Guten Abend/Nacht
Also, wie oben schon beschrieben geht es um meinen Vater.
Ich hole mal etwas aus, damit man es besser versteht. 2013 ist meine Mutter an einer ziemlich unheilbaren Krankheit gestorben. Zu dem Zeitpunkt war ich 11. (mittlerweile bin ich 15, werde bald 16) Seit dem schreit mein Vater mich Tag täglich an. Geschlagen hat er mich auch mal. Täglich schreit er mich an, macht mich fertig. Ich lag schon öfter in Kliniken wegen Panikattacken, ein Psychologe (in war in einer Reha aufgrund mehrerer Hüft-ops und da habe ich mehrere Gespräche mit einem Psychologen gehabt) sagte bereits, es komme hauptsächlich von ihm, denn er schreit Sachen, die gar nicht mehr gehen. Ich könne nichts mit meinen fast 16 Jahren, ich sei egoistisch und würde nie an ihn denken, ich wäre behindert und geistig zurückgeblieben, nicht mal laufen könne ich richtig, ich wäre an dem Tod meiner Mutter schuld, mir würde es nichts ausmachen wenn andere so krepieren wie meine Mutter, dass ich die kranke von ihm und mir sei (er ist erkältet), ich sei eine schlampe, gar eine nutte(wieso er das sagt weiß ich nicht, ich habe bislang 1 Freund gehabt und nie Jungs mit nach Hause gebracht oder ähnliches).[...].und das war nur das harmloseste (Alles seine Wortwahl, er bezeichnet mich wirklich als behindert, er hat auch krepieren gesagt etc.) Ich habe immer versucht so zu sein wie er mich haben will. Er wollte dass ich gut in der Schule bin - daraufhin hatte ich einen Zeugnisschnirt von 1.3 (er war immer noch nicht zufrieden), er wollte dass ich annehme - in wenigen Wochen fast 10 kg abgenommen, er wollte dass ich "hübsch" bin - also kleidete ich mich so wie er mich haben wollte, Schminke mir so, wie es ihm gefiel und kaufte mir Sachen, wo ich wusste, dass sie ihm gefallen.
Jetzt, wo ich den Text schreibe, ist es 23:46 Uhr und er hat gerade wieder geschrien. Ich hatte wirklich Angst davor, dass er mich schlägt. Er hätte es auch sicherlich gemacht wenn ich nicht die ganze Zeit halb weg gerannt wäre. Außerdem wirft er manchmal Sachen nach mir. Er behandelt mich wie seine putze. Das ironische: er tut selbst nichts im Haushalt. Das meiste, sprich kochen, putzen, Wäsche etc. macht seine neue Freundin, die allerdings nicht bei uns wohnt. Ich gebe zu, ich mache wirklich nicht alles. Das, was ich mache ist staubsaugen, alles mal wischen, Spülmaschine ausräumen und gelegentlich mal bügeln. Aber er macht wirklich nichts, gar nichts. Genauso wenig wie mein Bruder. Er ist 20 und macht auch nichts. Aber ihn interessiert es ihn auch nicht. Mein Vater schreit nur mich an, nie meinen Bruder. Die Freundin meines Vaters interessiert sich auch nicht dafür, wie es mir hier geht. Keiner tut es hier. Ich kann einfach nicht mehr, mein Leben besteht nur noch aus arztterminen und Physiotherapie. 4 mal die Woche zur physio und dann alle paar Wochen wieder in die Klinik fahren zum Arzt wegen meiner Hüfte. Und dann gibt mein Vater mir die Schuld für alles, ich sei ja sein Problem, ich wäre nur Last für ihn, er könne sich nicht mehr dran erinnern, wann er mit mir gelacht habe statt dich aufzuregen. Er hilft mir nicht. Er versteht auch nicht, wenn ich mich nach 10 std Schule ins Bett schmeiße. Das ist für ihn unverständlich. Dabei tut mir alles weh, aber das versteht er nicht.
Wie oben schon kurz mal erwähnt war ich in der Reha, 9.5 Wochen ca. Das war die schönste Zeit meines Lebens, ich war so lange von zu Hause weg und einfach nur glücklich. Und das obwohl ich kaum laufen konnte. Keiner, der rumschreit, mich stresst oder keinem, vor dem ich Angst haben muss. Ich war dort alleine, habe alle 1-2 Wochen meinen Vater gesehen und mehr nicht. Das tat mir gut und mein Prozess mit der Hüfte ging unglaublich schnell und gut nach vorne, doch kaum war ich wieder zu Hause fing alles wieder von vorne an und mein Lauf-Prozess, so sag ich mal, wurde wieder nach hinten geworfen. Aber nicht, wegen der Krankengymnastik die ich dort täglich mehrfach hatte und hier nicht sondern weil ich hier wieder ständig fertig gemacht wurde.
Das komische ist, mein Vater hat dann auch wieder gute Seiten, ist nett und würde alles für mich tun. Aber das ist im letzter Zeit auch nach hinten gegangen. Er hat dann sehr gute, nette, fast schon euphorische Tage an denen er mir förmlich sehr viel liebe zeigt aber im gleichen Atemzug zeigt was für ein Problemzone ich ja sei.
Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Ich hätte mir vorhin fast wieder was angetan, ich denke in letzter Zeit zu oft an Selbstmord. Mein Vater macht es nur möglich mich daran denken zu lassen. Von zu Hause weg kann ich auch nicht weil sonst die Hölle hier los wäre. Mein Vater würde mich umbringen wenn plötzlich das Ja hier stehen würde. Die standen schon mal hier, da ist er wirklich eskaliert und seine Freundin meinte ich solle mich nicht so anstellen, solche Streitigkeiten seien ja normal. Ich weiß nicht mehr weiter, der letzte weg ist für mich, dass ich nicht mehr da bin. Na ja, sein Problem wäre dann ja weg. Vor 2-3 Jahren habe ich mit schon mal die arme aufgeschnitten, aber statt mir zu helfen hat er weiter nur mich fertig macht. Ich will gar nicht einschlafen, weil ich weiß, dass es morgen wieder so sein wird. Und danach den Tag auch. Und danach auch.
Danke an alle, die sich den Text komplett durchgelesen haben und mir helfen. Ihr wisst gar nicgt, wie dankbar ich jedem bin, der mir wenigstens nur zuhört.
Danke und noch einen schönen Abend/ nacht bzw. wann auch immer der Text gelesen wird.
G
Also, wie oben schon beschrieben geht es um meinen Vater.
Ich hole mal etwas aus, damit man es besser versteht. 2013 ist meine Mutter an einer ziemlich unheilbaren Krankheit gestorben. Zu dem Zeitpunkt war ich 11. (mittlerweile bin ich 15, werde bald 16) Seit dem schreit mein Vater mich Tag täglich an. Geschlagen hat er mich auch mal. Täglich schreit er mich an, macht mich fertig. Ich lag schon öfter in Kliniken wegen Panikattacken, ein Psychologe (in war in einer Reha aufgrund mehrerer Hüft-ops und da habe ich mehrere Gespräche mit einem Psychologen gehabt) sagte bereits, es komme hauptsächlich von ihm, denn er schreit Sachen, die gar nicht mehr gehen. Ich könne nichts mit meinen fast 16 Jahren, ich sei egoistisch und würde nie an ihn denken, ich wäre behindert und geistig zurückgeblieben, nicht mal laufen könne ich richtig, ich wäre an dem Tod meiner Mutter schuld, mir würde es nichts ausmachen wenn andere so krepieren wie meine Mutter, dass ich die kranke von ihm und mir sei (er ist erkältet), ich sei eine schlampe, gar eine nutte(wieso er das sagt weiß ich nicht, ich habe bislang 1 Freund gehabt und nie Jungs mit nach Hause gebracht oder ähnliches).[...].und das war nur das harmloseste (Alles seine Wortwahl, er bezeichnet mich wirklich als behindert, er hat auch krepieren gesagt etc.) Ich habe immer versucht so zu sein wie er mich haben will. Er wollte dass ich gut in der Schule bin - daraufhin hatte ich einen Zeugnisschnirt von 1.3 (er war immer noch nicht zufrieden), er wollte dass ich annehme - in wenigen Wochen fast 10 kg abgenommen, er wollte dass ich "hübsch" bin - also kleidete ich mich so wie er mich haben wollte, Schminke mir so, wie es ihm gefiel und kaufte mir Sachen, wo ich wusste, dass sie ihm gefallen.
Jetzt, wo ich den Text schreibe, ist es 23:46 Uhr und er hat gerade wieder geschrien. Ich hatte wirklich Angst davor, dass er mich schlägt. Er hätte es auch sicherlich gemacht wenn ich nicht die ganze Zeit halb weg gerannt wäre. Außerdem wirft er manchmal Sachen nach mir. Er behandelt mich wie seine putze. Das ironische: er tut selbst nichts im Haushalt. Das meiste, sprich kochen, putzen, Wäsche etc. macht seine neue Freundin, die allerdings nicht bei uns wohnt. Ich gebe zu, ich mache wirklich nicht alles. Das, was ich mache ist staubsaugen, alles mal wischen, Spülmaschine ausräumen und gelegentlich mal bügeln. Aber er macht wirklich nichts, gar nichts. Genauso wenig wie mein Bruder. Er ist 20 und macht auch nichts. Aber ihn interessiert es ihn auch nicht. Mein Vater schreit nur mich an, nie meinen Bruder. Die Freundin meines Vaters interessiert sich auch nicht dafür, wie es mir hier geht. Keiner tut es hier. Ich kann einfach nicht mehr, mein Leben besteht nur noch aus arztterminen und Physiotherapie. 4 mal die Woche zur physio und dann alle paar Wochen wieder in die Klinik fahren zum Arzt wegen meiner Hüfte. Und dann gibt mein Vater mir die Schuld für alles, ich sei ja sein Problem, ich wäre nur Last für ihn, er könne sich nicht mehr dran erinnern, wann er mit mir gelacht habe statt dich aufzuregen. Er hilft mir nicht. Er versteht auch nicht, wenn ich mich nach 10 std Schule ins Bett schmeiße. Das ist für ihn unverständlich. Dabei tut mir alles weh, aber das versteht er nicht.
Wie oben schon kurz mal erwähnt war ich in der Reha, 9.5 Wochen ca. Das war die schönste Zeit meines Lebens, ich war so lange von zu Hause weg und einfach nur glücklich. Und das obwohl ich kaum laufen konnte. Keiner, der rumschreit, mich stresst oder keinem, vor dem ich Angst haben muss. Ich war dort alleine, habe alle 1-2 Wochen meinen Vater gesehen und mehr nicht. Das tat mir gut und mein Prozess mit der Hüfte ging unglaublich schnell und gut nach vorne, doch kaum war ich wieder zu Hause fing alles wieder von vorne an und mein Lauf-Prozess, so sag ich mal, wurde wieder nach hinten geworfen. Aber nicht, wegen der Krankengymnastik die ich dort täglich mehrfach hatte und hier nicht sondern weil ich hier wieder ständig fertig gemacht wurde.
Das komische ist, mein Vater hat dann auch wieder gute Seiten, ist nett und würde alles für mich tun. Aber das ist im letzter Zeit auch nach hinten gegangen. Er hat dann sehr gute, nette, fast schon euphorische Tage an denen er mir förmlich sehr viel liebe zeigt aber im gleichen Atemzug zeigt was für ein Problemzone ich ja sei.
Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Ich hätte mir vorhin fast wieder was angetan, ich denke in letzter Zeit zu oft an Selbstmord. Mein Vater macht es nur möglich mich daran denken zu lassen. Von zu Hause weg kann ich auch nicht weil sonst die Hölle hier los wäre. Mein Vater würde mich umbringen wenn plötzlich das Ja hier stehen würde. Die standen schon mal hier, da ist er wirklich eskaliert und seine Freundin meinte ich solle mich nicht so anstellen, solche Streitigkeiten seien ja normal. Ich weiß nicht mehr weiter, der letzte weg ist für mich, dass ich nicht mehr da bin. Na ja, sein Problem wäre dann ja weg. Vor 2-3 Jahren habe ich mit schon mal die arme aufgeschnitten, aber statt mir zu helfen hat er weiter nur mich fertig macht. Ich will gar nicht einschlafen, weil ich weiß, dass es morgen wieder so sein wird. Und danach den Tag auch. Und danach auch.
Danke an alle, die sich den Text komplett durchgelesen haben und mir helfen. Ihr wisst gar nicgt, wie dankbar ich jedem bin, der mir wenigstens nur zuhört.
Danke und noch einen schönen Abend/ nacht bzw. wann auch immer der Text gelesen wird.
G