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Mein Sohn zerstört sich selbst und ich muss das hilflos mit ansehen

Hilflos und allein

Neues Mitglied
Hallo erstmal,
ich bin neu hier und hoffe auf ein wenig Unterstützung und Ratschläge.
Es fing alles vor einem knappen Jahr an.
Mein Sohn (14) fing an die Schule zu schwänzen, erst heimlich, dann ist er morgens einfach gar nicht mehr aufgestanden. Er blieb einfach abends weg und kam über Nacht nicht nach Haus. Mein Mann und ich waren krank vor Sorge... Ich habe mich ans JA gewandt, und Gespräche geführt. Mittlerweile hat unser Sohn sich so dermaßen verändert, das wir hier keine ruhige Minute mehr haben. Er trinkt, klaut, schlägt sich, zieht ab, hat vor niemandem Respekt und demütigt jeden. Ich habe ihn letzte Woche aus dem Krankenhaus geholt, mit einer Alkoholvergiftung (1,7 promille), davor die Woche habe ich ihn Nachts von der Polizeiwache abgeholt (mit 1,6 promille). Zur Schule geht er gar nicht mehr. Das JA sagt mir, wir sollen Gespräche führen, doch ich habe Angst das er sich selbst zerstört. Mit Gesprächen ist es hier nicht mehr getan, denn er kommt ohne Hilfe aus dieser Mühle nicht mehr da raus.

Zu mir und meinem Mann: Wir haben 2 Kinder und bis letztes Jahr lief alles prima. Unsere Tochter (16) macht gar keine Probleme und unser Sohn war zwar immer schon ein Feger, aber ein liebenswerter. Wir gehen beide arbeiten und wollten und wollen für unsere Kinder immer nur das Beste. Wir hatten immer Regeln und die Kinder haben sich daran gehalten. Wir lieben unsere Kinder und würden für sie sterben. Gerade unser Junge weiß das am besten.

Was ist das für ein Wandel und welcher Exorzist kann meinem Jungen den Teufel austreiben und mir meinen lieben Sohn wiedergeben?
Bitte, wir sind völlig hilflos und allein!
 
guten abend,

kennen sie den umgang, den ihr sohn hat (freundeskreis)? möglich wäre vielleicht auch das er die schule meidet weil er zb. dort gemobbt wird. versuchen sie ein ruhiges gespräch mit ihm, wichtig dabei ist, bewahren sie ruhe, selbst wenn er ggf. beleidigend wird, und erörtern sie das problem.
 
Ja, ich kenne den Umgang und würde ihn verbieten, wenn ich könnte.
Er hat sich überall zum "Boss" gemacht, deshalb würde ich nicht sagen, das er gemobbt wird.
In der Schule kommt er nicht zurecht, weil die Lehrer nicht mit ihm zurecht kommen.
Reden bringt bei meinem Sohn nichts. Er macht was er will und unsere Sorgen gehen ihm links rein und rechts wieder raus. Ich versuche grundsätzlich Streit oder Diskussionen zu vermeiden, aus Angst das er wieder abhaut.
 
AW: Wenn beide Eltern voll arbeiten gehen ...

... dann ist dies meist gar nicht gut für die Kinder, weil die persönliche Zuwendung, Aufsicht und Betreuung durch nichts zu ersetzen ist!

Jetzt ist es natürlich schon fast zu spät, aber es gibt da noch einige Möglichkeiten:

1. Klare Regeln und Einschränkungen von Taschengeld, Fernseh- und PC- und Ausgehzeiten!

2. Klare und konsequente Sanktionen bei Nichteinhaltung der Abmachungen, bis hin zur Anzeige bei der Polizei z.B. wegen Drogen, Gewallt, Schulwänzens und sonstigem kriminellem Verhaltens!

3. Genaue Kontrolle des Schulbesuches und sofortige Meldung beim Schul- und Jugendamt, wenn er wieder schwänzt!

4. In Anspruchnahme einer Erziehungsbeistandsschaft durch das Jugendamt!

5. Erwägen eines Schulwechsels für schwer erziehbare Jugendliche, eventuell mit Internat!

6. Inanspruchnahme des richterlichen Denkezettel-Arrestes, bei allfälligen Regelverletzungen!


Nein, wir gehen nicht beide Vollzeit arbeiten, wir haben es immer so gehandhabt, das ich als Mutter mittags daheim bin, wenn die Kinder nach Hause kommen.

zu 1: Er hat nichts dergleichen in seinem Zimmer, da wir immer Wert drauf gelegt haben, das die Kinder sich draussen beschäftigen, so wie wir es früher auch getan haben. Taschengeld kürzen, okay, dann besorgt er sich das, was er haben will. An "Ausgehzeiten" hält er sich nicht1

zu 2: Ich kann mit Anzeigen mittlerweile sein Zimmer tapezieren!

zu 3: Schul- und Jugendamt sind informiert!

zu 4: eine Super-Nanny nimmt er nicht Ernst. Wie gesagt, er haut einfach ab.

zu 5: das ist die Möglichkeit die unsere Sorgen wieder ein wenig unter Kontrolle bringen würde, aber das JA stllt sich quer.

Aber danke für die Ratschläge, das haben wir leider erfolglos hinter uns 🙁
 
Das JA sagt mir, wir sollen Gespräche führen, doch ich habe Angst das er sich selbst zerstört. Mit Gesprächen ist es hier nicht mehr getan, denn er kommt ohne Hilfe aus dieser Mühle nicht mehr da raus.

Es tut mir von Herzen leid für Sie, was Sie da durchmachen müssen. Für mich erscheint es als eine der schlimmsten Sachen, wenn ein Mensch, den man liebt, sich kaputt macht.

Sie schreiben, dass Sie Angst haben, dass Ihr Sohn sich zerstört und dass Sie deshalb nicht mit ihm reden, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich kann mir vorstellen, dass Sie Angst haben, dass er dann wegläuft oder dass Sie dann eine Ursache sind, dass er wieder trinkt oder ähnliches. Dazu nur eine kleine Anmerkung: Das tut er ja bereits, er zerstört sich ja schon selbst. Diese Art zu denken (falls Sie sich darin wiederfinden) ist schon selber ver-rückt dh. nicht gut und zeigt, dass Sie dabei sind, sich den Gegebenheiten anzupassen.

Ich weiß, das folgende scheint leicht dahingesagt, aber: Sie können ein solches Leben mit ihm nicht ewig weiterführen, ohne, dass Sie und der Rest der Familie da erheblich drunter leiden. Und ich sage das als Geschwisterkind, das unter einem solchen Menschen gelitten hat (ohne Vorwurf Ihnen gegenüber).

Bei uns ist es damit geendet, dass das Kind irgendwann in der Jugendpsychiatrie zur Beobachtung untergebracht wurde, nachdem sich das Verhalten über Jahre hinzog.

Ich denke, ich würde eine "Familienkonferenz" machen und als Restfamilie ganz klar Stellung beziehen. Dass er so, wie er sich verhält, kein Mitglied mehr sein kann. Dass er sich entweder einen anderen Ort sucht (per JA, Heim, Entziehungsanstalt oä), wie viel Zeit er dafür hat und falls er das nicht tut, dass Sie es tun. (Ich weiß, das tut furchtbar weh, aber mir würde nach dem, was Sie erzählt haben, nichts anderes mehr einfallen). Nicht hart und böse, aber ganz bestimmt. Wenn er daran was ändert, ist das jederzeit wieder tragbar, aber das ist unerträglich für Sie. Lassen Sie mich raten: Sie schauen jede halbe Stunde aufs Handy, weil ja jemand angerufen haben könnte...?

Falls er etwas ändern will, sagen Sie ihm auch ganz deutlich, was Sie erwarten: Therapie oder was auch immer.

Ich fühle mit Ihnen und wünsche Ihnen viel Kraft.
 
Ist irgendetwas bei euch vorgefallen, dass dein Sohn so außer Rand und Band ist?

Bekommt er zu Hause nicht genügend Aufmerksamkeit, sodaß er woanders den "Boss " spielen muss?

Bettina
 
guten abend,

kennen sie den umgang, den ihr sohn hat (freundeskreis)? möglich wäre vielleicht auch das er die schule meidet weil er zb. dort gemobbt wird. versuchen sie ein ruhiges gespräch mit ihm, wichtig dabei ist, bewahren sie ruhe, selbst wenn er ggf. beleidigend wird, und erörtern sie das problem.


Würde definitiv einen Sinn ergeben.. Schule schwänzen, sich durch Alkohol trinken, klauen & schlägern, sich selbst und den anderen beweisen wollen, wie "hart & cool" man ist...
 

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