn sein gesundheitlicher Zustand ?
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Apfelbaum,
die Schwester meiner Mutter hatte, als sie sehr alt war, auch solche Phasen, in denen sie "nicht mehr sie selbst" war bzw. in denen ihre unangenehmen Seiten die Oberhand gewannen und es ihr dann leid tat.

Mein Tipp wäre, dass du deinem Vater aktiv (vielleicht schriftlich) kommunizierst, was du von ihm erwartest (wenn da etwas ist) und auch, was du für ihn zu leisten bereit bist. Und dann ihm die Ausgestaltung der Beziehung überlassen und erstmal nur auf das reagieren, was von ihm kommt (also ihm auch Kontra geben, falls er übergriffig wird).

Vor allem raus aus deiner "Opferrolle", nicht nur erdulden, aushalten, Rücksicht nehmen etc. – sondern klare Kante zeigen, deutliche Ansagen machen, dagegenhalten. Diese Sprache könnte er besser verstehen als immer nur Freundlichkeiten.

Alles Gute!
Werner
 

Soley

Aktives Mitglied
Bei jemanden aus meiner Familie fing das so an. Es war Demenz in sehr frühem Stadium.
Wir wurden alle, einschließlich später der Pfleger, beleidigt und angeschrien und dann wieder lieb gehabt.
Verlassen haben wir die Person nicht. Die Person wäre verkümmert.
Sobald ein Mensch alt und krank wird, kann er sich nicht mehr ändern. Da hilft auch sicher keine Therapie.

Es steckt keine böse Absicht dahinter, man kann lernen, ihn genau so zu sehen. Ein armer Mensch, der Hilfe braucht.
Und man kann lernen, sich emotional zu distanzieren und Beleidigungen nicht an sich ran zu lassen.

Damit meine ich aber keine toxischen Beziehungen. Nicht missverstehen! Es geht hier allein um kranke Angehörige.
 

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