Hallo Fennek,
au Backe - was du da erzählst klingt echt krass - schon fast wie beabsichtigter Terror. Wie lange kennt ihr euch denn schon - ich meine denkst du er wäre in der Lage "Sexentzug" bewußt als Druckmittel einzusetze, um dich klein zu halten? Ich meine keine Lust haben ist die eine Seite aber antäuschen und dann fallenlassen ist schon ein bißchen fieser als man tolerieren sollte...
Du sagtst er redet nicht darüber - wie hat er denn reagiert, als du mit ihm reden wolltest - hast du ihn direkt angesprochen?
Ich muß ehrlich sagen es geht mir momentan wieder ein wenig besser, ich hab mich auf meine Hinterbeine gestzt und beschlossen, daß ich mich davon nicht runterziehen lassen will. Auch wenn ich natürlich nicht durchwegs so "diszipliniert" bin und genauso wieder darüber nachdenken muß, ob mit mir irgendwas nicht stimmt, ob ich nicht attraktiv genug bin oder was auch immer.... Meine derzeitige "Strategie" ist mir nichts anmerken zu lassen - ich werde auf alle Fälle nicht um Sex oder seine Nähe betteln - wer bin ich denn? Und obwohl ich es eigentlich hasse irgendwelche dummen Spielchen zu spielen und gegen mein Gefühl den Verstand einzusetzen - habe ich beschlossen, daß auch ein Mann schon am Anfang einer Beziehung kapieren muß, was er an der Frau hat, die mit ihm zusammen ist und daß man an einer Beziehung auch arbeiten muß. Das heisst - (mein Freund und ich wohnen nicht zusammen) - je weniger er kapiert, daß ich erwarte, daß er sich auch AKTIV um darum kümmert, daß wir beide zusammen "funktionieren" desto beschäftigter werde ich sein, desto weniger oft werde ich bei ihm übernachten - (außer er bittet ausdrücklich darum)... so lange bis er zwei Wochen vorher Bescheid geben muß, wenn er am WE mit mir weggehen möchte... 😉
Okay, das klingt natürlich jetzt ein bißchen extrem - aber im Grunde befürchte ich einfach, wenn ich jetzt nochmal zu ihm hingehe und ihn zur Rede stelle, was es mit dieser Dauermüdigkeit auf sich hat, daß ich mich dann ganz schnell selbst in die Rolle des weinerlichen Püppis stecke dessen Glück vom Wohlwollen ihres "Mackers" abhängt - und wenn dieses Bild einmal in seinen Augen Gestalt angenommen hat - dann wird es schwer sein es wieder loszuwerden. Und obendrein wäre dann sein Klischeebild von Frauen als lamentierende Nervensägen bestätigt, die von den Männern nur fordern und sie in ihrer Freiheit beschneiden wollen. Und den Gefallen werde ich ihn nicht tun - ich weiß ja, daß ich nicht so bin.
Ich hab ja schon geschrieben, daß ich meinen Freund schon sehr lange kenne - ich weiß, daß er kein A**** ist - ich weiß, daß er mich nicht absichtlich verletzen will - und ich liebe ihn wirklich - aber ich denke, er muß noch ein paar Dinge dazulernen, was Beziehungen angeht. Wenn das so gar nicht funktionieren sollte, muß eben jeder für sich einen neuen Weg finden - so weh das auch tun mag (und ich hoffe natürlich, daß es nicht so weit kommt, weil ich ihn wirklich nicht verlieren will).
Vielleicht solltest du dir, bevor du etwas unternimmst, deinen Freund auch noch einmal ganz genau ansehen. Ist es wirklich dieser Mensch mit dem du dein Leben (oder zumindest einen Teil davon) teilen möchtest? Wenn du ihm mitteilst wie sehr es dich trifft, wie er dich behandelt, und er nicht darauf eingeht - dann bist du ihm nicht wichtig genug und er hat dich schlichtweg nicht verdient. Laß dich nicht von jemandem kaputtmachen, der nicht verstehen kann, was er an dir hat. Mute dir so etwas nicht zu - jeder Mensch ist es wert aufrichtig geliebt zu werden!
Eine gute Freundin hat mir zu dem Thema noch einen Buchtipp gegeben, den ich dir hier an dich weitergeben möchte, es heißt: "Die Kunst, den Mann fürs Leben zu finden" - ein manchmal ganz aufschlussreiches, wenn auch sehr sehr amerikanisches Buch - also ganz wichtig - nicht zu ernst nehmen und mit vernünftigen Menschenverstand lesen - oder drüber lachen!
Ganz liebe Grüße und vielleicht "höre" ich ja wieder von dir?
w0lkenmeer