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Mein Vater - Wie verhalten?

Visuki

Mitglied
Hey ihr,

wollte ein Thema ansprechen, welches mich immer begleitet und nie loslässt und zwar meinen Vater und den Hass den ich auf ihn habe.

Mein Vater ist ein furchtbarer Mensch. 7 Jahre Gefängnis. Viele schlimme Taten.

Es ist zuviel das alles ausführlich zu beschreiben, daher die Kurzform.

- Banküberfall
- Menschen gequält (einen Tremper [Anhalter])
- Menschen vergewaltigt (einen Tremper [Anhalter] und angeblich damals ein 16 jähriges Mädchen)
- Menschen psychisch fertig gemacht (meine Mam)
- Morddrohungen ausgesprochen (meiner Mam, einem Richter und einem Anwalt gegenüber)
- Entführung (mich und meinen Bruder)
- Meine Geschwister, als sie noch kleine Kinder waren, sexuell belästigt
- Mit mir und meinem Bruder (und meinen Schwestern) damals Pornos geguckt
- usw

Das ist alles schon viele Jahre her, aber...

dieser Mann, den ich meinen Vater schimpfen muss, hat in mir einen riesen Hass ausgelöst. Ich hasse ihn wirklich.

Ich kann jederzeit zur Polizei gehen und ihn anzeigen, denn nun bin ich 20 und kann ihn noch, bis ich 28 bin für alles anzeigen, was er uns angetan hat.

Andererseits ist es so lange her, dass es doch dumm wäre nun nochmal alles aufzuwirbeln.

Mein Vater ist seit 6 Jahren aus dem Gefängnis raus. Danach hatten wir wieder 1 Jahr Kontakt zu ihm.

Dann hat er eine Säufering (angeblich) kennengelernt und mit ihr ein Kind gezeugt.

Dieses Kind ist mein Halbbruder, Dominik, 4 oder 5 Jahre jetzt alt. Ich kenne ihn nicht. Er tut mir leid.

Die Säuferin hat angeblich eine 6 jährige Tochter. Ich kenne das Mädchen nicht. Sie tut mir leid.

Nun hat mein Vater mein Leben in so fern beeinflusst, dass mein Hass auf ihn, mich blind für die schönen Dinge des Lebens gemacht hatte. Ich wollte mich umbringen, verletzte mich selbst, habe davon geträumt ihn umzubringen und so weiter. Wir sind auch oft umgezogen, weil meine Mam Freunde gefunden hatte und nicht mehr allein sein wollte.

Das war ja gut für sie, aber ich habe immer meine Freunde verloren durch das umziehen und bin mitlerweile richtig kaputt.

Ich trinke keinen Alkohol.
Ich rauche nicht.
Ich habe ein sehr starkes Empfinden für Gerechtigkeit.

Alles durch meinen Vater. Ich hasse ihn, seine Taten und sein Verhalten. Ich will nie so werden, wie er ist und war. Deswegen kein Alk. Deswegen keine Zigaretten.

Ich isoliere mich sozial, weil ich mitlerweile kaum noch klar komme...

Aber das ist jetzt was anderes...

Ich habe heute mit meiner Mam gesprochen. Weil ich selbstständig sein will und das Gespräch über Geld führte zum Thema Unterhalt und das wiederum zu meinem Vater.

Ich habe angst, dass diese Kinder... das Mädchen... mein Halbbruder... unter meinem Vater leiden müssen. Er hat genug Leben zerstört...

Es klingt vielleicht etwas gestört... aber ich will meinen Vater leiden sehen... das er seine Strafe bekommt... das andere Menschen vor ihm geschützt sind...

Ob ich mir beim Amt seine Adresse geben lassen sollte und dem Kerl bzw meinem Halbbruder einen Besuch abstatten sollte? Meinen Halbbruder kennenlernen... herausfinden, wie es ihm geht...

Der Frau/Freundin meines Vaters stecken, wie mein Vater drauf ist... was er alles so getan hat... das Jugendamt informieren, dass die sich um die Kinder kümmern?

Kann natürlich sein, dass mein Vater nun vernünftig ist und denen nichts tut, aber wenn er doch wieder was tut, dann hätte ich etwas ändern können...

Aber was ist, wenn er mich dann verfolgt und auf mich losgeht? wir kennen das doch von ihm...
 

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Micky

Sehr aktives Mitglied
Ja,ich würde Dir raten ,ihn anzuzeigen wegen all der Gräueltaten,
für die er noch nicht zur Verantwortung gezogen wurde.

Nicht aus "Rache",sondern wegen der Gerechtigkeit und vor allem(!),weil Du die Möglichkeit hast,
Deinen Bruder ("Halbbruder") und das Stiefgeschwisterchen zu schützen.Und wer weiß,wen noch alles. Sei mutig,trau Dich!

Du bist jetzt volljährig und aus seiner Gewalt heraus, Du hast genug Verstand und Courage .

Du weißt,zu was er fähig ist.

Mach nicht das,was vielleicht bei DIR,bei DEINEN GESCHWISTERN offenbar viele Mitwisser gemacht haben (Nachbarn? Deine Mutter? andere Verwandte..?) --schau nicht weg,vergiß nicht,kehr nichts unter den Teppich.

Wenn ihn gleich am Beginn seiner "Täterkarriere" jemand gestoppt hätte,wäre Dein Martyrium vielleicht nie gewesen...verstehst Du?!
Wer weiß,was man alles hätte verhindern können...!!!


Ich würde aber nur mit Hilfe/Begleitung vorgehen---Du kannst Dir Hilfe bei Gewaltopferberaten holen (Weißer Ring),Du kannst auch
alles AUFSCHREIBEN und per Einschreibbrief zur Staatsanwaltschaft schicken.
Gerade,wenn er jetzt WIEDER kleine Kinder in seiner "Obhut" hat,würde ich das auf jeden Fall tun.

Ich würde NICHT persönlich zur Polizei gehen,das ist sicher viel zu schwer und kann "daneben " gehen,wenn Du an einen unsensiblen Beamten gerätst!

Du kannst auch hier fragen,wie und wo man sich real hinwenden kann ,weil: es gibt viele user mit ähnlichen Erfahrungen !

Damit Du selbst Deine schlimmen Erfahrungen aufarbeiten kannst,ist es bestimmt besser ,es anzuzeigen---als zu verdrängen.

Es wird Dich immer wieder einholen...und DU HAST ES NICHT VERDIENT,daß Du dadurch krank wirst oder irgendwann Deine eigene Familie komisch behandelst,weil zu viel Frust in Dir bleibt...

Wut auf ihn ist okay, jeder hat es in der Hand,böse kranke Taten zu stoppen bei sich... Er mußte kein Straftäter werden! Nicht in dem Ausmaß,nicht so gemein gegen Wehrlose.

Sagen wir mal so---wenn Du es schaffen könntest,eine Strafanzeige zu schreiben ,bist Du wirklich auf dem Weg aus dem Dunkel.

Gruß und Umarmung!

Micky
 

Visuki

Mitglied
Mir gegenüber hat er ja nie was getan. Ich leide auch nciht wirklich drunter.

Das meiste weiß ich nur aus Erzählungen meiner Familie, aber das reicht mir um nicht mit ihm als Vater klar zu kommen.

Das er mich und meinen Bruder entführt hatte, das weiß ich noch.

An die Pornos kann ich mich hingegen nicht erinnern. War ja noch ein paar Jahre alt.

Deswegen werde ich ihn wohl nicht anzeigen, weil es zu lange her ist und ich kaum noch etwas davon weiß, bzw es mir relativ egal ist, weil ich dadurch keine direkten Nachteile habe.

Aber ich frage mich, ob er eines Tages zu seinen jetzigen Kindern wieder so sein wird.

Aber andererseits war er 7 Jahre im Knast. Resozialisiert, wie man so schön sagt.
 

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