Liebe Sapphyr,
es tut mir so leid, dass dein Vater schon mit 60 sterben musste.
Du bist selbst in Trauer u. sollst noch deine Mutter trösten u. Behördengänge erledigen, das kostet sehr viel Kraft u. Selbstbeherrschung. Nimm dir trotzdem Zeit ausgiebig zu weinen u. zu trauern u. das geht auch nicht von jetzt auf gleich sondern bedarf sehr viel Zeit.
Mach dir keinen Kopf, WER nun zur Beerdigung kommt, sondern WIE sie sein wird. Du wirst dich besser fühlen, wenn ihr ihm einen würdigen Abschied bereitet.
Lass dich mal ganz fest drücken, Du schaffst das.
Etwas Trost für dich:
Ein Schiff segelt hinaus und ich beobachte
wie es am Horizont verschwindet.
Jemand an meiner Seite sagt: "Es ist verschwunden."
Verschwunden wohin?
Verschwunden aus meinem Blickfeld - das ist alles.
Das Schiff ist nach wie vor so groß wie es war
als ich es gesehen habe.
Dass es immer kleiner wird und das dann völlig aus
meinen Augen verlieren ist in mir, hat mit dem Schiff
nichts zu tun.
Und gerade in dem Moment, wenn jemand neben
mir sagt, es ist verschwunden, gibt es Andere,
die es kommen sehen, und andere Stimmen,
die freudig Aufschreien: "Da kommt es!"
.... und das ist sterben. (Bishop Brent)
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ein schnurps grübelt
also, es war einmal eine zeit,
da war ich noch gar nicht da -
da gab es schon kinder, häuser und leut'
und auch mama und papa,
jeden für sich -
bloß ohne mich
ich kann mir's gar nicht denken. das war gar nicht so
wo war ich denn, eh es mich gab?
ich glaub ich war einfach anderswo,
nur, daß ich's vergessen hab,
weil die erinnerung daran verschwimmt -
ja, so war's bestimmt!
und einmal, das sagte der vater heut,
ist jeder mensch nicht mehr hier.
alles gibt's noch: kinder, häuser und leut',
auch die sachen und kleider von mir.
das bleibt dann für sich -
bloß ohne mich.
aber ist man dann weg? ist man einfach fort?
nein, man geht nur woanders hin.
ich glaube, ich bin dann halt wieder dort,
wo ich vorher gewesen bin.
das fällt mir dann bestimmt wieder ein.
ja, so wird es sein!